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	<title>Wilhelm Marr - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Marr.jpg|miniatur|hochkant|Wilhelm Marr (ca. 1860)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Adolph Marr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. November]] [[1819]] in [[Magdeburg]]; † [[17. Juli]] [[1904]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Journalist]]. Er propagierte im deutschen Sprachraum als Erster den [[Anarchismus]]. Später vertrat er [[Radikaldemokratie|radikaldemokratische]] Positionen. 1879 gründete er die erste [[Antisemitismus|antisemitische]] politische Vereinigung des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreichs]], die [[Antisemitenliga]]. Damit prägte er den neuen Begriff &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039; für eine [[Rassismus|rassistisch]] statt [[Antijudaismus|religiös begründete Judenfeindschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Greive]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des modernen Antisemitismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linker Demokrat und Anarchist ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Marr war der einzige Sohn des [[Schauspieler]]s und [[Regisseur]]s [[Heinrich Marr]] und dessen Ehefrau Henriette Catharina geb. Becherer. Von 1825 an besuchte er die [[Volksschule]] in [[Hannover]] und anschließend die [[Realschule]] in Braunschweig. Er durchlief in Hamburg und [[Bremen]] eine Kaufmannslehre, zog 1839 zu seinem Vater nach [[Wien]], der am [[Burgtheater]] beschäftigt war, und arbeitete als Handlungsgehilfe bei zwei [[Judentum|jüdischen]] Firmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DHM-HdG|Bio=wilhelm-marr|Autor=Claudia Prinz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1841 ging er nach [[Zürich]] und machte dort Bekanntschaft mit politischen [[Emigrant]]en und linken Oppositionellen. Insbesondere die Begegnung mit [[Wilhelm Weitling]] bildete ein Schlüsselerlebnis in seinem Leben und machte ihn mit [[Kommunismus|kommunistischen]] Ideen bekannt. Er arbeitete im [[Léman-Bund]] mit, einen [[Junges Deutschland (Literatur)|jungdeutschen]] [[Geheimbund]] und vertrat [[Anarchismus|anarchistische]] und [[Atheismus|atheistische]] Positionen, die von den [[Junghegelianer]]n [[Bruno Bauer]] und [[Ludwig Feuerbach]] beeinflusst waren. 1844/45 gab er die &amp;#039;&amp;#039;[[Blätter der Gegenwart für sociales Leben]]&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1845 wurde er auch aus [[Lausanne]] und im Anschluss auch aus mehreren deutschen Städten ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Bergmann (Soziologe)|Werner Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Marr, Wilhelm [Pseudonym: Leberecht Fromm].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 520–523, hier S. 520 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Journalist ==&lt;br /&gt;
1845 ließ sich Marr in Hamburg nieder und wurde politischer Journalist, so bei dem von ihm gegründeten satirischen Witzblatt &amp;#039;&amp;#039;Mephistopheles&amp;#039;&amp;#039; (1847/48–1852).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.payer.de/religionskritik/karikaturen2.htm#19. &amp;#039;&amp;#039;Mephistopheles 1847-1852.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Payer.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848]] vertrat er sozialreformistische Positionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jacob Katz]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Vorurteil zur Vernichtung. Der Antisemitismus 1700–1933.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1989, S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte zu den extrem linken Anhängern der radikal-demokratischen Partei und wurde 1848 als [[Abgeordneter]] in die [[Hamburger Konstituante]] gewählt. Vom Scheitern der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution]] frustriert, ging er 1852 vorübergehend nach [[Costa Rica]], um dort als Kaufmann sein Geld zu verdienen. Erfolglos kam Marr wieder 1859 nach Hamburg zurück und arbeitete erneut als Journalist. Marr war im Vorstand des „Demokratischen Vereins“ tätig, wo er mit Juden zusammenarbeitete, 1861/62 war er Abgeordneter der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergmann 521&amp;quot;&amp;gt;Werner Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Marr, Wilhelm [Pseudonym: Leberecht Fromm]&amp;#039;&amp;#039;.  