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	<title>Wilhelm Hertenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Hertenstein, Wilhelm (1825-1888)-Portr 16191-005-AL-FL.tif|mini|hochkant|Wilhelm Hertenstein (ca. 1886)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Friedrich Hertenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Mai]] [[1825]] in [[Kyburg ZH|Kyburg]]; † [[27. November]] [[1888]] in [[Bern]], [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in Kyburg) war ein [[Schweiz]]er [[Oberförster|Forstmeister]], [[Offizier]] und [[Politiker]]. Im [[Kanton Zürich]] war er ab 1858 Mitglied des [[Kantonsrat (Zürich)|Kantonsrats]], ab 1872 gehörte er der [[Regierungsrat des Kantons Zürich|Kantonsregierung]] an. Ebenfalls ab 1872 vertrat er seinen Kanton im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]], ab 1878 im [[Ständerat]]. Als Vertreter des liberalen Zentrums (der heutigen [[FDP.Die Liberalen|FDP]]) wurde er 1879 in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt. Bis zu seinem Tod leitete er das [[Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport|Militärdepartement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Beruf und Militär ===&lt;br /&gt;
Er war das drittälteste von vier Kindern des kantonalen [[Oberförster|Forstmeisters]] Jakob Hertenstein; seine Mutter starb, als er sieben Jahre alt war. Von 1837 bis 1842 besuchte Hertenstein die [[Industrieschule]] in [[Zürich]], daraufhin erlernte er von seinem Vater das Handwerk des [[Förster]]s. Nach einem Praktikum im [[Schwarzwald]], das er zusammen mit dem nachmaligen Professor und zürcherischen Oberforstmeister [[Elias Landolt (Forstwissenschaftler)|Elias Landolt]] besuchte, absolvierte er Lehrgänge an den Forstschulen in [[Universität Hohenheim|Hohenheim]] (Württemberg) und [[Forstliche Hochschule Tharandt|Tharandt]] (Sachsen). 1847 erhielt er das Diplom als Forstmeister, 1853 heiratete er Katharina Elisabetha Thalmann, mit der er zwei Kinder hatte. 1855 übernahm Hertenstein von seinem Vater den Posten als Forstmeister des Kreises II in [[Fehraltorf]] und übte diese Tätigkeit die folgenden 17 Jahre aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigg173&amp;quot;&amp;gt;Sigg: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Sonderbundskrieg]]s im November 1847 trat Hertenstein als [[Leutnant]] der Artillerie in Erscheinung. Zum [[Major]] befördert, führte er im Sommer 1861 zwei Batterien Gebirgsartillerie über den Forcellinapass, was als Bravourstück galt. Von 1866 bis 1872 war er Waffenchef der Zürcher Artillerie und parallel dazu von 1869 bis 1872 Waffenchef der Kavallerie. 1872 folgte die Beförderung zum [[Oberst]]en, von 1875 bis 1877 hatte er das Kommando der VII. Artilleriebrigade inne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigg173&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Hertenstein wurde 1872 in den [[Regierungsrat (Zürich)|Zürcher Regierungsrat]] gewählt. In diesem ansonsten völlig von den [[Demokratische Partei (Schweiz)|Demokraten]] dominierten Gremium war er der einzige Vertreter der Liberalen. Zunächst leitete er die Militärdirektion, von 1875 bis 1877 die Baudirektion und anschliessend wieder die Militärdirektion. In seine Amtszeit fällt der Bau der [[Kasernenareal (Zürich)|Kaserne Zürich]] in der damals noch eigenständigen Vorortsgemeinde [[Aussersihl]]. Er steigerte die Beliebtheit der freiwilligen Schiesskurse und förderte den militärischen Vorunterricht in Form des [[Kadett]]enwesens.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigg: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 173–174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu war Hertenstein auch auf nationaler Ebene politisch aktiv. Er kandidierte bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 1872|Parlamentswahlen 1872]] und wurde im zweiten Wahlgang zu einem der fünf Vertreter des [[Nationalratswahlkreis Zürich-Südwest|Wahlkreises Zürich-Südwest]] im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] gewählt. Zwar gehörte er der gemässigt liberalen Gruppe um den einflussreichen «Eisenbahnkönig» [[Alfred Escher]] an, doch bewies er Eigenständigkeit. Er trat weniger als Führungspersönlichkeit in Erscheinung, sondern als sachbezogener, den Konsens suchender Politiker. Nach den Wahlen von 1878 wechselte er in den [[Ständerat]], dem er jedoch nur wenige Wochen angehörte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigg174&amp;quot;&amp;gt;Sigg: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod vom [[Johann Jakob Scherer]] am 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 1878 war ein Sitz im [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] frei geworden. Die Zürcher Demokraten fanden keinen geeigneten Nachfolger, weshalb Alfred Escher und [[Emil Welti]] stattdessen in diskreter Weise den eben erst zum Ständerat gewählten Hertenstein vorschlugen. Am 21.