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	<title>Wilhelm Merton - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nightdiver: wikilink</title>
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		<updated>2025-04-01T06:00:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Merton (Porträt).png|mini|Wilhelm Merton]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Merton.png|mini|Wilhelm Merton an seinem Schreibtisch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Adickes und Wilhelm Merton (1909).jpg|mini|Wilhelm Merton im Gespräch mit Bürgermeister Franz Adickes 1909.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Merton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bis 1856: William Moses, 1856–1899: William Merton) (* [[14. Mai]] [[1848]] in [[Frankfurt am Main]]; †&amp;amp;nbsp;[[15. Dezember]] [[1916]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Unternehmer]], [[Sozialpolitik]]er und [[Philanthrop]]. Das [[Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung|Wilhelm-Merton-Zentrum]] an der Frankfurter [[Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main|Johann-Wolfgang-Goethe-Universität]] wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Merton war das achte Kind von neun Kindern des 1837 aus England nach Frankfurt am Main eingewanderten [[Ralph Merton]] (bis 1856: Raphael Lyon Moses) und seiner Ehefrau Sara Amelie Cohen. Am 5. November 1855 erhielt Ralph Moses zusammen mit seiner Familie das Bürgerrecht der [[Freie Stadt Frankfurt|Freien Stadt Frankfurt]]. Am 27. November 1856 erhielt er die Erlaubnis, den Namen seines Heimatortes [[London Borough of Merton|Merton]], heute ein Stadtteil von [[London]], als Nachnamen annehmen zu dürfen. Diese Namensänderung hatte Ralph am 22. Oktober 1856 mit der Begründung beantragt, dass sein Bruder Benjamin in Manchester bereits diesen Familiennamen angenommen habe und sich der Vorname &amp;#039;&amp;#039;Moses&amp;#039;&amp;#039; nicht als Familienname eigne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merton besuchte das [[Lessing-Gymnasium (Frankfurt am Main)|Städtische Gymnasium]] in Frankfurt, studierte anschließend in München und absolvierte ein Volontariat bei der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] in Berlin. 1877 heiratete er Emma Ladenburg (* 1859 in Frankfurt am Main, † 1939), eine Tochter des Unternehmers [[Emil Ladenburg]] (1822–1902), Mitinhaber des berühmten [[Bankhaus Ladenburg|Bankhauses Ladenburg]], und der Eugénie Halphen (1829–1866). Das Ehepaar hatte fünf Kinder, [[Alfred Merton|Alfred]], [[Richard Merton|Richard]], Adolf, Walter Henry&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Merton, Walter Henry&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur 1980, S. 492.&amp;lt;/ref&amp;gt;  und Gerda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1881 gründete Merton zusammen mit Leo Ellinger (* 21. November 1852 in Frankfurt am Main; † 16. Juli 1916 ebenda),&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsurkunde No. 1191 der Stadt Frankfurt am Main vom 29. November 1852, S. 656.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister der Stadt Frankfurt am Main, Eintrag Nr. 966/1916 vom 17. Juli 1916, S. 368.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Carl Hamburger]] und [[Zachary Hochschild]] die [[Metallgesellschaft]]. 1899 konvertierten Merton und seine Kinder zum [[protestantisch]]en Glauben. Im selben Jahr erfolgte auch die [[Naturalisierung]] der Mertons als deutsche Staatsbürger –, sie hatten bis dahin noch die englische Staatsbürgerschaft. Von nun an führte er den Namen Wilhelm Merton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Merton starb am 15. Dezember 1916 in [[Berlin]] an einem [[Herzinfarkt]], nachdem er schon längere Zeit vorher herzkrank gewesen war. Er wurde auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Hauptfriedhof Frankfurt]] bestattet. Seine Söhne übernahmen die Führung der Metallgesellschaft: Mertons ältester Sohn Alfred wurde Aufsichtsratsvorsitzender der Metallgesellschaft, der zweite Sohn Richard war später zeitweise Vorstandsvorsitzender. Wilhelm Merton ist der Ur-Ur-Großonkel der Sängerin [[Alice Merton]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.hr.de/presse/radio/youfm/2017/die-newcomerin-und-gebuertige-frankfurterin-alice-merton-im-you-fm-talk,alice-merton-104.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20180418162254  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Merton gilt insbesondere wegen seines [[Sozialpolitik|sozialpolitischen]] Engagements als einer der bedeutendsten deutschen Unternehmensgründer der [[Wilhelminismus|Wilhelminischen Epoche]]. In gleichem Maße wie auf dem ökonomischen Gebiet tat sich Merton in der Zeit bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Initiator und Gründer sozialpolitisch bedeutender Einrichtungen hervor, deren Ziel es sein sollte, auf wissenschaftlicher Grundlage zur Humanisierung der modernen Wirtschaftsgesellschaft beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gründete 1890 in Frankfurt am Main das [[Institut für Gemeinwohl]] und 1901 die [[Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften]]. Zusammen mit dem damaligen [[Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main|Oberbürgermeister von Frankfurt]], [[Franz Adickes (Politiker)|Franz Adickes]], war er die treibende Kraft bei der Gründung der Frankfurter Universität in Gestalt einer [[Stiftungsuniversität]] 1912/1914. Aus seinem eigenen Vermögen stiftete er 2,3 Millionen [[Mark (1871)|Mark]], dazu 1914 einen Lehrstuhl für [[Pädagogik]], zur Erinnerung an seinen im Ersten Weltkrieg gefallenen jüngsten Sohn, den Kunsthistoriker Adolf Merton (* 1886, † 1914).