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	<title>Wilhelm Schuler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:42:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Schuler&amp;diff=1381402&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Killarnee: /* Leben */Link fix</title>
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		<updated>2024-09-01T08:08:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;Link fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schuler, Wilhelm 1977.png|miniatur|hochkant|Wilhelm Schuler (1977)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Schuler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1914]] in [[Ulm]]; † [[5. Juni]] [[2010]] in [[Bad Homburg vor der Höhe]]) ist als Chemiker, Erfinder und Unternehmer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
An der Technischen Hochschule der Freien Stadt Danzig ([[TH Danzig]]) studierte Schuler seit 1934 [[Chemie]]. Nach der Diplomchemiker-Hauptprüfung wurde er im Jahre 1939 zur Wehrmacht einberufen. Man stellte ihn jedoch bereits nach einem halben Jahr wieder frei, da er von [[Paul Rabe (Chemiker)|Paul Rabe]] ([[Universität Hamburg]]) für wichtige Forschungsarbeiten auf dem [[Arzneistoff]]gebiet für die TH Danzig zurückgefordert wurde. So konnte er seine Forschungsarbeiten fortsetzen und wurde 1941 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Diese Arbeiten fertigte er im Arbeitskreis von [[Henry Albers]] – dessen Doktorvater Paul Rabe war – in der organischen Chemie an. Schuler forschte dabei über organische Phosphorverbindungen. Er blieb dann Assistent von Henry Albers an der TH Danzig und arbeitete über Alkaloide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabe&amp;quot;&amp;gt;Paul Rabe und Wilhelm Schuler: &amp;#039;&amp;#039;Die Synthese der 6&amp;#039;-Methoxy-9-oxy-rubane – ein Beitrag zur Wirkungsweise des [[Chinin]]s und der [[Chinidin]]e&amp;#039;&amp;#039;, [[Chemische Berichte|Berichte der deutschen Chemischen Gesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;76&amp;#039;&amp;#039; (1948) 318.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1944 beschäftigte sich Schuler mit seiner Habilitationsarbeit an der TH Danzig. Kurz vor Kriegsende wechselte er an die Universität Hamburg. Im Arbeitskreis von [[Ilse Esdorn]] (1897–1985) arbeitete er dort über die Analyse von [[Naturstoff]]en, vor allem von [[Alkaloide]]n, [[Glukoside]]n und Schleimen in [[Arzneipflanze]]n. Dabei entdeckte er ein Verfahren zur Herstellung eines [[Geliermittel]]s aus [[Heidekrautgewächse|Heidekraut]], das in der Lebensmittel- und in der kosmetischen Industrie verwendet wurde. Schuler vergab eine [[Lizenz]] an die Firma Spangenberg. Mit den Lizenzeinnahmen gründete der 32-jährige Schuler gemeinsam mit einem Partner die Firma Dr. Schuler &amp;amp; Lange, Chemisches und Pharmazeutisches Laboratorium GmbH, Hamburg. So begann seine Laufbahn als selbstständiger Unternehmer. Schuler &amp;amp; Lange beschäftigte sich mit der Herstellung von Arzneistoffen und mit pharmazeutischer Auftragsforschung. Hauptauftraggeber für die chemisch-synthetische [[Forschung]] war dabei die Firma Promonta, die später im [[Byk Gulden|Byk-Gulden]]-Konzern (heute [[Altana]]) aufging. Aus diesen Arbeiten entstanden – in Kooperation mit dem Biologen und Pharmakologen [[Otto Nieschulz]] – einige erfolgreiche Arzneistoffe, wie zum Beispiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Neuroleptikum]] [[Pecazin]] [&amp;#039;&amp;#039;Pacatal&amp;#039;&amp;#039;(D)],&lt;br /&gt;
* das [[Antihistaminikum]] &amp;#039;&amp;#039;Kolton&amp;#039;&amp;#039; (D), ein 8-Chlor[[theophyllin]]-Salz von [[Diphenylpyralin]], und&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vaditon&amp;#039;&amp;#039; (D), eine galenische Weiterentwicklung des [[Aminophenazon|Pyramidon]]s, das nun injizierbar wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Degussa AG]] bot Wilhelm Schuler einen ungewöhnlichen Arbeitsvertrag an, der es ihm ermöglichte seine ‚privaten unternehmerischen‘ Aktivitäten parallel fortzusetzen und auszubauen. 