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	<title>Wilhelm Brindlinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:56:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Brindlinger&amp;diff=1747610&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fehlerfuchs: /* Oberbürgermeister in Memel */ &quot;scherten&quot; als unenzyklopädisch raus</title>
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		<updated>2026-03-17T13:43:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Oberbürgermeister in Memel: &lt;/span&gt; &amp;quot;scherten&amp;quot; als unenzyklopädisch raus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Brindlinger.JPG|hochkant|mini|Wilhelm Brindlinger]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Brindlinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Oktober]] [[1890]] in Pieragienen, [[Landkreis Insterburg| Kreis Insterburg]]; † [[19. Juli]] [[1967]] in [[München]]) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Kommunalbeamter. Von 1931 bis 1944 war er der letzte deutsche Bürgermeister von Memel. Als Heimatvertriebener fand er in München den Weg zum Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Brindlingers Vorfahren waren [[Salzburger Exulanten]], die in [[Preußisch Litauen]] Zuflucht gefunden hatten. Nach dem Abitur am Gymnasium in [[Tschernjachowsk|Insterburg]] studierte Brindlinger an der [[Albertus-Universität Königsberg]] und der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]]  Rechtswissenschaft. Er wurde Mitglied des [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps  Masovia]] (1910) und des [[Corps Palaiomarchia]] (1911).&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1960, 87/994; 55/371&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Wintersemester 1911/12 verbrachte er an der [[Humboldt-Universität Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;W. Brindlinger: &amp;#039;&amp;#039;MC bei Marchia&amp;#039;&amp;#039;. Zeitung der Altmärker-Masuren 36, Kiel 1965, S. 582–592&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1913 bestand er das Referendarexamen. 1916 wurde er von der [[Universität Greifswald]] zum [[Dr. iur.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation:  &amp;#039;&amp;#039;Über die Ansprüche des Dritteigentümers nach beendigter Mobiliarzwangsvollstreckung in dem Schuldner nicht gehörige Sachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Rechtsreferendariat absolvierte er in [[Polessk|Labiau]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er [[Kriegsfreiwilliger]] bei der Reitenden Abteilung des [[Feldartillerie-Regiment „Prinz August von Preußen“ (1. Litthauisches) Nr. 1|Feldartillerie-Regiments Nr. 1]]. Als Unteroffizier mit dem [[Eisernes Kreuz| Eisernen Kreuz]] II. Klasse ausgezeichnet, musste er wegen schwerer Gebrechen 1916 heimkehren. Bis zum Kriegsende 1918 war er Beamtenstellvertreter bei der [[Intendantur]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbürgermeister in Memel ===&lt;br /&gt;
Nach dem Assessorexamen und der Ernennung zum Landgerichtsrat ging er 1922 als [[Rechtsanwalt]] und [[Notar]] nach [[Heydekrug]] und 1931 nach [[Klaipėda|Memel]]. In Memel wählte man ihn im selben Jahr zum [[Oberbürgermeister]]. Die [[Litauer]] versuchten die Wahl durch Stimmenkauf zu verhindern. Im aufgewühlten [[Memelland]] brodelte es unaufhörlich. 1920 war es ohne Volksabstimmung dem [[Völkerbund]] unterstellt worden. Die französische Besatzungsmacht tastete die Selbstverwaltung nicht an. Am 10. Januar 1923 drangen die Litauer dennoch mit Gewalt in das Memelland ein und vertrieben die Franzosen. Obwohl sie nur mit zwei bis fünf Abgeordneten im sonst deutschen Landesparlament von 29 Mitgliedern vertreten waren, kam es nicht zur versprochenen Autonomie des Memellandes. So hatte es Brindlinger als deutsches Stadtoberhaupt zwischen Gouverneur, Direktorium, Parteien und Interessengruppen sehr schwer, zumal er bei den Litauern als führender Mann der [[Memelländische Volkspartei|Memelländischen Volkspartei]] schon in Heydekrug unbeliebt gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ernst Neumann (Politiker)#Kownoer Prozess|Neumann-Sass-Prozess]] beeindruckte er durch klare, faire und korrekte Aussagen. Wie seine Verwaltung galt er als unbestechlich und zuverlässig. Unter Brindlingers Verantwortung entstanden neue Bauten und Schulen und ein neues Elektrizitätswerk. Seine besondere Liebe galt dem Theater, der Stadtbücherei und dem Sport. Nach der Eingliederung des Memelgebiets in das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] 1939 erntete Brindlinger nur kargen Dank. Er durfte Oberbürgermeister bleiben, wurde aber vom [[Gauleiter]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] nicht bestätigt, vermutlich weil er [[Freimaurerei|Freimaurer]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Wilhelm Brindlinger&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitung der Altmärker-Masuren, Heft 41 (1967), S. 770&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Memel durch die [[Ostpreußische Operation (1945)]] schon brannte und die Einwohner [[Evakuierung|evakuiert]] wurden, wurde auch Brindlinger, seelisch und körperlich zusammengebrochen, im Dezember 1944 aus der Stadt gebracht. Das Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erlebte er in [[Jáchymov|Sankt Joachimsthal]], [[Sudetenland]]. Zu Fuß erreichte er die [[Böhmen|böhmisch]]-[[Bayern|bayerische]] Grenze. In [[Weismain]] fand er Zuflucht. Im September 1948 übersiedelte er nach [[Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln|Obersendling]], wo er mit seiner Frau in einer neuen Baracke mit Wohnküche und Schlafzimmer lebte. Für die notdürftige Einrichtung sorgte [[Hans Widera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriftsteller ===&lt;br /&gt;
