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	<title>Wilhelm Caroli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Qwertzu111111 am 24. Juli 2025 um 14:11 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-24T14:11:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Caroli Necrologium.jpg|mini|Wilhelm Caroli]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Caroli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. April]] [[1895]] in [[Saarlouis]]; † [[23. August]] [[1942]] im [[KZ Dachau]]) war ein katholischer [[Priester (Christentum)|Priester]] der [[Bistum Speyer|Diözese Speyer]] und Verfolgter des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]]. Er wurde körperlich stark misshandelt und verhungerte als Häftling im KZ Dachau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Caroli wurde als Sohn des Gerichtsobersekretärs Adolf Caroli in Saarlouis geboren. Er besuchte das Gymnasium in Saarlouis und später in [[Mayen]], wo er 1914 seine Reifeprüfung ablegte. Nach einem kurzen Aufenthalt im [[Priesterseminar Trier|Trierer Priesterseminar]] wurde er im Mai 1915 zum [[Preußische Armee|preußischen Militär]] eingezogen und als Sanitäter an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] eingesetzt. Schon im März 1916 kehrte er jedoch in das Seminar zurück. Er erhielt die niederen Weihen bis zum [[Diakon]], wurde aber 1920 entlassen, weil er sich bei einer Probepredigt über den Regens und die Professoren lustig machte, die er treffend und witzig mit Hilfe einiger alttestamentlicher Gestalten charakterisierte, wofür ihm seine Mitalumnen donnernden Applaus spendeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bischof [[Ludwig Sebastian]], im Nachbarbistum Speyer, ermöglichte Caroli den Übertritt in seine [[Diözese]] und weihte ihn dort am 12. März 1921 zum Priester. Als [[Kaplan]] wirkte der Jungpriester ab 19. März des Jahres in [[Ludwigshafen am Rhein]], St. Dreifaltigkeit, vom 12. Juli 1924 bis zum 24. Januar 1925 in [[Grünstadt]] und schließlich in [[Kusel]] bis zur Verleihung seiner ersten Pfarrstelle, am 1. Dezember 1926, in [[Rheingönheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1927 Redakteur, 1928–1933 Schriftleiter des „Katholischen Kirchenblattes“ in Ludwigshafen, bekämpfte Caroli nachweislich ab 1930 vehement den aufkommenden [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]]. 1933 geriet der Pfarrer in Konflikt mit der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NS-Bewegung]], da er am 22. Januar in seinem Kirchenblatt den [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] als „Blödsinn“ anprangerte. Außerdem engagierte er sich nachdrücklich für den Erhalt der katholischen Bekenntnisschulen, die den Machthabern ein Dorn im Auge waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caroli wurde mit Schreiben vom 25. März 1933 offiziell verwarnt und in der Nacht vom  26. zum 27. Juni 1933 vor dem Rheingönheimer Pfarrhaus von drei [[Sturmabteilung|SA]]-Männern überfallen und mit Gummiknüppeln bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Da sich der Priester weigerte, die Hakenkreuzfahne auf dem Kirchturm zu hissen, drangen SA-Leute auch gewaltsam in die Kirche ein und beflaggten den Turm. Am Abend des 8. Juli 1935 kam es nach einer Demonstration gegen den Pfarrer erneut zu Gewaltausbrüchen. Erhitzte Demonstranten stürmten die Kirche und zertrümmerten Teile der Einrichtung. Die Polizei weigerte sich einzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caroli wurde im Sommer 1937 wegen Verstoß gegen das [[Reichsflaggengesetz]] zu acht Monaten Gefängnis verurteilt und aus dem [[Gau Saarpfalz|Gau Saar-Pfalz]] verwiesen. Nach Verbüßung der Strafe in [[Frankenthal (Pfalz)|Frankenthal]] und [[Zweibrücken]] zog er zu seinen Brüdern, beides Priester, die in [[Kell (Andernach)|Kell]] bzw. [[Kürrenberg]] in der [[Bistum Trier|Diözese Trier]] wirkten. Ab Juli 1939 ließ er sich in [[Kottenheim]] bei Mayen zum Zwangsruhestand nieder, half dabei aber weiter