In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin 2009, S. 520–523, hier S. 521.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1854 heiratete er Georgine Johanna Bertha Callenbach, deren Vater sich vom Judentum losgesagt hatte. Die Ehe wurde 1873 geschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1861 war bei Marr keine judenfeindliche Haltung erkennbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergmann 521&amp;quot;/&amp;gt; 1862 verfasste er aber den antisemitischen Artikel &amp;#039;&amp;#039;Der Judenspiegel&amp;#039;&amp;#039;. Darin behauptete er: Juden seien unfähig zur [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]]. Sie bildeten aufgrund ihres religiösen Exklusivitätsanspruchs einen „Staat im Staate“. Ihre Emanzipation sei nur durch Aufgabe ihres Judentums erreichbar, andernfalls missbrauchten sie die [[Bürgerrechte]] für ihre Sonderrechte und um sich wirtschaftliche und politische Machtpositionen in der Hamburger Kaufmannsoligarchie zu sichern. Seitdem hätten sie die demokratischen Ideale des Liberalismus verraten. Dies richtete sich vor allem gegen den Präsidenten der Hamburger Bürgerschaft, [[Gabriel Riesser]], einen [[Liberales Judentum|liberalen Juden]] und Vorkämpfer der Judenemanzipation.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Judenspiegel (Wilhelm Marr, 1862)&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus, Band 6: Publikationen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-025872-1, S. 360–363, hier S. 360.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge starker Proteste gegen diesen Artikel&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch [[Julius Stettenheim]]s Satire &amp;#039;&amp;#039;Der Judenfresser&amp;#039;&amp;#039; ([https://juedische-geschichte-online.net/quelle/jgo:source-120 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; gab Marr seine politischen Ämter auf. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik redigierte er &amp;#039;&amp;#039;Die Nessel&amp;#039;&amp;#039; (1864), den &amp;#039;&amp;#039;Beobachter an der Elbe&amp;#039;&amp;#039; (1865/66), das Sonntagsblatt &amp;#039;&amp;#039;Der Kosmopolit&amp;#039;&amp;#039; (1866), wurde schließlich leitender [[Redakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Post&amp;#039;&amp;#039; (1869/71) und war zudem für die &amp;#039;&amp;#039;Weimarische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; (1874/75) tätig. Nebenher verfasste er Artikel für &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenlaube]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 heiratete Marr die Jüdin Helene Sophia Emma Maria Behrend, die noch im selben Jahr starb. 1875 heiratete er die Schriftstellerin Jenny Therese Kornick (geschiedene Zschimmer), die einen jüdischen Elternteil hatte. Aus der von Anfang an unglücklichen Ehe ging am 6. Februar 1876 [[Heinz Marr]] hervor. 1877 wurde diese Ehe geschieden. 1879 heiratete er Clara Maria Kelch (* 1845&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|16|247|249|Marr, Wilhelm|Uwe Puschner|119024888}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), die aus einer Hamburger Arbeiterfamilie stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DHM-HdG|Bio=wilhelm-marr|Autor=Claudia Prinz}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rassenantisemit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Marr Wilhelm Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum.png|mini|Buchumschlag von &amp;#039;&amp;#039;Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Im Februar 1879 erschien in Berlin Marrs Propagandaschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet&amp;#039;&amp;#039;, die bis zum Jahresende 12 Auflagen erlebte. Darin fasste Marr schon länger bekannte [[Stereotyp]]e der [[Aufklärung|„aufgeklärten“]] Judenfeindschaft zu einer Ideologie zusammen:&lt;br /&gt;
* Der Titel stellt Juden den [[Germanen]], nicht den Christen, gegenüber. Der Text beschreibt einen unüberwindbaren, ewigen Gegensatz zweier „Rassen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Pulzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des politischen Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2004, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Juden seien „orientalische Fremdlinge“ einer „semitischen Race“ und mit der „Geldmacht“ identisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Annkatrin Dahm: &amp;#039;&amp;#039;Der Topos der Juden: Studien zur Geschichte des Antisemitismus im deutschsprachigen Musikschrifttum.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 3-525-56996-3, [http://books.google.de/books?id=5sJB52aIZwcC&amp;amp;pg=PA182 S. 182f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Indem er Juden als [[Semiten]] bezeichnete, deutete er einen ursprünglich auf eine [[Sprachfamilie]] bezogenen Begriff rassistisch um.&lt;br /&gt;
