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	<title>Wilhelm Havers - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T20:25:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-11-16T13:49:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Maria Hubert Havers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Januar]] [[1879]] in [[Aachen]]; † [[2. März]] [[1961]] in [[Wien]]) war ein deutsch-österreichischer [[Sprachwissenschaft]]ler, speziell [[Indogermanistik|Indogermanist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Wilhelm Havers wurde am 5. Januar 1879 in [[Aachen]] als Sohn des Hauptlehrers Johann Josef Havers (1849–1928) und seiner Ehefrau Maria Agnes Havers (geborene Spiertz, 1851–1879) geboren. Nach dem Abschluss des [[Kaiser-Karls-Gymnasium]]s in seiner Heimatstadt Ostern 1899 widmete sich Havers dem Studium der [[Philologie]] und [[Sprachwissenschaft]] in [[Tübingen]], [[München]] und [[Münster]]. 1903 absolvierte Havers das Staatsexamen für [[Klassische Philologie]] an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Universität Leipzig]], in der damaligen „Hauptstadt“ der Indogermanistik, setzte Havers von 1903 bis 1905 sein Studium fort. Am 13. Dezember 1905 wurde er mit einer Dissertation über &amp;#039;&amp;#039;Das Pronomen der Jener-Deixis im Griechischen&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. In seinem Lebenslauf im Anhang zu seiner Dissertation nennt er folgende Lehrer: „Es unterrichteten ihn folgende Herren Professoren: Bohnenberger, Brugmann, v. Christ, Furtwängler, v. Herzog, Hirt, Hosius, Jostes, Kuhn, Leskien, Lindner, Marquart, Meister, v. Müller, Paul, v. Schwabe, Schmid, Sievers, Sonnenburg, Stahl, Storck (†), Streitberg, Weymann, Windisch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten ein [[Studienseminar|Seminarjahr]] von Ostern 1905 bis Ostern 1906, das zweijährige [[Lehramtsreferendariat|Schul-Probejahr]] von [[Ostern]] 1906 bis Ostern 1908 sowie der einjährige [[Militärdienst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Dennoch fand Havers im Studienjahr 1908/1909 Zeit, seine Studien an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Berlin]] zu vertiefen. Am 18. Dezember 1909 [[Habilitation|habilitierte]] sich Havers mit &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Kasussyntax der indogermanischen Sprachen&amp;#039;&amp;#039; bei [[Albert Thumb]] an der [[Universität Straßburg]]. Am 2. Mai 1913 erfolgte auf Betreiben [[Karl Brugmann]]s die [[Umhabilitation]] nach [[Leipzig]]. An beiden Universitäten – Straßburg und [[Universität Leipzig|Leipzig]] – lehrte er in den Jahren von 1909 bis 1915 als [[Privatdozent]]. Im Jahre 1914 wurde Havers als [[Reserveoffizier|Leutnant der Reserve]] zum [[Kriegsdienst]] eingezogen. Gleich zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde er verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1915 erreichte ihn die Berufung an die [[Universität Bern]] als [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für indogermanische [[Sprachwissenschaft]] und [[Klassische Philologie]]. Da er zunächst weiterhin Dienst als [[Offizier]] leisten musste, konnte er dem Ruf erst im Herbst 1917 nachkommen. Am 22. Jänner 1917 heiratete Wilhelm Havers Maria Christina, geborene Ommer. Ihnen wurden vier Kinder geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am 21. Juli 1920 erhielt Havers einen Ruf an die [[Universität Würzburg]], dem er am 1. Oktober 1920 Folge leistete. Am 1. Oktober 1929 wechselte Havers als Ordinarius an die [[Universität Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wiener Jahre ===&lt;br /&gt;
Schließlich folgte er am 1. Oktober 1937 [[Paul Kretschmer (Linguist)|Paul Kretschmer]] als Ordinarius für [[Indogermanische Sprachwissenschaft|Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft]] an der [[Universität Wien]] nach, wo er wegen einer längeren [[Vakanz]] in den 1940er Jahren auch die [[Anglistik]] mitbetreute. Havers war Mitglied im [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbund]], in der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt]] und im [[Reichsluftschutzbund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle, Hans Pfefferle: &amp;#039;&amp;#039;Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren&amp;#039;&amp;#039;. Vienna University Press, Wien 2014, ISBN 978-3-8471-0275-5, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass er jedoch der für ihn als Hochschullehrer „zuständigen“ NS-Organisation, dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund]], nicht angehörte, lässt auf Distanz zum NS-Regime schließen. Dafür spricht auch, dass er in die „Sonderkommission“ berufen wurde, die 1945/1946 über Maßregelungen von NS-nahen Professoren entschied.