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	<title>Wilhelm Walcher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Walcher&amp;diff=406663&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MPiR2: Die Schreibweise &quot;Marburg an der Lahn&quot; wurde nur von 1929 bis 1977 verwendet. Es heißt nur noch Marburg. (https://www.marburg.de/portal/seiten/marburg-an-der-lahn-die-beinamen-der-stadt-marburg-900000336-23001.html)</title>
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		<updated>2025-10-11T19:26:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Schreibweise &amp;quot;Marburg an der Lahn&amp;quot; wurde nur von 1929 bis 1977 verwendet. Es heißt nur noch Marburg. (https://www.marburg.de/portal/seiten/marburg-an-der-lahn-die-beinamen-der-stadt-marburg-900000336-23001.html)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Walcher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juli]] [[1910]] in [[Kaufbeuren]], Allgäu; † [[9. November]] [[2005]] in [[Marburg]]) war Universitätsprofessor der [[Physik]] und mit seinen Mitarbeitern an der [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]] Autor des bekannten Lehrbuches &amp;#039;&amp;#039;Praktikum der Physik&amp;#039;&amp;#039;, das seit 1966 in vielen Auflagen erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte an der [[Technische Universität München|TU München]] und der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Charlottenburg]] und schloss 1933 als Diplom-Ingenieur ab. Im selben Jahr trat er dem [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|NSKK]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Projekt Darmstädter Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2019 [https://dablog.hypotheses.org/files/2019/05/Biographien_Stra%C3%9Fennamen.pdf online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1937 war er wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Hochschule unter anderem bei [[Gustav Hertz]], [[Wilhelm H. Westphal (Physiker)|Wilhelm Westphal]] und [[Hans Geiger (Physiker)|Hans Geiger]], wo er 1937 mit einer Arbeit über einen [[Massenspektrometer|Massenspektrographen]] zur Isotopentrennung der Rubidiumisotope bei [[Hans Kopfermann]] promoviert wurde (Dr.-Ing.)&amp;lt;ref&amp;gt;Walcher: &amp;#039;&amp;#039;Über einen Massenspektrographen hoher Intensität und die Trennung der Rubidiumisotope.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Physik&amp;#039;&amp;#039;, Band 108, H. 5/6, 1938, S. 376.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1937 bis 1942 war er Assistent bei Kopfermann an der Universität Kiel. Dort konnte er sich 1942 habilitieren, ohne Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] zu werden. Die Habilitationsschrift war ursprünglich wegen &amp;#039;&amp;#039;politischer Unzuverlässigkeit&amp;#039;&amp;#039; abgelehnt worden, durch die Einflussnahme von Kopfermann wurde sie dann aber doch noch angenommen. Nach dem Weggang von Kopfermann nach Göttingen, der dort Direktor des zweiten Physikalischen Institutes wurde, vertrat er zunächst den vakanten Kieler Lehrstuhl&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlüpmann&amp;quot;&amp;gt;Klaus Schlüpmann: {{Webarchiv|url=http://aleph99.org/etusci/ks/t3a7.htm |wayback=20110724235034 |text=Biographie von Kopfermann}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, folgte dann aber Kopfermann nach Göttingen, wo er von 1942 bis 1947 dessen Oberassistent und Dozent war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Ruf an die [[Universität Leipzig]] schlug er 1946 aus&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlüpmann&amp;quot; /&amp;gt; und folgte stattdessen einem Ruf auf eine ordentliche Professur für Experimentalphysik als Nachfolger von [[Eduard Grüneisen]] an die Universität Marburg. Hier musste er sofort beim Wiederaufbau der Universität nach der Diktatur des Nationalsozialismus helfen. Er wurde 1949 als [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Naturwissenschaftlichen Fakultät gewählt und war dann von 1952 bis 1954 [[Liste der Rektoren und Präsidenten der Philipps-Universität Marburg|deren Rektor]]. Er war zudem von 1947 bis zu den Universitätsreformen in den 70er Jahren langjähriger Direktor des Physikalischen Instituts. 1978 wurde er emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Walcher befasste sich auf der Basis seiner physikalisch-technischen Kenntnisse der Elektronen- und Ionenoptik und dem Bau von [[Massenspektrometer]]n und Isotopenseparatoren mit Atom- und Kernphysik (Kernmomente, [[Hyperfeinstruktur]]). Diese Arbeiten konnten auch während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des [[Uranverein]]s fortgesetzt werden. In Marburg widmete er sich weiter den erwähnten Gebieten und zusätzlich den Kernreaktionen bei niedrigen Energien, der Kernspektroskopie, dem [[Optisches Pumpen|optischen Pumpen]], dem [[Mößbauereffekt]] und der Oberflächenphysik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1980 „recycelte“ Walcher den für die Arbeiten im Uranverein gebauten Elektromagneten für den Bau des HELIOS-Separators für Kernspaltfragmente am [[TRIGA]] [[Forschungsreaktor Mainz]].&amp;lt;ref&amp;gt;A. K. Mazumdar, H. Wagner, G. Kromer, W. Walcher, M. Brügger, E. Stender, N. Trautmann, T. Lund in: &amp;#039;&amp;#039;Nucl. Instr. and Meth.