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	<title>Wilhelm Gries - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:45:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Gries&amp;diff=2806002&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:17:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Gries&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Mai]] [[1894]] in [[Koblenz]]; † [[22. September]] [[1971]] in [[Saarbrücken]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;BuSti&amp;quot;&amp;gt;{{WWW-DDR|id=wilhelm-gries|lemma=Gries, Wilhelm|autor=[[Andreas Herbst]]|band=1|idNum=1091}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher Journalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ab 1946 [[Chefredakteur]] der [[Neue Zeit|Neuen Zeit]], einer vor der Gleichschaltung nicht-[[Marxismus|marxistischen]] Tageszeitung der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|Ost-CDU]], und [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete 1947 aus der sowjetischen Besatzungszone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Seine journalistische Laufbahn begann Gries nach einem Studium der Rechtswissenschaften als Redakteur beim [[Düsseldorfer Tageblatt]]. In den Jahren 1928 bis 1933 war er stellvertretender Chefredakteur bzw. Chefredakteur des Zentralorgans der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; in Berlin und wurde nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten entlassen. Als Chefredakteur der [[Saarbrücker Landeszeitung]] konnte er 1934 seine journalistische Tätigkeit fortsetzen, bis er vier Jahre später aus politischen Gründen ausschied. Zusammen mit [[Georg Dertinger]] war Gries während der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Diktatur]] beim [[Dienst aus Deutschland]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der SBZ ==&lt;br /&gt;
Zunächst war Gries nach Gründung der CDU-Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039; 1945 Stellvertreter&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gradl&amp;quot; details=&amp;quot;S. 26 und S. 194&amp;quot; /&amp;gt; des ersten Chefredakteurs [[Emil Dovifat]]. Ab Januar 1946 wurde er dessen Nachfolger als Chefredakteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Broszat, Gerhard Braas, Hermann Weber: SBZ-Handbuch. 1993, ISBN 3-486-55262-7, S. 542&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gries bekam während seiner Pressearbeit die Zensorentätigkeit des zuständigen sowjetischen Presseoffiziers persönlich zu spüren. Wilhelm Gries berichtete, wie der Zensor der Besatzungsbehörde auf die Überschrift „Revolution der Damenmode“ reagierte: „Lesen Sie Karl Marx, dann wissen Sie, was Revolution ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;grad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 26&amp;quot;&amp;gt;Zitiert nach Johann Baptist Gradl, Mitbegründer der CDU 1945 in Berlin, der Gries bereits aus der gemeinsamen Redakteurstätigkeit beim Zentralorgan des Zentrums &amp;quot;Germania&amp;quot; kannte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht selten kam es vor, dass unter sowjetischer Vorzensur Nachrichten bzw. Kommentare verstümmelt oder völlig gestrichen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gradl&amp;quot; details=&amp;quot;S. 26&amp;quot;&amp;gt;[[Johann Baptist Gradl]]: Die CDU 1945–1948 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, Verlag Wissenschaft und Politik 1981, ISBN 3-8046-8584-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Mitte November 1946 der Parteivorstand der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] einen Verfassungsentwurf für eine &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Demokratische Republik]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte, der noch eine gesamtdeutsche Republik im Blick hatte, aber den Standpunkt der Ost-CDU zu einem „[[Föderaler Staat|föderal gegliederten Staat]] mit [[Gewaltenteilung]] und Kompetenzabgrenzung“ negierte, übernahm es Wilhelm Gries in Absprache mit der Partei, dazu „klar und kritisch Stellung (zu) nehmen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gradl&amp;quot; details=&amp;quot;S. 81f.&amp;quot; /&amp;gt;. Dies war ihm nur möglich, weil nach Umsetzung einer [[Alliierter Kontrollrat|alliierten Kontrollratsdirektive]] vom 12. Oktober 1946 durch die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMAD]] im November desselben Jahres die [[Zensur in der DDR|Vorzensur]] in Berlin und der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]] abgeschafft worden war. Allerdings wurde sie später durch eine nachträgliche &amp;#039;&amp;#039;Auswertung&amp;#039;&amp;#039; der Zeitung durch sowjetische Presseoffiziere ersetzt. Was vordergründig als eine der Pressefreiheit dienende Maßnahme erschien, führte nachträglich „zu stärkeren Konflikten zwischen der SMA und der Redaktion“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gradl&amp;quot; details=&amp;quot;S. 90&amp;quot; /&amp;gt; der &amp;#039;&amp;#039;Neuen Zeit&amp;#039;&amp;#039;, weil die für den Inhalt verantwortliche Chefredaktion keinen vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Besatzungsbehörde zeigte bzw. keine Selbstzensur übte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Flucht aus der SBZ ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Absetzung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=Zd2I8n5nlKoC&amp;amp;pg=PA136&amp;amp;dq=Tulpanow+Lizenzvergabe+Zeitungen+Neue+Zeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=VXCmUPb5PMTntQallYGwDA&amp;amp;ved#v=o Peter Strunk: Zensur und Zensoren - Medienkontrolle und Propagandapolitik unter sowjetischer Besatzungsherrschaft in Deutschland], 1996, ISBN 3-05-002850-5, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt; durch die SMAD im Dezember 1947 wurde Gries Chefredakteur der mit britischer [[Lizenzzeitung|Lizenz]] neugegründeten Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tag (1948–1963)|Der Tag]]&amp;#039;&amp;#039; in den [[Viermächte-Status#Berlin|Westsektoren Berlins]]. Lizenzträger waren ehemalige, durch die Sowjetische Militäradministration abgesetzte Funktionäre der Ost-CDU, darunter [[Jakob Kaiser]], [[Walther Schreiber]] und [[Andreas Hermes]]. In der Redaktion von &amp;#039;&amp;#039;Der Tag&amp;#039;&amp;#039; sammelten sich einige Journalisten, die wegen der redaktionellen „Neuordnung“ die &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039; in Ost-Berlin verlassen hatten, z.&amp;amp;nbsp;B. der NZ-Wirtschaftsredakteur von 1945 bis 1947, [[Hans Sonnenschein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gradl&amp;quot; details=&amp;quot;S. 26, S. 148 und S. 202&amp;quot; /&amp;gt; Die Leitlinie von &amp;#039;&amp;#039;Der Tag&amp;#039;&amp;#039; kam durch ihren Untertitel &amp;#039;&amp;#039;Unabhängige Zeitung für Deutschland&amp;#039;&amp;#039; zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Berufsleben beendete Wilhelm Gries als Chefredakteur der [[Saarbrücker Zeitung]] im Jahre 1965,&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Ost-CDU 1948-1952&amp;#039;&amp;#039;,  1990; ISBN 3-7700-0899-5, S. 412&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er nach Einstellung von &amp;#039;&amp;#039;Der Tag&amp;#039;&amp;#039; acht Jahre wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1961 erhielt er das [[Großes Verdienstkreuz|Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BuSti&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=wilhelm-gries|lemma=Gries, Wilhelm|autor=[[Andreas Herbst]]|band=1|idNum=1091}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist Gradl]]: Die CDU 1945–1948 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, Verlag Wissenschaft und Politik 1981, ISBN 3-8046-8584-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116834668|VIAF=316876494}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gries, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Saarbrücken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gries, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Chefredakteur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Mai 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Koblenz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. September 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Saarbrücken]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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