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	<title>Wilhelm List - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T08:14:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_List&amp;diff=229493&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Zeit des Nationalsozialismus */</title>
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		<updated>2026-04-06T16:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Nationalsozialismus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Der gleichnamige Maler findet sich unter [[Wilhelm List (Maler)]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S36487, Wilhelm List.jpg|mini|Wilhelm List 1935 in der Uniform eines [[General der Infanterie|Generals der Infanterie]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegmund Wilhelm Walther List&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1880]] in [[Illerkirchberg#Oberkirchberg|Oberkirchberg]] bei [[Ulm]]; † [[16. August]] [[1971]] in [[Garmisch-Partenkirchen]]) war ein deutscher [[Offizier|Heeresoffizier]] (seit 1940 [[Generalfeldmarschall]]) und während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] [[Oberbefehlshaber]] verschiedener [[Armee]]n und [[Heeresgruppe]]n. Er wurde im [[Prozess Generäle in Südosteuropa]] 1948 als [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
List war der Sohn des [[Hausarzt|praktischen Arztes]] Walter List (1853–1907). Er heiratete 1911 Hedwig Kleinschroth. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hackl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Othmar Hackl|Titel=Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914)|Verlag=C. H. Beck|Ort=München|Datum=1989|ISBN=3-406-10490-8|Seiten=511}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Herr Wilhelm List|TitelErg=&amp;#039;&amp;#039;General-Feldmarschall&amp;#039;&amp;#039;|Sammelwerk=Münchner Merkur|WerkErg=&amp;#039;&amp;#039;Garmisch-Partenkirchner Tagblatt&amp;#039;&amp;#039;|Nummer=188|Datum=1971-08-18|Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bayerische Armee ===&lt;br /&gt;
List trat nach dem Besuch des [[Luitpold-Gymnasium (München, bis 1918)|Luitpold-Gymnasiums]] 1898 als [[Einjährig-Freiwilliger|Zweijährig-Freiwilliger]] in das 1.&amp;amp;nbsp;[[Pionier (Militär)|Pionierbataillon]] der [[Bayerische Armee|Bayerischen Armee]] ein. 1900 wurde er zum [[Leutnant]] befördert und zum 3.&amp;amp;nbsp;Pionierbataillon [[Versetzung (Dienstrecht)|versetzt]]. Nach seiner [[Kommandierung]] zur [[Königlich Bayerische Artillerie- und Ingenieur-Schule|Artillerie- und Ingenieur-Schule]] diente List ab 1904 über mehrere Jahre als [[Bataillon]]sadjutant. Von 1908 bis 1911 absolvierte List die [[Bayerische Kriegsakademie|Kriegsakademie]], die ihm die Qualifikation für den [[Generalstab]], den [[Eisenbahntruppen|Militär-Eisenbahndienst]] und das Lehrfach (Festungskrieg) aussprach.&amp;lt;ref name=Hackl/&amp;gt; 1912 folgte dann seine Kommandierung zur Zentralstelle des Generalstabs sowie im Jahr darauf die Beförderung zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]. Daran schlossen sich Kommandierungen zum [[Königlich Bayerisches 1. Infanterie-Regiment „König“|1. Infanterie-Regiment „König“]] und zur [[Landesfestung Ingolstadt|Festung Ingolstadt]] an. In der Zeit bis zum Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde er in der Zentralstelle des Generalstabs verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsausbruch 1914 wurde List zunächst als [[Generalstabsoffizier]] im [[II. Königlich Bayerisches Armee-Korps|II. Armee-Korps]] eingesetzt. Im Winter 1915 erkrankte er schwer und musste operiert werden. Nach seiner Genesung diente er erst als [[Zweiter Generalstabsoffizier]] (Ib) in der [[Armeeabteilung C|Armeeabteilung Strantz]] und ab 1917 als [[Erster Generalstabsoffizier]] (Ia) der [[8. Königlich Bayerische Reserve-Division|8.&amp;amp;nbsp;Reserve-Division]]. Im Januar 1918 wurde List zum [[Major]] befördert. Zum Kriegsende war er im [[Bayerisches Kriegsministerium|Kriegsministerium]] eingesetzt. Für sein Wirken während des Krieges hatte man ihn mit beiden Klassen des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]], dem Ritterkreuz des [[Königlicher Hausorden von Hohenzollern|Königlichen Hausordens von Hohenzollern]] mit Schwertern, dem [[Militärverdienstorden (Bayern)|Bayerischen Militärverdienstorden]] IV. Klasse mit Schwertern und Krone, dem Ritterkreuz des [[Friedrichs-Orden]]s sowie dem [[Verwundetenabzeichen#Verwundetenabzeichen (1918)|Verwundetenabzeichen]] in Schwarz ausgezeichnet. Die Verbündeten Österreicher würdigten ihn mit dem [[Militärverdienstkreuz (Österreich)|Militärverdienstkreuz]] III. Klasse mit Kriegsdekoration und die Bulgaren mit dem Ritterkreuz des [[Militär-Verdienstorden (Bulgarien)|Militär-Verdienstordens]].&amp;lt;ref&amp;gt;Reichswehrministerium (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rangliste des Deutschen Reichsheeres.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