* Das Religionsgesetz der Juden verlange Feindschaft gegen alle Nichtjuden.&lt;br /&gt;
* Ihre wesensmäßige „destruktive Spannkraft“ habe im Altertum ständige Konflikte der [[Israeliten]] mit ihren Nachbarvölkern, dann einen ständigen [[Kulturkampf]] der zerstreuten Juden mit Europas Völkern erzeugt.&lt;br /&gt;
* Sie seien arbeitsscheu, aber listig und geschäftstüchtig und hätten durch ihre städtische Konzentration Dominanz über die Wirtschaft erlangt. Das habe den mittelalterlichen Judenhass erzeugt.&lt;br /&gt;
* Ihre exklusive Abschließung, Geldgeschäfte und theokratischer [[Fanatismus]] hätten eine „Verjudung“ des Germanentums bewirkt. Damit habe der „jüdische Geist“ in Form eines „abstrakten Realismus“ unbemerkt die Welt erobert.&lt;br /&gt;
* Die [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution 1848/1849]] habe die schon bestehende „Fremdherrschaft“ der Juden gesetzlich legitimiert, auf alle Gesellschaftsbereiche ausgedehnt und ihnen auch den Staat ausgeliefert.&lt;br /&gt;
* „Jüdischer Geist“ beherrsche die Parteien und die Presse, bevormunde Christentum und Kirchen. Vom christlich-konservativen Staat sei daher keine Hilfe zu erwarten.&lt;br /&gt;
* Der weltweite Sieg des Judentums im Kulturkampf sei unabwendbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Benz: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus, Band 6: Publikationen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2013, [https://books.google.de/books?id=8RzoBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA637 S. 637–639.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jeder Versuch einer [[Integration (Soziologie)|Integration]] der Juden gefährde die Rasseeigenschaften der Deutschen. Indem diese den Juden gleiche Rechte verschafften, hätten sie unwissentlich ihren eigenen Untergang besiegelt. Das Judentum habe den (von Marr imaginierten) Kulturkampf schon für sich entschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael A. Meyer, [[Steven M. Lowenstein]], [[Paul Mendes-Flohr]], Peter G. J. Pulzer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit – Gesamtwerk, Band 3: Umstrittene Integration 1871–1918.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1997, ISBN 3-406-39704-2, [http://books.google.de/books?id=xvdne2yGdwEC&amp;amp;pg=PA200 S. 200.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diesen „aufgeklärten“ politischen Antisemitismus grenzte Marr scharf vom bloß emotionalen christlich-religiösen [[Antijudaismus]] ab, um ihn als rationalen Diskurs erscheinen zu lassen und auch religionsferne Bürger von der angeblich notwendigen Ausgrenzung der Juden zu überzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Pulzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des politischen Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2004, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marr bezeichnete seinen Essay als „Schmerzensschrei“ Unterdrückter und tarnte seine Ressentiments durch die Anwendung des  Prinzips der [[Victim blaming|Täter-Opfer-Umkehr]] („Es ist der Schmerz eines unterdrückten Volkes, der aus meiner Feder spricht, eines Volkes, welches unter eurer Herrschaft heute seufzt, wie ihr unter unserer Herrschaft geseufzt“). Gleichzeitig stellt Marr fest, dass die Enthüllung der vermeintlichen verborgenen Wahrheit für den Enthüller Konsequenzen habe: Das „Verdächtigen gegen anders Denkende“, der Vorwurf des „Glaubenshasses“ und das Verlangen, man solle „alles wie dünnes Glas behandeln“, hätten derartige Ausmaße angenommen, dass keine „freie Meinungsäußerung“ in der Presse mehr gegeben sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Winter: „Antirassistischer Antisemitismus &amp;amp; anti-antisemitischer Rassismus? Eine intersektionale Betrachtung jenseits der Soziologie.“ In: Salome Richter, Dorothea Seiler, Marc Seul, Luca Zarbock, Andreas Bosch, Luisa Gärtner, Lennard Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus in der postnazistischen Migrationsgesellschaft. Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme.