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	<title>Wilhelm Sagebiel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:19:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-22T05:51:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Sagebiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Dezember]] [[1855]] in [[Latferde]] bei [[Hameln]]; † [[24. März]] [[1940]] in [[Braunschweig]]) war ein deutscher [[Bildhauerei|Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war Sohn des [[Drechsler]]meisters Wilhelm Sagebiel und seiner Ehefrau, geb. Laub aus [[Bodenwerder]]. Er besuchte die Bürgerschule in Bodenwerder und erlernte von 1869 bis 1872 die Drechslerei bei seinem Vater und Großvater. Nach Abschluss der Lehre arbeitete er von 1873 bis 1877 in verschiedenen Branchen des holzverarbeitenden Handwerks. Nach Lehr- und Wanderjahren ließ er sich 1883 als Meister in Braunschweig nieder, heiratete 1886 und gründete eine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte sieben Kinder. Sein Sohn Karl (1891–1943) war ebenfalls Bildhauer und gestaltete das Raabe-Denkmal in Eschershausen. Sein Sohn [[Ernst Sagebiel|Ernst]] (1892–1970) war [[Architekt]] und schuf unter anderem das [[Reichsluftfahrtministerium]] in [[Berlin]] (heute Bundesfinanzministerium) und das [[Flughafen Berlin-Tempelhof|Flughafengebäude Tempelhof]] in Berlin. Sein Sohn Georg (1897–1946) war ebenfalls Architekt und Leiter des Entwurfsbüros beim [[Luftkreiskommando]] III.&lt;br /&gt;
Wilhelm Sagebiel verstarb am 24. März 1940 hochgeehrt in Braunschweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagebiel war zunächst in [[Bremen]], [[Hannover]], [[Stuttgart]] und [[München]] tätig, bevor er 1883 in Braunschweig eine Bildhauerwerkstatt eröffnete. Er war überregional tätig und schuf z.&amp;amp;nbsp;B. Werke für die [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche]] in Berlin sowie für den [[Erfurter Dom]].&lt;br /&gt;
Wilhelm Sagebiel führte zwischen 1879 und 1915 ein Verzeichnis seiner Werke. Danach schuf er für rund 90 Kirchen vorwiegend liturgische Ausstattungen wie [[Kanzel]] und [[Altar]], aber auch [[Patronatsloge|Patronatsgestühl]] und [[Prospekt (Orgel)|Orgelgehäuse]]. Sein Hauptwerkstoff ist [[Eichenholz]], auch kombiniert mit [[Sandstein]], [[Marmor]] und [[Kalkstein]]. Sagebiel wirkte mit einigen bekannten Architekten und [[Baumeister]]n, wie [[Hans Pfeifer (Baurat)|Hans Pfeifer]],&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Pfeifer war geheimer Baurat in der herzoglichen Baudirektion in Braunschweig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Liebfrauenkapelle Bodenwerder-Linse: Altar, Kasten für Liedernummern.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Bernhard Kühn]],&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuelkirche Berlin-Prenzlauer Berg: Kanzel, Altarkreuz und Orgelgehäuse.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[August Menken]],&amp;lt;ref&amp;gt;St.-Johannes-Basilika Berlin-Neukölln: Orgelgehäuse, Beichtstühle und Möbel in der Kaiserloge.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Max Spitta]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gnadenkirche Berlin-Mitte: Altarkreuz, 12 Apostel an der Lichterkrone.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Franz Schwechten|Franz Heinrich Schwechten]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dorfkirche Gröben (Ludwigsfelde): Altaraufsatz und Patronatsgestühl, St.-Simeon-Kirche Berlin-Kreuzberg: Altar mit reichen figürlichen Darstellungen.&amp;lt;/ref&amp;gt; eng zusammen. Gelobt wurden seine meisterhaft ausgeführte Bildhauerarbeit, seine figürlichen Darstellungen und seine ornamentalen Arbeiten. Er konnte sehr treffend seine Werke in der vorgegebenen Stilrichtung anfertigen. Wilhelm Sagebiel führte seine Arbeiten nach vorgelegten, aber auch nach eigenen Entwürfen aus. In Würdigung seiner Leistungen ernannte ihn der Regent von Braunschweig, [[Albrecht von Preußen (1837–1906)|Prinz Albrecht]], 1895 zum herzoglichen Hofbildhauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Ulrici Braunschweig Sagebiel-Lettner.jpg|mini|Lettner in der Braunschweiger Brüdernkirche]]&lt;br /&gt;
=== Stadt Braunschweig ===&lt;br /&gt;
* Sein Hauptwerk in Braunschweig ist der über mehrere Jahre entstandene [[Neugotik|neugotische]] [[Lettner]] aus Eichenholz, der 1904 in der [[Brüdernkirche (Braunschweig)|Brüdernkirche]] aufgestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.luther-in-bs.de/lettseite.htm |wayback=20130927160230 |text=&amp;#039;&amp;#039;Über den restaurierten Renaissance-Lettner in der Brüdernkirche.&amp;#039;&amp;#039;  }}, abgerufen am 18. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Er schuf 1883 bzw. 1886 für die im [[Städtisches Museum (Braunschweig)|Städtischen Museum]] ausgestellte Lettnerkunstuhr aus der Brüdernkirche Statuen und Gehäuse.&lt;br /&gt;
* Für die [[Kloster Riddagshausen|Klosterkirche Riddagshausen]] ergänzte er Teile des Taufdeckels und der Kanzel.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Pfeifer: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Riddagshausen bei Braunschweig.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Julius Zwissler, Wolfenbüttel 1896, S. 35ff., 59. [https://web.archive.org/web/20140418220408/http://digisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de/dfg-files/00022783/Ba-300.pdf PDF], abgerufen am 19. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Seine Arbeiten für den [[Braunschweiger Dom]] und die [[St. Andreas (Braunschweig)|Andreaskirche]], eine Kanzel im [[Neorenaissance]]-Stil, sind nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außerhalb Braunschweigs ===&lt;br /&gt;
