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	<title>Wilhelm Koppers - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Koppers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Steyler Missionare|SVD]] (* [[8. Februar]] [[1886]] in [[Menzelen]], [[Kreis Moers]]; † [[23. Januar]] [[1961]] in [[Wien]]) war ein deutsch-österreichischer katholischer Ordenspriester und [[Ethnologe]]. Er gehörte den [[Steyler Missionare]]n (Societas Verbi Divini) an und war ein Vertreter der Wiener Schule der [[Kulturkreislehre]]. Von 1928 bis 1938 und von 1945 bis 1957 lehrte er als Professor für Völkerkunde an der [[Universität Wien]]. Er befasste sich vor allem mit [[Wirtschaftsethnologie]] und erforschte die [[Bhil]] in Zentralindien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Koppers trat mit 15 Jahren ins Missionshaus der [[Gesellschaft des Göttlichen Wortes]] (SVD) in [[Steyl]] bei Venlo (Niederlande) ein. Nach dem Abitur setzte er seine Ausbildung im [[Missionshaus St. Gabriel]] bei Mödling (Niederösterreich) fort und wurde 1911 zum Priester geweiht. Er hörte völkerkundliche Vorlesungen bei seinem Ordensbruder Pater [[Wilhelm Schmidt (Ethnologe)|Wilhelm Schmidt]] und studierte daneben  [[vergleichende Sprachwissenschaft]] ([[Indogermanistik]] mit Schwerpunkt bei der [[Indologie]] sowie [[Semitistik]]). Ab 1913 war Koppers ein enger Mitarbeiter Schmidts, er gehörte der Redaktion der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Anthropos (Zeitschrift)|Anthropos]]&amp;#039;&amp;#039; an und bearbeitete wirtschaftsgeschichtlicher Fragen für eine von Schmidt herausgegebene  Gesamtdarstellung der Ethnologie. Mit einer Dissertation über „Die ethnologische Wirtschaftsforschung“ promovierte Koppers 1917 an der [[Universität Wien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921/22 begleitete er Pater [[Martin Gusinde]], SVD, auf einer Expedition zu den [[Yámana]] in [[Feuerland]], deren mittlerweile ausgestorbene Sprache er auch lernte. Aufgrund seines Buchs über die „Feuerland-Indianer“ wurde er 1924 an der Universität Wien habilitiert und erhielt die [[Venia legendi]] für „Völkerkunde mit besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftsgeschichte der Naturvölker“. Von 1924 bis 1932 fungierte er als Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Anthropos&amp;#039;&amp;#039;. 1928 wurde Koppers zum außerordentlichen Professor für Völkerkunde berufen und im Jahr darauf zum  Vorstand des neu gegründeten Instituts für Völkerkunde an der Universität Wien ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 stieg er zum ordentlichen Professor auf. Er war ein Anhänger des österreichischen [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaats]] unter [[Kurt Schuschnigg]] und Gegner der Nationalsozialisten. Nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[NS-Staat|nationalsozialistische Deutsche Reich]] im März 1938 verlor er seine Anstellung, vermutlich aufgrund seiner vehementen Kritik an der von den Nationalsozialisten präferierten Vorstellung einer nordischen Herkunft der „indogermanischen Rasse“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Gaillard: &amp;#039;&amp;#039;The Routledge Dictionary of Anthropologists&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, 2013, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sah vorderasiatische Elemente in der indogermanischen Religion, wie den [[Wettergott|Donnergott]]. Andere Elemente, wie das Kuhopfer ([[Ymir]]) entstammen seiner Meinung nach einem ackerbaulichen südlichen (kaukasisch-altorientalischen) Kulturkreis. Koppers folgte [[Otto Schrader (Indogermanist)|Otto Schrader]] in der Annahme einer [[Urheimat]] der Indogermanen nördlich des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]]. Im Auftrag der Missionsgesellschaft und mit Förderung der [[Rockefeller Foundation]] unternahm er dann eine Forschungsreise nach Zentralindien, wo er die [[Bhil]]-Stämme erforschte. Von 1940 bis 1945 lebte Koppers in der Schweiz, wo er am von Wilhelm Schmidt geleiteten Anthropos-Institut in [[Posieux]]-Froideville (Kanton Freiburg) arbeitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 kehrte er an die Universität Wien zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1957 lehrte und darüber hinaus bis kurz vor seinem Tod am Institut für Völkerkunde arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter Feuerland-Indianern: Eine Forschungsreise zu den südlichsten Bewohnern der Erde mit M. Gusinde.&amp;#039;&amp;#039; Strecker und Schröder, Stuttgart 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Indogermanenfrage im Lichte der historischen Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039; St. Gabriel/Mödling bei Wien 1935.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Die Indogermanen- und Germanenfrage: Neue Wege zu ihrer Lösung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Pustet, Salzburg 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisse des Dschungels: Eine Forschungsreise zu den Primitivstämmen Zentral-Indiens 1938–39.&amp;#039;&amp;#039; J. Stocker, Luzern 1947; [https://www.ub.unibas.ch/tox/IDSLUZ/000420137/PDF Inhaltsverzeichnis] (PDF) ub.unibas.ch&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bhil in Zentralindien.&amp;#039;&amp;#039; F. Berger, Horn / Wien 1948 (Thesen hinsichtlich des Ursprungs der Bhil wurden bestritten)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dorothy Spencer]]&amp;lt;!-- : &amp;#039;&amp;#039;Aufsatztitel&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Anthropologist&amp;#039;&amp;#039;, Band 51/3, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfram Eberhard]]&amp;lt;!-- : &amp;#039;&amp;#039;Aufsatztitel&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oriens&amp;#039;&amp;#039;, 1949, Band 2, S. 163–165.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Urmensch und sein Weltbild.&amp;#039;&amp;#039; Herold, Wien 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629040358/http://www.bautz.de/bbkl/k/Koppers.shtml |band=4|spalten=509-511|autor=[[Johannes Madey]]}}&lt;br /&gt;
* Peter Rohrbacher: &amp;#039;&amp;#039;Pater Wilhelm Koppers im Exil, 1938–1945&amp;#039;&amp;#039;. In: Andre Gingrich, Peter Rohrbacher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Völkerkunde zur NS-Zeit aus Wien (1938–1945): Institutionen, Biographien und Praktiken in Netzwerken&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2021, S. 1489–1528.&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=116339012 |Name=Koppers, Wilhelm |NDB-online=1 |Autor=Peter Rohrbacher |Datum=2024-01-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116339012}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Koppers,_Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* [[Utz Maas]]: [https://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/catalog/k/284-koppers-wilhelm Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933–1945.] zflprojekte.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116339012|LCCN=no/94/29720|VIAF=27161335|NDL=00446125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koppers, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steyler Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koppers, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Priester und Ethnologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Februar 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Menzelen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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