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	<title>Wilhelm Wiebens - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Wiebens&amp;diff=1925769&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hauptschluss: Links</title>
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		<updated>2026-03-08T17:54:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bernhard Paul Wiebens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. März]] [[1906]] in [[Wilhelmshaven]]; † [[22. Januar]] [[1990]] in [[Bad Pyrmont]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Bad Pyrmont Nr. 55/1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[SS-Führer]]. Als Kommandeur des [[Einsatzkommando|Einsatzkommandos]] 9 war er in führender Stellung an der [[Holocaust|Massenerschießung von Juden]] in der besetzten [[Sowjetunion]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In Wilhelmshaven besuchte er zunächst vier Jahre die [[Volksschule]] und ging dann auf die Städtische [[Oberrealschule]] über. Diese Schule verließ er im April 1923 mit [[Obersekundareife]] und begann bei den Wilhelmshavener Metallwerken eine kaufmännische Lehre, die er im Dezember 1925 mit der [[Kaufmannsgehilfe|Kaufmannsgehilfenprüfung]] abschloss. In der Folgezeit war er bei einer Firma in [[Varel]] tätig, bis er sich im Jahre 1932 als selbständiger [[Handelsvertreter]] niederließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Justiz&amp;quot;&amp;gt;Karl Dietrich Bracher, Christian F. Rüter: &amp;#039;&amp;#039;Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen national-sozialistischer Tötungsverbrechen 1945-1999.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 23, S. 508.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1931 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 546.524) bei. Ab Februar 1931 bis Oktober 1931 gehörte er der [[Sturmabteilung|SA]] an. Im selben Jahr wechselte er zur [[Schutzstaffel|SS]] ([[Liste von SS-Mitgliedsnummern|SS-Nummer]] 16.617). In der letzteren wurde er unter anderem als [[Adjutant]] des [[Sturmbann|Sturmbanns]] II der 24. [[SS-Standarte]] in Wilhelmshaven eingesetzt. Am 1. November 1934 wurde Wiebens in den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst der SS]] (SD) aufgenommen. Von Anfang 1935 bis mindestens 1939 war er Leiter des SD-Abschnitts [[Potsdam]] und wurde 1939 zum [[SS-Obersturmbannführer]] befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 675.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1941 wurde er Führer des [[SD-Abschnitt]]s [[Kiel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mallmann&amp;quot;&amp;gt;Klaus-Michael Mallmann/Andrej Angrick/Jürgen Matthäus/Martin Cüppers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Berichte aus dem Osten: Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2014, ISBN 978-3534264636, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Wiebens im Februar 1942 als Nachfolger von [[Oswald Schäfer|Oswald Schaefer]] Führer des Einsatzkommando 9, das beim [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] Teil der [[Einsatzgruppe B]] war. Das Kommando verübte 1941/42 [[Massenmord]]e an Juden und [[Politoffizier|Politkommissaren]] im Gefolge der [[Heeresgruppe Mitte]]. Im November 1942 wurde er von diesem Posten abgelöst und blieb bis Kriegsende Leiter des SD-Abschnittes in [[Koblenz]]. Im Jahre 1943 erhielt er das [[Kriegsverdienstkreuz|Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwerten]]. Im August 1944 wurde er kommissarisch zum Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (IdS) in [[Wiesbaden]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mallmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 geriet er in [[Söll (Tirol)|Söll]] in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wurde in der Folgezeit bis 1947 im [[Civilian Internment Enclosure No. 6|Internierungslager Moosburg]] festgehalten und anschließend der britischen Besatzungsmacht übergeben. Im Juni 1947 wurde er von einem britischen Militärgericht wegen der [[Fliegermorde|Erschießung]] von zwei alliierten Fliegern zu 15 Jahren Gefängnis in der [[Justizvollzugsanstalt Werl]] verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Justiz&amp;quot; /&amp;gt; Am 7. Mai 1955 wurde er dort wegen guter Führung entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Langerbein: &amp;#039;&amp;#039;Hitler’s death squads&amp;#039;&amp;#039;. College Station 2003, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf war er einige Jahre kaufmännischer Angestellter bei den Achilles-Werken in