in der Seelsorge. Dort hielt er in der Pfarrkirche [[St. Nikolaus (Kottenheim)|St. Nikolaus]] eine scharfe Predigt, in der er die [[Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|Krankenmorde]] verurteilte. Caroli wurde deshalb im Oktober 1941 wegen [[Kanzelparagraph|Kanzelmissbrauchs]] erneut verhaftet, kam zunächst nach [[Koblenz]] in [[Schutzhaft]] und von dort am 18. Februar 1942 in den [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]] ins Konzentrationslager Dachau. Hier verstarb er schon sechs Monate später an Krankheit und Entkräftung; wie es hieß: „...an den Folgen eines schweren Darmkatarrhs.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Mithäftling Pfarrer [[Fritz Seitz|Friedrich Seitz]] berichtete später, Caroli sei systematisch zu Tode geschunden worden und habe zuletzt nur noch 45 Kilogramm gewogen. Der Leichnam des Priesters wurde im KZ eingeäschert und die Urne seinem Bruder in Kell geschickt. Dieser behielt sie bei sich im Pfarrhaus, wo sie nach seinem Tode zum Vorschein kam. Man überführte sie schließlich nach Ludwigshafen-Rheingönheim und setzte sie am 24. November 1996 in der ehemaligen Kriegerkapelle der [[St. Joseph (Ludwigshafen-Rheingönheim)|Kirche St. Joseph]] bei. Diese Kapelle trägt jetzt Carolis Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktafel ==&lt;br /&gt;
In der Kirche ließ man eine Gedenktafel für den Pfarrer setzen, die folgenden Wortlaut hat:&lt;br /&gt;
:;Wilhelm Caroli&lt;br /&gt;
:7. 4.1895 geboren in Saarlouis&lt;br /&gt;
:1926–1938 Pfarrer in Rheingönheim&lt;br /&gt;
:1933–1945 im Kampf gegen den Naziterror erlebte die Kirche eine Zeit der&lt;br /&gt;
:Verfolgung und der Bewährung. In diesen Jahren wuchsen Priester&lt;br /&gt;
:und Laien zu einer heroischen Liebe und Treue heran. Das KZ&lt;br /&gt;
:Dachau, eines unter vielen, war damals belegt mit 200.000 Häftlingen,&lt;br /&gt;
:davon 2.579 Geistlichen.&lt;br /&gt;
:;Sein Leidensweg&lt;br /&gt;
:27.6.1933 Überfall von 3 SA-Leuten, bewusstlos geschlagen&lt;br /&gt;
:8.7.1935 Demonstration vor dem Pfarrhaus und Kirche&lt;br /&gt;
:10.7.1935 Ortsverweis&lt;br /&gt;
:7.4.1937 Aufenthaltsverbot für Pfalz und Saarland&lt;br /&gt;
:16.07.1937 Vom Sondergericht in Frankenthal: Gefängnisstrafe zu 8 Monaten&lt;br /&gt;
:(Zweibrücken) „wegen fortgeschrittenen Vergehens gegen das Flaggengesetz und Beleidigung“&lt;br /&gt;
:1.03.1938 Ruhestand, Rückkehr in seine Heimat, half seinem Bruder in der&lt;br /&gt;
:Seelsorge der Pfarrei Kottenheim (Laacher-See)&lt;br /&gt;
:Ende 1941 erneute Verhaftung und Verbringung in das KZ Dachau „wegen Kanzelmißbrauchs“&lt;br /&gt;
:22.08.1942 Er durfte nach 8 Monaten im qualvollen Hungertod sein Leben&lt;br /&gt;
:hingeben + für seine Kirche und das deutsche Volk + und eingehen&lt;br /&gt;
:in den ewigen Frieden. Der Schlußsatz seines Testamentes&lt;br /&gt;
:lautet: Mit Dank gegen Gott bekenne ich mich als Kind und Priester&lt;br /&gt;
:der einen, heiligen, katholischen und päpstlichen Kirche. Ihr&lt;br /&gt;
:Glied will ich sein und bleiben für Zeit und Ewigkeit. Amen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges Andenken ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;2&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot; mode=&amp;quot;Packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stolperstein Wilhelm Caroli LU 2019.jpg|Stolperstein für Wilhelm Caroli vor der Kirche St. Joseph in Ludwigshafen&lt;br /&gt;
