<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wilhelm_Griesinger</id>
	<title>Wilhelm Griesinger - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wilhelm_Griesinger"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Griesinger&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T05:37:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Griesinger&amp;diff=44177&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Ärztliche und Lehrtätigkeit */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Griesinger&amp;diff=44177&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-05T20:04:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ärztliche und Lehrtätigkeit: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Griesinger.jpg|mini|Wilhelm Griesinger]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Griesinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juli]] [[1817]] in [[Stuttgart]]; † [[26. Oktober]] [[1868]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Innere Medizin|Internist]] sowie [[Psychiater]] und [[Neurologie|Neurologe]] und gilt als einer der Begründer der modernen, naturwissenschaftlich orientierten [[Psychiatrie]] im Gegensatz zur damals vorherrschenden [[Geisteswissenschaft|geisteswissenschaftlichen]] Auffassung. Er [[Postulat|postulierte]], ohne es beweisen zu können, dass psychische Erkrankungen Erkrankungen des Gehirns seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Wilhelm Griesinger ist Sohn von Karoline Luise Griesinger, geb. Dürr, und Gottfried Ferdinand Griesinger, Stiftungsverwalter des Hospitals in Stuttgart. Der Vater wurde durch den geisteskranken Klavierlehrer der Familie getötet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; details=&amp;quot;S. 315 zu Stw. „Tod des Vaters“;&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Irre&amp;#039;&amp;#039;. Zur Sozialgeschichte und Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie. (1969) Fischer Taschenbuch, Bücher des Wissens, Frankfurt / M 1975, ISBN 3-436-02101-6:&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 16&amp;amp;nbsp;Jahren legte Griesinger 1834 sein [[Abitur]] ab und schrieb sich im selben Jahr als Medizinstudent an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] ein. Dort geriet er in Konflikt mit der Professorenschaft und Universitätsverwaltung durch sein politisches Engagement in dem aus der [[Burschenschaft]] hervorgegangenen Corps Guestphalia&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Bauer (Historiker)|Erich Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Guestphalia I und II zu Tübingen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung 17&amp;#039;&amp;#039; (1962), S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;, da er öffentlich vor Universitätsmitgliedern für ein freies, einiges und republikanisches Deutschland eintrat, aber auch durch seine kritischen Äußerungen gegenüber der in Tübingen gelehrten [[Romantische Medizin|romantischen Medizin]], die Griesinger als „spekulativ“ zurückwies. Er weigerte sich, die psychiatrischen Vorlesungen des Naturphilosophen [[Carl August von Eschenmayer]] zu hören, und zog die Lektüre des Physiologen [[Johannes Peter Müller]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; details=&amp;quot;S. 315 zu Stw. „C. A. Eschenmayer“;&amp;quot; /&amp;gt; Zusammen mit [[Julius Robert Mayer]] wurde er daraufhin 1837 für ein Jahr (mittels &amp;#039;&amp;#039;consilium abeundi&amp;#039;&amp;#039;) von der Universität verwiesen. Er setzte seine Studien bei [[Johann Lukas Schönlein]] in [[Zürich]] fort, obwohl der Universitätsbesuch dort durch den Bundestag verboten worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Peter Schmiedebach: &amp;#039;&amp;#039;Griesinger, Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde, nachdem er nach Tübingen zurückgekehrt war und seine Abschlussprüfungen für das Medizinstudium absolviert hatte, schließlich 1838 in Tübingen promoviert mit einer [[Dissertation]] über den „Garotillo“ (die [[Diphtherie]]). – Schönlein wurde allerdings später im Jahre 1842 von ihm als [[Ontologie|Ontologe]] bekämpft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; details=&amp;quot;S. 315 zu Stw. „J. L. Schönlein“;&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ärztliche und Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
Von Tübingen wandte sich Griesinger nach [[Paris]], um sein klinisches Wissen zu erweitern. Er lernte [[François Magendie]] kennen, den Begründer der experimentellen [[Physiologie]] und Verfasser des ersten modernen Lehrbuchs der Physiologie, dessen Forschungsansatz ihn stark beeinflusste. Im Jahr 1839 übersiedelte er als praktizierender Arzt nach [[Friedrichshafen]] am [[Bodensee]].&lt;br /&gt;
