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	<title>Wilhelm Bode (Pastor) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:21:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Bode_(Pastor)&amp;diff=1953600&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wolf1949H: Bild vom Ölgemälde</title>
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		<updated>2025-12-12T18:43:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild vom Ölgemälde&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Oktober]] [[1860]] in [[Lüneburg]]; † [[10. Juni]] [[1927]] in [[Wilsede]], [[Lüneburger Heide]]) war ein deutscher [[evangelisch]]er Pfarrer, der als &amp;#039;&amp;#039;Heidepastor&amp;#039;&amp;#039; in der Region der Lüneburger Heide, als [[Genossenschaft]]sgründer und als [[Naturschutz|Naturschützer]] bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit, Studium und Privatleben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pastor Bode Ölgemälde von H. de Bruycker im Genossenschaftlichen Archiv.jpg|mini|Pastor Bode Ölgemälde von H. de Bruycker im Genossenschaftlichen Archiv Hanstedt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Bode Denkmal.JPG|mini|Denkmal für den „Heidepastor“ Wilhelm Bode]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Straßenschild Bodestraße in Hamburg-Lohbrügge.JPG|mini|Straßenschild Bodestraße in [[Hamburg-Lohbrügge]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bode kam am 20. Oktober 1860 als drittes von elf Kindern des Lüneburger [[Oberlehrer]]s Wilhelm Bode sen. und der Hausfrau Wilhelmine Dorothea Bode geborene Kloppenburg zur Welt. Im Jahr 1880 bestand er am [[Johanneum Lüneburg|Johanneum]] zu Lüneburg das Abitur. Zwischen 1880 und 1884 studierte er in [[Göttingen]] und [[Straßburg]] auf ausdrücklichen Wunsch des Vaters [[Evangelische Theologie]]. Der vielseitig interessierte Bode hörte jedoch auch Vorlesungen in Geschichte, [[Naturgeschichte]], [[Germanistik]] und [[Jurisprudenz]]. Während seines Studiums wurde er 1881 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Alemannia Straßburg&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem bestandenen ersten theologischen Examen hatte er in den Jahren 1884 und 1885 eine Stelle als [[Hauslehrer]] bei der Familie von [[Manteuffel]] in Dserwen bei [[Liepāja|Libau]], [[Russisches Kaiserreich|Russisches Reich]]. Diese Stelle ermöglichte ihm zugleich die Vorbereitung auf die zweite theologische Staatsprüfung, die er Ende 1885 bestand. Anschließend wurde er [[Ordination|ordiniert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland lernte er zugleich seine spätere Frau, die Lehrerin Raja Fadejew kennen, die er 1888 heiratete. Wilhelm Bode und seine Frau Raja hatten vier Kinder – drei Töchter und einen Sohn – und zwar Dagmar (* 1889), Vera (* 1895; † 1895), Wilhelm (* 1898) und Ruth (* 1902).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genossenschaftsgründungen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1886 wurde er als Pastor von [[Egestorf]] bestellt. 1888 gründete Bode in seinem Kirchspiel Egestorf den Egestorfer Spar- und Darlehnskassenverein, eine der ersten Raiffeisenkassen in der [[Provinz Hannover]], die er 37 Jahre als Vorstandsvorsitzender leitete. Die Kreditgenossenschaft ist eine der ältesten Wurzeln der heutigen Volksbank Lüneburger Heide eG. Ebenso gründete er 1890 die Landesgenossenschaftskasse in Hannover, bei der er neun Jahre als Aufsichtsrat wirkte. Die Bank ist einer der Vorläufer der heutigen DZ Bank in Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 initiierte er in Salzhausen die Gründung eines genossenschaftlichen Krankenhauses. Das [[Krankenhaus Salzhausen]], Gemeinnütziger Krankenpflegeverein eG, ist in dieser Rechtsform in Deutschland einzigartig und besteht noch heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 betrieb er die Einrichtung einer zentralen Wasserversorgung auf genossenschaftlicher Grundlage in Egestorf. 1920 gründete er die [[Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft]] für Egestorf und Umgebung und wurde ihr Vorstandsvorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Bode in ganz Deutschland als Werber für das [[Genossenschaftswesen]] auf Vortragsreisen tätig. Seine Vortragsmanuskripte erreichten eine Druckauflage von annähernd 100.000 Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement für den Naturschutz ===&lt;br /&gt;
1905 kaufte er den [[Totengrund (Wilseder Berg)|Totengrund]], ein landschaftlich idyllisches, aber für den Ackerbau ungeeignetes [[Trockental]] in der [[Lüneburger Heide]] nahe dem [[Wilseder Berg]] auf, um ihn für den Naturschutz zu erhalten. Das Geld hatte der Münsteraner Universitätsprofessor [[Andreas Thomsen]] bereitgestellt. Damit legte er den Grundstock für den heutigen [[Naturschutzgebiet Lüneburger Heide|Naturschutzpark]], für dessen Wachstum und Sicherung er unermüdlich warb. Im Jahr 1910 kaufte er für den [[Verein Naturschutzpark]] den Wilseder Berg und verhinderte so dessen geplante Aufforstung. In den folgenden Jahren leitete er die umfangreichen Flächenaufkäufe des Vereins als dessen Generalbeauftragter in der Heide. Dabei kamen ihm seine genaue Ortskenntnis und die Kenntnis der Mentalität der [[Heidebauernwirtschaft|Heidebauern]] zugute. Wilhelm Bode ist es zu verdanken, dass in der Region um den Wilseder Berg größere Heideflächen erhalten blieben. Des Weiteren unterstützte er den Lehrer [[Bernhard Dageförde]] beim Aufbau des [[Dat ole Huus|Heidemuseums Dat ole Huus]] in Wilsede und er organisierte den Bau des Gasthauses zum Heidemuseum ebendort. Wegen seines unermüdlichen Engagements für die Erhaltung der Heidelandschaft wurde Wilhelm Bode „der Heidepastor“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Jahre und Andenken ===&lt;br /&gt;
