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	<title>Wilhelm Kinkelin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:37:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Kinkelin&amp;diff=1537163&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Literatur ergänzt; kleine inhalltiche Ergänzung; Formalien</title>
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		<updated>2025-08-12T09:35:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt; kleine inhalltiche Ergänzung; Formalien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Kinkelin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. August]] [[1896]] in [[Pfullingen]]; † [[18. Oktober]] [[1990]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;Lebensdaten nach: &amp;#039;&amp;#039;Staatliche Förderung und wissenschaftliche Unabhängigkeit der Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1995, S. 241&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Mediziner, der noch vor der nationalsozialistischen „[[Machtergreifung]]“ in die [[Sturmabteilung]] (SA) eintrat, und ab 1937 in verschiedenen Funktionen im [[Rasse- und Siedlungshauptamt]], im Stab des [[Reichsbauernführer]]s, im [[Reichssicherheitshauptamt]] und im [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete]] (RMfdBO) arbeitete. Ab 1943 war er Leiter des Amtes „Blutpflege und Rassenkultur“ im [[Reichsamt für Agrarpolitik]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Sein höchster Dienstgrad war [[SS-Brigadeführer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;zellhuber&amp;quot;&amp;gt;Andreas Zellhuber: &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu …“. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;. Vögel, München 2006, S. 112. ISBN 3-89650-213-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben arbeitete er in der [[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]] und betätigte sich vor und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als [[Schwaben|schwäbischer]] [[Heimatforscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Martin Kinkelin war bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] 18 Jahre alt und wurde 1914 als Kriegsteilnehmer mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Krieg studierte er von 1920 bis 1925 Medizin an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] und der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{DDB|Objekt|2UPW7FVZE6DMVK5KYRZKYDJWNKOWPWOY?}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1920 war er Mitglied der [[Studentenverbindung]] &amp;#039;&amp;#039;Lichtenstein Tübingen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Lichtenstein e.V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Tübinger Lichtenstein 1873–1933.&amp;#039;&amp;#039; 1933, Seite 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Studium arbeitete als Landarzt im schwäbischen [[Gönningen]]; er wurde 1926 mit einer medizinischen Dissertation an der Universität Tübingen [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kinkelin: &amp;#039;&amp;#039;Befunde an eineiigen und zweieiigen Zwillingen&amp;#039;&amp;#039;. Inaugural -Diss. Tübingen, msch. M. Tübingen 1926 (Tübingen UB-UM 2403).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1930 trat Kinkelin in die [[Sturmabteilung|SA]] ein; zum 1. April 1931 schloss er sich der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] an ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 509.411).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20160642&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1935 war Kinkelin im Stab des Reichsbauernführers [[Walther Darré]] tätig. 1937 trat Kinkelin in die [[Schutzstaffel|SS]] über (SS-Nummer 275.990) und arbeitete im [[SS-Hauptämter#Rasse- und Siedlungshauptamt|Rasse- und Siedlungshauptamt]] der SS mit. Im Mai 1936 wurde Kinkelin Vizepräsident in der [[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]], ohne dass seine Zuständigkeit näher festgelegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael H. Kater]]: &amp;#039;&amp;#039;Das „Ahnenerbe“ der SS 1935–1945: Ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 2005, S. 27. ISBN 3-486-57950-9. (4. Auflage, ursprünglich 1966 erschienen.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum November 1936 übernahm er im [[Reichsnährstand]] die Stabshauptabteilung F („Bauerntumskunde und bäuerliches Standeswesen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde Kinkelin Hauptamtsleiter im [[Reichsnährstand|Stab des Reichsbauernführers]], im August 1940 wurde er zum [[SS-Oberführer]] befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zellhuber&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1941 war er gleichzeitig im Stab des [[Reichssicherheitshauptamt]]es und im [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete]] (RMfdbO) tätig, wo er unter der Leitung des NS-Chefideologen [[Alfred Rosenberg]] als Abteilungsleiter in der Hauptabteilung I (Politik) für die [[Ukraine]] verantwortlich war (Abteilung I/3 Ukraine). Gleichzeitig verantwortete er die Abteilung I/7 („Volkstum und Siedlung“).