<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wilhelm_Dittmann</id>
	<title>Wilhelm Dittmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wilhelm_Dittmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Dittmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T19:26:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Dittmann&amp;diff=56890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jjkorff: /* Veröffentlichungen (Auswahl) */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Dittmann&amp;diff=56890&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-24T17:22:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Veröffentlichungen (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Politiker; zum Propst siehe [[Wilhelm Dittmann (Propst)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:DittmannWilhelm.jpg|mini|Wilhelm Dittmann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-10129, Reichstagsabgeordnete Dittmann und Crispien.jpg|mini|Wilhelm Dittmann (links) zusammen mit [[Arthur Crispien]] am 18. Juli 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Dittmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. November]] [[1874]] in [[Eutin]]; † [[7. August]] [[1954]] in [[Bonn]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] sozialdemokratischer Politiker. Dittmann leitete von 1917 bis 1922 als politischer Sekretär des Zentralkomitees der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] maßgeblich die Arbeit der Partei. Vom 10. November bis zum Rücktritt am 29. Dezember 1918 war er Mitglied des [[Rat der Volksbeauftragten|Rates der Volksbeauftragten]]. Von 1912 bis 1918 und von 1920 bis 1933 war er für die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bzw. die USPD [[Mitglied des Reichstages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dittmann besuchte die Volksschule in seiner Geburtsstadt, schloss 1894 eine Lehre als Tischler ab und arbeitete fünf Jahre in diesem Beruf. 1894 trat er in die SPD und den [[Deutscher Holzarbeiterverband|Holzarbeiterverband]] ein. Ab 1899 arbeitete Dittmann als Redakteur bei Parteizeitungen in [[Bremerhaven]] und [[Solingen]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Bergische Arbeiterstimme]]&amp;#039;&amp;#039;). 1904 trat er eine Stelle als Parteisekretär in [[Frankfurt am Main]] an, wo er 1907 auch Stadtverordneter wurde. 1909 kehrte er nach Solingen zurück und gewann 1912 den [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstagswahlkreis]] [[Remscheid]]-[[Lennep]]-[[Mettmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kaiserliches Statistisches Amt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1912&amp;#039;&amp;#039;. Heft 2. Berlin: Verlag von Puttkammer &amp;amp; Mühlbrecht, 1913, S. 94 (Statistik des Deutschen Reichs, Bd. 250)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:USPD-Vorstand.jpg|miniatur|links|Führende Mitglieder der USPD am Rande des Leipziger Parteitages, Dezember 1919. Dittmann in der Bildmitte hinter [[Lore Agnes]] und [[Arthur Crispien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Dezember 1915 stimmte er erstmals gegen die [[Kriegskredite]] zur Finanzierung des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], wurde im März 1916 aus der SPD-[[Fraktion (Politik)|Fraktion]] ausgeschlossen und gründete 1916 zusammen mit [[Hugo Haase]] und [[Georg Ledebour]] die [[Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft]]. Im April 1917 war er Gründungsmitglied der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. Am 5. Februar 1918 wurde er wegen seiner Beteiligung am Berliner [[Januarstreik|Munitionsarbeiterstreik]] von einem Kriegsgericht des versuchten [[Landesverrat]]s für schuldig befunden und zu fünf Jahren [[Festungshaft]] verurteilt. Im Zuge des innenpolitischen Kurswechsels unter Reichskanzler [[Max von Baden]] wurde er am 15. Oktober 1918 aus der Haft entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der ersten Wochen der [[Novemberrevolution]] (10. November bis 29. Dezember 1918) gehörte er für die USPD dem [[Rat der Volksbeauftragten]] an. 1920 wurde er für die USPD in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt. 1920 nahm er für die USPD am II. Weltkongress der [[Komintern|Kommunistischen Internationalen]] (KI) in [[Petrograd]] teil, lehnte aber entgegen dem Parteitagsvotum von [[Halle (Saale)|Halle]] einen Anschluss der USPD an die KI und eine Vereinigung mit der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dittmann blieb Führungsmitglied der Rest-USPD (die Mehrheit der Mitglieder schloss sich 1920 der KPD an) und betrieb 1922 die Wiedervereinigung mit der SPD. Im Herbst 1922 trat Dittmann als Sekretär in den Vorstand der vereinigten Partei ein und übernahm außerdem die Funktion eines geschäftsführenden Vorsitzenden der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Beide Ämter behielt er bis 1933. Von 1920 bis 1925 war er zudem einer der Vizepräsidenten des Reichstages, von 1921 bis 1925 auch Stadtverordneter in Berlin. Eine ähnlich bedeutende Rolle wie in der USPD spielte er in der SPD jedoch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. und 23. Januar 1926 hielt Dittmann eine sechsstündige Rede vor dem von ihm geleiteten parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Reichstages zur [[Dolchstoß-Legende]]. Mit dieser die Geschichte fälschenden Zwecklüge hatten Rechtsparteien und nationalistische Gruppen behauptet, dass das deutsche Heer im Felde nicht militärisch besiegt, sondern von „hinten erdolcht“ worden sei – durch die Anhänger der Novemberrevolution von 1918. Er hatte die amtlichen Geheimakten von