In den frühen 1920er-Jahren war List als Angehöriger des [[Freikorps Epp]] an verschiedenen Einsätzen gegen die [[Räterepublik]] beteiligt. Im Übergangsheer diente er im Stab des [[Gruppenkommando]]s 4 in München, aus dem später das [[Wehrkreis VII (München)|Wehrkreiskommando VII]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von April 1923 bis Oktober 1924 war List Kommandeur des III. ([[Jäger (Militär)|Jäger]]-)[[Bataillon]]s im [[19. (Bayerisches) Infanterie-Regiment (Reichswehr)|19. (Bayerisches) Infanterie-Regiment]] in [[Kempten (Allgäu)]], das hier auch auf eine Gebirgsverwendung hin ausgebildet wurde. Die folgenden rund zehn Jahre war List überwiegend im Ausbildungswesen der [[Reichswehr]] tätig. Von 1924 an war er, inzwischen zum [[Oberstleutnant]] befördert, zwei Jahre lang als Erster Generalstabsoffizier der [[Bayerische Reichswehr|7. Division]] und Leiter der [[Führergehilfenausbildung]] im Wehrkreis VII eingesetzt. 1926 wechselte er in das [[Reichswehrministerium]], um dort zunächst als Referent der Heeresausbildungsabteilung (T&amp;amp;nbsp;4) eingesetzt zu werden. Am 1. März 1927 wurde List zum [[Oberst]] befördert und gleichzeitig mit der Leitung der Abteilung betraut. Am 1. Februar 1930 übernahm er die Leitung der [[Infanterieschule der Reichswehr|Infanterieschule]] in der [[Dresden]]er [[Albertstadt]]. In dieser Dienststellung wurde List am 1. Oktober 1930 zum [[Generalmajor]] und 1932 zum [[Generalleutnant]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
==== Vorkriegszeit ====&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1933 wurde List dann Befehlshaber im [[Wehrkreis IV (Dresden)]] und Kommandeur der [[4. Division (Reichswehr)|4. Division]]. Zwei Jahre später, am 1. Oktober 1935, wurde List zum [[General der Infanterie]] ernannt und war jetzt [[Kommandierender General]] des [[IV. Armeekorps (Wehrmacht)|IV. Armeekorps]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1938 wurde er [[Oberbefehlshaber]] des Heeresgruppenkommandos&amp;amp;nbsp;2 in [[Kassel]]. Bereits am 1. April wurde List nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] Oberbefehlshaber des Heeresgruppenkommandos 5 in [[Wien]], mit der Aufgabe, das [[Bundesheer (1. Republik)|österreichische Bundesheer]] in die [[Wehrmacht]] einzugliedern. Am 1. April 1939 wurde er zum [[Generaloberst]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweiter Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Als Oberbefehlshaber der [[14. Armee (Wehrmacht)|14. Armee]] nahm List am [[Überfall auf Polen]] 1939 teil und erhielt am 30. September das [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Westfeldzug]] unterstand sein jetzt in [[12. Armee (Wehrmacht)|12. Armee]] umbenannter Großverband der [[Heeresgruppe A]] im Zentrum der Front. Für seinen wesentlichen Anteil an der [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Kapitulation Frankreichs]] wurde er am 19. Juli 1940 zum [[Generalfeldmarschall]] befördert (ebenso 11 weitere Generäle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] mit Beginn am 6. April 1941 war List Oberbefehlshaber der 12. Armee und in dieser Stellung Chef der gesamten deutschen Bodenoperationen gegen Griechenland und Ostjugoslawien. Am 21. April nahm List die [[Königreich Griechenland|griechische]] [[Kapitulation]] entgegen, nachdem bereits am 17. April das [[Königreich Jugoslawien]] kapituliert hatte. Am Rande der griechischen Kapitulation kam es zu Verwicklungen mit dem damaligen deutschen Verbündeten [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]]. List ließ, von [[Adolf Hitler|Hitler]] angewiesen, die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde ohne Beteiligung italienischer Offiziere vornehmen. Nachdem der italienische [[Diktatur|Diktator]] [[Benito Mussolini|Mussolini]] bei Hitler dagegen protestierte, sandte dieser den Chef des [[Wehrmachtführungsstab]]es, [[Alfred Jodl]], nach Griechenland, um den Akt der Kapitulation ein zweites Mal – diesmal mit italienischer Beteiligung – durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss des Balkanfeldzuges wurde List [[Wehrmachtbefehlshaber]] Südost. In dieser Funktion unterstanden ihm die [[Militärbefehlshaber]] Serbien sowie Nord- und Südgriechenland. Am 4. Oktober 1941 gab er den Befehl, Sammellager für Geiseln zu errichten, um diese beim Widerstand von [[Partisan]]en zu erschießen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 374, mit Bezug auf die Quelle BAL 503 ARZ 54/66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 17. Oktober befahl er die Ermordung von über 200 Bewohnern der Dörfer [[Massaker von Ano und Kato Kerdylia|Ano und Kato Kerdylia]]. Aufgrund einer Erkrankung gab List seinen Posten im Oktober 1941 wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1942 erhielt List von Hitler den Auftrag einer Inspektionsreise durch das von Deutschland seit 1940 [[Norwegen unter deutscher Besatzung|besetzte Norwegen]], um die Abwehrbereitschaft gegen eine eventuelle britische Landung an der norwegischen Westküste zu ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