&amp;#039;&amp;#039; Barbara Budrich, Opladen 2024, S. 111–128, hier S. 118&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese Schrift ein bedeutendes Zeugnis vom Übergang von der religiösen zur rassistischen Judenfeindschaft darstelle, bezeichnet der Historiker [[Peter Longerich]] als eine „Fehlinterpretation“, denn der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Race&amp;#039;&amp;#039;, den er verwende, bezeichne keine vermeintliche biologische Tatsache, sondern das jüdische Volk, dem er reines Nützlichkeitsdenken und eine hohe „Energie des [[Theokratie|theokratischen]] [[Fanatismus]]“ zuschrieb. Dabei habe er pessimistisch die Niederlage des „Germanentums“ für eine ausgemachte Sache gehalten: „Dem Semitismus gehört die [[Weltherrschaft]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Longerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, München 2021, ISBN 978-3-8275-0067-0, S. 93 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Antisemiten&amp;#039;&amp;#039; taucht in Marrs Schriften auf, nicht aber &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;: Diese [[Neuschöpfung]] erschien erstmals in einem Zeitungsbericht über die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Antisemitenliga&amp;#039;&amp;#039; vom Dezember 1879. Das Adjektiv „antisemitisch“ ist schon 1860 bei [[Moritz Steinschneider]] erstmals belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Bein: &amp;#039;&amp;#039;Die Judenfrage: Biographie eines Weltproblems, Band II.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1980, S. 164 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marr prägte Schlagworte und damit die wesentlichen Klischees über Juden in Europa, die weit über seinen persönlichen Erfolg hinaus weiterwirkten und die Diskussion um die „[[Judenfrage]]“ bestimmten. So legte er 1880 mit seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Goldene Ratten und rothe Mäuse&amp;#039;&amp;#039; laut [[Wolfgang Benz]] die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, [[Kapitalismus]] und [[Kommunismus]], wie sie später [[Adolf Hitler]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; vertrat,&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Judenfrage&amp;#039;&amp;#039;; München: K.G.Saur, 2003; ISBN 3-598-35046-5; S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen [[Micha Brumlik]] betont, dass Marr – anders als die Nationalsozialisten – die Juden und das Judentum ausschließlich dem Kapitalismus zurechnete.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Von zwei Seiten wird also die Zerstörung der Gesellschaft betrieben; von Seiten der goldenen und rothen Internationale. Dort vom Standpunkt des krassesten [[Individualismus]] aus, hier vom mehr oder weniger bewussten kommunistischen Standpunkt. Das Judenthum hat die Führerschaft der [[goldenen Internationale|Goldene Internationale]] übernommen […] Die ,liberale‘ Gesetzgebung hat uns dem Kapitalismus gegenüber nahezu wehrlos gemacht […] Ein Volk von geborenen Kaufleuten unter uns, die Juden, hat eine Aristokratie, die des Geldes, geschaffen, welche alles zermalmt von Oben her, aber zugleich auch eine kaufmännische Pöbelherrschaft, welche durch [[Schacher]] und [[Wucher]] von Unten herauf die Gesellschaft zerfrisst und zersetzt.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Micha Brumlik: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus. 100 Seiten.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Ditzingen 2020, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Antisemitismusforschung|Antisemitismusforscherin]] [[Monika Schwarz-Friesel]] wies darauf hin, dass Marrs Argumentation der heutiger Antisemiten ähnlich sei, beispielsweise hinsichtlich der Leugnung eigener judenfeindlicher [[Ressentiment]]s: Marr hebt hervor, seine Kritik an Juden sei lediglich eine zwangsläufige Reaktion auf deren Verhalten und mit Vorurteilen oder religiöser Judenfeindschaft habe seine „Beweisführung“ nichts zu tun. Auch das Stereotyp eines angeblichen Kritik[[tabu]]s finde sich bereits in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum&amp;#039;&amp;#039; (1879), in der Marr behauptet, man dürfe in Deutschland nichts „gegen die mächtigen und einflussreichen Juden“ sagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Schwarz-Friesel: &amp;#039;&amp;#039;Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich, Leipzig 2019, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines [[Kulturpessimismus]] wollte Marr dem angeblich Wirtschaft, Politik und Staat dominierenden Judentum entgegentreten. Dazu gründete