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	<title>Wilhelm Lattmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SJPaine: verlinkt</title>
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		<updated>2025-09-25T18:22:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:LattmannWilhelm.jpg|miniatur|Wilhelm Lattmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Lattmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Oktober]] [[1864]] in [[Göttingen]]; † [[20. April]] [[1935]] in [[Goslar]]) war ein [[Deutsches Reich|deutscher]] [[Politiker]] ([[Deutschsoziale Partei|DSP]], [[Deutschvölkische Partei|DvP]], [[DNVP]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Lattmann, der Sohn des Gymnasiallehrers [[Julius Lattmann]] (1818–1898), besuchte die [[Volksschule]] und das [[Robert-Koch-Schule (Clausthal-Zellerfeld)|Gymnasium in Clausthal]]. Nach dem Abitur, das er 1883 ablegte, studierte er [[Rechtswissenschaft]]en in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] (1883 bis 1885) und [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] (1885 bis 1887). Während seines Studiums wurde er 1883 Mitglied der [[Verbindung Normannia Tübingen]] (seit 1934 [[Verbindung Normannia Tübingen|Burschenschaft Normannia Tübingen]] in der [[Deutsche Burschenschaft|DB]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1892 heiratete er. Aus der Ehe ging unter anderem der spätere General [[Martin Lattmann]] hervor, der während des Zweiten Weltkrieges in führender Funktion dem [[Nationalkomitee Freies Deutschland]] angehörte. Ein Enkel Lattmanns war der Schriftsteller und SPD-Bundestagsabgeordnete [[Dieter Lattmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;John C. Dove: &amp;#039;&amp;#039;Who’s Who in Germany 1992.&amp;#039;&amp;#039; 1992, S. 1330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jurist brachte Lattmann es bis zum Amtsrichter (Amtsgerichtsrat) am [[Amtsgericht Schmalkalden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Robert Bacheller: &amp;#039;&amp;#039;Class and Conservatism. The changing social structure of the German Right, 1900–1928&amp;#039;&amp;#039;. University Microfilms, Ann Arbor 1981 (Verfilmung der Dissertation, University of Wisconsin, Madison 1976), S. 449.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch begann Lattmann sich in den 1890er Jahren in rechten, antisemitischen Parteien des [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreiches]] zu betätigen. Im [[Reichstagswahl 1903|Juni 1903]] wurde Lattmann für die [[Deutschsoziale Partei]] erstmals in den [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag des Kaiserreiches]] gewählt, in dem er bis zum Januar 1912 den [[Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Kassel 2]] (Kassel-Melsungen) vertrat. Nachdem der langjährige Reichstagsabgeordnete [[Karl Hermann Förster]] 1912 gestorben war, bewarb er sich in der Nachwahl am 19. Dezember 1912 um dessen Mandat im [[Reichstagswahlkreis Reuß älterer Linie]]. Er kam in der Wahl abgeschlagen mit 1571 Stimmen auf den dritten Platz; das Mandat gewann der Kandidat der [[SPD Reuß älterer Linie]] [[Max Cohen (Journalist)|Max Cohen]] mit 7911 Stimmen, der Nationalliberale und spätere Reichskanzler [[Gustav Stresemann]] (5329 Stimmen) erreichte Platz 2.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Espig: Die &amp;quot;Soziale Morphologie&amp;quot; als methodischer Zugang einer lokalen Religionswissenschaft am Beispiel des Fürstentums Reuß ä.L., Diss. 2016, S. 193, [https://ul.qucosa.de/api/qucosa%3A21158/attachment/ATT-0/ Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben war er von 1904 bis 1908 für den [[Wahlkreis Kassel-Witzenhausen]] Mitglied des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußischen Abgeordnetenhauses]]. Von 1911 bis 1914 amtierte Lattmann als Vorsitzender der Deutschsozialen Partei, dann von 1915 bis 1918 als Vorsitzender der [[Deutschvölkische Partei|Deutschvölkischen Partei]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Fricke (Historiker)|Dieter Fricke]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Parteiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliches Aufsehen erregte Lattmann insbesondere auch als einer der aggressivsten [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemiten]] des Kaiserreiches.&amp;lt;ref&amp;gt;Stanley Suval: &amp;#039;&amp;#039;Electoral Politics in Wilhelmine Germany.