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle, Hans Pfefferle: &amp;#039;&amp;#039;Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der [[Universität Wien]] von 1944 in den Nachkriegsjahren&amp;#039;&amp;#039;. Vienna University Press, Wien 2014, S. 77 und 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Havers selbst war zuvor als unbelastet („nicht beanstandet“) eingestuft worden, so dass er kein [[Entnazifizierung]]sverfahren durchlaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle, Hans Pfefferle: &amp;#039;&amp;#039;Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren&amp;#039;&amp;#039;. Vienna University Press, Wien 2014, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 wurde Havers, nach seinem Übertritt in den Altersruhestand, der Titel eines Honorarprofessors verliehen. Dadurch wurde es möglich, in Wien weiterhin das Studium der Indogermanistik anzubieten. Zu jener Zeit war in Österreich kein geeigneter Nachfolger verfügbar, und Berufungen aus dem Ausland waren damals de facto ausgeschlossen. Havers erfüllte diese Aufgabe bis zu seiner endgültigen Emeritierung 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Havers starb nach zahlreichen Ehrungen am 2. März 1961 in Wien. Er wurde am [[Sieveringer Friedhof]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedhoefewien.at/grabsuche?submitHidden=true&amp;amp;name=Wilhelm%20Havers&amp;amp;jdb_von=1961&amp;amp;jdb_bis=1961&amp;amp;friedhof=038 Grabstelle Wilhelm Havers], Wien, Sieveringer Friedhof, Gruppe 28, Reihe 1, Nr. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Havers heiratete eine Frau namens Maria, geborene Ommers, die aus [[Lindlar]] kam. Sie war eine Tochter des Bäckers, Kleinhändlers und Gastwirts Karl Ommer (1857–1948) und eine Enkelin des Gastwirts Christian Ommer (1820–1900). Aus dieser Ehe stammte der Sohn [[Leo Havers]] (1919–1989), der als Professor für Anästhesie an der [[Universität Bonn]] den ersten dortigen Bereich für Anästhesie aufbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Carstensen: &amp;#039;&amp;#039;Ein Humanist und Gentleman diente Medizin und Kultur – Prof. Leo Havers – Arzt und Freund der Heimat, mit Lindlar verbunden.&amp;#039;&amp;#039; Rheinisch-Bergischer Kalender 1992. Heider-Verlag Bergisch Gladbach. Seite 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1959 [[Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
* 1960 [[Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Kasussyntax der indogermanischen Sprachen&amp;#039;&amp;#039;. Trübner, Straßburg 1911.&lt;br /&gt;
* Die Unterscheidung von Bedingungen und Triebkräften beim Studium der menschlichen Rede. Carl Winter, Heidelberg 1928 (Sonderdruck aus: &amp;#039;&amp;#039;[[Germanisch-Romanische Monatsschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 16 (1928), S. 13–31).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der erklärenden Syntax. Ein Versuch zur Erforschung der Bedingungen und Triebkräfte in Syntax und Stilistik&amp;#039;&amp;#039;. Carl Winter, Heidelberg 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neuere Literatur zum Sprachtabu&amp;#039;&amp;#039; (= [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften in Wien]], Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte, 223. Band, 5. Abhandlung). Rohrer, Wien 1946.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehung eines sogenannten sakralen u-Elementes in den indogermanischen Sprachen&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1947 (Sonderdruck aus: &amp;#039;&amp;#039;Anzeiger der Philosophisch-Historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 15 (1947), S. 139–165).&lt;br /&gt;
Weiterhin schrieb Wilhelm Havers rund 50 Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|137|138|Havers, Wilhelm|[[Georg Renatus Solta]]|118709267}}&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kronasser]]: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Wilhelm Havers. Zur Vollendung des achtzigsten Lebensjahres&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, {{ISSN|0376-401X}}). Harrassowitz, Wiesbaden / Verlag der Wiener Sprachgesellschaft, Wien 1960, Swets &amp;amp; Zeitlinger, Amsterdam 1966 [©1949] {{OCLC|18810521}} (Deutsch, Englisch, Französisch, First published in 1949 as separate publication of the &amp;#039;&amp;#039;„[[Die Sprache]]“, Zeitschrift für Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 1).&lt;br /&gt;
* Roman Pfefferle, Hans Pfefferle: &amp;#039;&amp;#039;Glimpflich entnazifiziert, die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren, mit Professorenportraits&amp;#039;&amp;#039; (= [[Universität Wien]], Archiv: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Archivs der Universität Wien&amp;#039;&amp;#039;, Band 18), V &amp;amp; R Unipress, Göttingen / Vienna University Press, Wien 2014, ISBN 978-3-8471-0275-5 / ISBN 978-3-8470-0275-8 (Online-Ausgabe als [[E-Book]], kostenpflichtig), S. 77, 94, 116, 290.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118709267}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|havers_w|W|1913|S|1914}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klassische Philologie in Bern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118709267|LCCN=n81040598|VIAF=302022436}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Havers, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bern)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Havers, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Havers, Wilhelm Maria Hubert&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Sprachwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Januar 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. März 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MFM</name></author>
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