<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wilhelm_Koenen</id>
	<title>Wilhelm Koenen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wilhelm_Koenen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Koenen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T13:02:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Koenen&amp;diff=656485&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PequodOnStationAtLZ: updated and added picture</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Koenen&amp;diff=656485&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-03T01:04:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;updated and added picture&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Fotothek df pk 0000168 041 Porträts, H. Köhnen Bernard Koenen, Olga Körner, Eva Höhn, Gertrud Graeser (Rast Trim.jpg|mini|Wilhelm Koenen um 1946]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Koenen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. April]] [[1886]] in [[Hamburg]]; † [[19. Oktober]] [[1963]] in [[Ost-Berlin]]) war ein deutscher [[Politiker]]. Von 1946 bis zu seinem Tod gehörte er dem Parteivorstand bzw. dem [[Zentralkomitee der SED]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[File:Wilhelm Koenen 1932.jpg|thumb|left|Wilhelm Koenen ca. 1932]]&lt;br /&gt;
Koenen, Sohn eines Tischlers und einer Köchin, absolvierte nach dem Besuch der Volksschule von 1900 bis 1903 eine kaufmännische Lehre. Ab 1904 war er in einer Volksbuchhandlung in [[Kiel]] tätig. Daneben besuchte er Kurse der Arbeiterbildungsschule in Hamburg und der [[Reichsparteischule (SPD)|sozialdemokratischen Parteischule]] in Berlin. Er war ab 1907 Zeitungsberichterstatter in Kiel, später in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]. 1911 wurde er Redakteur des sozialdemokratischen &amp;#039;&amp;#039;Volksblattes&amp;#039;&amp;#039; in [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialisten]] floh er im Juni 1933 (auf Beschluss der KPD-Führung) aus Deutschland, zunächst in das [[Saargebiet]], später nach [[Frankreich]]. Dort bemühte er sich im [[Lutetia-Kreis]] um eine [[Volksfront]] gegen die Hitlerdiktatur. Von 1935 bis zur [[Zerschlagung der Tschechoslowakei|Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938]] hielt er sich in dort auf. Dort war er an der Grenzarbeit der KPD beteiligt (siehe auch [[Vereinigte Kletterabteilung]]). 1938 floh er weiter nach [[England]]. Er war dort einer der Herausgeber der Presseinformation [[Inside Nazi Germany (Zeitschrift)|Inside Nazi Germany]]. 1940 wurde er als „[[Enemy Alien]]“ nach Kanada verbracht, wo er bis 1942 interniert blieb. Seit 1937 war er mit [[Emmy Damerius-Koenen]] verheiratet. 1943 wurde er Gründungsmitglied der [[Bewegung Freies Deutschland|Bewegung „Freies Deutschland“]] in [[London]].  1944 arbeitete er für die subversiv agierenden, auf Deutsch sendenden britischen Geheimsender [[Deutscher Kurzwellensender Atlantik]] und [[Soldatensender Calais]]. Ende 1945 kehrte er nach Deutschland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Koenen war der Bruder von [[Bernard Koenen]]. Wilhelm Koenens Sohn [[Heinrich Koenen|Heinrich]] (1910–1945) wurde am 29. Oktober 1942 in der Wohnung von [[Ilse Stöbe]] von der Gestapo festgenommen und im Februar 1945 im [[KZ Sachsenhausen]] erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich-Wilhelm Wörmann: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Charlottenburg&amp;#039;&amp;#039;; Band 5 der Schriftenreihe der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]], Berlin 1991 (2. verb. und erweiterte Auflage: Berlin 1998) Seite 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Gedenkstätte der Sozialisten (Urnenwand) - Koenen, Wilhelm.jpg|mini|hochkant|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Am 6. Mai 1955 wurde ihm der [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländische Verdienstorden]] in Silber verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Koenen wurde wie sein Bruder Bernhard in der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] beigesetzt, die Urnen ihrer Ehefrauen in der benachbarten [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage &amp;#039;&amp;#039;Pergolenweg&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wilhelm Koenen sind der &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm-Koenen-Ring&amp;#039;&amp;#039; in Halle (Saale) und die &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm-Koenen-Straße&amp;#039;&amp;#039; in [[Sangerhausen]] benannt. Die [[Deutsche Post der DDR]] gab 1976 zu seinen Ehren eine [[Sondermarke]] in der Serie [[Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Koenen, dessen Vater sich schon sozialistisch betätigt hatte, trat 1903 der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei. 1913 wurde er Mitglied der SPD-Bezirksleitung, mit dem Gros der örtlichen Partei schloss er sich 1917 der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] an. 1919 war Koenen Vorstandsmitglied im Zentralkomitee der USPD. Seit 1920 gehörte Koenen der Zentrale der [[KPD]] an. In der KPD gehörte Koenen zunächst zum linken Parteiflügel, dann ab etwa 1924 zur sogenannten Mittelgruppe und unterstützte ab 1925 aktiv die Führungsgruppe um [[Ernst Thälmann]]. Von 1929 bis 1931 wirkte Koenen als Politischer Sekretär der KPD für den Bezirk Halle-Merseburg. Ab 1931 wurde er parteiintern in den Hintergrund gedrängt und verlor seine Parteifunktion in Halle und den bisherigen sicheren Listenplatz. Koenen nahm am 7. Februar 1933 an der [[Illegale Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals|konspirativen Tagung des Zentralkomitees]] der KPD im [[Sporthaus Ziegenhals]] bei Berlin teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.etg-ziegenhals.de/Teilnehmer.html Liste der Teilnehmer]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-11886-0010, Berlin, Außerordentliche Volkskammersitzung (cropped).jpg|mini|hochkant|Wilhelm Koenen im Gespräch mit [[Hans Loch]] 1951]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koenen beteiligte sich ab 1945 am Wiederaufbau der KPD und, nach der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]], am Aufbau der [[SED]] in Ostdeutschland.&lt;br /&gt;