er im September 1879 die [[Antisemitenliga]] und gab deren Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die neue deutsche Wacht&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1880 erschien Marrs &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum Siege des Germanenthums über das Judenthum – 4. Aufl. von „Wählet keinen Juden“&amp;#039;&amp;#039;. Damit stieg er vorübergehend zum Wortführer des politischen Antisemitismus auf. Agitatorisch erreichte Marr große Resonanz, parteipolitisch hatte er einen Misserfolg nach dem anderen einzustecken. Seine Liga hatte nur um die 50 Mitglieder, war ab 1880 isoliert und löste sich Ende 1880 auf. Sie wurde aber Vorbild für viele ähnliche Vereine. Andere Antisemiten um [[Adolf Stoecker]], [[Heinrich von Treitschke]] und [[Bernhard Förster]]  gründeten neue Parteien und lehnten eine allzu offene rassistische Propaganda ab. Als Linksliberaler und Atheist blieb Marr bei den Antisemiten, als Antisemit in der [[Sozialdemokratie]] des Kaiserreichs Außenseiter. 1890 zog er sich, gesundheitlich angeschlagen und politisch verbittert, ins Privatleben zurück und geriet zuletzt noch in Streit mit seinem Schüler [[Theodor Fritsch]], den er des „Geschäftsantisemitismus“ bezichtigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abkehr vom Antisemitismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antisemitenliga und ihre Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wacht&amp;#039;&amp;#039; gingen bereits Anfang der 1880er Jahre ein, die politische Karriere, die Marr sich erhofft haben mag, blieb aus. Gegen Ende seines Lebens bekannte Marr in seinem &amp;#039;&amp;#039;Testament eines Anti-Semiten&amp;#039;&amp;#039;, dass die Annahme, die [[Judenfrage]] wäre das „A und O der Geschichte“, nur [[Selbstbetrug]] gewesen sei. Er sagte voraus, die [[Modernisierung (Soziologie)|Modernisierung]] und die [[soziale Frage]] würden dazu führen, dass die Zukunft eher den [[Sozialdemokratie|Sozialdemokraten]] als den Antisemiten gehören werde. Die beginnende [[Globalisierung]] aber werde sich notwendig dahin auswirken, dass es nirgendwo mehr reine Rassen geben werde. Damit könne aber auch das Judentum nicht länger für den von ihm bedauerten Wandel verantwortlich gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Marr, Wilhelm [Pseudonym: Leberecht Fromm]&amp;#039;&amp;#039;.  In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Saur, Berlin 2009, S. 520–523, hier S. 523.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (in Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pillen. Eigens präparirt für deutsche und andere Michel&amp;#039;&amp;#039;; Bern: Jenni Sohn, 1844.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katechismus eines Republikaners der Zukunft&amp;#039;&amp;#039;; Lausanne 1845.&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=rxdbAAAAQAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=F0r7TbLFAYb0-gbMybzoAw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=6&amp;amp;ved=0CEIQ6AEwBTgy#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Petit mot d&amp;#039;un étranger au peuple vaudois. Dédié aux aveugles dans le canton de Vaud&amp;#039;&amp;#039;. Impr. J.-Fr. Hess, Riesbach 1845. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=8SVCAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=CUf7Tde_CdGA-wbXv4y9Aw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;ved=0CDsQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Das junge Deutschland in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte der geheimen Verbindungen unserer Tage&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Jurany, Leipzig 1846. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=2gyEghwDsSYC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=CUf7Tde_CdGA-wbXv4y9Aw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=4&amp;amp;ved=0CEAQ6AEwAw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und die Ehe vor dem Richterstuhl der Sittlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Jurany, Leipzig 1848. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=_-4GAAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=CUf7Tde_CdGA-wbXv4y9Aw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Anarchie oder Autorität?&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann und Campe, 1852. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=ZWALAAAAIAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=CUf7Tde_CdGA-wbXv4y9Aw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CDEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Der Judenspiegel&amp;#039;&amp;#039;. 