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	<title>Wilhelm Firl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:12:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Firl&amp;diff=2545868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Karl Wilhelm Firl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Januar]] [[1894]] in [[Dresden]]; † [[16. August]] [[1937]] im Zuchthaus [[Berlin-Plötzensee]]) war ein deutscher [[Kommunist]] und [[Widerstandskämpfer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Firl war der älteste von drei Söhnen eines Schneiders in Dresden. Von 1900 bis 1908 besuchte er die dortige [[Volksschule]]. Danach machte er eine Schreiberlehre in einem Dresdener Rechtsanwaltsbüro (1908–1911). Von 1911 bis 1914 besuchte er das Seminar der evangelisch-lutherischen Landesmission in [[Leipzig]]. Unterbrochen vom Kriegsdienst (1915–1917)&amp;lt;ref&amp;gt;Firl war schwerverwundet worden.&amp;lt;/ref&amp;gt; war er von 1914 bis 1921 als Büroangestellter in [[Chemnitz]] angestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 schloss er sich der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an, ging aber schon im Januar 1919 zur gerade gegründeten [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]]. Seit dem Frühjahr 1921 arbeitete Firl als Hilfssekretär, später als Sekretär der Bezirksleitung der KPD [[Erzgebirge]]-[[Vogtland]]. 1923 war er für einige Monate Redakteur der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Kämpfer&amp;#039;&amp;#039;. In der Zeit von 1923 bis 1928 war er als Mitarbeiter des Zentralkomitees der KPD bzw. Redakteur des „Kommunistischen Pressedienstes“ tätig. Ende 1928 wurde er Mitglied der Redaktion der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne]]&amp;#039;&amp;#039; und verantwortlicher Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;Volkswacht&amp;#039;&amp;#039;, [[Stettin]]. Am 30. April 1930 wurde Firl wegen seiner Arbeit zu fünfzehn Monaten [[Festungshaft]] verurteilt, die er auf der [[Auerbach/Vogtl.|Festung Auerbach im Vogtland]] verbüßte. Nach der Haft war er wieder für &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Fahne&amp;#039;&amp;#039; tätig und ab 1932 für den „Informationsdienst“ des ZK der KPD. Firl war auch gewählter Vertreter im „Zentralverband der Angestellten“; im „[[Internationaler Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit|Internationalen Bund für Opfer des Krieges und der Arbeit]]“; im Arbeiterschwimmverein ‚Vorwärts‘ und Stadtbezirkverordneter in [[Berlin-Alt-Treptow|Berlin-Treptow]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer&amp;#039;&amp;#039;, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Machtantritt [[Adolf Hitler]]s am [[Machtergreifung|30. Januar 1933]] setzte Firl seine nunmehr illegale Tätigkeit für den „Informationsdienst“  bis zum Sommer 1934 fort. Für kurze Zeit war Firl auch im [[Saargebiet|freien Saargebiet]] tätig. Von August 1934 bis August 1935 war er Beauftragter der KPD der Grenzstelle [[Zürich]], die die illegale Arbeit in Süddeutschland leitete. Ab Oktober 1935 war er in [[Berlin]] unter den [[Deckname]]n „Friedrich“ und „Waldau“ tätig. Er informierte seine Genossen über den [[Kommunistische Internationale#VII. und letzter Weltkongress 1935 – Volksfront|VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale]] und über die [[Brüsseler Konferenz der KPD]] 1935. Firl sorgte für Verbindungen der Illegalen in [[Hannover]], [[Magdeburg]], [[Ostpreußen]] und [[Pommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Januar 1936 wurde er in Berlin von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet. Firl wurde physisch und psychisch gefoltert. Fünfzehn Monate lag er gefesselt in seiner Zelle, durfte keine Post empfangen noch selbst schreiben. Firl legte kein Geständnis ab. Am 22. Mai stand er vor dem [[Volksgerichtshof]], der ihn zum Tode verurteilte. Wilhelm Firl wurde am 16. August 1937 im Zuchthaus [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]] hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Firl hinterließ Frau und eine Tochter „Liesel“. Sein Bruder Herbert, der im [[Spanischer Bürgerkrieg|spanischen Bürgerkrieg]] in den [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] gekämpft hatte, starb auf der Überfahrt nach Mexiko im November 1941. Sein Bruder Hans Firl, der auch gegen die Faschisten gekämpft hatte, starb 1942 in Südfrankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer&amp;#039;&amp;#039;, S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschiedsbrief ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Liebe Maus! Meine letzten Gedanken sind bei Dir. Voller Dankbarkeit für Deine treue, tapfere Liebe. Du weißt, Du warst meine Königin. (…) Dank für diese letzten Liebesdienst. Nun mußt Du auch noch allen danken, die Gut zu mir waren. (…) Sage auch Liesel, sie soll tapfer bleiben. Und nun leb wohl, Teuere, Liebe. Ein letzter Kuß!|[[Faksimile]] in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer&amp;#039;&amp;#039;, S. 259.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1948 wurde die ehemalige Frischenstraße in „Firlstraße“ umbenannt.&lt;br /&gt;