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 140. Auch Helmut Berding: &amp;#039;&amp;#039;Moderner Antisemitismus in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 1988, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als  Reichstagsabgeordneter schloss er sich der Fraktionsgemeinschaft der [[Wirtschaftliche Vereinigung (Deutsches Kaiserreich)|Wirtschaftlichen Vereinigung]] an, die Antisemiten- und Bauernparteien umfasste, und hatte zeitweise den Vorsitz ihrer Reichstagsfraktion inne.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Ormond: &amp;#039;&amp;#039;Richterwürde und regierungstreue.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Reichstag bezog Lattmann unter anderem zur [[Kolonialismus|Kolonialpolitik]] Stellung, in der er „einem vernünftigen Herrenstandpunkt“ das Wort redete: in diesem Sinne insistierte Lattmann, der sich selbst als „Progressiven“ in der Kolonialfrage ansah, dass die Schwarzafrikaner in den deutschen Kolonien – selbst nach einer Bekehrung zum Christentum – den weißen Einwohnern, „vom Standpunkt der Rasse gesehen“, nicht als gleichwertig angesehen werden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sara Friedrichsmeyer: &amp;#039;&amp;#039;The Imperialist Imagination. German Colonialism and Its Legacy.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Lattmann Mitglied der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] (DNVP). Im Oktober 1919 zog er für diese im Nachrückverfahren in die [[Weimarer Nationalversammlung]] ein, in der er den ausgeschiedenen Abgeordneten [[Karl Veidt]] ersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung.&amp;#039;&amp;#039; Band 343, Berlin 1920, S. 3505 ([https://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt2_wv_bsb00000027_00762.html Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Lattmann erfuhr eine ungewollte Berühmtheit, als [[Sigmund Freud]] ihn in der &amp;#039;&amp;#039;Psychopathologie des Alltagslebens&amp;#039;&amp;#039; als ein Beispiel dessen, was heute gemeinhin als [[Freudscher Versprecher]] gilt, anführte: Er, Lattmann, trat 1908 im Reichstag für eine Ergebenheitsadresse an [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] ein, und wenn man das tue, „[…] so wollen wir das auch rückgratlos tun.“ Nach, laut Sitzungsprotokoll, minutenlanger stürmischer Heiterkeit erklärte der Redner, er habe natürlich &amp;#039;&amp;#039;rückhaltlos&amp;#039;&amp;#039; gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte und der gegenwärtige Stand des Innungswesens in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit über die Reichsfinanzreform.&amp;#039;&amp;#039; 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die sozialen Aufgaben unseres Volkes im Lichte der Reichstagswahl.&amp;#039;&amp;#039; 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Armbrustschiessen und Maienfest im Jahre 1614. Thüringisches Volksfestspiel in 3 Aufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staatshilfe in Kriegsnot volkstümliche Darstellung der hauptsächlichsten ...&amp;#039;&amp;#039; 1915.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 3: &amp;#039;&amp;#039;I–L.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 246.&lt;br /&gt;
* Elke Kimmel: &amp;#039;&amp;#039;Lattmann, Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 2/2, 2009, S. 457&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Mann (Historiker)| Bernhard Mann]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, Nr. 1322.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|101867956}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|101867956}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Lattmann|1423}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=101867956|titel=Lattmann, Wilhelm| datum=2020-02-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Regierungsbezirk Kassel 2&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Abgeordnete des Wahlkreises Kassel-Witzenhausen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101867956|VIAF=34831074}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lattmann, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschsozialen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschvölkischen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Amtsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1864]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lattmann, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DSP, DSWV, DNVP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Oktober 1864&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. April 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Goslar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SJPaine</name></author>
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