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	<title>Wilhelm Grobben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Grobben&amp;diff=2466695&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Socius sociologicus: /* Werk */ Link auf Hauptartikel</title>
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		<updated>2025-05-14T08:45:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk: &lt;/span&gt; Link auf Hauptartikel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grobben, Wilhelm.jpg|miniatur|Wilhelm Grobben (um 1935)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Grobben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1895]] in [[Kempen]]; † [[29. Oktober]] [[1944]] in [[Bad Wildungen]]) war ein deutscher [[Mundartdichter]] und aktiver [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Volksschule]] und des [[Lehrerseminar]]s in Kempen strebte Grobben den Beruf des Volksschullehrers an. Ab 1914 nahm er als [[Freiwilliger (Militär)|Kriegsfreiwilliger]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil und zog sich im letzten Kriegsjahr eine schwere Verwundung zu, die zu einer Beinamputation führte. Als Folge seiner Verletzung lag er, mit einer kurzen Unterbrechung einer Lehrertätigkeit 1919 in [[Sonsbeck]], sechs Jahre in verschiedenen [[Lazarett]]en, bis er 1925 als Lehrer nach Kempen ging. 1928 wurde er Leiter der Kempener [[Förderschule (Deutschland)|Hilfsschule]] und 1936 [[Rektor]] der dortigen städtischen Knabenvolksschule. 1932 wurde Grobben Mitglied beim [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]], zum 1. Mai 1933 trat er dann in die [[NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 3.476.050).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11981121&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Partei war er durchaus aktiv. Bei der Mitgliederversammlung der [[NSDAP-Ortsgruppe]] Kempen verbreitete sich Grobben 1934 „in längeren Ausführungen über die Ziele der [[Kampfbund für deutsche Kultur|NS-Kulturgemeinde]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Niederrheinisches Tageblatt.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 62. Nr. 240 vom 13. Oktober 1934, S. (3) ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2218672 online] bei [[Zeitungsportal NRW]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab 1935 ist er als NS-Kreiskulturwart nachzuweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Niederrheinisches Tageblatt.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 121 vom 24. Mai 1935, S. (3) unter &amp;#039;&amp;#039;Oedt&amp;#039;&amp;#039; ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2220854 online] bei Zeitungsportal NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937/1938 war er 20 Monate lang [[Ortsgruppenleiter]] der NSDAP in Kempen. 1944 starb Grobben im Alter von 49 Jahren während eines Kuraufenthaltes an einer [[Nephritis|Nierenentzündung]] in Bad Wildungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Die Muße des langjährigen Lazarettaufenthalts hatte wohl in Wilhelm Grobben die Freude an der poetischen Gestaltung seiner Gedanken und Empfindungen über die Menschen seiner Vaterstadt, über ihre Vorzüge und Schwächen, über Liebesfreud und Liebesleid, über das niederrheinische Land, kurzum über all das, was es an Schauenswertem in seiner näheren Umgebung zu beobachten gab, geweckt. Seine [[Mundart]]-[[Lyrik]] ist in mehreren Gedichtbänden erschienen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ru-ese, Fletten on Destele.&amp;#039;&amp;#039; Wefers, Kempen 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ut Modder sin Järtche.&amp;#039;&amp;#039; Wefers, Kempen 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ut Boosch on Bengt on Bongert. Gedichte in niederrheinischer Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Wefers, Kempen 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;En Stöckske Hert.&amp;#039;&amp;#039; Völkischer Verlag, Düsseldorf 1940 (Neuauflage: Wissink, Kempen 1954).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Daudröppkes. Gedichte in niederrheinischer Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Verein Linker Niederrhein Kempen e.V., Krefeld 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Lyrik fand auch Verbreitung durch den Rundfunk. Unter anderem wurden am 13. März 1938 im Sonderprogramm des [[Westdeutscher Rundfunk Köln#Zeit des Nationalsozialismus|Reichssenders Köln]] zum [[Heldengedenktag]] Kriegsgedichte von Wilhelm Grobben vorgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rundfunkspiegel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münsterischer Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 117 vom 11. März 1938 (Morgenausgabe), S. (4) ([https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/5748212 online] bei Zeitungsportal NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Min Kempe&amp;#039;&amp;#039; ist eines seiner bekanntesten Gedichte. Grobben hat aber auch neben den Versen in Mundart eine große Anzahl Gedichte in [[Standarddeutsch|hochdeutscher]] Sprache verfasst, die aber ebenso wenig wie ein hochdeutsches [[Prosa]]werk veröffentlicht worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