&amp;#039;&amp;#039; 174, 1980, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Energie wandte er für die Ausbildung von Physik-Anfängern und Lehrern in einer weitbekannten Experimentalphysik-Vorlesung und dem Anfänger- und Fortgeschrittenen-Praktikum auf (siehe zitiertes Buch über Anfängerpraktikum). Diese Vorlesung stand in der Tradition von [[Robert Wichard Pohl]], die sich bis [[Georg Christoph Lichtenberg]] zurückverfolgen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1959 bis 1961 prägte er als Vorsitzender den damaligen Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften wesentlich mit und war maßgeblich daran beteiligt, dass 1963 die Neugründung der [[Deutsche Physikalische Gesellschaft|DPG]] gelang; die alte Physikalische Gesellschaft war durch die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst worden. Walcher war an der Gründung von [[Deutsches Elektronen-Synchrotron|DESY]] und der [[Gesellschaft für Schwerionenforschung|GSI]] entscheidend beteiligt. Von 1961 bis 1967 war er zudem Vizepräsident der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]]. 1975 erhielt er das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland]]. 1962 bis 1991 war er Mitherausgeber der [[Annalen der Physik]] in Leipzig. 1976 wurde er Ehrendoktor der [[Ruhr-Universität Bochum]]. Er wurde 1989 Ehrenmitglied der DPG.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Brix, Ehrenmitglieder der DPG: Laudationes auf Heinz Maier-Leibnitz und Wilhelm Walcher, Physikalische Blätter, Band 45, Juli 1989, [http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phbl.19890450710/abstract Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walcher war darüber hinaus auch gesellschaftlich sehr engagiert, insbesondere gehörte er zu den [[Göttinger Achtzehn]], die sich 1957 gegen die geplante atomare [[Aufrüstung]] der Bundeswehr wandten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-goettingen.de/de/text-des-g%C3%B6ttinger-manifests/54320.html Text der Göttinger Erklärung 1957] bei uni-goettingen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist der Vater des Physikers [[Thomas Walcher]].&lt;br /&gt;
Zu seinen Doktoranden zählen [[Peter Brix]] und [[Detlef Kamke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Praktikum der Physik&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Vieweg/Teubner, 9. Auflage 2006. ISBN 3-519-23038-0 (zuerst 1966)&lt;br /&gt;
* mit [[Detlef Kamke]]: &amp;#039;&amp;#039;Physik für Mediziner&amp;#039;&amp;#039;, Teubner 1994.&lt;br /&gt;
* mit Max Wutz, Hermann Adam: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vakuumtechnik&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage, Vieweg 1997.&lt;br /&gt;
* mit [[Wolfgang Riezler]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Kerntechnik&amp;#039;&amp;#039;, Teubner 1958.&lt;br /&gt;
* mit J. Koch, R.H.V.M. Dawton und W.L, Smith &amp;#039;&amp;#039;Electromagnetic Isotope Separators and Applications of Electromagnetically Enriched isotopes&amp;#039;&amp;#039;, North-Holland Publishing Company, Amsterdam 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.pro-physik.de/details/articlePdf/1106157/issue.html | wayback=20160621205013 | text=Nachruf von Bruno Eckhardt, Dieter Fick, Knut Urban}} im Physik Journal, Band 5, 2006, Nr. 2 (PDF-Datei)&lt;br /&gt;
*[http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phbl.19800360723/abstract Detlef Kamke, Prof. Dr. Ing., Dr. rer. nat. h. c. Wilhelm Walcher 70 Jahre], Physikalische Blätter, Juli 1980&lt;br /&gt;
*[http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phbl.19790350406/full Wilhelm Walcher, Wilhelm Hanle, Für den Primat des Demonstrationsexperiments: Abschiedsvorlesung von Professor Dr. Wilhelm Walcher], Marburg, Physikalische Blätter, Band 35, April 1979&lt;br /&gt;
*Wolfgang Fischer, Hans Wolter, Ernst Brüche: Wilhelm Walcher 60 Jahre, Physikalische Blätter, Band 26, Juli  1970, [http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phbl.19700260709/abstract Online]&lt;br /&gt;
*George Wahl, Klaus Wiesemann: Wilhelm Walcher zum 90. Geburtstag, Physikalische Blätter, Band 56, 2000, Nr. 9, [http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phbl.20000560917/pdf pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128865946}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.physik.uni-marburg.de/de/news/newsdetails/period/1130799600/2591999/archived/article/826/curriculum-vitae-wilhelm-walcher.html | wayback=20060521165226 | text=Curriculum Vitae}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.annalen-der-physik.org/editors_g.html | wayback=20111219032915 | text=Biographie bei den Herausgebern der Annalen der Physik}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=mMdhRO4NiI8|title=„Wilhelm Walcher – Sechs Jahrzehnte rund um die Physik“}} (autobiografischer Vortrag)&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=128865946|titel=Walcher, Wilhelm|datum=2021-10-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128865946|LCCN=nr/90/1504|VIAF=65070434}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walcher, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernphysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Philipps-Universität Marburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ruhr-Universität Bochum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (DESY)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kerntechnikingenieur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walcher, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juli 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kaufbeuren]], Allgäu&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. November 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MPiR2</name></author>
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