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	<title>Wilhelm Selke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stolperstein Ritterstr 109 (Kreuzb) Wilhelm Selke.jpg|mini|Der Stolperstein für Wilhelm Selke in der Ritterstraße 109 in Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Selke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[29. April]] [[1893]] in [[Kröpelin]]; gestorben am [[26. Februar]] [[1945]] im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]]) war ein deutscher [[Buchbinder]], Gewerkschafter, [[KPD]]-Mitglied und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] in der [[Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren verlor der junge Wilhelm Selke bei einem Arbeitsunfall sein linkes Bein bis zum Oberschenkel, war lange krank und wurde wegen seines Handicaps nicht zum Militär eingezogen. 1912 begann er in [[Rostock]] eine Lehre als [[Buchbinder]] und legte 1916 seine Gesellenprüfung mit Auszeichnung ab. Im gleichen Jahr heiratete er die Hausangestellte Frieda und zog mit ihr nach [[Berlin-Kreuzberg]]. 1918 wurde Selke Mitglied im [[Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter Deutschlands|Deutschen Buchbinder-Verband]], 1919 traten die Eheleute in die [[KPD]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selke kandidierte dreimal für die KPD zur [[Bezirksverordnetenversammlung]] und wurde 1928–1929 als Nachrücker Mitglied des Bezirksparlaments. Das Schwergewicht legte er aber auf seine Gewerkschaftsarbeit. Ab 1928 agierte er für die [[Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition]], den gewerkschaftlichen Arm der KPD; er kritisierte 1932 einen Tarifabschluss, der den Buchbindern Verschlechterungen brachte, und vertrat die Auffassung, „dass nur ein revolutionärer Kurs... eine Änderung dieser Zustände bringen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://karl-richter-verein.de/print.php?Wilhelm%20Selke |wayback=20160301234641 |text=Wilhelm Selke |archiv-bot=2024-06-14 22:30:26 InternetArchiveBot }} Biographischer Eintrag auf der Website des [[Karl Richter (Gewerkschaftsfunktionär)|Karl-Richter]]-Vereins&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 arbeitete Selke als Buchbindermeister im [[Ullsteinhaus]] des von den Nazis [[Arisierung|„arisierten“]] [[Ullstein-Verlag]]s. Während des Krieges gehörte Selke zum Widerstand der [[Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]] und bildete mit dem Buchbinder [[Rudolf Peter (Widerstandskämpfer)|Rudolf Peter]] und dem Packer [[August Mikutta]] eine „illegale“ Gewerkschaftsgruppe im Betrieb. Die Gruppe sammelte Geld und Lebensmittelmarken für den Widerstand, suchte die Produktion von Nazi-Schriften zu sabotieren und verbreitete illegale Schriften und Flugblätter. Das Material kam von [[Willi Heinze]]. Selke vermittelte auch ein Treffen zwischen [[Anton Saefkow]] und Gewerkschaftsfunktionären, den ehemaligen Vorsitzenden des Buchbinder-Verbandes [[August Imhoff]] und [[Emil Priemer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Gestapo]]-[[Spitzel]] verraten, flog die Widerstandsorganisation auf. Am 4. Juli 1944 wurde Anton Saefkow und am 10. August 1944 Wilhelm Selke verhaftet und vor dem Volksgerichtshof angeklagt. [[Anton Saefkow]], [[Franz Jacob]] und [[Bernhard Bästlein]] wurden zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 hingerichtet. Wilhelm Selke kam zunächst mit zwei Jahren Gefängnis davon. Doch die Gestapo ermittelte weitergehende Informationen über den Widerstand. Im Januar 1945 wurde eine zweite Hauptverhandlung gegen Selke und 13 weitere Angeklagte eröffnet. Selke und drei weitere Angeklagte ([[Willi Heinze]], [[Paul Hegenbart]] und [[Julius Wordelmann]]) wurden am 18. Januar 1945 wegen [[Hochverrat]]s zum Tode verurteilt, August Mikutta und Rudolf Peter erhielten drei bzw. vier Jahre [[Zuchthaus]]. Selkes Gnadengesuch und elf weitere von Freunden und Angehörigen wurden abgelehnt. Das Todesurteil wurde am 26. Februar 1945 im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]] durch das Fallbeil vollstreckt. Wenige Tage später kam Rudolf Peter im gleichen Zuchthaus zu Tode. Selke hinterließ seine Ehefrau Frieda und eine kleine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Vor dem Haus Ritterstr 109 in [[Berlin-Kreuzberg]] wurde 2008 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://druck.verdi.de/druckindustrie/tiefdruck/tiefdruck/infos_hintergruende/2008/hauen_und_stechen/data/dp52008.pdf &amp;quot;Stolpersteine&amp;quot; erinnern an Buchbinder und Buchdrucker als Oper des NS-Regimes] [[Ver.di]]-Branchenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Druck + Papier&amp;#039;&amp;#039; Dezember 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Hamann]]: [http://netkey40.igmetall.de/homepages/vst_berlin_neu/hochgeladenedateien/Dokumente/News/News%2021.1.09/04_Vortrag%20Dr.%20Hamann.pdf Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Ullstein Verlag] Vortrag bei [http://netkey40.igmetall.de/homepages/vst_berlin_neu/schwerpunkte/ns-zeit/dasandereberlin.html Das andere Berlin 1933–1945. Widerstand in den Betrieben während der Nazizeit], Gedenk- und Informationsveranstaltung der [[IG Metall]] Berlin am 22. Januar 2009&lt;br /&gt;
* Christoph Hamann: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Selke. Buchbinder im Ullstein Verlag&amp;#039;&amp;#039;. In: Egon Bannehr, Christoph Hamann u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Eule läßt Federn. Das Ullsteinhaus 1926–1986. Setzer, Drucker, Journalisten&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1996, ISBN 3-930412-99-3, S. 90–100&lt;br /&gt;
* Roman Guski, Johanna Jawinsky, Hannelore Rabe: [https://www.vvnbda-rostock.de/wp-content/uploads/2011/11/denkmal.pdf Gedenkstätten für Opfer und Verfolgte des Naziregimes auf dem Neuen Friedhof in Rostock] (PDF-Datei; 5,97&amp;amp;nbsp;MB). Hrsg. VVN-BdA Mecklenburg-Vorpommern Basisorganisation Rostock, Rostock 2011, ISBN 978-3-00-035037-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-05-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Selke, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Berlin-Kreuzberg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchbinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Selke, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kröpelin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Februar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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