Schon zu Lebzeiten wurde Wilhelm Grobben insbesondere durch seine Teilnahmen am Mundartdichter-Wettstreit um den „Goldenen Spatz von [[Wuppertal]]“ über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus bekannt. Nachdem er – für den [[Gau Düsseldorf]] nominiert – bereits 1937 und 1938 bei dem Wettstreit als Vertreter des niederrheinischen Sprachraums den Sieg jeweils nur knapp verpasst hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Hundt: &amp;#039;&amp;#039;Der Goldene Spatz von Wuppertal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kölnische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 311 vom 23. Juni 1937 (Abendblatt), S. 2 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/10619284 online] bei Zeitungsarchiv NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Um den goldenen Spatz. Der Abschluß des Mundartenwettstreites.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bergische Wacht.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 145 vom 28. Juni 1938, S. (6) ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4156422 online] bei Zeitungsportal NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt; und er im Anschluss an die Veranstaltung von 1938 zum Vorsitzenden einer im Auftrag der [[Reichsschrifttumskammer]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft der mundartlichen Dichter&amp;#039;&amp;#039; bestellt worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Velberter Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 174 vom 28. Juni 1938, S. (10) ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/1496134 online] bei Zeitungsarchiv NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte er 1939 seinen größten Erfolg feiern. Bei dem mittlerweile unter der Schirmherrschaft von [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda]] [[Joseph Goebbels]] stehenden reichsweiten Mundartdichter-Wettstreit errang er den mit 2000 RM dotierten ersten Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der „Goldene Spatz“ für Wilhelm Grobben. Ehrenvolle Auszeichnung für den niederheinischen Dichter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Niederrheinische Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 158 vom 13. Juni 1939, S. (1) ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2366560 online] bei Zeitungsportal NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dem Preisgeld stellte er 500 RM dem Landeskulturwalter zur Verfügung, um „notleidenden Schriftstellern und Künstlern zu helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wuppertal dankt den Mundartdichtern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kölnische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 290 vom 12. Juni 1939 (Abendblatt), S. 3 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/10845651 online] bei Zeitungsportal NRW).&amp;lt;/ref&amp;gt; An seinem zehnten Todestag war seiner noch mit einer großen Feierstunde im Kempener Kino gedacht worden, doch während der 1960er und 1970er Jahre mehrten sich kritische Stimmen wegen seiner politischen Tätigkeit während der [[NS-Zeit]] u.&amp;amp;nbsp;a. als Kreiskulturwart und [[Ortsgruppenleiter#Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Unabhängig von diesen seinen Aktivitäten stehen seine Verdienste um die Mundart-Arbeit außer Frage. 1964 hat die Stadt Kempen ob seiner Verdienste als Heimatdichter eine Straße nach ihm benannt und 1980 gab der [[Verein Niederrhein|Verein Linker Niederrhein]], dessen Vorsitzender er von 1939 an gewesen war, zur Würdigung seines Schaffens ein Buch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Daudröppkes&amp;#039;&amp;#039; heraus, in dem viele seiner früheren Arbeiten zusammengefasst sind.&lt;br /&gt;
2019 scheiterte ein Antrag auf Umbenennung der Wilhelm-Grobben Straße in Kempen an den Stimmen von CDU und FDP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jakob Hermes: &amp;#039;&amp;#039;Willi Grobben – eine Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das alte Kempen.&amp;#039;&amp;#039; Krefeld 1982, S. 199–201.&lt;br /&gt;
* Hans Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Kempen unterm Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1/Viersen 2013, ISBN 3-931242-20-X, S. 420–430.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kempen.de/C125757C00438AF1/html/3E989A77A5DD1428C1257658002949FC?openDocument Wilhelm-Grobben-Straße Webseite der Stadt Kempen]&lt;br /&gt;
* [https://rp-online.de/nrw/staedte/kempen/hauptausschuss-mit-mehrheit-fuer-beibehaltung-der-wilhelm-grobben-strasse-in-kempen_aid-47603871?output=amp Webseite der Rheinischen Post]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118974094X|VIAF=74322875}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grobben, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grobben, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mundartdichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kempen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Wildungen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Socius sociologicus</name></author>
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