* Eine „Wilhelm-Firl-Straße“ gibt es in Chemnitz, [[Zwickau]], [[Pang (Rosenheim)|Rosenheim]] und [[Neubeuern]].&lt;br /&gt;
* Eine nach ihm benannte [[Polytechnische Oberschule]] gab es in Chemnitz und eine Sprachheilschule „Wilhelm Firl, Förderschule“, Berlin.&lt;br /&gt;
* Auf dem Waldfriedhof in Berlin-Oberschöneweide gibt es einen Grabstein für mehrere NS-Opfer, auf dem auch Wilhelm Firl genannt wird.&lt;br /&gt;
* [[Datei:Bln O&amp;#039;weide F&amp;#039;hof 1118.jpg|alternativtext=Berlin-Oberschöneweide Erinnerung an Wilhelm Firl u.&amp;amp;nbsp;a.|mini|Gemeinschaftlicher Grabstein auf dem Waldfriedhof Berlin-Oberschöneweide für Wilhelm Firl und andere Opfer des NS-Regimes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;siehe auch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Wohngebiet Fritz Heckert]] und [[Waldfriedhof Oberschöneweide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/cdbe313f-f3da-4efc-8820-c757de5b5082/ Bundesarchiv, SAPMO Signatur NY 4122 (Briefe an die Schwester und die Ehefrau) 1916, 1936–1937]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Kantorowicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Firl und [[Fritz Giga]]. Vorkämpfer der Freiheit&amp;#039;&amp;#039;. Chronos Verlag, Berlin 1947&lt;br /&gt;
* Alfred Kantorowicz: &amp;#039;&amp;#039;Porträts. Deutsche Schicksale&amp;#039;&amp;#039;. Alfred Kantorowicz Verlag, Berlin 1949 (Ost und West. Bd. 13)&lt;br /&gt;
* Alfred Kantorowicz: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Firl und Fritz Giga. Vorkämpfer der Freiheit&amp;#039;&amp;#039;. 1.–100. Tsd., Kinderbuchverlag, Dresden 1950 (Unsere Welt. Gr. 1, Zeitgenossen erzählen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Helden des Widerstandskampfes gegen Faschismus und Krieg&amp;#039;&amp;#039;. VVN Verlag, Berlin 1951 (Schriftenreihe der VVN 2, Biografien)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Firl&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;An die Lebenden. Letzte Briefe deutscher Widerstandskämpfer&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Leipzig 1959, S. 70–73 (Reclams Universal-Bibliothek Band 8587/8590)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Firl&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Lebensbeschreibungen Dresdner Arbeiterfunktionäre und Widerstandskämpfer 2. Sie kämpften und starben für kommendes Recht&amp;#039;&amp;#039;. Museum für Stadtgeschichte Dresden, Abteilung Arbeiterbewegung, Dresden 1963, S. 30–34 (&amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Dresdner Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039; 10)&lt;br /&gt;
* G. Nitzsche: &amp;#039;&amp;#039;Firl, Samuel Karl Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag, Berlin 1970, S. 126–127&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Firl&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biographien und Briefe&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1, Dietz Verlag, Berlin 1970, S. 255–259&lt;br /&gt;
* SED, Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Revolutionäre Kämpfer&amp;#039;&amp;#039;. Heft 3, [[Anton Ackermann]], [[Karl Dünewald]], Wilhelm Firl. Karl-Marx-Stadt 1977&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/wilhelm-firl?ID=4279 Firl, Wilhelm]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123565162|VIAF=25513677}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Firl, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Firl, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Firl, Samuel Karl Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Januar 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. August 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Zuchthaus [[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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