1953 trat Schuler als Leiter der Arzneimittelforschung in das Degussa-Tochterunternehmen ([[Chemiewerk Homburg]]) ein. Schuler war als Arzneistoff-Forscher außerordentlich kreativ und erfolgreich. Es gelang ihm durch Anwendung des [[Azalogie]]-Prinzips (Ersatz von „=CH–“ durch das isoelektronische „=N–“) neue Arzneistoffe zu entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gross&amp;quot;&amp;gt;A. Gross, K. Thiele, W. Schuler und A. von Schlichtegroll: &amp;#039;&amp;#039;Studies of 2-Chloro-4-azaphenothiazines: Synthesis and pharmacological properties of Cloxypendyl&amp;#039;&amp;#039;, [[Arzneimittel-Forschung]] &amp;#039;&amp;#039;18&amp;#039;&amp;#039; (1968) 435.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schuler gelang erstmals die Synthese von [[4-Azaphenothiazin]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuler&amp;quot;&amp;gt;(a) Wilhelm Schuler und Hans Klebe: &amp;#039;&amp;#039;4-Azaphenothiazine und deren 10-Aminoalkyl-Derivate&amp;#039;&amp;#039;, [[Liebigs Annalen der Chemie]] &amp;#039;&amp;#039;653&amp;#039;&amp;#039; (1962) 172–180. (b) Wilhelm Schuler, A. von Schlichtegroll: &amp;#039;&amp;#039;Synthesen von 4-Aza[[phenothiazine]]n. 2. Mitteilung: Derivate der 4-Azaphenothiazin-10-carbonsäure&amp;#039;&amp;#039;, Liebigs Annalen der Chemie &amp;#039;&amp;#039;673&amp;#039;&amp;#039; (1964) 102. (c) Bernhard Kutscher, Hans Reinhold Dieter, Hans-Günther Trömer, Beate Bartz, Jürgen Engel und [[Axel Kleemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Synthese von 4-Azaphenothiazin&amp;#039;&amp;#039;, Liebigs Annalen der Chemie &amp;#039;&amp;#039;1995&amp;#039;&amp;#039;, 591–592.&amp;lt;/ref&amp;gt; einer Schlüsselverbindung für die Herstellung der [[Arzneistoff]]e [[Prothipendyl]] [&amp;#039;&amp;#039;Dominal&amp;#039;&amp;#039; (D)], [[Isothipendyl]] [&amp;#039;&amp;#039;Andantol&amp;#039;&amp;#039; (D)] und [[Pipazetat]] [&amp;#039;&amp;#039;Selvigon&amp;#039;&amp;#039; (D)], die Schuler erfand&amp;lt;ref name=&amp;quot;Offermanns1&amp;quot;&amp;gt;[[Heribert Offermanns|H. Offermanns]]: &amp;#039;&amp;#039;Azalogie-Prinzip: hin und zurück&amp;#039;&amp;#039;, [[Nachrichten aus der Chemie]] &amp;#039;&amp;#039;59&amp;#039;&amp;#039; (2011) 1152–1153.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die patentiert wurden. Schuler hat weiterhin die Entwicklung zu den erfolgreichen Wirkstoffen [[Fenetyllin]] [&amp;#039;&amp;#039;Captagon&amp;#039;&amp;#039; (D)], [[Mefenorex]] [&amp;#039;&amp;#039;Rondimen&amp;#039;&amp;#039; (D)] und [[Oxyfedrin]] [&amp;#039;&amp;#039;Ildamen&amp;#039;&amp;#039; (D)] initiiert. 1960 dehnte er seine privaten unternehmerischen Aktivitäten nach Irland aus und gründete die Firma Loftus Bryan. Zwanzig Jahre später verkaufte er dieses Unternehmen an den US-Pharmakonzern [[Schering-Plough]]. 1982 gründete Wilhelm Schuler gemeinsam mit seiner Tochter in Irland die Firma Iropharm, die sich mit der Synthese patentfreier [[Antidepressiva]] befasste, die durch [[Grignard-Reaktion]] zugänglich sind. Inzwischen wurde dieses Unternehmen an [[Sigma-Aldrich]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Degussa AG strukturierte Wilhelm Schuler die Chemieforschung neu. Schuler förderte die Entwicklung von Ionenaustauschern zum Einsatz in der Waschmittelindustrie, die Entwicklung der Autoabgaskatalysatoren und zahlreiche weitere strategisch und wirtschaftlich relevante Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die teilweise bis heute für die [[Evonik Degussa]] GmbH und andere Firmen wirtschaftlich bedeutend sind. Die [[Chemiker]] Gunther Dittrich, Rudolf Fahnenstich, [[Axel Kleemann]], Peter Kleinschmit, [[Heribert Offermanns]] und Gerd Schreyer (Auswahl) wurden von Schuler nachhaltig motiviert und gefördert.&lt;br /&gt;
Er lebte lange in [[Bad Homburg vor der Höhe]] und ist dort auch begraben. Schuler hinterlässt eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Immer eine Idee besser&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von der Degussa AG, Frankfurt am Main 1998, dort Seiten 238–258 Aufsatz von [[Axel Kleemann]] „Aufbau einer modernen Chemieforschung – Wilhelm Schuler“, ISBN 3-00-002389-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schuler, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwickler eines Medikaments]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schuler, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker, Erfinder und selbstständiger Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ulm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juni 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Homburg vor der Höhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Killarnee</name></author>
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