Bereits im darauf folgenden Jahr, 1840, erhielt er das Angebot, unter dem Direktor [[Albert Zeller]] als Sekundärarzt an der [[Klinikum Schloß Winnenden|Irrenheilanstalt Winnenthal]] zu arbeiten. In den nächsten zwei Jahren, die er dort tätig war, sammelte Griesinger einen großen Reichtum an praktischen Erfahrungen, der die Grundlage seines 1845 veröffentlichten, eine „neue Epoche“ in der Psychiatrie einleitenden&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhardt Nissen]]: &amp;#039;&amp;#039;Somatogene Psychosyndrome und ihre Therapie im Kindes- und Jugendalter. Medizinhistorische, neurologische, neurophysiologische, neuropsychologische, neurochirurgische, endokrinologische, psychiatrische, prognostische und therapeutische Aspekte.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Gerhardt Nissen unter Mitarbeit von Francisco Alonso-Fernandez. Bern 1990, S. 11 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauptwerkes &amp;#039;&amp;#039;Die Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten&amp;#039;&amp;#039; wurde. Er unternahm darin den Versuch, die Psychiatrie aus der medizinischen Physiologie und [[Pathologie]] zu begründen. Bereits auf der ersten Seite findet sich Griesingers berühmter Ausspruch, wonach es zum Verständnis jedes [[Symptom|Krankheitssymptoms]] nötig sei, das betreffende Phänomen zu lokalisieren und alle psychischen [[Psychische Störung|Krankheiten]] als Erkrankungen des [[Gehirn]]s zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Therapie brachte Griesinger nicht viel neues. Er empfahl der Zeit entsprechend Abführmittel und [[Stechäpfel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bangen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4. Seite 20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Veröffentlichung seines neuen, [[Materialismus|materialistischen]] Ansatzes in der Psychiatrie, der bald weite Verbreitung in Deutschland erfuhr, hatte sich Griesinger im Jahr 1842 für kurze Zeit als Arzt in [[Stuttgart]] niedergelassen und weitere Studienreisen nach Paris und [[Wien]] unternommen. Im selben Jahr begann er seine Mitarbeit am &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;. Bald darauf, 1843, hatte er einen Ruf auf die Stelle eines Assistenzarztes an die [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Medizinische Klinik]] in Tübingen angenommen, wo er sich im selben Jahr [[Habilitation|habilitierte]] und seine Lehrtätigkeit als [[Privatdozent]] für Pathologie, [[Materia medica]] und [[Medizingeschichte]] aufnahm. 1847 wurde er zum außerordentlichen Professor berufen; außerdem wurde Griesinger Redakteur des &amp;#039;&amp;#039;Archivs für physiologische Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1849 folgte ein Ruf als Direktor der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universitätsklinik Kiel]], wo er [[Neuroanatomie|neuroanatomische]] Forschungen am pathologischen Institut betrieb. 1850 heiratete Griesinger Josephine von Rom. Mit ihr zusammen verließ er Deutschland aus politischen Gründen noch im selben Jahr, um eine Stelle als [[Leibarzt]] des ägyptischen Vizekönigs [[Abbas I. (Ägypten)|Abbas Pascha]] anzutreten, womit sich die Aufgaben des Direktors der medizinischen Schule in [[Kairo]] sowie des Präsidenten für das gesamte Medizinalwesen [[Ägypten]]s verbanden. In dieser Zeit sammelte Griesinger einen Großteil seines Materials für seine späteren Abhandlungen über &amp;#039;&amp;#039;Klinische und anatomische Beobachtungen über die Krankheiten von Aegypten&amp;#039;&amp;#039; (in: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1854, 13, S. 528–575) und über die &amp;#039;&amp;#039;Infectionskrankheiten&amp;#039;&amp;#039; (in: &amp;#039;&amp;#039;[[Rudolf Virchow|Virchows]] Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Erlangen 1857).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1852 kehrten Griesinger und seine Frau zurück nach Stuttgart. 1854 wurde er [[Professor|Ordinarius]] für klinische Medizin an der Universität Tübingen und Nachfolger von [[Carl Reinhold August Wunderlich]] als Direktor der Medizinischen Klinik. Im selben Jahr hatte er das [[Ancylostoma duodenale]] als Ursache der tropischen [[Eisenmangelanämie|Chlorose]] erkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1857 veröffentlichte er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Infectionskrankheiten: Malariakrankheiten, Gelbes Fieber, Typhus, Pest, Cholera&amp;#039;&amp;#039; (Enke, Erlangen). Als Assistent von Griesinger lernte der spätere Internist und Hochschullehrer [[Carl Jakob Christian Adolf Gerhardt|Carl Gerhardt]] 1858 den kurz zuvor entwickelten [[Kehlkopfspiegel]] kennen. Gerhardt lehrte und publizierte ab 1860 dann die Verwendung des Kehlkopfspiegels zur [[Laryngoskopie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Mettenleiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg, Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 270 und 580.