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	<title>Wilhelm Polligkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Polligkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1876]] in [[Langenberg (Rheinland)]]; † [[27. April]] [[1960]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[Jurist]] und nationalsozialistischer [[Sozialwissenschaften|Sozialwissenschaftler]]. Er gilt als [[Nestor (Mythologie)#Ehrenbezeichnung|Nestor]] der deutschen [[Fürsorge]] und [[Wohlfahrtspflege]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Polligkeit, Sohn eines Eisenbahners, absolvierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn eine Banklehre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee468&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 468.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach studierte er in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] Rechtswissenschaften und wurde dort 1900 Mitglied der [[Bonner Burschenschaft Frankonia|Burschenschaft Frankonia]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934. S. 378.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1907 zum Dr. jur. Der Titel seiner [[Dissertation]] „Das Recht des Kindes auf Erziehung“ lieferte den Slogan der [[Jugendfürsorge]]bewegung in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Von 1903 bis 1920 war Polligkeit Geschäftsführer der [[Centrale für private Fürsorge]], einer Gründung des Frankfurter [[Institut für Gemeinwohl|Instituts für Gemeinwohl]], dessen Geschäftsführer er auch lange Jahre war. Mit dem Mäzen [[Wilhelm Merton]] verband ihn eine enge freundschaftliche Arbeitsbeziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] begründete er 1915 die Freie Vereinigung für Kriegswohlfahrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DV&amp;quot;&amp;gt;[http://www.deutscher-verein.de/01-wir_ueber_uns/pdf/DV-Ausstellung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge – Ausstellung&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 14,8&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polligkeit war beim [[Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge|Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge]] ab 1911 im Zentralausschuss und ab 1918 im Vorstand tätig. Von 1920 bis 1936 sowie von 1946 bis 1950 war er [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]] im Deutschen Verein und übernahm dort in Personalunion von 1922 bis 1935 sowie von 1946 bis 1950 den Vorsitz. Von 1946 bis 1960 gehörte er dem Hauptausschuss des Deutschen Vereins an,&amp;lt;ref name=&amp;quot;DV&amp;quot;/&amp;gt; danach war er dort Ehrenmitglied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee468&amp;quot;/&amp;gt; Zusammen mit [[August Jaspert]] engagierte er sich für den Betrieb eines Schullandheims für Frankfurter Kinder, dem [[Kinderdorf Wegscheide]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20081231120848/http://www.die-wegscheide.de/Inhalt/wegscheide_geschichte.html |titel=Schullandheim Wegscheide |datum=2008-12-31 |abruf=2025-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1929 war er [[Honorarprofessor]] der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee468&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] gelang es Polligkeit, die Existenz und Arbeit des Instituts für Gemeinwohl in Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt und der NSDAP-Gauleitung zu gewährleisten. Damit einher ging die [[Arisierung]] des Instituts und die Vertreibung seines Geschäftsführers [[Richard Merton]] 1938, die Polligkeit als Verhandlungspartner umsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stein 2009, S. 166–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tätigkeit im Bayerischen Landesverband für Wanderdienst, im [[Soziographisches Institut|Soziographischen Institut]] in Frankfurt am Main und als Honorarprofessor an der dortigen Universität bewertet die Sozialpädagogin Anne-Dore Stein als Begleitforschung zur [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stein 2009, S. 271–273.&amp;lt;/ref&amp;gt; Polligkeit befürwortete die staatliche Kontrolle und Verfolgung nicht-sesshafter Menschen bis hin zur Zwangssterilisierung und fand im nationalsozialistischen Staat ein Betätigungsfeld für seine sozial-rassistischen Ansichten, die er schon in der Weimarer Republik gehegt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stein 2009, S. 116f.&amp;lt;/ref&amp;gt;  In seinem vielbeachteten Werk &amp;#039;&amp;#039;Der nichtseßhafte Mensch&amp;#039;&amp;#039; begrüßte er 1938 die nationalsozialistische Gesetzgebung als Werkzeug zur „Ausmerzung solcher Volksschädlinge“.&amp;lt;ref&amp;gt;Polligkeit, Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Der nichtseßhafte Mensch. Ein Beitrag zur Neugestaltung der Raum- und Menschenordnung im Großdeutschen Reich.&amp;#039;&amp;#039; München 1938, S. 425; vgl. [[Wolfgang Ayaß]]:  &amp;#039;&amp;#039;‘Asoziale‘ im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1995; vgl. ders.: &amp;#039;&amp;#039;„Asozial“. Aufstieg und Niedergang eines Kernbegriffs sozialer Ausgrenzung,&amp;#039;&amp;#039; Freiburg i.Br. 2023. ISBN 978-3-7841-3682-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Stadtrat und Leiter des Frankfurter Wohlfahrtsamts nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] baute er die Centrale für private Fürsorge (heute: &amp;#039;&amp;#039;Institut für Sozialarbeit&amp;#039;&amp;#039;) neu auf. Ab 1949 war er an der Wiedergründung des [[Paritätischer Wohlfahrtsverband|Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes]] beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DV&amp;quot;/&amp;gt; Polligkeit war ab 1950 mit [[Hilde Eiserhardt]] verheiratet.&amp;lt;ref &amp;gt;Matthias Willing: &amp;#039;&amp;#039;Das Bewahrungsgesetz (1918-1967). Eine rechtshistorische Studie zur Geschichte der deutschen Fürsorge.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2003, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde 1951 zum Dr. rer. pol. h. c. ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DV&amp;quot;/&amp;gt; Seine nationalsozialistische Vergangenheit wurde erst spät Thema in öffentlichen Debatten. Im Jahr 1999 beschloss der Paritätische Wohlfahrtsverband die Umbenennung seines Wilhelm-Polligkeit-Instituts und die Einstellung der Vergabe der nach ihm benannten Ehrenplakette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland (1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Klaus Dörrie: &amp;#039;&amp;#039;Polligkeit, Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Hugo Maier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Who is who der Sozialen Arbeit&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg : Lambertus, 1998, ISBN 3-7841-1036-3, S. 475–478&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 8: &amp;#039;&amp;#039;Supplement L–Z.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8253-6051-1, S. 156–158.&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2018, ISBN 978-3-7376-0474-1, S. 155 f. ([https://www.uni-kassel.de/upress/online/OpenAccess/978-3-7376-0474-1.OpenAccess.pdf Online], PDF; 3,9&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|606|607|Polligkeit, Friedrich Wilhelm|Wilfried Rudloff|116264764}}&lt;br /&gt;
* Anne-Dore Stein: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwissenschaftlichung des Sozialen Wilhelm Polligkeit zwischen individueller Fürsorge und Bevölkerungspolitik im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit Bd. 4, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16614-8.&lt;br /&gt;
* [[Florian Tennstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre von 100. Wilhelm Polligkeit und der &amp;quot;Deutsche Verein&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christoph Sachße]] / Florian Tennstedt (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Sozialarbeit 4&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1981, S. 445–468.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116264764}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116264764|titel=Polligkeit, Friedrich Wilhelm|datum=2020-05-09}}&lt;br /&gt;
* Felix Blömeke: {{Frankfurter Personenlexikon|777|Polligkeit, Wilhelm}} (Stand des Artikels: 31. Oktober 1994), auch in: {{BibISBN|3782904591|Seiten=144f.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116264764|LCCN=no/2009/201286|VIAF=69677404}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Polligkeit, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der sozialen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Polligkeit, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Jurist und Nestor der deutschen Fürsorge und Wohlfahrtspflege&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langenberg (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. April 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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