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	<title>Wilhelm Pevny - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;M2k~dewiki: https://d-nb.info/1375079034  https://d-nb.info/1195170416 https://d-nb.info/1060121603</title>
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		<updated>2025-12-18T10:43:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https://d-nb.info/1375079034  https://d-nb.info/1195170416 https://d-nb.info/1060121603&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Willhelmpevny.JPG|miniatur|Wilhelm Pevny, 2009]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Pevny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juni]] [[1944]] in [[Wallersdorf]], [[Niederbayern]]) ist ein [[österreich]]ischer [[Schriftsteller]] und [[Drehbuchautor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Pevny wurde im niederbayrischen Heimatort seiner Mutter geboren; als der Vater 1947 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückkam, holte er Frau und Sohn in das zerbombte Nachkriegswien. Pevny wuchs in der [[Brigittenau]], einem Wiener Arbeiterbezirk, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Streitschrift „Die Vergessenen Ziele – Wollen sich die 68er davonstehlen?“ schreibt er 1988: „Ich glaube behaupten zu können, dass meine Eltern eine sogenannte Musterehe gelebt haben, nicht dem Schein nach, sondern - soweit ich es beurteilen konnte - wirklich, das heißt, man spürte, sie mögen sich, waren nett zu mir. Trotzdem bin ich mit zwanzig, als ich das Elternhaus verlasse, einer der erbittertsten Gegner der Kleinfamilie... Als ich [[Wilhelm Reich]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Massenpsychologie des Faschismus]]&amp;#039;&amp;#039; lese, worin Reich den Zusammenhang zwischen Kleinfamilie und aggressivem Anpasslertum, das sich epochenweise entlädt... beschreibt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pevny studierte zunächst in Wien [[Theaterwissenschaft]] und [[Germanistik]], ging 1967 nach [[Paris]], wo er bis 1969 an der [[Berlitz Sprachschulen|Berlitz Sprachschule]] als Lehrer tätig war und durch die blutige Polizeigewalt in den Straßen von Paris „vom liberalen Humanisten zum wütenden Linken“  wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei kurzen Aufenthalten in Wien, um das Studium zu beenden, wurde sein Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Flipper&amp;#039;&amp;#039; anlässlich der Gründung des [[Cafétheater]]s (von [[Götz Fritsch]], [[Hilde Berger (Schauspielerin)|Hilde Berger]] und [[Dieter Haspel]] ins Leben gerufen) 1968 zur Aufführung gebracht, 1969 folgte &amp;#039;&amp;#039;Oedip-Entsinnung&amp;#039;&amp;#039;. [[Ellen Stewart]], Leiterin des [[La Mama Theatre New York]], sah das Stück in Wien und engagierte Pevny und Fritsch nach New York, wo Pevnys experimentelles Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Sprintorgasmics&amp;#039;&amp;#039; uraufgeführt wurde. Die Schauspieler, in der Tradition des körperbetonten [[Living Theatre]] ausgebildet, agierten in New York nackt auf der Bühne; gleichzeitig war „Sprintorgasmics“ durch rhythmischen Chor eine Reminiszenz an das antike griechische Theater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Stück 1971 am Wiener [[Volkstheater (Wien)|Volkstheater]] unter der Direktion von [[Gustav Manker]] in einer Doppelpremiere mit [[Peter Turrini]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Rozznjogd]]&amp;#039;&amp;#039;, ebenfalls unter der Leitung von Götz Fritsch, aufgeführt wurde, waren die Publikums- und Pressereaktionen gespalten. Pressestimmen waren mit Ausnahme der von [[Arthur West]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Volksstimme]]&amp;#039;&amp;#039; sowie der von [[Fitz Walden]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeiter-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; weitgehend ablehnend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 gastierte Pevny am [[Mickery Theater]] in Amsterdam mit dem Stück &amp;#039;&amp;#039;Rais&amp;#039;&amp;#039;, der auf neun Bühnen synchron bespielten Lebensgeschichte von [[Gilles de Rais]], Mitstreiter der [[Jeanne d’Arc]], welcher aus Kinderblut Gold zu gewinnen glaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1973 