Der Literatur zugeneigt und als [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebener]] zerrissen, fand Brindlinger in München zum Schreiben. Ostpreußisch vergrübelt und eigenwillig, aber von ungewöhnlichem Humor, schrieb er über die Menschen und die Natur im [[Memeldelta]]. Zwischen 1947 und 1957 entstanden drei Romanmanuskripte: &amp;#039;&amp;#039;Sebastian Schrubba&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Herr Birun auf Birunischken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Die Fehde des alten Rohrer&amp;#039;&amp;#039; –  eine memelländische Trilogie zur Zeit von 1925 bis 1929. Sein breites, zum Teil skurriles Werk, reich an Wissen und Geschichte, ist eine volks- und heimatkundliche Fundgrube zu Sprache und Leben, Sitten und Gebräuchen des nördlichen [[Ostpreußen]]s. Brindlinger hinterließ beachtliche [[Sonette]]. Wie etwas Illegitimes hielt er sein Werk lange verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Traum ist aus &lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Traum ist aus, es werde fließend gleiten&lt;br /&gt;
Auf meinen Sarg der feine Dünensand;&lt;br /&gt;
In harter Erde, fern dem Heimatland,&lt;br /&gt;
Wird man mir einst ein einsam Grab bereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann knirscht und kreischt es an den blanken Scheiten&lt;br /&gt;
Und poltert an des hohen Deckels Kant´;&lt;br /&gt;
Es starren Steine aus der Grube Wand,&lt;br /&gt;
Und Kiesel rollen von des Hügels Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Grabgeleite wird mir nicht ertönen&lt;br /&gt;
Der volle Orgelton der nahen See;&lt;br /&gt;
Kein Reiher wird vom Haff den Gruß mir bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch manchmal wird Nordoststurm mich umstöhnen,&lt;br /&gt;
Und, rastend auf dem Südflug in der Näh´,&lt;br /&gt;
Wird leis´ ein Vogel von der Heimat singen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Lebensgefühl im zerstörten München beschreibt er in einem [[Gedicht]], das er schätzte und einem Brief an [[Erich Haslinger]] vom 25. September 1948 beifügte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Isarmöwen &lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wieder Möwen mich umfliegen,&lt;br /&gt;
kreischend auf und nieder schnellen,&lt;br /&gt;
lassen taumelfroh sich wiegen&lt;br /&gt;
von dem Tanzspiel grüner Wellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winken Gruß mir ihre Flügel?&lt;br /&gt;
Kam zurück mir meine Welt?&lt;br /&gt;
– Statt der weichen Dünenhügel&lt;br /&gt;
ragt um mich ein Trümmerfeld.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Ansprüche des Dritteigentümers nach beendigter Mobiliarzwangsvollstreckung in dem Schuldner nicht gehörige Sachen&amp;#039;&amp;#039;, Königsberg i. P.: Ostpr. Druck- u. Verlagsanstalt, 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Als Masur bei der Altmark&amp;#039;&amp;#039;. Zeitung der Altmärker-Masuren, Kiel. Teil I: 26 (1969), S. 263–265; Teil II: 27 (1960), S. 312–315; Teil III: 28 (1961), S. 340–343&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Laßt mir mein Heimweh&amp;#039;&amp;#039;, Flensburg 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 93.&lt;br /&gt;
* N.N.: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Brindlinger&amp;#039;&amp;#039;. Zeitung der Altmärker-Masuren, Heft 41, Kiel 1967, S. 769–771.&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm Siebert: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Wilhelm Brindlinger&amp;#039;&amp;#039;, in: Memeler Dampfboot (Heimatzeitung aller Memelländer), 119. Jahrgang, Nr. 16 vom 20. August 1967 (mit Werkverzeichnis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125298889}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125298889|VIAF=13265624}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brindlinger, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Klaipėda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:MVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Memelland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Seimelis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Vertriebenenthematik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brindlinger, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verwaltungsjurist, Kommunalpolitiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Oktober 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Pieragienen, [[Landkreis Insterburg|Kreis Insterburg]], Ostpreußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juli 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fehlerfuchs</name></author>
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