* Für die [[Lutherkirche (Bad Harzburg)|Lutherkirche in Bad Harzburg]] fertigte Sagebiel den Taufstein, die Kanzel, den Altar und das [[Relief]] über dem Hauptportal, das den Namensgeber der Kirche zeigt: &amp;#039;&amp;#039;Luther, zum Volke predigend&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-tv/zdf-gottesdienst/zdf-gottesdienst-aus-bad-harzburg-4377/geschichte-der-lutherkirche-bad &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Lutherkirche Bad Harzburg.&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 7. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für den [[Bismarckturm]] in Bodenwerder schuf er ein über dem Eingang angebrachtes [[Otto von Bismarck|Bismarck-]][[Medaillon (Ornament)|Medaillon]] aus weißem Sandstein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bismarcktuerme.de/ebene4/nieders/bodenw.html |wayback=20150923191037 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Bismarckturm in Bodenwerder.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-06-14 21:47:29 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 18. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für die [[Antonius der Große|St.-Antonius]]-Kirche in [[Stadt Hasselfelde|Hasselfelde]] wurden Altar und Kanzel in [[Neugotik|neugotischem Stil]] gefertigt.&lt;br /&gt;
* In der Lutherkirche in [[Holzminden]] stammt der Altaraufsatz von Sagebiel. Dargestellt ist die Ablösung des [[Altes Testament|alttestamentlichen]] [[Opfer (Religion)|Opferkultes]] durch den [[Kreuzigung|Kreuzestod]] [[Jesus Christus|Christi]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.luther-holzminden.de/lutherkirche/geschichte_iii/Geschichte_III.html |wayback=20140418234547 |text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Lutherkirche Holzminden.&amp;#039;&amp;#039;   }}, abgerufen am 18. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für die Lutherkirche in [[Soltau]] fertigte er den Altar und die Kanzel an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://lutherkirche-soltau.konvis.de/ast1028.html |wayback=20140419011812 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Lutherkirche in Soltau.&amp;#039;&amp;#039;   }}, abgerufen am 18. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berlin und Umgebung ===&lt;br /&gt;
Die Kunstwerke von Wilhelm Sagebiel sind noch in 9 von ursprünglich 13 Kirchen erhalten: [[Immanuelkirche (Berlin)|Immanuelkirche]], [[Stephanuskirche (Berlin-Gesundbrunnen)|Stephanuskirche]]&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanuskirche Berlin-Gesundbrunnen: Kanzel.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Friedenskirche (Grünau)|Friedenskirche]] [[Berlin-Grünau]], Dorfkirche [[Gröben (Ludwigsfelde)|Gröben]], [[Martin-Luther-Kirche (Fürstenwalde)|Martin-Luther-Kirche]] in [[Fürstenwalde-Süd]],&amp;lt;ref&amp;gt;Martin-Luther-Kirche Fürstenwalde-Süd: Altar, Kanzel und Taufstein.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gnadenkirche (Berlin-Mitte)|Gnadenkirche]], [[St.-Simeon-Kirche (Berlin)|Simeonskirche]], [[Johannes-Basilika|St.-Johannes-Basilika]] und [[Kirche am Südstern]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kirche am Südstern Berlin-Kreuzberg: Altar, Christusfigur.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Evangelische Friedenskirche in Berlin-Grünau besitzt einen von Sagebiel aus Eichenholz geschnitzten Altaraufsatz mit [[Kruzifix]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Steinike: &amp;#039;&amp;#039;Der Altar der Friedenskirche Grünau.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.atlas-religioeser-lernorte.de/files/materialien/Altar_0.pdf PDF], abgerufen am 17. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norman-Mathias Pingel: &amp;#039;&amp;#039;Sagebiel, Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; in: {{BibISBN|3926701307|Seite=114}}&lt;br /&gt;
* Ursula Steinike: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Wilhelm Sagebiel in Berlin und Umgebung – einem vergessenen Bildhauer aus Braunschweig.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigischer Kalender 2010.&amp;#039;&amp;#039; Joh. Heinr. Meyer Verlag, Braunschweig, {{ISSN|0343-0316}}, S. 85ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Ursula Steinike: &amp;#039;&amp;#039;Hofbildhauer Wilhelm Sagebiel und sein Schaffen.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.atlas-religioeser-lernorte.de/files/materialien/Wilhelm_Sagebiel.pdf PDF], abgerufen am 17. April 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1035147092|VIAF=303076956}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sagebiel, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sagebiel, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Dezember 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Latferde]] bei [[Hameln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. März 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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