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	<title>Wilhelm Dreimann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T03:37:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Dreimann&amp;diff=1492231&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2025-37372-63 (Diskussion) auf die letzte Version von 08Linus zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-11-30T08:56:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-37372-63&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-37372-63&quot;&gt;~2025-37372-63&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-37372-63&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-37372-63 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:08Linus&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:08Linus (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;08Linus&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm „Willi“ Dreimann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. März]] [[1904]] in [[Hamburg-Osdorf|Osdorf bei Hamburg]]; † [[8. Oktober]] [[1946]] in [[Hameln]]) war ein deutscher [[SS-Unterscharführer]] und als [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Rapportführer]] im [[KZ Neuengamme]] eingesetzt. Von Häftlingen wurde er „[[Henker]] von Neuengamme“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lernwerkstatt-neuengamme.de/medien/pdf/dunkelblau_SpeckDreimWiehagPet_01.04.11_klein.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Dreimann.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[KZ-Gedenkstätte Neuengamme]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Die Täter: Speck, Dreimann, Wiehagen, Petersen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2011, S. 13–29, hier S. 13. Abgerufen am 24. Januar 2025 (PDF; 2,0 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dreimann, aus armen Verhältnissen stammend, war als Holzschnitzer in [[Detmold]] tätig. Er heiratete 1935; 1936 brachte seine Frau Elisabeth („Lisbeth“) eine Tochter zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohn&amp;quot;&amp;gt;[http://www.neuengamme-ausstellungen.info/content/documents/thm/ss5_3_1_thm_2081.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Sohn von Wilhelm Dreimann.&amp;#039;&amp;#039;] KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg 2022 (PDF; 614 kB), S. 1. Abgerufen am 24. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund besserer Verdienstmöglichkeiten war er ab 1940 kurzzeitig bei der Polizei tätig und danach bei der Wachmannschaft des KZ Neuengamme eingesetzt. Ab 1941 fungierte er im KZ Neuengamme als [[Blockführer]] und war von August 1942 bis März 1943 stellvertretender Lagerführer im Neuengammer [[KZ-Außenlager Wittenberge|Außenlager Wittenberge]] unter [[Max Kirstein]] und danach im Nebenlager [[KZ Salzgitter-Drütte|Salzgitter-Drütte]] eingesetzt. Im KZ Neuengamme war Dreimann ab 1944 bis Anfang Mai 1945 als [[Rapportführer]] eingesetzt. Im Zuge der Evakuierung des KZ Neuengamme verließen die letzten 700 im Lager verbliebenen Häftlinge am 30.&amp;amp;nbsp;April 1945, unter der Leitung von dem [[Schutzhaftlager]]führer [[Anton Thumann]] und Wilhelm Dreimann, auf einem [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] das KZ Neuengamme in Richtung Flensburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Hermann Kaienburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Neuengamme 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dietz, Bonn 1997, ISBN 3-8012-3076-7, S. 303, 219.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich ab November/Dezember 1944 hatte Dreimann ein Verhältnis mit Karla P., einer [[Kontorist]]in in der KZ-Verwaltung. Im Oktober 1945 brachte diese einen unehelichen Sohn von Dreimann zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliches Aufsehen erregte bereits kurz nach dem Kriegsende die Ermordung von 20 jüdischen Kindern im Keller der ehemaligen Schule [[Bullenhuser Damm]] in [[Hamburg-Rothenburgsort]] in der Nacht vom 20. zum 21.&amp;amp;nbsp;April 1945. Die Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren, je zur Hälfte Jungen und Mädchen, waren im November 1944 aus dem [[KZ Auschwitz]] ins KZ Neuengamme gebracht worden, angefordert von dem KZ-Arzt [[Kurt Heißmeyer]]. Die Kinder wurden, nachdem Heißmeyer bereits [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|Menschenversuche]] an sowjetischen Kriegsgefangenen vorgenommen hatte, mit [[Tuberkulose]] infiziert. Es wurden ihnen dann zur Entwicklung eines Impfstoffes Gewebeproben entnommen. Um die Zeugen dieses Verbrechens zu beseitigen, wurde von SS-Obergruppenführer [[Oswald Pohl]] aus Berlin befohlen, die Abteilung Heißmeyer „aufzulösen“. Im Keller des Schulgebäudes wurde den Kindern durch [[Alfred Trzebinski]] angeblich [[Morphin|Morphium]] gespritzt&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Lietzke, zitiert in: {{Internetquelle |autor=Thomas Frankenfeld |url=https://www.abendblatt.de/hamburg/article115481241/Hier-ist-etwas-Diabolisches-geschehen.html |titel=„Hier ist etwas Diabolisches geschehen“ |werk=[[Hamburger Abendblatt]] |seiten=11 |datum=2013-04-22 |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und danach wurden sie&amp;amp;nbsp;– unter Mittäterschaft [[Arnold Strippel]]s und [[Johann Frahm]]s&amp;amp;nbsp;– an Heizungsrohren erhängt. Mit den Kindern wurden auch ihre vier Betreuer und über 20 sowjetische Kriegsgefangene umgebracht. Dreimann hatte die Kinder in den Keller gebracht. Dreimann, der von ehemaligen Häftlingen als sadistisch und brutal geschildert wurde, erhängte die drei polnischen Krankenschwestern, welche die Kinder aus Auschwitz in das KZ Neuengamme begleitet hatten, bereits am 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 1944 im Bunker des KZ Neuengamme.