Stolpersteine in Trier; Jesuitenstraße 13; Wilhelm Caroli, Trier photographs taken on 2025-07-18.jpg|Priesterseminar, Trier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kell (Andernach) St. Lubentius Wilhelm Caroli 7931.JPG|mini|hochkant|Gedenktafel für Wilhelm Caroli an der Kirche St. Lubentius in [[Kell (Andernach)|Kell]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gedächtniskapelle in Kottenheim wird neben den Verstorbenen der beiden Weltkriege und den ermordeten Mitgliedern der jüdischen Familien Gottschalk  und Levy auch an Pfarrer Wilhelm Caroli gedacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudius Engelhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrkirche in Kottenheim. Ein Rundgang durch die Kirche und ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; BoD – Books on Demand, Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7322-9829-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ludwigshafen ist die Carolistraße nach dem NS-Opfer benannt und ebenso das katholische Pfarrheim von Rheingönheim. Am 30. Mai 2005 hat man im Andenken Carolis vor dem von ihm bewohnten Priesterseminar (Trier, Jesuitenstraße 13) einen sogenannten [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt. Ludwigshafen folgte im November 2007 mit der gleichen Aktion vor dem von Caroli einst bewohnten Pfarrhaus (heute Carolistraße 23), dort wo er 1933 bewusstlos geschlagen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche hat Pfarrer Wilhelm Caroli im Jahr 1999 als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caroli wird in der Diözese Speyer als [[Bekenner]] gegen den Nationalsozialismus verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Viktor Carl: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Hennig Verlag, Edenkoben, 2004, ISBN 3-9804668-5-X, S. 132.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Notizen – Beilage zum Schematismus des Bistums Speyer 1947&amp;#039;&amp;#039;, Pilger-Verlag Speyer 1947, S. ?.&lt;br /&gt;
* Thomas Fandel, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer Wilhelm Caroli&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, S. 664–667.&lt;br /&gt;
* Friedrich Seitz: &amp;#039;&amp;#039;Priester in Dachau&amp;#039;&amp;#039;, [[Der Pilger]], Nr. 6, vom 24. März 1946.&lt;br /&gt;
* Eva Wetzler: &amp;#039;&amp;#039;Die katholische Kirche und der Nationalsozialismus in Ludwigshafen&amp;#039;&amp;#039;, Band I. Diözesanarchiv Speyer, Speyer, 1994, S. ?.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kompromissloser Gegner des Nationalsozialismus. Vor 70 Jahren starb der Rheingönheimer Pfarrer Wilhelm Caroli in Dachau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schifferstadter Tagblatt&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 196 vom 23. August 2012. {{ZDB-ID|1019722-9}}. Auch online bei &amp;#039;&amp;#039;Saarkurier Online&amp;#039;&amp;#039; vom 22. August 2012 [http://www.saarkurier-online.de/?p=74454 Online].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/20120913180344/http://www.rheingoenheim-info.de/index.php/geschichten/91-das-schicksal-von-pfarrer-wilhelm-caroli Gedenkseite der Gemeinde Ludwigshafen-Rheingönheim, zu Pfarrer Caroli]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20071218234659/http://www.ps-trier.de/unser_haus/geschichte/wilhelm_caroli.aspx Gedenkseite zu Wilhelm Caroli, Priesterseminar Trier]&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |1134 |Caroli Maria Joseph Leo Wilhelm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12626953X|VIAF=47748838}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Caroli, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester (Bistum Speyer) mit Diözesantätigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Saarlouis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Grünstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Ludwigshafen am Rhein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Rheinland-Pfalz ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Trier ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Caroli, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN= &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Priester, Opfer des NS-Regimes &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. April 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saarlouis]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. August 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qwertzu111111</name></author>
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