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Durch die Einbeziehung der Ideen Mertons, eine wissenschaftliche Einrichtung zu schaffen, die den Erfordernissen der modernen Wirtschaftsgesellschaft in Ausbildung und Forschung entsprach, wurde die später so genannte [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Johann-Wolfgang-Goethe-Universität]] zu einer der damals fortschrittlichsten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Wilhelm Merton erinnert heute die Wilhelm Merton-Stiftungsprofessur und das [[Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung]] an der Frankfurter Goethe-Universität, die [[Wilhelm-Merton-Stiftung]] und das [[Mertonviertel]] in [[Frankfurt-Niederursel]] auf dem ehemaligen Gelände der [[Vereinigte Deutsche Metallwerke|Vereinigten Deutschen Metallwerke]], einer Tochter der Metallgesellschaft. Nach Merton sind außerdem eine kaufmännische Berufsschule und eine Straße in [[Frankfurt-Bockenheim|Bockenheim]] benannt. Seit 2001 verleiht die Gontard &amp;amp; Metallbank-Stiftung alle drei Jahre den mit 25.000 Euro dotierten [[Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzungen]] (2001: [[Walter Boehlich]]; 2004: Bernd Schwibs; 2007: [[Eva Moldenhauer]] und Grete Osterwald;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.euregio-lit.eu/de/archiv/%C3%BCbersetzerinnen/grete-osterwald Osterwald], Mitglied des [[VdÜ]], im Projekt [[Euregio-Schüler-Literaturpreis]]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2010: [[Reinhard Kaiser]]; 2013: [[Klaus Reichert (Anglist)|Klaus Reichert]]; 2016: [[Andrea Ott]]; 2019: [[Michael Walter (Übersetzer)|Michael Walter]]; 2022: [[Claudia Dathe]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Achinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Merton in seiner Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1965.&lt;br /&gt;
* Heike Drummer, Sabine Hock, Tobias Picard: {{Frankfurter Personenlexikon|508|Merton, Wilhelm}} (überarbeitete Online-Fassung, Stand des Artikels: 19. Mai 2023), auch in: {{BibISBN|3-7829-0459-1|Seiten=41–44}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|184|187|Merton, Wilhelm|Ursula Ratz|119228386}}&lt;br /&gt;
* Ralf Roth: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Merton: Ein Weltbürger gründet eine Universität.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: [[Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main|Goethe-Universität]] Frankfurt am Main. Frankfurter Societätsdruckerei, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-7973-1245-7.&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker im Deutschen Kaiserreich 1871 bis 1918.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-86219-038-6, S. 108. ([https://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-86219-038-6.volltext.frei.pdf uni-kassel.de], PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* [[Christoph Sachße]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Merton in seiner Stadt. Gedenkband zum 175. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2023, ISBN 978-3-95565-592-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119228386}}&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-frankfurt.de/51068186/Wilhelm_Merton_Zentrum Wilhelm Merton-Zentrum der Universität Frankfurt]&lt;br /&gt;
* [https://www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/ausstellung-wilhelm-merton/ Metall &amp;amp; Gesellschaft: Wilhelm Merton (1848–1916). Unternehmer mit sozialer Verantwortung], Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt ab Mai 2023.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=228906091 |GND=119228386}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|DB=HBN|ID=119228386|titel=Wilhelm Merton|ref=nein}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=119228386}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.kunst-im-oeffentlichen-raum-frankfurt.de/de/page166.html?id=467 |titel=Porträtbüste und Gedenktafel für Wilhelm Merton |autor= |werk=kunst-im-oeffentlichen-raum-frankfurt.de |abruf=2023-07-09 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notizen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119228386|LCCN=no2004073729|VIAF=20486108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Merton, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Handel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der sozialen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alice Merton]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1848]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Merton, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Moses, William (Geburtsname); Merton, William&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer, Sozialpolitiker und Philanthrop&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1848&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Dezember 1916&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nightdiver</name></author>
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