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	<title>Wilhelm Cauer (Mathematiker) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T16:32:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Cauer_(Mathematiker)&amp;diff=426257&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: MacTutor-Eintrag (Link) ergänzt</title>
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		<updated>2025-03-18T17:17:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MacTutor-Eintrag (Link) ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Cauer 1930-09-04.jpg|mini|Wilhelm Cauer, 4. September 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cauer Grab.jpg|mini|Familiengrab auf dem [[Luisenfriedhof III]] in Berlin-Westend (Grablage: F III 15-19)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Cauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juni]] [[1900]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]; † [[22. April]] [[1945]] in [[Berlin-Marienfelde]]) war ein deutscher Mathematiker sowie Physiker und ist Begründer der linearen Netzwerksynthese ([[Synthese (Elektrotechnik)|Schaltungssynthese]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Cauer wurde als sechstes Kind von [[Wilhelm Cauer (Ingenieur)|Wilhelm]] und Marie Cauer geboren. Sein Vater, ein Bruder der beiden Philologen [[Friedrich Cauer (Philologe)|Friedrich]] und [[Paul Cauer]], war an der [[Technische Universität Berlin|TH Berlin]] als Professor für [[Eisenbahn]]wesen tätig. Er selbst studierte ab 1919 an der TH Berlin Elektrotechnik. Nach seinem Vorexamen studierte er an den Universitäten Bonn und Berlin Mathematik und Physik und schloss sein Diplomstudium an der TH Berlin im Fach der Technischen Physik ab. Seine 1926 ebenfalls an der TH Berlin entstandene Promotion (bei [[Georg Hamel]]) zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Verwirklichung von [[Wechselstromwiderstand|Wechselstromwiderständen]] vorgeschriebener Frequenzabhängigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=19560}} abgerufen am 11. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; war richtungsweisend für sein späteres Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habilitierte danach im Fach der Angewandten Mathematik an der [[Universität Göttingen]]. Ein Stipendium der [[Rockefeller-Stiftung]] hatte ihm 1930/31 zwei Semester am [[Massachusetts Institute of Technology]] (MIT) und an der [[Harvard University]] in Cambridge ermöglicht, in denen er das Tafelwerk „[[Siebschaltung]]en“ abschließen konnte. Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten unterschrieb Cauer das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]], einen Wahlaufruf zum 11. November 1933. Gleichwohl wurde seine Karriere in der Folgezeit nachhaltig ausgebremst, als bekannt wurde, dass Cauers Urgroßmutter Marianne geb. Itzig eine [[Juden|Jüdin]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://zentralarchiv-juden.de/sammlungen/verzeichnisse-anderer-archive/liste/deutschland/privatsammlungen/familienarchiv-cauer |titel=Familienarchiv Cauer |werk=Zentrarchiv zur Geschichte der Juden in Deutschland |abruf=2021-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 ging Cauer als Statiker zu den [[Gerhard-Fieseler-Werke|Fieseler Flugzeugwerken]] nach Kassel. In dieser Zeit wurde er zum apl. Professor ernannt. 1936 wechselte er als Laborchef von [[Mix &amp;amp; Genest]] nach Berlin. An der TH Berlin hielt er in einem Spezialkolleg Vorlesungen über sein Arbeitsgebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://cp.tu-berlin.de/person/1835 |titel=Cauer, Wilhelm Adolf Eduard |werk=Catalogus Professorum TU Berlin |abruf=2023-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Lebenswerk, die „Theorie der linearen Wechselstromschaltungen“, erschien 1941 in Leipzig. Er blieb während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in Berlin, wo er unter den gegebenen Umständen seine wissenschaftliche Arbeit fortsetzte. Wilhelm Cauer wurde am 22. April 1945 in Berlin-Marienfelde von sowjetischen Soldaten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Heinrich Kemp |Titel=Meisenheimer Jugend |Ort= |Datum=2000 |ISBN=3-89811-587-9 |Kommentar= |Online=Seite 78}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Geisel&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|3|179|180|Cauer, Wilhelm|Hans Piloty|143146440}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Nachlass erschien im Akademie-Verlag Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Theorie der linearen Wechselstromschaltungen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, 1954 in 2. ergänzter Auflage hg. von Wilhelm Klein und Franz M. Pelz; Bd. 2, 1960, hg. von Ernst Glowatzki.