Schiffsprozessen, Reichsmarineamt und Reichsgericht ausgewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Dittmann: Erinnerungen, Band 3, Frankfurt/New York 1995, S. 903–935&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor dem [[Reichstagsbrand]] flüchtete er im Februar 1933 auf Empfehlung des Parteivorstands nach [[Österreich]], als gerüchteweise bekannt wurde, dass die Nazis ihn in einem Schauprozess als „[[Novemberverbrecher]]“ anklagen wollten. Wenig später übersiedelte er in die [[Schweiz]]. Ein dort von ihm unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wie alles kam&amp;#039;&amp;#039; verfasstes Manuskript zur Geschichte der Jahre 1914 bis 1933 blieb unveröffentlicht. Die sozialdemokratische Exilführung gab stattdessen 1936 [[Friedrich Stampfer]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Die vierzehn Jahre der ersten deutschen Republik&amp;#039;&amp;#039; heraus, das Dittmann ausgesprochen kritisch beurteilte. 1951 kehrte er nach Westdeutschland zurück und arbeitete bis zu seinem Tod im Bonner SPD-Archiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwischen 1939 und 1947 in der Schweiz verfassten und 1995 von Jürgen Rojahn herausgegebenen Memoiren Dittmanns sind eine erstrangige autobiographische Quelle zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung insbesondere während des Ersten Weltkrieges, der Novemberrevolution und der ersten Jahre der Weimarer Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dittmanns Bruder Paul Dittmann war einer der Organisatoren des norddeutschen [[Werftarbeiterstreik 1913|Werftarbeiterstreiks]] im Sommer 1913 und 1917 Gründungsvorsitzender der [[Hamburg]]er USPD. Er nahm sich, unheilbar an Tuberkulose erkrankt, im Mai 1919 das Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Belagerungszustand, Zensur und Schutzhaft vor dem Reichstage : Drei Reichstagsreden, geh. 1916&amp;#039;&amp;#039;; Nach d. amtl. Stenogramm. Verlag der Leipziger Buchdruckerei, Leipzig 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revolutionäre Taktik&amp;#039;&amp;#039;. Rede Dittmanns auf dem Parteitage der USPD in Halle am 14. Oktober 1920, Verlag Freiheit, Berlin, 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit über Räte-Rußland&amp;#039;&amp;#039;. Reichsverlag Berlin 1920. Eine Broschüre in der Reihe Wegweiser für das werktätige Volk im Reichsverlag Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Marine-Justiz-Morde von 1917 und die Admirals-Rebellion von 1918&amp;#039;&amp;#039;. Dargestellt nach den amtlichen Geheimakten im Auftrage des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses über den Weltkrieg (4. Unterausschuß) von Werner Dittmann. Berlin, J.H.W. Dietz Nachf., 1926. Dokumentation der Justizmorde an [[Max Reichpietsch]] und [[Albin Köbis]], der Politik der USPD gegen den 1. Weltkrieg und des [[Kieler Matrosenaufstand|Matrosenaufstandes]] im November 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum die Flotte zerbrach : Kriegstagesbuch e. christl. Arbeiters&amp;#039;&amp;#039;. Von Richard Stumpf. Mit e. Vorw. von Wilhelm Dittmann, J. H. W. Dietz Nachf., Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das politische Deutschland vor Hitler : Nach d. amtlichen Material des Statist. Reichsamtes in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Europa Verlag, Zürich 1945.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. Bearb. und eingeleitet von Jürgen Rojahn Campus-Verl. Frankfurt a. M. 1995, ISBN 3-593-35285-0.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Drahn]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Revolutions-Almanach für das Jahr 1919 über die Ereignisse des Jahres 1918&amp;#039;&amp;#039; Hamburg / Berlin, Hoffmann &amp;amp; Campe 1919. Beiträge von [[Hugo Haase]], [[Philipp Scheidemann]], Wilhelm Dittmann, [[Karl Kautsky]], [[Eduard Bernstein]], [[Johannes R. Becher]] u.&amp;amp;nbsp;a. (In der Deutschen Nationalbibliothek nicht vorhanden, aber in mehreren anderen deutschen Bibliotheken, siehe [[Karlsruher Virtueller Katalog|KVK]], sowie als [[iarchive:DeutscherRevolutionsAlmanachFrDasJahr1919berDieEreignisseDes|Digitalisat bei archive.org]])&lt;br /&gt;
* [[Jörg Wollenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Dittmann - Ein ungeliebter demokratischer Sozialist&amp;#039;&amp;#039;, [[Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung|Zeitschrift Z]], Nr. 115, Sept., 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|3|4|Dittmann, Wilhelm|[[Georg Kotowski]]|119254069}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119254069}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|119254069}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Wilhelm Dittmann|487}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=wilhelm-dittmann|Autor=Andreas Michaelis}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/adbcc289-f73c-4424-9c83-4818437cdfa3/ Nachlass Bundesarchiv NY 4078]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Parteivorsitzende der USPD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119254069|LCCN=nr/95/28282|VIAF=85152062}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dittmann, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Eutin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Rates der Volksbeauftragten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dittmann, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. November 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eutin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. August 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jjkorff</name></author>
	</entry>
</feed>