bis 1980 entstanden in Zusammenarbeit mit [[Peter Turrini]] die Drehbücher zur sechsteiligen Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Alpensaga]]&amp;#039;&amp;#039;, Regie [[Dieter Berner]] sowie der Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;Der Bauer und der Millionär&amp;#039;&amp;#039;, Regie [[Axel Corti]]. In der Arbeit an den Alpensagadrehbüchern beabsichtigte Pevny ausdrücklich, Geschichte und Geschichtsschreibung aus dem Blickwinkel der Bevölkerung, im Gegensatz zur bisherigen Geschichtsschreibung aus Sicht der Herrschenden darzulegen, für ihn ein Spagat zwischen politischer Verantwortung und künstlerischem Anspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pevny ging nach Abschluss der Arbeit für mehrere Monate nach [[Bali]]. 1979 entstand nach [[Johann Nestroy]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die beiden Nachtwandler|Die beiden Nachtwandler oder das Notwendige und das Überflüssige]]&amp;#039;&amp;#039; das Stück &amp;#039;&amp;#039;Der Traum vom Glück&amp;#039;&amp;#039;. Der Revolutionsgeist von 1848 wird hier mit den Erfahrungen von 1968 weitergesponnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pevnys Schaffen gliedert sich zunächst in eine experimentelle Phase und in eine politische, die ihren Höhepunkt im dokumentarischen Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Safari – Die Reise&amp;#039;&amp;#039;, der kritischen Beleuchtung Südafrikas im [[Apartheid]]-Regime findet, 1985 in [[Mosambik]] gedreht, 1987 im [[Wiener Votivkino]] uraufgeführt. Am Tag nach der Filmpräsentation 1988 in Mosambik wurde auf den Aktivisten des ANC ([[African National Congress]]) [[Albie Sachs]], der in &amp;#039;&amp;#039;Safari – Die Reise&amp;#039;&amp;#039; mitwirkt, ein Attentat verübt. Albie Sachs überlebte schwer verletzt, verlor einen Arm und ein Auge. Pevnys massive Anstrengungen, dies in der österreichischen Presse publik zu machen, scheiterten. 1991 wurde der Film vom [[ORF]] gesendet. Pevny, der bisher laufend in Glossen und Feuilletons politisch Stellung genommen hatte, zog sich mittels einer Presseaussendung an die [[Austria Presse Agentur|APA]] aus der Öffentlichkeit zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach jahrelangem Schweigen entschloss er sich wieder zu einer Theaterproduktion (&amp;#039;&amp;#039;Bouvard &amp;amp; Pécuchet&amp;#039;&amp;#039;, Bühnenfassung nach dem gleichnamigen Roman von [[Gustave Flaubert]]) im Vorstadttheater [[echoraum]]. Dann entstand auch das Hörspiel &amp;#039;&amp;#039;Eine Stunde Welt – Eine Störung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pevny schrieb in der Folge mehrere Hörspiele für den österreichischen und den bayrischen Rundfunk; der Roman &amp;#039;&amp;#039;Trance&amp;#039;&amp;#039; erschien 1999 in der &amp;#039;&amp;#039;edition echoraum&amp;#039;&amp;#039;. 2008 nahm der [[Wieser Verlag]] Roman &amp;#039;&amp;#039;Palmenland&amp;#039;&amp;#039; ins Programm und 2009 den Erzählband &amp;#039;&amp;#039;Luft&amp;#039;&amp;#039;. Mit &amp;#039;&amp;#039;Palmenland&amp;#039;&amp;#039; kehrte Pevny zu Experiment und künstlerischem Ausdruck, unter Beibehaltung seines politischen Hintergrundes, zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erhielt er den [[Preis der Stadt Wien für Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkübersicht ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flipper&amp;#039;&amp;#039; Uraufführung 1968 im [[Cafétheater]] [[Wien]] (heute [[Ensemble Theater Wien]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten richten nach&amp;#039;&amp;#039; Fernsehfilm. mit [[Herbert Brödl]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprintorgasmics&amp;#039;&amp;#039; Uraufführung 1969 im [[La Mama Theatre New York]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprintorgasmic&amp;#039;&amp;#039; deutsche Erstaufführung 1971 im Wiener [[Volkstheater]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rais&amp;#039;&amp;#039; Uraufführung 1972 im [[Mickery Theater]] Amsterdam&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alpensaga&amp;#039;&amp;#039; Fernsehserie. 1973–1980 mit [[Peter Turrini]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Bauer und der Millionär&amp;#039;&amp;#039; Fernsehfilm. 