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	<title>Wilhelm Hartke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-11-30T20:38:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Hartke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. September]] [[1879]] in [[Fürstenau]];&amp;lt;ref&amp;gt;Handbuch der deutschen Wissenschaft, Bd. 2: Biographisches Verzeichnis, 1949&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[8. April]] [[1966]] in [[Ost-Berlin]]) war ein deutscher [[Altphilologe]], [[Religionshistoriker]] und [[Theologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Hartke studierte seit 1897 [[Klassische Philologie]] und [[Religionswissenschaft]] an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]], der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] und der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]]. Seine akademischen Lehrer waren unter anderem [[Erwin Rohde]], [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]], [[Hermann Diels]] und [[Hermann Usener]]. Die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] erfolgte 1901 bei [[Franz Bücheler]] zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Sit tibi terra levis formulae quae fuerint fata&amp;#039;&amp;#039;, ein Jahr später folgte das Staatsexamen. Hartke sah sich selbst der altphilologischen „Bonner Schule“ zugehörig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Altertum8&amp;quot;&amp;gt;Hartke: &amp;#039;&amp;#039;Vier urchristliche Parteien und ihre Vereinigung zur apostolischen Kirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Altertum]]&amp;#039;&amp;#039;, 8, 1962, S. 229&amp;lt;/ref&amp;gt; 1899 kam er mit dem sozialdemokratischen Pfarrer und Landtagsabgeordneten [[Christoph Blumhardt]] in Kontakt, der auf Hartke nachhaltigen Eindruck hatte. In seinem Umkreis lernte er unter anderem auch [[Clara Zetkin]] und [[Georg Ledebour]] kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartke begann zunächst als Lehrer zu arbeiten. Für den [[Teubner-Verlag]] schrieb er zusammen mit [[Gerhard Michaelis (Philologe)|Gerhard Michaelis]] das Lehrbuch&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hs-augsburg.de/~harsch/Ludus/lud_port.html &amp;#039;&amp;#039;Ludus Latinus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Latein]]ischen Sprache, das bis in die ersten Jahre der [[Zeit des Nationalsozialismus|Nazidiktatur]] (1938) und in der Nachkriegszeit ([[Ernst Klett Verlag]]) Standardwerk im deutschsprachigen Raum war. Kurz vor dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] reichte Hartke seine theologische [[Dissertation]] an der Universität Bonn mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung und die ältesten Ausgaben der Paulusbriefe&amp;#039;&amp;#039; ein. Schon kurz nach seiner Einberufung zum Militär wurde er verletzt und konnte während der [[Rekonvaleszenz]] 1917 seine zweite Promotion abschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Weimarer Republik]] gehörte Hartke zum Kreis des Schulreformers [[Adolf Grimme]]. Während der ihm verhassten Nazidiktatur schloss er sich dem [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]] an. Er gehörte zur Widerstandsgruppe „[[Europäische Union (Widerstandsgruppe)|Europäische Union]]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=44418142 |Titel=„Sie sind entlassen, Genosse“. Erinnerungen des Ost-Berliner Marxisten Robert Havemann |Jahr=1970 |Nr=40 |Seiten=177}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde als Gegner des Naziregimes ins Zuchthaus gesperrt. In dieser Zeit rettete Hartkes Frau mehrfach dessen wissenschaftliche Unterlagen bei den alliierten Luftangriffen. Nach dem Krieg gehörte er neben [[Wilhelm Heise (Pädagoge)|Wilhelm Heise]] und [[Heinrich Deiters (Pädagoge)|Heinrich Deiters]] zu den theoretischen Köpfen der Schulreform in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ).&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseBMS |Autor=Günter Wirth |Titel=Die Kantgesellschaft – ein Forum geistiger Auseinandersetzung |ID=proe |Nr=7 |Jahr=1997 |Seite=22–31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Ende 1947 fungierte er als Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Hauptabteilung für Volksbildung, Wissenschaft und Kunst&amp;#039;&amp;#039; des gleichnamigen Ministeriums in der Provinz-/Landesregierung der SBZ. Dabei war er ein Befürworter der von weiten Teilen der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] abgelehnten Alten Sprachen in der schulischen Bildung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hartke: &amp;#039;&amp;#039;Die C-Klassen im Lehrplan der Oberschulen der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Altertum&amp;#039;&amp;#039;, 3, 1957, S. 187 f. {{LuiseBMS |Autor=Anke Huschner |Titel=Strukturwandel im Schulsystem der Regionen Berlin und Brandenburg |ID=proe |Nr=11 |Jahr=1997 |Seite=20–25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er gehörte seit 1947 dem Kuratorium der &amp;#039;&amp;#039;Stiftung [[Joachimsthalsches Gymnasium]] zu [[Templin]]&amp;#039;&amp;#039; an, deren erster Kuratoriumsvorsitzender [[Kurt Grünbaum]], Regierungsdirektor im Finanzministerium der Provinzialregierung Brandenburg, war.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Wegener: &amp;#039;&amp;#039;Das Joachimsthalsche Gymnasium - die Landesschule Templin. Ein Berlin-Brandenburgisches Gymnasium im Mahlstrom der deutschen Geschichte 1607–2007&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2007, ISBN 978-3-929829-62-4, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartkes Hauptwerk war das 1961 erschienene &amp;#039;&amp;#039;Vier urchristliche Parteien und ihre Vereinigung zur apostolischen Kirche&amp;#039;&amp;#039;, an dem er einschließlich der Vorarbeiten etwa 60&amp;amp;nbsp;Jahre gearbeitet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Altertum8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Hartkes Sohn [[Werner Hartke]] war ebenfalls Altphilologe, sein Sohn [[Wolfgang Hartke]] war Geograph.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Borcherdt: &amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Hartke zum 80. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Erdkunde&amp;#039;&amp;#039;, 42, 1988, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Simone Hannemann: &amp;#039;&amp;#039;Robert Havemann und die Widerstandsgruppe „Europäische Union“: eine Darstellung der Ereignisse und deren Interpretation nach 1945: eine Studie,&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs&amp;#039;&amp;#039;, Band 6. Robert-Havemann-Gesellschaft, 2001, ISBN 3-9804920-5-2, S. 155.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1042801215}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-augsburg.de/~harsch/Ludus/lud_port.html Ludus Latinus] auf hs-augsburg.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1042801215|LCCN=no2007033548|VIAF=12775905}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hartke, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäische Union (Widerstandsgruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hartke, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Altphilologe, Religionshistoriker und Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. September 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fürstenau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. April 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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