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	<title>Wilhelm Girardet - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;AlanyaSeeburg: nach Quelle ausgebaut</title>
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		<updated>2025-10-12T17:47:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;nach Quelle ausgebaut&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Buchbinder, Buchdrucker und Verleger Wilhelm Girardet. Zu seinem Sohn, dem gleichnamigen deutschen Druckereibesitzer und Verleger, siehe [[Wilhelm Girardet junior]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Girardet (1838-1918).jpg|mini|Wilhelm Girardet, Unternehmensgründer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Girardet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juni]] [[1838]] in [[Lennep]]; † [[4. Mai]] [[1918]] in [[Bad Honnef|Honnef]]) war ein deutscher [[Buchbinder]], [[Drucker (Beruf)|Buchdrucker]] und [[Verleger]]. Seine Nachkommen sind noch heute Eigentümer des [[Girardet Verlag|Girardet Verlags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Girardet stammte aus einer [[Hugenotten|hugenottischen]] Familie, die aus [[Mizoën]] nach [[Burg (bei Magdeburg)|Burg]] bei Magdeburg eingewandert war. Sein Großvater Daniel Girardet war Schuhmachermeister in Stettin. Sein Vater Wilhelm Girardet (1804–1882) war Buchbindermeister in Lennep; seine Mutter war Anna Catharina Girardet (1808–1881).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Städteausstellung Düsseldorf 1912. Industriehalle, in der Mitte der Pavillon des Verlages W. Giradet, Düsseldorfer Generalanzeiger.jpg|mini|Pavillon des Verlages W. Girardet auf der [[Städte-Ausstellung Düsseldorf 1912|Städteausstellung in Düsseldorf]], 1912]]&lt;br /&gt;
Nach einer Buchbinderlehre im väterlichen Betrieb arbeitete Wilhelm Girardet fünf Jahre als Geselle in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], [[Frankreich]] und der [[Schweiz]]. 1865 ließ er sich in [[Essen]] nieder und gründete die &amp;#039;&amp;#039;Graphischen Betriebe W.&amp;amp;nbsp;Girardet&amp;#039;&amp;#039;, aus der sich das Verlags- und Druckereiunternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[W. Girardet]]&amp;amp;nbsp;KG&amp;#039;&amp;#039; entwickelte. Es begann als Buchbinderei, später erweitert um eine Schreibwarenhandlung, eine kleine Druckerei für Briefbögen und dann Maschinen für den Buch- und Zeitungsdruck. 1879 gab er erstmals den &amp;#039;&amp;#039;[[Industrieanzeiger|Anzeiger für Berg-, Hütten- und Maschinenwesen]]&amp;#039;&amp;#039; heraus, 1881 die landwirtschaftliche Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Feld und Wald&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=E. Henze |url=https://referenceworks.brill.com/doi/10.1163/9789004337862__COM_070494 |titel=Girardet, W(ilhelm) |werk=Lexikon des gesamten Buchwesens Online |datum=2017 |sprache=en |abruf=2025-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verlag gab zudem die Verbandszeitschrift des [[Sauerländischer Gebirgsverein|Sauerländischen Gebirgsvereins]] sowie die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Girardet gilt neben [[August Huck]] und [[August Scherl]] als einer der Pioniere bei der Gründung von Zeitungen des Typus des [[General-Anzeiger]]s im deutschsprachigen Raum,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Erik Koenen |url=https://journalistikon.de/generalanzeiger/ |titel=Generalanzeiger {{!