1975. Regie [[Axel Corti]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Junge Leute brauchen Liebe&amp;#039;&amp;#039; Film. 1976. mit [[Käthe Kratz]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Traum vom Glück&amp;#039;&amp;#039; Uraufführung 1978 im [[Akademietheater (Wien)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Safari – Die Reise&amp;#039;&amp;#039; Kinofilm. 1985. Buch und Regie Wilhelm Pevny&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schönes Wochenende&amp;#039;&amp;#039; Uraufführung 1986 im Ensemble Theater Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mann, der nicht lieben konnte&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen. 1986. Edition S ([[Österreichische Staatsdruckerei]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Afrikanische Reise Tanzania&amp;#039;&amp;#039; Literarischer Bildband. 1987. Text Wilhelm Pevny, Photos [[Hubert Schatzl]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die vergessenen Ziele. Wollen sich die 68er davonstehlen?&amp;#039;&amp;#039; Eine andere Rede über Österreich. 1988. [[Europaverlag]] Wien-Zürich&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewinner Verlierer&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen. 1988. [[Europaverlag]] Wien-Zürich&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Take it easy&amp;#039;&amp;#039; Uraufführung 1989 im Ensemble Theater Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bouvard &amp;amp; Pécuchet&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitung des gleichnamigen Romans von Gustave Flaubert. Uraufführung 1997 im [[echoraum]] Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Gastmahl&amp;#039;&amp;#039; Theaterbearbeitung der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Die Toten&amp;#039;&amp;#039; von [[James Joyce]]. 1999. Uraufführung im [[echoraum]] Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trance&amp;#039;&amp;#039; Roman. 1999 edition echoraum ISBN 3901941010&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Palmenland&amp;#039;&amp;#039; Roman. 2008. [[Wieser Verlag]] ISBN 9783851296778&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luft&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen. 2009. [[Wieser Verlag]] ISBN 9783851298352&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Kreis&amp;#039;&amp;#039;, Roman, Wieser, Klagenfurt 2014, ISBN 978-3-99029-133-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Erschaffung der Gefühle: eine abenteuerliche Geschichte in fünf Teilen&amp;#039;&amp;#039;, Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2019, ISBN 978-3-99029-348-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Planet der Idioten: Handbuch für den Alltag&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Bibliothek der Provinz, 2025, ISBN 978-3-99126-358-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiele ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pevny: &amp;#039;&amp;#039;Eine Stunde Welt.&amp;#039;&amp;#039; Regie: [[Nikolaus Scholz]], Mitwirkende: [[Günter Einbrodt]], [[Joe Remick]], [[Gordon Catlin]], [[Martin Engler]], [[Bjarne Mädel]], 60 min., ORF/WDR 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|108109941}}&lt;br /&gt;
* [http://othes.univie.ac.at/3014/ Diplomarbeit von Elisabeth Winkelhofer auf der Website der Universität Wien univie.ac.at]&lt;br /&gt;
* [http://www.litges.at/litges2/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=1394&amp;amp;Itemid=51 Rezension zu &amp;#039;&amp;#039;Luft&amp;#039;&amp;#039;] von [[Klaus Ebner]] in der Literaturzeitschrift [[Etcetera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=108109941|LCCN=n/87/902100|VIAF=268731970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pevny, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drehbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pevny, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Schriftsteller, Drehbuchautor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juni 1944&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wallersdorf]], Niederbayern&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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