5. Aufl., Hamburg 1862. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=kl1CAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=CUf7Tde_CdGA-wbXv4y9Aw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5&amp;amp;ved=0CEUQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Reise durch Central-Amerika. Erster Band&amp;#039;&amp;#039;. Otto Meißner, Hamburg 1863. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Messias Lassalle und seine Hamburger Jünger. Eine Abfertigung&amp;#039;&amp;#039;; Hamburg: Fischer 1863.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ausschluß Oesterreichs aus Deutschland ist eine politische Widersinnigkeit&amp;#039;&amp;#039;; Hamburg u.&amp;amp;nbsp;a.: Schardius 1866.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbständigkeit und Hoheitsrecht der freien Stadt Hamburg sind ein Anachronismus geworden&amp;#039;&amp;#039;; Hamburg: Selbstverlag 1866.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Des Weltunterganges Posaunenstoß, lieblich begleitet und allen Gläubigen gewidmet&amp;#039;&amp;#039;; Hamburg: Fischer 1867.&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=xxMDAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Wilhelm+Marr+Es+mu+%EF%B8%A3alles+Soldat+werden!&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=0kr7TcjmOseh-QbYzeXsAw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Es muß alles Soldat werden! oder die Zukunft des Norddeutschen Bundes. Ein Phantasiegemälde&amp;#039;&amp;#039;. W. Schardius, Hamburg 1867. Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nach Jerusalem mit dem Papst! Eine Bergpredigt&amp;#039;&amp;#039;; Altona: Verlags-Bureau 1867.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Streifzüge eines philosophischen Touristen&amp;#039;&amp;#039;; Berlin: Denicke, 1876.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; Costenoble, Bern 1879 (mit mehreren Folgeauflagen). [https://www.gehove.de/antisem/texte/marr_sieg.pdf Online] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/177283 Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum : vom nicht confessionellen Standpunkt aus betrachtet. 12. Aufl., verm. durch e. Vorw. d. Verf. an Israel]. Bern: Costenoble, 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wählet keinen Juden! Der Weg zum Siege des Germanenthums über das Judenthum. Ein Mahnwort an die Wähler nichtjüdischen Stammes aller Confessionen. Mit einem Schlußwort: „An die Juden in Preussen.“&amp;#039;&amp;#039; Hentze, Berlin 1879. (4. Aufl. 1880 nur unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum Siege des Germanenthums über das Judenthum.&amp;#039;&amp;#039;) [https://digital.slub-dresden.de/id314063560/0 Online]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jeiteles teutonicus. Harfenklänge aus dem vermauschelten Deutschland von Marr dem Zweiten&amp;#039;&amp;#039;; Bern 1879.&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/177286 Vom jüdischen Kriegsschauplatz. Eine Streitschrift]; Bern: Costenoble, 1879.&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/177639 Wählet keinen Juden! Der Weg zum Siege des Germanenthums über das Judenthum. Ein Mahnwort an die Wähler nichtjüdischen Stammes aller Confessionen]; Berlin: Hentze, 1879.&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/133341 &amp;#039;&amp;#039;Der Judenkrieg, seine Fehler und wie er zu organisieren ist&amp;#039;&amp;#039;]. 2. Theil von „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum“. Antisemitische Hefte 1; Chemnitz: Schmeitzner 1880.&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/133379 Goldene Ratten und rothe Mäuse]; Antisemitische Hefte 2; Chemnitz: Schmeitzner 1880.&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/177340 Oeffnet die Augen, Ihr deutschen Zeitungsleser. Ein unentbehrliches Büchlein für jeden deutschen Zeitungsleser]; Antisemitische Hefte 3; Chemnitz: Schmeitzner, 1880.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* &amp;#039;&amp;#039;Lessing contra Sem&amp;#039;&amp;#039;, Chemnitz 1883.   wäre zu abgleichen mit folgenden Digitalisat--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/177341 Lessing contra Sem. Allen „Rabbinern“ der Juden- und Christenheit, allen Toleranz-Duselheimern aller Parteien, allen Pharisäern und „Schriftgelehrten“ tolerantest gewidmet]. Mit einem Bildnis des Verfassers&amp;#039;&amp;#039;; Berlin: Schulze 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Bergmann (Soziologe)|Werner Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein „weltgeschichtliches ‚Fatum‘“. Wilhelm Marrs antisemitisches Geschichtsbild in seiner Schrift: „Der Sieg des Judentums über das Germanenthum“&amp;#039;&amp;#039;. In: Werner Bergmann, Ulrich Sieg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antisemitische Geschichtsbilder&amp;#039;&amp;#039; (= Antisemitismus: Geschichte und Strukturen, Band 5). Klartext, Essen 2009, ISBN 978-3-8375-0114-8, S. 61–82.&lt;br /&gt;