1923 wurde Wilhelm Bode vom [[Konsistorium]] der [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers|Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers]] wegen angeblicher Pflichtverletzung aus seinem Amt entlassen. Das Konsistorium bezog sich hierbei unter anderem auf Vorwürfe eines außerehelichen sexuellen Verhältnisses Bodes mit Dora Hinrichs, der jungen Wirtin des Gasthauses zum Heidemuseum. Es ist bis heute ungeklärt, ob diese Vorwürfe der Wahrheit entsprachen oder ob es sich um gezielt gestreute Gerüchte von Landbesitzern und Bodenspekulanten handelte, die die Unterschutzstellung des Gebietes um den Wilseder Berg in den frühen 1920er Jahren intensiv bekämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung lebte Wilhelm Bode bis zu seinem Tod in Wilsede. Er starb an den Folgen mehrerer [[Schlaganfall|Schlaganfälle]] am 10. Juni 1927. Im folgenden Jahr wurde seine Asche, Pastor Bodes Willen entsprechend, von seinem Sohn auf dem [[Wilseder Berg]] verstreut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lueneburger-heide.de/stadt/artikel/2185/Pastor_Bode &amp;#039;&amp;#039;Pastor Bode&amp;#039;&amp;#039;] auf www.lueneburger-heide.de, Zugriff am 25. Juli 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Egestorf feierte im Jahr 2010 den 150. Geburtstag des Pastors mit einer Reihe von Veranstaltungen, einer Ausstellung und einem Fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Genossenschaftliches Archiv|Genossenschaftliche Archiv]] in Hanstedt dient auch seinem Andenken. In [[Hamburg-Lohbrügge]] wurde eine Straße nach ihm benannt. Der Pastor-Bode-Weg ist eine Reminiszenz an den Heidepfarrer. Der etwa 44 Kilometer lange Wanderweg verbindet [[Lüneburg]] mit dem [[Wilseder Berg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Pastor Wilhelm Bode: Zwei Jahrzehnte genossenschaftlicher Kleinarbeit – Geschichte und Erfolge der Egestorfer Spar-. und Darlehnskasse von 1888–1908. Neuauflage 2018, Schriftenreihe der Stiftung Genossenschaftliches Archiv, Band 4, Hanstedt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Brauns: &amp;#039;&amp;#039;Der Heidepastor. Das Leben und Werk Wilhelm Bodes&amp;#039;&amp;#039;. 4. Aufl. Verein Naturschutzpark Niederhaverbeck, Bispingen 1994, ISBN 3-930750-01-5 (EA Hamburg 1929)&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 7: &amp;#039;&amp;#039;Supplement A–K.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8253-6050-4, S. 104–105.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Lüer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Naturschutzes in der Lüneburger Heide&amp;#039;&amp;#039;. Verein Naturschutzpark Niederhaverbeck, Bispingen 1994, ISBN 3-930750-00-7 (zugl. Magisterarb. Universität Hamburg 1993).&lt;br /&gt;
* Rolf Lüer: &amp;#039;&amp;#039;Sozialer Anspruch und ökonomische Rationalität. Zur Geschichte des genossenschaftlichen Bankwesens im ehemaligen Kreise Winsen&amp;#039;&amp;#039;. Ergebnisse-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-87916-047-3 (zugl. Dissertation, Universität Hamburg 1997)&lt;br /&gt;
* Marlies Schwanitz, Rolf Lüer: Egestorf erinnert sich - 150 Jahre Pastor Bode, PD-Verlag, Heidenau 2010, ISBN 978-3-86707-828-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wilhelm Bode}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Wilhelm Bode}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1028086237}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heimatverein-egestorf.de/egestorfer-persoenlichkeiten/pastor-wilhelm-bode/vita-pastor-wilhelm-bode.html Vita auf heimatverein-egestorf.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.genoarchiv.de/personen-der-genossenschaftsgeschichte/bode-wilhelm/6/ Genossenschaftliches Archiv in Hanstedt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1028086237|VIAF=285027404}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bode, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lüneburger Heide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschützer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltaktivist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lüneburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bode, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heidepastor&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Pfarrer, Genossenschaftsgründer und Naturschützer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Oktober 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lüneburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wilsede]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wolf1949H</name></author>
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