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1858 befreundete sich Griesinger mit [[Ludwig Meyer (Mediziner)|Ludwig Meyer]] durch den gemeinsamen Kampf um eine naturwissenschaftlich orientierte Psychiatrie, die sich später als [[Universitätspsychiatrie]] in Deutschland einen Namen machen sollte. Diese Freundschaft wurde auch durch die gemeinsame Gründung des „[[Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten|Archivs für Psychiatrie und Nervenkrankheiten]]“ im Jahre 1867 gefestigt, einer Kampfansage an die [[Anstaltspsychiatrie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; details=&amp;quot;S. 313, 316 zu Stw. „L. Meyer“.&amp;quot; /&amp;gt; 1859 übernahm Griesinger die Leitung der 1847 gegründeten Heil- und Erziehungsanstalt [[Mariaberg (Gammertingen)|Mariaberg]] bei [[Gammertingen]] ([[Württemberg]]), einer der ersten Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit einer [[Geistige Behinderung|geistigen Behinderung]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1860 verließ Griesinger Deutschland erneut und übernahm die Leitung der Klinik für Innere Medizin in [[Zürich]]. Gleichzeitig entwickelte er in dieser Zeit als Mitglied der Medizinalkommission einen Plan für den Bau einer modernen Irrenanstalt im [[Kanton Zürich]], der 1865 mit der Eröffnung des psychiatrischen Universitätsklinikums &amp;#039;&amp;#039;[[Burghölzli]]&amp;#039;&amp;#039; umgesetzt wurde. 1861 veröffentlichte er die zweite, überarbeitete Auflage seines Lehrbuches &amp;#039;&amp;#039;Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten&amp;#039;&amp;#039;. Es ist Griesingers Hauptwerk und machte ihn zu einem der führenden Psychopathologen der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein Jahr zuvor, 1864, hatte Griesinger den Ruf auf eine Professur an der [[Charité]] in Berlin angenommen, wo er zugleich Direktor der psychiatrischen Klinik wurde. Er machte zahlreiche Reformvorschläge und sorgte dafür, dass der Irrenanstalt der Charité eine Nervenstation angegliedert wurde (am 1. Mai 1866 Eröffnung der ersten neurologischen Station Deutschlands&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Griesinger |Titel=Vortrag zur Eröffnung der Klinik für Nerven- und Geisteskrankheiten in der Königlichen Charité in Berlin. |Hrsg= |Sammelwerk=Arch physiol Heilk |Band=7 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=1866 |ISBN= |Seiten=338–349}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie, den Griesinger ab 1865 innehatte, war der erste dieser Art in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rüdiger vom Bruch]], Christoph Jahr, Rebecca Schaarschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Universität in der NS-Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Volume 2. Franz Steiner Verlag, 2005. ISBN 3-515-08658-7. S. 55 ([http://books.google.de/books?id=re_ouqw0tFAC&amp;amp;source=gbs_navlinks_s Scan] bei Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1867 gründete er die &amp;#039;&amp;#039;Berliner Medicinisch-Psychologische Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (seit 1879 &amp;#039;&amp;#039;Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;; seit 1933 &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie]]&amp;#039;&amp;#039;), deren Vorsitz er übernahm und gab die erste Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten|Archivs für Psychiatrie und Nervenkrankheiten]]&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Wilhelm Griesinger.jpg|mini|hochkant|Griesingers Grab in Berlin-Schöneberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1868 erkrankte Griesinger an einer [[Perityphlitischer Abszess|Perityphlitis]], einem [[Abszess]] des [[Blinddarm]]s. Nach Operation des Abszesses infizierte sich die Wunde mit [[Diphtherie]], jener Infektionskrankheit, über die Griesinger in seiner Dissertation geschrieben hatte. Er verstarb am 26. Oktober 1868 in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in der Großgörschenstraße in [[Berlin-Schöneberg]] im Feld J, J-N-004/005, schräg gegenüber dem Grab von [[Rudolf Virchow]] und dessen Frau. Es war von 1962 bis 2012 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Griesinger-Büste Charité Berlin.JPG|mini|hochkant|links|Griesingers Büste im Campus Mitte der Charité]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände der Charité wurde vor der Psychiatrischen Klinik, dem Hauptwirkungsfeld von Griesinger, bereits im April 1902 eine [[Büste]] aufgestellt (damals im &amp;#039;&amp;#039;Charité-Garten&amp;#039;&amp;#039;), die das Wirken des Mediziners für Berlin ehrt. Die Büste stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und wurde von [[Eduard Lürssen|Ed. Lürßen]], einem Schüler [[Daniel Rauch]]s entworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;amp;set%5Bimage%5D=7&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27112366-19020418-1-0-0-0.xml Unter &amp;#039;&amp;#039;Lokales&amp;#039;&amp;#039;: Zur Enthüllung der Griesinger Büste], in: [[Vossische Zeitung]], 18. April 1902.