* Werner Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Marr, Wilhelm [Pseudonym: Leberecht Fromm]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart,&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 520–523.&lt;br /&gt;
* Werner Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Marrs Judenspiegel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 22. September 2016. {{doi|10.23691/jgo:article-107.de.v1}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|28123|Wilhelm Marr|Autor=Markus Bürgi}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Jochmann (Historiker)|Werner Jochmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Funktion des deutschen Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;. In: Werner Eugen Mosse, [[Arnold Paucker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Juden im Wilhelminischen Deutschland 1890–1914&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe Wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo-Baeck-Instituts, Band 33). Mohr, Tübingen 1976, ISBN 3-16-838792-4, S. 389–477.&lt;br /&gt;
* [[Paul Wilhelm Massing|Paul W. Massing]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte des politischen Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039; (= Frankfurter Beiträge zur Soziologie, Band 8). Europäische Verlags-Anstalt, Frankfurt am Main 1959.&lt;br /&gt;
* Peter G. J. Pulzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867 bis 1914&amp;#039;&amp;#039;. Mohn, Gütersloh 1966.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070625144757/http://www.bautz.de/bbkl/m/marr.shtml |band=5|autor=[[Uwe Puschner]]|spalten=879-883}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|247|249|Marr, Wilhelm|Uwe Puschner|119024888}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;Vor dem Judenspiegel. Wilhelm Marr und die Juden in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 58 (2006), S. 1–15.&lt;br /&gt;
* [[Moshe Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Gabriel Riesser und Wilhelm Marr im Meinungsstreit. Die Judenfrage als Gegenstand der Auseinandersetzung zwischen Liberalen und Radikalen in Hamburg (1848–1862)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 61 (1975), S. 59–84.&lt;br /&gt;
* Moshe Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Marr – The Patriarch of Antisemitism&amp;#039;&amp;#039;; New York: Oxford University Press, 1986, ISBN 0-19-504005-8. Übersetzung der 1982 vom Zalman Shazar Center for the Furtherance of the Study of Jewish History in Jerusalem veröffentlichten Erstausgabe in hebräischer Sprache – die bisher einzige Biografie, die auch den Nachlass auswertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119024888}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119024888}}&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/search?query=%28bib.personalName%3D%28Marr%2C%20Wilhelm%29%29%20and%20vl.domain%3D%28ubffm%29%20sortBy%20relevance%2Fasc&amp;amp;operation=searchRetrieve Werke von und über Wilhelm Marr] in den [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/ digitalen Sammlungen der UB Frankfurt]&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=wilhelm-marr|Autor=Claudia Prinz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119024888|LCCN=n/82/257975|VIAF=10646791}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marr, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Anarchismus (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marr, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Marr, Friedrich Wilhelm Adolph (vollständiger Name); Leberecht Fromm (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist, Antisemit und Politiker, MdHB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. November 1819&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juli 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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