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	<title>Wilhelm Münzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:48:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_M%C3%BCnzer&amp;diff=925609&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ilexius: Ergänzende Angaben zum Entnazifizierungsverfahren mit Verweis auf einen Artikel im Osnabrücker Geschichtsblog von 2021</title>
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		<updated>2025-10-01T07:09:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzende Angaben zum Entnazifizierungsverfahren mit Verweis auf einen Artikel im Osnabrücker Geschichtsblog von 2021&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Karl Ernst Münzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch: &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Willy Münzer&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, (* [[12. September]] [[1895]] in [[Münster]]; † [[11. Juni]] [[1969]] in [[Bad Iburg]]) war ein deutscher Beauftragter des [[Reichskommissar]]s für die [[Provinz Zeeland]] in den [[Niederlande]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Von 1921 bis 1924 war Münzer Bezirksleiter des Frontkämpferbundes [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]]. Die Stellung eines stellvertretenden Bezirksleiters der [[Deutschvölkische Freiheitspartei|Deutschvölkischen Freiheitspartei]] (DVFP) nahm er von 1922 bis 1924 ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 trat er in den [[Völkisch-sozialer Block|Völkisch-Sozialen Block]] ein, zum 1. Oktober 1925 schloss er sich der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] an (Mitgliedsnummer 22.029).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/29870956&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Parteihierarchie wurde Münzer in [[Osnabrück]] im Jahre 1931 mit der Leitung der [[Propaganda]]abteilung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1932 bis 1934 führte er die [[Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleitung]] (OGL) der [[NSDAP]] in Osnabrück-Martinitor an. 1933 wurde er in den Stadtrat gewählt. Für die NSDAP vertrat er vom 20. August 1934 bis Ende August 1940 die Kreisleitung der NSDAP des Bereichs Osnabrück-Stadt. Im Sommer 1935 nahmen die von ihm angeheizten [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitischen]] Ausschreitungen in Osnabrück ein derartiges Ausmaß an, dass [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] und andere staatliche Stellen einschritten und ihn zwangen, diese zu beenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Gellately: &amp;#039;&amp;#039;Die Gestapo und die deutsche Gesellschaft. Die Durchsetzung der Rassenpolitik 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1993, Seite 128f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Beauftragter des Reichskommissars für die Niederlande übernahm er vom 26. Juli 1940 bis zum 1. Dezember 1944 die Leitung der Provinz Zeeland, wobei er in der Stadt [[Koudekerke]] das Kommando führte. Am 3. April 1945 flüchtete Münzer zusammen mit dem Oberbürgermeister von Osnabrück, [[Erich Gaertner]], und dem Gauinspektor [[Fritz Wehmeier]] vor den einrückenden britischen Truppen aus Osnabrück in Richtung Bremen. Am Stadtrand sahen sie eine weiße Fahne auf einem Bauernhof und fuhren dorthin. Einer der drei erschoss die 52-jährige Bäuerin Anna Daumeyer, die, um ihren Sohn zu schützen, auf Befragen angab, die Fahne gehisst zu haben. Die Tat wurde nie gesühnt, jedoch starb Fritz Wehmeier kurze Zeit später in der Nähe von Ostercappeln, als sein Auto beschossen wurde. Gaertner, der dem Auto folgte, konnte zunächst fliehen, Münzer wurde sofort gefangenen genommen&amp;lt;ref&amp;gt;Jann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Ermordet wegen einer weißen Fahne.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Neue Osnabrücker Zeitung]] 20. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Alliierten lieferten ihn in die Niederlande aus, wo er im [[KZ Herzogenbusch|Kamp Vught]] interniert wurde. Am 7. August 1948 wurde Münzer nach Deutschland entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde Münzer im [[Entnazifizierung]]sverfahren gegen eine Geldbuße von 2000 Mark als „minderbelastet“ eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;Hendrik Steinkuhl: &amp;#039;&amp;#039;Historikerin im Nussbaum-Haus. Vortrag über Ortsgruppenleiter der Osnabrücker NSDAP.&amp;#039;&amp;#039; In: Neue Osnabrücker Zeitung 8. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Osnabrücker Rechtsanwalt [[Hans Georg Calmeyer]] verteidigte den ehemaligen Osnabrücker Kreisleiter. Aus Münzers Aufzeichnungen während seiner Internierung als NS-Verbrecher in den Niederlanden geht hervor, dass er seinen ehemaligen Kollegen im Reichskommissariat für die besetzten Niederlande bereits während der Internierung beauftragte und bezahlte. Die beiden hatten in unterschiedlichen Regionen der Niederlande im Reichskommissariat unter Arthur Seyß-Inquart gearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gastautor |url=https://hvos.hypotheses.org/6028 |titel=Der „Judenretter“ verteidigt den Osnabrücker Kreisleiter – Calmeyers fragwürdige Allianzen |werk=Osnabrücker Geschichtsblog |datum=2021-09-11 |sprache=de |abruf=2025-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der [[Brandstiftung]] an der [[Alte Synagoge (Osnabrück)|Osnabrücker Synagoge]] in der [[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht 1938]] wurde Münzer zusammen mit anderen lokalen NS-Funktionären ebenfalls 1949 vor Gericht gestellt und im Dezember 1949 freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Niebaum: &amp;#039;&amp;#039;Hans Calmeyer - ein „anderer Deutscher“ im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2011, Seite 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Hehemann (Bearb.), Art. Willi Münzer, in: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Region Osnabrück, Osnabrück 1990, S. 212,&lt;br /&gt;
* Michael Rademacher, &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer im Gau Weser-Ems&amp;#039;&amp;#039;, BoD, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2909-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1035073226|LCCN=n/83/37091|VIAF=50595952}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Munzer, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Zeeland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Münzer, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Münzer, Wilhelm Karl Ernst (vollständiger Name); Münzer, Willi; Münzer, Willy&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Beauftragter des Reichskommissars für die Provinz Zeeland in den Niederlanden&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. September 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Juni 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Iburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ilexius</name></author>
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