&amp;amp;nbsp;März 1879 setzte sich dieser bereits im ersten Wahlgang durch und erhielt 92 von 167 abgegebenen Stimmen. Auf seinen linksfreisinnigen Gegenkandidaten [[Emil Frey (Politiker, 1838)|Emil Frey]] entfielen 63 Stimmen, auf weitere Personen 12 Stimmen. &amp;#039;&amp;#039;[[Der Landbote]]&amp;#039;&amp;#039; kritisierte die Wahl; Hertenstein sei lediglich ein Verlegenheitskandidat gewesen und repräsentiere das «alte System» der Kantonshauptstadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigg174&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Während seiner gesamten Amtszeit stand Hertenstein dem [[Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport|Militärdepartement]] vor. Er setzte die 1875 begonnene Militärorganisation weiter um, die eine verstärkte Kontrolle der kantonalen Heere durch den Bund mit sich brachte. Trotz Widerständen gelang es ihm, das Militärbudget von 11 auf 16 Millionen Franken zu erhöhen. Es gelang ihm auch, eine einheitliche Ausbildung, Ausrüstung und Bewaffnung voranzutreiben. Weitere Neuerungen waren die Einführung von [[Infanterie]]-Unteroffiziersschulen, die Neubewaffnung der Artillerie und ein Bauprogramm für Festungsanlagen. Er setzte sich auch für die bessere Ausbildung und Verpflegung der Truppen ein. Als er 1880 Wiederholungskursen für die [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] einführen wollte, lehnten die anderen Bundesräte den erforderlichen Kredit zunächst ab, doch setzte er sich schliesslich in dieser Sache ebenfalls durch.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigg: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 174–175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bundesratswahl 1881 wurde Hertenstein erneut durch eine Kandidatur von Emil Frey bedrängt, behielt aber mit 95 zu 75 Stimmen die Oberhand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Grieder |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Emil Frey |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=195}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die weiteren Bestätigungswahlen verliefen problemlos, 1887 schaffte er sogar das beste Ergebnis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigg174&amp;quot; /&amp;gt; 1888 amtierte er als [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]. Da [[Numa Droz]] das bisher geltende Rotationsprinzip beim Amt des Aussenministers durchbrochen hatte und Vorsteher des [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politischen Departements]] blieb, erfolgte kein Departementswechsel. Im November desselben Jahres erkrankte Hertenstein schwer. Eine Blutstauung machte die Amputation eines Unterschenkels erforderlich, an deren Folgen er starb. Er ist der erste Bundespräsident, der seine Amtszeit nicht regulär beenden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigg: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 175–176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|3645|Autor=Otto Sigg}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Otto Sigg]] |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Wilhelm Hertenstein |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=173–176}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|2312189}}&lt;br /&gt;
* [https://nb-helveticat.primo.exlibrisgroup.com/discovery/search?query=any,contains,%22Wilhelm%20Friedrich%20Hertenstein%22&amp;amp;tab=LibraryCatalog&amp;amp;search_scope=Helveticat&amp;amp;vid=41SNL_51_INST:helveticat&amp;amp;lang=de&amp;amp;offset=0 Publikationen von und über Wilhelm Friedrich Hertenstein] im Katalog Helveticat der [[Schweizerische Nationalbibliothek|Schweizerischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Johann Jakob Scherer]]|NACHFOLGER=[[Walter Hauser (Politiker, 1837)|Walter Hauser]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1879–1888}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schweizer Verteidigungsminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030051097|VIAF=295637240}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hertenstein, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständerat (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsrat (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstmeister (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hertenstein, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hertenstein, Wilhelm Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Mai 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kyburg ZH]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 1888&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Enhancing999</name></author>
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