Wilhelmshaven. Im Februar 1959 siedelte er nach [[Stuttgart]] über und erhielt bei der Firma Conex zunächst die Stellung des Verkaufsleiters. Nach der Übersiedlung dieser Firma nach [[Böblingen]] im Jahre 1960 wurde er [[Prokurist]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Justiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Januar 1961 wurde er [[Vorläufige Festnahme|vorläufig festgenommen]] und befand sich dann bis zum 26. April 1961 in [[Untersuchungshaft]]. Am 4. Februar 1965 wurde er erneut festgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietrich Bracher, Christian F. Rüter: &amp;#039;&amp;#039;Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen national-sozialistischer Tötungsverbrechen 1945-1999.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 23, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr stand er erneut vor Gericht. Wiebens hatte Ende März/Anfang April 1942 einen Bericht erhalten, wonach bei [[Wizebsk|Witebsk]] eine Anzahl „feindlicher Elemente“ unterwegs seien. Es handelte sich dabei um eine Gruppe [[Roma]]. Er stellte unverzüglich ein Hinrichtungskommando zusammen und befahl die Erschießung der ganzen Gruppe von 23 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Eine ältere Frau hatte ihn angefleht, sie doch zu verschonen. Wiebens lehnte ab und bemerkte dabei: &amp;quot;Es ist besser, einen Unschuldigen zu viel zu erschießen, als einen Schuldigen laufen zu lassen.&amp;quot; Sein Kommando erschoss auch die alte Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;Donald Kenrick (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Gypsies during the Second World War&amp;#039;&amp;#039;. University of Hertfordshire Press, Hatfield 1997, ISBN 1-902806-49-2, S.&amp;amp;nbsp;160–161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie das Gericht feststellte, geschahen die Morde auf Wiebens eigene Initiative, das heißt, ein von der Verteidigung angeführter &amp;quot;[[Befehlsnotstand]]&amp;quot; wurde in seinem Fall nicht anerkannt. Das [[West-Berlin]]er [[Schwurgericht]] verurteilte Wiebens 1966 wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus. Mitangeklagt waren die Offiziere [[Karl Rath (SS-Mitglied)|Karl Rath]], [[Heinz Tangermann]] und [[Oswald Schäfer]] des Einsatzkommandos 9 der [[Einsatzgruppe B]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kerstin Freudiger: &amp;#039;&amp;#039;Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Mohr-Siebeck, Tübingen 2002, ISBN 3-16-147687-5, S. 71. (Aktenzeichen des Prozesses: &amp;#039;&amp;#039;LG Berlin Ks 1/65&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; Rath und Tangermann wurden wegen gemeinschaftlicher Beihilfe zu fünf bzw. sechs Jahren Haft verurteilt. Schaefer wurde freigesprochen. Rath wurde 1968, Tangermann im Jahr darauf entlassen. Am 1. Juli 1980 wurde Wiebens mit Strafaussetzung zur Bewährung begnadigt. 1990 starb er in Bad Pyrmont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beförderungen ==&lt;br /&gt;
* 10. August 1932: SS-Scharführer&lt;br /&gt;
* 1. Dezember 1932: SS-Truppführer&lt;br /&gt;
* 1. Juli 1933: SS-Obertruppführer&lt;br /&gt;
* 31. Juli 1933: SS-Untersturmführer&lt;br /&gt;
* 9. November 1935: SS-Obersturmführer&lt;br /&gt;
* 20. April 1936: SS-Hauptsturmführer&lt;br /&gt;
* 30. Januar 1937: SS-Sturmbannführer&lt;br /&gt;
* 10. September 1939: SS-Obersturmbannführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Langerbein: &amp;#039;&amp;#039;Hitler’s Death Squads. The logic of Mass Murder&amp;#039;&amp;#039;. Texas A&amp;amp;M University Press, College Station 2003, ISBN 1-58544-285-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-1647.pdf Protokolle der Vernehmung von Wiebens 1948] (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB) im Archiv des &amp;#039;&amp;#039;[[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]] München–Berlin&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1035165201|VIAF=301823151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wiebens, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wiebens, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wiebens, Wilhelm Bernhard Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Offizier in der Einsatzgruppe B&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. März 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wilhelmshaven]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Pyrmont]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hauptschluss</name></author>
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