List, dem keine übermäßige Nähe zum [[Nationalsozialismus]] nachgesagt werden kann und der diese Einstellung auch Hitler gegenüber nicht verbarg, erhielt dann allerdings erst auf Fürsprache verschiedener Offiziere aus Wehrmacht- und Heeresführung eine neue Aufgabe. Im Juli 1942 (verschiedene Quellen geben den 1. Juli 1942 und den 10. Juli 1942 an&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;) bekam List den Oberbefehl über die neugebildete [[Heeresgruppe A]] im Süden der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]]. In dieser Stellung kam es schon bald zu Streitigkeiten mit Hitler über die Operationsführung. Bereits am 10. September wurde List von seinen Aufgaben als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A wieder entbunden und durch Hitler abgelöst, der Lists Arbeit mit den Worten: „der Feldmarschall List hat schlapp geführt“ kommentierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Adolf Hitler beschimpfte 1942 seine Wehrmachtsgeneräle als unfähig |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2015-10-10 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/adolf-hitler-beschimpfte-1942-seine-wehrmachtsgeneraele-als-unfaehig-a-1057045.html |Abruf=2024-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Hürter, Matthias Uhl |Titel=Hitler in Vinnica |Hrsg=Helmut Altrichter, Horst Möller, Andreas Wirsching |Sammelwerk=Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte |Band=63. Jahrgang |Nummer=4 |Verlag=De Gruyter Oldenbourg |Ort=Berlin / München |Datum=2015 |ISSN=0042-5702 |Seiten=609}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Kriegsende übernahm List keine weiteren Aufgaben mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stiftung Deutsches Historisches Museum |url=https://www.dhm.de/lemo/biografie/wilhelm-list.html |titel=Gerade auf LeMO gesehen: LeMO Biografie |sprache=de |abruf=2024-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 wurde er von US-amerikanischen Truppen in Garmisch-Partenkirchen gefangen genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:List&amp;amp;Kuntze.jpg|mini|Wilhelm List (links) und [[Walter Kuntze]] (rechts) beim Freigang im Gefängnishof während des „Geiselprozesses“.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:List Indictment.jpg|mini|Wilhelm List und [[Maximilian von Weichs]] beim Prozess der Südost-Generale, Nürnberg 12. Mai 1947]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm List 1948.jpg|mini|List 1948 bei seiner Verurteilung]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Nürnberger Prozesse]]n in dem sogenannten „Geiselprozess“, auch als [[Prozess Generäle in Südosteuropa|Prozess der Südost-Generale]] bekannt, wurde Wilhelm List 1948 zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslanger Haft]] verurteilt. In seinem Schlusswort nahm er noch einmal Stellung zu den Morden an Zivilisten und versuchte, jegliche Schuld von sich zu weisen: „Die Schuld verbleibt bei denjenigen, die diesen Kampf von Anbeginn grausam und hinterhältig auf Balkan-Art geführt haben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Taschenbuch 2005, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Hochkommissar [[John Jay McCloy]] lehnte am 31. Januar 1951 nach Rücksprache mit einem Beratenden Ausschuss ein Gnadengesuch für List ab. In einer Mitteilung an die Presse erklärte er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ebensowenig kann ich irgendwelche mildernde Umstände für den Nachdruck finden, mit dem sie [hier ist auch [[Walter Kuntze]] gemeint] die Terrorisierung der ihnen unterstellte Gebiete durchgeführt haben. Persönlich unterzeichnete Befehle dokumentieren diesen Tatbestand. Ihr hoher Rang schuf gewissermaßen die Atmosphäre für die verübten Brutalitäten, und ihre eigenen Befehle können nur als Aufhetzung zu Exzessen gedeutet werden. In diesen Fällen liegt tatsächlich mehr vor als die bloße Weitergabe eines zweifellos illegalen Befehls, so schlimm auch dies bereits an sich gewesen