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Die Einsatzgruppe A der Sicherheitspolizei und des SD 1941/42&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1981. Zitiert nach Andreas Zellhuber: &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu …“. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;. Vögel, München 2006, S. 108, Abb. 8. ISBN 3-89650-213-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein direkter Vorgesetzter war der Hauptabteilungsleiter [[Georg Leibbrandt]], daneben waren seine Hauptansprechpartner im RMfdbO der Abteilungsleiter [[Otto Bräutigam]] (Abteilung Allgemeine Politik) und [[Erich Koch]], Reichskommissar für die Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wurde Kinkelin zum [[Ministerialdirigent]]en ernannt und leitete von nun an das Amt „Blutpflege und Rassenkultur“ im [[Reichsamt für Agrarpolitik]] der NSDAP. Im Juni 1943 wurde Kinkelin zum [[SS-Brigadeführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heimatforschung ==&lt;br /&gt;
Kinkelin betätigte sich als schwäbischer Heimatforscher, er veröffentlichte einen Aufsatz über das „[[Blutgericht zu Cannstatt]]“ (1935),&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kinkelin: &amp;#039;&amp;#039;Cannstatt. Die Tragödie des schwäbischen Stammes&amp;#039;&amp;#039;. In: Odal, Verlag „Zeitgeschichte“, Berlin 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Heimatbuch zu [[Pfullingen]] (1937)&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kinkelin: &amp;#039;&amp;#039;Pfullingen. Ein Heimatbuch der Stadt Pfullingen anläßlich der Tausendjahrfeier 937–1937&amp;#039;&amp;#039;. Stadtgemeinde Pfullingen, Reutlingen 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eines zu [[Gönningen]] (1952).&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kinkelin: &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch Gönningen. Aus Anlaß der 860-Jahrfeier&amp;#039;&amp;#039;. Moegle, Gönningen 1952.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Pfullinger Heimatbuch wurde 1956 in überarbeiteter Form erneut veröffentlicht. Kinkelin betonte darin vor allem die germanische Frühzeit des schwäbischen Stammes. Das Buch wurde vom Historiker [[Klaus Graf (Historiker)|Klaus Graf]], der sich auf den Pfullinger Heimatforscher Hermann Taigel stützte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Taigel: &amp;#039;&amp;#039;Lokalgeschichte im „Dritten Reich“ – Wilhelm Kinkelins Pfullinger Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 44 (1993), S. 113–121 ([http://www.schwaben-kultur.de/cgi-bin/getpix.pl?obj=000000555/00110606&amp;amp;typ=orig online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; als „krude Geschichtsklitterung der [[Blut-und-Boden-Ideologie]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Graf: &amp;#039;&amp;#039;Zur Verherrlichung des Schwabenlandes. Die Beschäftigung mit Sagen im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Manfred Bosch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwabenspiegel. Literatur vom Neckar bis zum Bodensee 1800–1950.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2,1, Biberach 2006, ISBN 3-86142-405-3, S. 279–309 ([https://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3459/pdf/Graf_schwabensagen.pdf erweiterte Version]; hier S. 42).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine kritische Darstellung Wilhelm Kinkelins als Heimatforscher hat Hermann Taigel 1999 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Pfullinger Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1999, Heft 10, S. 37–67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kinkelins Schrift &amp;#039;&amp;#039;Cannstatt&amp;#039;&amp;#039; (1935) wurde in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-k.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Dornheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Beamte, Adjutanten, Funktionäre. Personenlexikon zum Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsnährstand.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-040086-3, S. 227.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116175400}}&lt;br /&gt;
* [https://ns-reichsministerien.de/2021/03/03/wilhelm-kinkelin/ Kurzbiografie] – [https://ns-reichsministerien.de/ Projekt „Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116175400|VIAF=64751400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kinkelin, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Pfullingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirigent (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatforscher (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarpolitiker (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kinkelin, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kinkelin, Wilhelm Martin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Nationalsozialist, SS-Brigadeführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. August 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pfullingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pfullingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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