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Schwarberg]]: [https://www.zeit.de/2005/15/A-Kinder &amp;#039;&amp;#039;Zwanzig Kinder erhängen dauert lange.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 15/2005, 6. April 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeugenaussagen wurde Dreimann zudem seine Beteiligung an einem [[Verbrechen der Endphase im KZ Neuengamme]] nachgewiesen, bei dem 71 aus dem [[KZ Fuhlsbüttel|Polizeigefängnis Fuhlsbüttel]] überstellte Schutzhäftlinge zwischen dem 21. und 23. April 1945 im Arrestbunker des KZ Neuengammes ermordet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Mai 1945 wurde Dreimann in [[Rendsburg]] von britischen Militärs verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohn&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde am 18.&amp;amp;nbsp;März 1946 im [[Curiohaus]] vor einem britischen [[Militärgericht]] beim [[Neuengamme-Hauptprozess]] wegen der Teilnahme an Verbrechen im KZ Neuengamme angeklagt. Im Mai 1946 wurde Dreimann [[Todesstrafe|zum Tode]] durch den [[Erhängen|Strang]] verurteilt und am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 1946 im [[Gefängnis Hameln|Zuchthaus Hameln]] [[Hinrichtung|hingerichtet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hermann Kaienburg: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Neuengamme 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dietz, Bonn 1997, ISBN 3-8012-3076-7, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Dreimanns Ur-Enkelin Maria Holzgrewe, Lehrerin, erfuhr 2011 von der Lebensgeschichte ihres Ur-Großvaters. Sie klärt schulisch und öffentlich über die Taten ihres Vorfahren auf, führt offenen Dialog. So beispielsweise in verschiedenen Sendungen des [[ZDF]] (u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;[[Aspekte]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[37 Grad]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/das-nazi-erbe--trauma--schuld-verantwortung-100.html &amp;#039;&amp;#039;Das Nazi-Erbe – Trauma, Schuld, Verantwortung.&amp;#039;&amp;#039;] ZDF, 28. September 2021, abgerufen am 24. Januar 2025 (Video; 43:47 Min).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/aspekte-wie-wollen-wir-uns-an-den-holocaust-erinnern &amp;#039;&amp;#039;„aspekte“: Wie wollen wir uns an den Holocaust erinnern?&amp;#039;&amp;#039;] Pressemitteilung zur Sendung &amp;#039;&amp;#039;[[Aspekte]]&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Januar 2022. ZDF, 25. Januar 2022, abgerufen am 24. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube|id=3o5KZkBoHhs |titel=Erschreckendes Familien-Erbe: Marias Urgroßvater war NS-Verbrecher |abruf=2025-01-23 |upload=2025-01-22 |uploader=[[37 Grad]] |laufzeit=17:15 min}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Dreimann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[KZ-Gedenkstätte Neuengamme]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Täter: Speck, Dreimann, Wiehagen, Petersen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2011, S. 13–29 [https://www.lernwerkstatt-neuengamme.de/medien/pdf/dunkelblau_SpeckDreimWiehagPet_01.04.11_klein.pdf (PDF; 2,0 MB)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=3o5KZkBoHhs &amp;#039;&amp;#039;Erschreckendes Familien-Erbe: Marias Urgroßvater war NS-Verbrecher.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[37 Grad]]&amp;#039;&amp;#039;, Januar 2025 (Video; 17:15 Min.).&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/95 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1355402441|VIAF=3375173911324620200008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dreimann, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Curiohaus-Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dreimann, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dreimann, Willi&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Mann, Rapportführer im KZ Neuengamme&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. März 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg-Osdorf|Osdorf bei Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Oktober 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hameln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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