wäre. Auch wenn man sich bemüht, den zermürbenden Charakter der Partisanen- und [[Guerilla]]kriegsführung voll zu berücksichtigen, mit der Offiziere in diesem Feldzug es zu tun hatten, so kann man sich der vom Ausschuss festgestellten Tatsache nicht verschließen: diese in hohem Maße verantwortlichen Offiziere haben die durch militärische Rücksichten zu rechtfertigenden Grenzen weit überschritten, sowohl durch Handlungen als auch durch Unterlassungen. Das Gericht hat anerkannt, dass im äußersten Fall und als letzter Ausweg das Erschießen von Geiseln eine Begleiterscheinung dieser Art von Kriegsführung waren. Die Beweisaufnahme hat jedoch ergeben, dass bei vielen Exekutionen Hunderte von [[Zigeuner]]n, [[Juden]] und anderen Personen getötet wurden, die mit irgendwelchen Zwischenfällen, denen deutsche Truppen ausgesetzt waren, nicht im geringsten Zusammenhang standen, weder räumlich noch ursächlich. Überdies standen die Festnahmen und Erschießungen von Geiseln in einem willkürlichen und maßlos übersteigerten Verhältnis zu den Verstößen, durch die diese Maßnahmen hervorgerufen wurden. Der Ausschuss weist auf die Möglichkeit hin, den Gesundheitszustand von List und Kuntze, beides Männer vorrückenden Alters, eine weitere ärztliche Untersuchung wünschenswert erscheinen lasse zwecks Feststellung, ob eine Entlassung wegen Haftunfähigkeit angebracht ist.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
List, der schwer erkrankt war, wurde 1952 aus dem [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] entlassen. Bis zu seinem Tod 1971 lebte er in Garmisch-Partenkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Othmar Hackl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914).&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1989, ISBN 3-406-10490-8, S. 511–512.&lt;br /&gt;
* Friedrich-Christian Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Generalfeldmarschall Wilhelm List.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. Vom Kriegsbeginn bis zum Weltkriegsende.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Primus, Darmstadt 1998, ISBN 3-89678-089-1, S. 116–122.&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|698|699|List, Wilhelm|[[Reinhard Stumpf (Historiker)|Reinhard Stumpf]]|128569697}}&lt;br /&gt;
* [[Alexander Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;30. April 1945.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Berlin 2014, ISBN 978-3-518-42420-9, S. 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wilhelm List (general)|Wilhelm List}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/011533}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/5fd38baa-4f07-47e0-a006-00f63b733a11/ Nachlass BArch N 527]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Generalfeldmarschälle und Großadmirale der Wehrmacht}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128569697|LCCN=no/97/30783|VIAF=72447754}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:List, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Bayerischen Kriegsakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalleutnant (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalfeldmarschall (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur der 4. Division (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandierender General des IV. Armeekorps (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber des Wehrkreises IV (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Armee (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Griechenlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Königlichen Hausordens von Hohenzollern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Friedrichs-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (IV. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militärordens Michael der Tapfere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des bulgarischen Militär-Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Clausewitz-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pionier/Ingenieur (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstabsoffizier (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=List, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=List, Siegmund Wilhelm Walther (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Generalfeldmarschall&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Illerkirchberg#Oberkirchberg|Oberkirchberg]] bei [[Ulm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. August 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Garmisch-Partenkirchen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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