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	<title>Wilhelm Klastersky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:32:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2021-02-23T19:27:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Klastersky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis 3. April 1919 mit dem Adelsprädikat Edler von Festenstamm (* [[6. Juli]] [[1880]] in [[Wien]]; † [[24. Dezember]] [[1961]] ebenda), war Jurist und Kabinettsdirektor der [[Präsidentschaftskanzlei]] des [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsidenten]] der Republik Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Klastersky besuchte das [[Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie|Theresianum]] in Wien und studierte danach Rechtswissenschaften an der [[Universität Wien]], wo er 1903 zum Dr. jur. promoviert wurde. Anschließend trat Klastersky in den Staatsdienst ein. Von 1904 bis 1909 war er an der [[Bezirkshauptmannschaft]] [[Baden bei Wien]] tätig.  1909 bis 1918 wirkte er im [[Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Österreich)| k.k. Handelsministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde er als Ministerialrat von [[Karl Seitz]], dem Vorsitzenden der Nationalversammlung, der vor dem Inkrafttreten des [[Bundes-Verfassungsgesetz]]es am 10. November 1920 die Funktionen des Staatsoberhauptes ausübte, mit dem Aufbau der [[Präsidentschaftskanzlei]] der Republik betraut. (Die Bundespräsidenten der Ersten Republik hatten ihren Amtssitz im [[Bundeskanzleramt (Österreich)|Bundeskanzleramt]].) Unter den Bundespräsidenten [[Michael Hainisch]] (1920–1928) und [[Wilhelm Miklas]] (1928–1938) war er stellvertretender Vorstand der Kanzlei; 1934 wurde er zum Kabinettsdirektor befördert. Klastersky erwies sich auch in der verfassungswidrigen Situation des [[Ständestaat (Österreich)|„Ständestaats“]] ab 1934 als loyaler Mitarbeiter Miklas&amp;#039;. Nach seiner Tätigkeit in der Präsidentschaftskanzlei war er 1936–1938 Vorsitzender des Kuratoriums des [[Dorotheum]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss (Österreich)|„Anschluss“]] vom 13. März 1938 wurde Klastersky von den [[NSDAP|Nationalsozialisten]] als Anhänger des Ständestaates in „Schutzhaft“ genommen. 1939 wieder entlassen, war er bis 1945 Mitarbeiter des [[Erzdiözese Wien|Erzbischöflichen Ordinariates]] von Kardinal [[Theodor Innitzer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] wurde Klastersky 1945 als Beamter reaktiviert und fungierte bis zu seiner Pensionierung als 73-Jähriger, 1953, wiederum als Kabinettsdirektor der Bundespräsidenten [[Karl Renner]] (1945–1950) und [[Theodor Körner (Bundespräsident)|Theodor Körner]] (1951–1957); beide waren bei Amtsantritt über 70. Auch diesen beiden sozialdemokratischen Spitzenpolitikern diente er loyal und unauffällig. Sein Büro befand sich ab Oktober 1946 im Leopoldinischen Trakt der [[Hofburg]], da Renner entschieden hatte, den Amtssitz des Bundespräsidenten dorthin zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner beruflichen Tätigkeit wirkte Klastersky ab 1920 im [[Verein für Geschichte der Stadt Wien]] (Vorstandsmitglied, 1951–1961 Präsident). Außerdem war er 1954 / 1955 Präsident des Notrings der wissenschaftlichen Verbände Österreichs und Vizepräsident der Wiener Bibliophilengesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen das [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Große Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich]] und sein Offiziersrang des französischen Ordens der [[Ehrenlegion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Klasterskygasse&amp;#039;&amp;#039; in Wien-[[Favoriten]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
1951 wurde der junge Diplomat [[Bruno Kreisky]] auf Veranlassung von [[SPÖ]]-Vizekanzler [[Adolf Schärf|Schärf]], später selbst Bundespräsident, Körner als Kabinettsvizedirektor und als für die politische Seite der Amtsführung Zuständiger zugeteilt. Er erinnerte sich Jahrzehnte später, &amp;#039;&amp;#039;der Baron Klastersky&amp;#039;&amp;#039; habe &amp;#039;&amp;#039;um den Bundespräsidenten ein fast [[Habsburg|habsburgisches]] Zeremoniell entwickelt. … Renner und Körner haben objektiv davon profitiert, denn ihrem Ansehen diente es&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bruno Kreisky]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Zeiten. Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten&amp;#039;&amp;#039;, Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1986, ISBN 3-88680-148-9, S. 424&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kreisky: &amp;#039;&amp;#039;Im Strom der Politik. Der Memoiren zweiter Teil&amp;#039;&amp;#039;, Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1988, ISBN 3-218-00472-1, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schärf sah Klasterskys Tätigkeit kritischer. In einer politischen Studie, „Der Bundespräsident“, die er 1947  Renner und später Körner zu lesen gab, wandte er sich gegen die übergroße Betonung des Zeremoniells und gegen den Geist der „unpolitischen“ Präsidentschaftskanzlei, die &amp;#039;&amp;#039;noch vielfach in den Gedankengängen aus der Zeit Hainischs und Miklas&amp;#039;&amp;#039; lebe. Es gebe in der Dienststelle keinen betont sozialistisch gesinnten Beamten. Die einzigartige Verlängerung der gesetzlichen Dienstzeit für den Leiter der Kanzlei um fünf Jahre schaffe ein Beispiel für alle pensionsreifen Sektionschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schärf vertrat die Meinung, es wäre besser gewesen, 1945 nicht an die Vorkriegszeit anzuknüpfen, denn Miklas&amp;#039; Kanzlei sei von der Mitverantwortung für Miklas&amp;#039; schwache Amtsführung nicht frei. Das wirklichkeitsfremde Zeremoniell behindere den Bundespräsidenten in seinen verfassungsmäßigen Aufgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric C. Kollman: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Körner. Militär und Politik&amp;#039;&amp;#039;, Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1973, ISBN 3-7028-0054-9, S. 361 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1924: [[Komtur (Ordenskunde)|Komtur]] mit Stern des [[Gregoriusorden|Päpstlichen Ritterordens des heiligen Gregors des Großen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Acta Apostolicae Sedis|AAS]] 17 (1925), n. 1, p. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Wilhelm Klastersky&amp;#039;&amp;#039;; in: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Verein für Geschichte der Stadt Wien]], Wien, Nr. 17 / 1962&lt;br /&gt;
* [[Felix Czeike]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Ha–La.&amp;#039;&amp;#039; Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 523.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.at/books?id=ttuw3aVpPeQC&amp;amp;pg=PA48&amp;amp;lpg=PA48&amp;amp;dq=Wilhelm+Klastersky&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=h07Fn4jCKf&amp;amp;sig=Sn_33YCuetrk7T5s6qpoc9-4xZg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#PPA48,M1 Zwischen Staat und Wirtschaft] Das Kuratorium vor seiner Auflösung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1019150300|VIAF=226431016}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klastersky, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur mit Stern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Falkenordens (Kommandeur mit Stern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klastersky, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Klastersky, Wilhelm Edler von Festenstamm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juli 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Dezember 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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