}} Journalistikon |datum=2022-09-10 |sprache=de-DE |abruf=2023-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Leipzig]] (&amp;#039;&amp;#039;Leipziger Generalanzeiger&amp;#039;&amp;#039;), [[Elberfeld]] (&amp;#039;&amp;#039;[[General-Anzeiger für Elberfeld-Barmen]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Hamburg]] (&amp;#039;&amp;#039;[[General-Anzeiger für Hamburg-Altona]]&amp;#039;&amp;#039; 1888, &amp;#039;&amp;#039;Neue Hamburger Zeitung&amp;#039;&amp;#039; 1895&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.medien.hamburg.de/index.do?ok=20907&amp;amp;uk=21351 |text=&amp;#039;&amp;#039;Hamburg vor 80 Jahren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;medien.hamburg.de&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070313235122}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), [[Chemnitz]], [[Düsseldorf]] (&amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;) und [[Duisburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 gründete Girardet in [[Zürich]] zusammen mit dem früheren [[NZZ]]-[[Redakteur]] [[Fritz Walz]] den &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]] für Stadt und Kanton Zürich&amp;#039;&amp;#039;. 1902 baute er am Ufer der [[Sihl]] eine [[Druckerei]]. Damit wurde der Grundstein zum späteren Hauptsitz der [[Tamedia]]&amp;amp;nbsp;AG gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unternehmer Wilhelm Girardet gilt als einer der Vorreiter auf dem Gebiet der [[Betriebliche Sozialleistungen|betrieblichen Sozialleistungen]], so schuf er für die Beschäftigten seines Unternehmens eine der ersten deutschen [[Betriebskrankenkasse (Deutschland)|Betriebskrankenkassen]] – noch vor [[Otto von Bismarck]]s 1883 begonnener [[Sozialgesetzgebung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 1. Januar 1897 bis zum 5.&amp;amp;nbsp;November 1906 gehörte er der Essener [[Stadtverordnetenversammlung]] an. Girardet förderte Künstler und sammelte Kunst, als Anbau zu seinem privaten Wohnhaus am Essener Stadtgarten ließ er eine Kunsthalle errichten. Er war Gesellschafter der am 8.&amp;amp;nbsp;Januar 1910 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Essener Hotelgesellschaft m.b.H. Kaiserhof&amp;#039;&amp;#039; zum Zweck der Ausrüstung, der Einrichtung und des Betriebs eines modernen, großen Hotels, dem 1912 eröffneten [[Hotel Kaiserhof (Essen)|Hotel Kaiserhof]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Hotel Kaiserhof in Essen&amp;#039;&amp;#039;. In: Essener General-Anzeiger vom 21. Januar 1911&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Mitbegründer des Essener Museums, aus dem 1922 das [[Museum Folkwang]] hervorging.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museum-folkwang.de/fileadmin/_BE_Gruppe_Folkwang/Bilder/Presse/Neubau_Folkwang/MF_8_Chronologie_und_F%F6rderer_.pdf Stifter und Gründungsmitglieder des Folkwang-Museumsvereins, 1922]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seinen Ruhestand ließ er sich 1905/06 in [[Bad Honnef|Honnef]] (heute Bad Honnef) nach Plänen des Architekten [[Wilhelm von Tettau (Architekt)|Wilhelm von Tettau]] eine Villa, das [[Feuerschlößchen]], erbauen und bezog sie im August 1906. Dort unterstützte er unter anderem den Bau der [[Grafenwerther Brücke]] (1911/12). Kurz vor seinem Umzug nach Honnef hatte er auch den [[Laagshof]] bei [[Ittenbach]] mit seinen ausgedehnten Ländereien erworben und ihn ebenfalls nach Plänen von Tettaus umbauen und wesentlich erweitern lassen, vor allem, um dort herbstliche Treffen in seinem eigenen [[Jagdrevier]] abhalten zu können. 1910 erwarb Girardet darüber hinaus in [[Bonn]] vom Deutschen Kaiserhaus die bisherige [[Kronprinzenvilla]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Girardet war in erster Ehe seit 1866 mit Elise Girardet geborene Mönnigfeld (* 15. September 1845 in Lennep; † 19. Januar 1888 in Essen) verheiratet, mit der er sechs Kinder hatte. 1894 heiratete Wilhelm Girardet Gertrud Hetzer (* 8. August 1867 in Hagen; † 28. Dezember 1961 auf dem [[Laagshof]]). Aus dieser Ehe hatte er drei Kinder.&lt;br /&gt;
* Anna Girardet (* 18. Mai 1869 in Essen; † 25. April 1871 Essen)&lt;br /&gt;
* Clara Girardet (* 9. Januar 1873 in Essen; † 22. Dezember 1962 Hamburg)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Girardet junior]] (* 15. November 1874 in Essen; † 16. Juni 1953 ebenda)&lt;br /&gt;
* [[Paul Girardet (Verleger, 1878)|Paul Girardet]] (* 6. Dezember 1878 in Essen; † 28. Juli 1970 auf Gut [[Buchberg (Geretsried)|Buchberg]] in [[Gelting (Geretsried)|Gelting]])&lt;br /&gt;