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bronzeguss entstand in der Gießerei [[Hermann Gladenbeck]] und die Skulptur erhielt ein poliertes Granit-Postament.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;amp;set%5Bimage%5D=10&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27112366-19020325-1-0-0-0.xml &amp;#039;&amp;#039;Lokales&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; Zum Griesinger-Denkmal], in: [[Vossische Zeitung|Königlich privilegierte Berlinische Zeitung]], 25. März 1902.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie es scheint, verschwand die Originalbüste später, so dass in den 1960er-Jahren eine Kopie gefertigt und neu aufgestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I&amp;#039;&amp;#039;. Henschelverlag, Berlin 1984; Seite 317&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 gab die Deutsche Post der [[DDR]] eine [[Briefmarken-Jahrgang 1960 der Deutschen Post der DDR|Sonderbriefmarke]] zum Jubiläum „250 Jahre Charité Berlin“ mit einem Bildnis Griesingers heraus. 1968, zu Griesingers 100. Todestag, wurde die nach den Erkenntnissen von Griesinger angelegte und betriebene &amp;#039;&amp;#039;Anstalt für Epileptische Wuhlgarten bei [[Berlin-Biesdorf|Biesdorf]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus]] umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DGPPN logo.svg|mini|hochkant=0.5|links|[[DGPPN]]]]&lt;br /&gt;
Von 1986 bis 1989 vergab die [[Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde]] (DGPPN) die „[[Wilhelm-Griesinger-Medaille]]“. Die Medaille ging im ersten Jahr an Gerhard Schmidt, den ehemaligen Direktor der Nervenklinik Lübeck, für sein Lebenswerk; Schmidt hatte nach 1945 Aufklärungsarbeit zu den Verbrechen an psychisch Kranken und geistig Behinderten geleistet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dgppn.de/aktuelles/startseite-detailansicht/article/100/psychiatrie-12.html |titel=Psychiatrie im Nationalsozialismus – Erinnerung und Verantwortung |datum=2010-11-26 |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde |zugriff=2011-01-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110108051325/http://www.dgppn.de/aktuelles/startseite-detailansicht/article/100/psychiatrie-12.html |archiv-datum=2011-01-08 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2013 wird die Wilhelm-Griesinger-Medaille der DGPPN erneut vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 gründete Holger Bertrand Flöttmann in Kiel das „Wilhelm-Griesinger-Institut für Psychotherapie und Psychosomatik“. Es beschäftigt sich – wie auch Griesinger – unter anderem mit der [[Angst]]forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezirksärztekammer Südwürttemberg verleiht seit 1995 die Wilhelm-Griesinger-Medaille an Personen, die sich in besonderer Weise um das Gesundheitswesen und den Arztberuf in Südwürttemberg verdient gemacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/05kammern/50sw/20ehrenamt/ehrungen/index.html |titel=Übersicht der mit der Wilhelm-Griesinger-Medaille geehrten Personen auf der Internetseite der Landesärztekammer Baden-Württemberg |zugriff=2012-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griesingers Grab in Berlin war lange ein [[Ehrengrab]], bis dieser Status in jüngerer Zeit durch einen Senatsbeschluss aufgehoben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;vergleiche [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin#Ehrengräber]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither kommt die Bezirksärztekammer Südwürttemberg für die Grabpflege auf. Seit 2018 teilt sich die DGPPN die Grabpatenschaft mit der Bezirksärztekammer Südwürttemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten, für Ärzte und Studierende.&amp;#039;&amp;#039; Krabbe, Stuttgart 1845. ({{DTAW|griesinger_psychische_1845}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Infectionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Virchow’s Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie.&amp;#039;&amp;#039;) Erlangen 1857.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der heutigen Psychiatrie in Deutschland. Eine Streitschrift gegen die Broschüre des Samitätsrats Dr. [[Bernhard Heinrich Laehr|Laehr]] in Zehlendorf: „Fortschritt? – Rückschritt!“&amp;#039;&amp;#039; Wigand, Leipzig 1868.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Hirschwald, Berlin 1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beiträge ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herr Ringseis und die naturhistorische Schule.