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Cauer wirkte wesentlich am mathematischen Apparat der linearen [[Netzwerkforschung#Netzwerkforschung in der Informatik|Netzwerktheorie]], der Mehrpoltheorie sowie der Theorie der nach ihm benannten [[Cauer-Filter]] mit. Er beschäftigte sich mit der prinzipiellen Lösbarkeit technischer Aufgaben, der Äquivalenz von Schaltungen und der Interpolation. Aus seinen Arbeiten erwuchs eine systematische Theorie zur Synthese von linearen Netzwerken ([[Synthese (Elektrotechnik)|Schaltungssynthese]]). Neben wesentlichen Arbeiten zu elektrischen [[Siebschaltung]]en wirkte er mit an der Entwicklung einer Rechenmaschine für die Lösung von Gleichungen mit zehn Unbekannten. Das elliptische Filter, welches auf diese Arbeiten zurückgeht, wurde nach ihm benannt. Schon zu Lebzeiten war Cauer nach nur wenigen Jahren seines Schaffens in der Welt anerkannt und fand in der wissenschaftlichen Welt hohe Beachtung. Er leistete einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der [[Systemtheorie (Ingenieurwissenschaften)|Systemtheorie]] und ist einer der Wegbereiter der [[Kybernetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
In Erlangen ist eine Straße auf dem Campus der Technischen Fakultät der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] nach Wilhelm Cauer benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* W. Cauer: &amp;#039;&amp;#039;Siebschaltungen&amp;#039;&amp;#039;. VDI-Verlag, Berlin, 1931.&lt;br /&gt;
* W. Cauer: &amp;#039;&amp;#039;Theorie der linearen Wechselstromschaltungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Becker und Erler, Leipzig, 1941.&lt;br /&gt;
** Bd. 2. Akademie, Berlin, 1960&lt;br /&gt;
* W. Cauer: &amp;#039;&amp;#039;Synthesis of Linear Communication Networks&amp;#039;&amp;#039;. McGraw-Hill, New York, 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Cauer, W. Mathis: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Cauer (1900 – 1945)&amp;#039;&amp;#039;, Archiv f. Elektrische Uebertragung, Vol. 49, No. 5/6, S. 243–252, 1995; E. Cauer, W. Mathis, R. Pauli: &amp;#039;&amp;#039;Life and Work of Wilhelm Cauer (1900 – 1945)&amp;#039;&amp;#039;, Proc. MTNS 2000, Perpignan, France, June 19 – 23, 2000.&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|179|180|Cauer, Wilhelm|Hans Piloty|143146440}}&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wunsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Systemtheorie.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 1985, ISBN 3-486-29531-4.&lt;br /&gt;
* K. Jäger, F. Heilbronner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Elektrotechniker&amp;#039;&amp;#039;, VDE Verlag, 2. Auflage von 2010, Berlin/Offenbach, ISBN 978-3-8007-2903-6, S. 82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wilhelm Cauer}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Cauer|title=Wilhelm Cauer}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|143146440}}&lt;br /&gt;
* http://tetlab.tet.uni-hannover.de/geschichte/cauer_his_life.pdf&lt;br /&gt;
* [https://cp.tu-berlin.de/person/1835 Wilhelm Adolf Eduard Cauer] im Catalogus Professorum der TU Berlin&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/cauer.wilhelm Wilhelm Adolf Eduard Cauer] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143146440|LCCN=n/85/801687|VIAF=34840661}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cauer, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systemtheorie (Kybernetik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Cauer|Wilhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cauer, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cauer, Wilhelm Adolf Eduard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juni 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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