* Hedwig Girardet (* 25. April 1882 in Essen; † 12. Juni 1974) ∞ 1911 [[Herman Maximilien de Burlet]]&lt;br /&gt;
* Bertha Girardet (* 1. Juni 1884 in Essen; † 1966 in Zürich) ∞ 1905 [[Otto Coninx-Girardet]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|32300|Otto Coninx|Autor=Ueli Müller|Datum=2011-11-30|Abruf=2019-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hilda Girardet (* 21. Mai 1895 in Essen; † 1985)&lt;br /&gt;
* Kurt Girardet (* 6. März 1900 in Essen; † 1986)&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Girardet]] (* 2. September 1902 in Essen; † 22. Mai 1973 in Wien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrungen ===&lt;br /&gt;
Für sein umfangreiches soziales Engagement verlieh ihm Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] während seines Besuchs auf [[Villa Hügel (Essen)|Villa Hügel]] am 10.&amp;amp;nbsp;August 1906 den [[Nichtakademischer Titel|Titel]] [[Kommerzienrat]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Essener Volkszeitung]] vom 25. August 1906&amp;lt;/ref&amp;gt; Girardet trug den preußischen [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] IV.&amp;amp;nbsp;Klasse und die [[Ehrenbürger]]würde der Stadt [[Bad Honnef|Honnef]] (heute Bad Honnef), wo er seit 1906 seinen Wohnsitz hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wilhelm Girardet wurde die Girardetstraße in Essen-[[Rüttenscheid]] benannt, an der der Essener Girardet-Stammbetrieb lag (heutiges Girardet-Haus, vgl. Weblinks), und die zuvor den Namen Gerswidastraße trug. Ebenso wurde in [[Bad Honnef]] die Girardetallee nach ihm benannt. Auch in Hamburg gibt es ein [[Girardethaus (Hamburg)|Girardet-Haus]], es liegt am Gänsemarkt. An der [[Königsallee (Düsseldorf)]] liegen die Girardet-Brücke und das [[Girardethaus (Düsseldorf)|Girardet-Haus]]. Zu Ehren der Verlegerfamilie Giradet gibt es in [[Wuppertal]]-[[Elberfeld]] im Stadtbezirk [[Katernberg (Wuppertal)|Katernberg]] eine Girardetstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|32309|Girardet, Wilhelm|Autor=Ueli Müller}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|408|409|Girardet, Wilhelm|Barbara Gerstein|118717626}}&lt;br /&gt;
* Hans-Wolfgang Wolter: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Girardet. Zur Biographie einer Unternehmerpersönlichkeit der Gründerzeit.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Essen 1980.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Erwin Dickhoff&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Stadt Essen–Historischer Verein für Stadt und Stift Essen&lt;br /&gt;
   |Titel=Essener Köpfe&lt;br /&gt;
   |Verlag=Klartext-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Essen&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8375-1231-1&lt;br /&gt;
   |Seiten=117}}&lt;br /&gt;
* Meinolf Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Girardet (1838–1918).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinz-Dietrich Fischer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Presseverleger des 18. bis 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dokumentation, Pullach bei München 1975, {{Falsche ISBN|3-7940-3604-4}}, S. 181–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118717626|LCCN=n82081825|VIAF=57409557}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Girardet, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrat (Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommerzienrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Bad Honnef]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Girardet, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juni 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lennep]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Honnef]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AlanyaSeeburg</name></author>
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