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1. Jg. 1842.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorien und Thatsachen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1. Jg. 1842.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Schmerz und über die Hyperämie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1. Jg. 1842.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über psychische Reflexaktionen. Mit einem Blick auf das Wesen der psychischen Krankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 2. Jg. 1843, S. 76ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Beiträge zur Physiologie und Pathologie des Gehirns.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1844.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber Schwefeläther-Inhalationen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 6. Jg. 1847, S. 348–350.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen über das Irrenwesen in Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Württemb. Medic. Correspondenzblatt.&amp;#039;&amp;#039; Supplementband zu den Jahrgängen 1848 u. 1849, Nr. 20.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klinische und anatomische Beobachtungen über die Krankheiten von Aegypten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 13. Jg. 1854, S. 528–575.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Irrenanstalten und deren Weiter-Entwicklung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, H. 1. 1868.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Reinhold August Wunderlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Griesinger.&amp;#039;&amp;#039; Archiv der Heilkunde, 1869.&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|669|670|Griesinger, Wilhelm|[[Melchior Josef Bandorf]]|ADB:Griesinger, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|64|65|Griesinger, Wilhelm|[[Annemarie Leibbrand-Wettley]]|11854215X}}&lt;br /&gt;
* Bettina Wahrig-Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Der junge Wilhelm Griesinger im Spannungsfeld zwischen Philosophie und Physiologie: Anmerkungen zu den philosophischen Wurzeln seiner frühen Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 1985 ([http://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=GVW2blD85ewC&amp;amp;q=ideler#v=snippet&amp;amp;q=ideler&amp;amp;f=false Google-Leseprobe]).&lt;br /&gt;
* [[Kai Sammet]]: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Irrenanstalten und deren Weiterentwicklung in Deutschland: Wilhelm Griesinger im Streit mit der konservativen Anstaltspsychiatrie 1865–1868.&amp;#039;&amp;#039; (= Hamburger Studien zur Geschichte der Medizin, Bd. 1; zugl.: Hamburg, Univ., veränd. Diss., 1997 u.d.T.: Sammet, Kai: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Verhältnisse, Wandlungen und Machtpolitik&amp;#039;&amp;#039;). Lit, Hamburg 2000, ISBN 3-8258-4011-5.&lt;br /&gt;
* [[Heinz-Peter Schmiedebach]]: &amp;#039;&amp;#039;Griesinger, Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 510 f.&lt;br /&gt;
* Georg Sticker: &amp;#039;&amp;#039;Griesinger, Wilhelm. Arzt, Professor an der Charité in Berlin. 1817 bis 1868&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Haering]], Otto Hohenstatt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Kohlhammer, Stuttgart 1940, S. 216–226.&lt;br /&gt;
* Gerlof Verwey, Wilhelm Griesinger: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie als ärztlicher Humanismus.&amp;#039;&amp;#039; Arts &amp;amp; Boeve, Nijmegen 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiversity|Griesinger, Wilhelm (1861)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11854215X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11854215X}}&lt;br /&gt;
* Julian Schwarz, Burkhart Brückner (2015): [https://www.biapsy.de/index.php/de/9-biographien-a-z/179-griesinger-wilhelm Biographie von W. Griesinger] In: [http://biapsy.de/index.php/de Biographisches Archiv der Psychiatrie (BIAPSY)].&lt;br /&gt;
* Inhaltsverzeichnis von [http://www.epsy.de/griesinger.htm „Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten“], 1. Auflage 1845&lt;br /&gt;
* {{HistVV|Zürich|griesinger_w|S|1860|W|1864}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11854215X|LCCN=n/85/376228|VIAF=59234646}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Griesinger, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuch (Medizin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1817]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1868]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Griesinger, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater und Internist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juli 1817&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Oktober 1868&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>