Er war von 1946 bis 1948, gemeinsam mit [[Otto Buchwitz]], Landesvorsitzender der SED in Sachsen.&lt;br /&gt;
Seit 1946 gehörte er dem Parteivorstand und auch dem [[Zentralkomitee der SED]] an. Im Mai 1953 wurde er von der SED-Leitung wegen &amp;#039;&amp;#039;mangelnder Wachsamkeit&amp;#039;&amp;#039; gerügt (1956 gelöscht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
Während der [[Novemberrevolution]] 1918/1919 war Koenen Kommissar der [[Arbeiter- und Soldatenräte]] des Bezirks Halle-Merseburg. Er gehörte [[Reichstagswahl 1919|1919]]/20 der [[Weimarer Nationalversammlung]] an. Am 16. Juli 1919 forderte er in der Nationalversammlung die Einführung einer Verfassungsbestimmung, die die öffentliche Filmvorführung für Jugendliche ausschließlich Behörden und gemeinnützigen Organisationen erlauben sollte, damit die Jugend vor der Geschäftemacherei durch „die Kapitalisten“ geschützt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Protokoll der 58. Sitzung der Nationalversammlung vom 16. Juli 1919, Seite 1592.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen [[Reichstagswahl 1920|1920]] und 1932 war er Abgeordneter im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]]. Daneben war er von 1926 bis 1932 Stadtverordneter in Berlin und von Ende 1929 bis Mai 1932 Mitglied des [[Preußischer Staatsrat (1921–1933)|Preußischen Staatsrates]]. Bei der Landtagswahl im April 1932 zog er als Abgeordneter in den [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1949 war Koenen Abgeordneter des Sächsischen Landtags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zählte 1949 zur Provisorischen Volkskammer, wurde bei der [[Volkskammerwahl 1950|ersten Volkskammerwahl]] (einer Scheinwahl am  15. Oktober 1950) in die [[Volkskammer]] gewählt und war dort bis zu seinem Tod Abgeordneter.&lt;br /&gt;
1949 bis 1958 leitete er das Sekretariat der Volkskammer. Seit 1950 gehörte er auch dem Präsidium des Nationalrates der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] an. Seit 1955 war er auch Leiter der Interparlamentarischen Gruppe der [[DDR]].&amp;lt;!----- http://www.etg-ziegenhals.de/Wilhelm_Koenen.html -----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Naumann (Historiker, 1928)|Horst Naumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Koenen.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1977, {{DNB|790088177}}.&lt;br /&gt;
* Horst Naumann: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Koenen (1886–1963)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Barbara von Hindenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Abgeordneten des Preußischen La435–441.ndtags&amp;#039;&amp;#039;, Teil 2, Frankfurt am Main 2017, S. 1248–1252, {{DNB|1145198090}}&lt;br /&gt;
* Asja Braune: &amp;#039;&amp;#039;Konsequent den unbequemen Weg gegangen. [[Adele Schreiber]] (1872–1957) Politikerin, Frauenrechtlerin, Journalistin.&amp;#039;&amp;#039; 2002 in 2 Bänden = Diss. HU Berlin 2003.- Kap. 7 online: [https://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/braune-asja-2003-01-27/HTML/chapter7.html Das Exil] mit Ausführungen zur Freien Deutschen Bewegung (FDB) und über die „[[Freie Deutsche Hochschule]]“ in Großbritannien.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=wilhelm-koenen|lemma=Koenen, Wilhelm|autor=|band=1|idNum=1799}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118564315}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118564315}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/adr/adrhl/kap1_4/para2_200.html Wilhelm Koenen] in den [[Akten der Reichskanzlei]]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20060417083024/http://www.rosaluxemburgstiftung.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Manuskripte_53_2.pdf Rosa-Luxemburg-Stiftung Kurzbiographien 2005] (873 KB; PDF-Datei)&lt;br /&gt;
* [http://www.etg-ziegenhals.de/Wilhelm_Koenen.html Kurzbiografie]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=118564315}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/3e5f4c13-1089-4c12-a24b-3a4e57f9095a/ Nachlass Bundesarchiv NY 4074]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landesvorsitzende der SED Sachsen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118564315|LCCN=n/87/924828|VIAF=34583383}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koenen, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Staatsrats (1921–1933)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bewegung Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zentrale der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Parteivorstandes der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koenen, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD, KPD, SED), MdR, MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. April 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PequodOnStationAtLZ</name></author>
	</entry>
</feed>