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	<title>Wilhelm Beisner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-13T18:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Beisner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. August]] [[1911]] in [[Krückeberg (Hessisch Oldendorf)|Krückeberg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee37&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † nach 1980) war ein deutscher [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]- und [[Schutzstaffel|SS]]-Führer sowie [[Waffenhandel|Waffenhändler]] und [[Bundesnachrichtendienst|BND-Agent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karrierebeginn ==&lt;br /&gt;
Beisner absolvierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn ein Volkswirtschaftsstudium an den Universitäten [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]] und [[Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt am Main]]. Bereits im August 1930 trat er der [[Sturmabteilung|SA]] und zum 1. Dezember 1930 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 374.194).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2281459&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dws-xip&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer65.html &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Beisner.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Dws-xip.pl&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1932 trat er von der SA zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 65.698)&amp;lt;ref name=&amp;quot;dws-xip&amp;quot;/&amp;gt; über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kwiet/Mallmann/Matthäus155&amp;quot;&amp;gt;[[Konrad Kwiet]], Jürgen Matthäus, [[Klaus-Michael Mallmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche – Juden – Völkermord: Der Holocaust in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Studienabschluss [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1936 zum Dr. rer. pol.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;&amp;gt;[[Bodo Hechelhammer]]: [https://multimedia.gsb.bund.de/BND/Importer-Downloads/mfg2bnd.pdf &amp;#039;&amp;#039;Walther Rauff und der Bundesnachrichtendienst.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Forschungs- und Arbeitsgruppe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des BND&amp;#039;&amp;#039; (MFGBND). Nr. 2, 23. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend war er bis zum Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als Referent in der Abteilung für den Südosten im [[Außenpolitisches Amt der NSDAP|Außenpolitischen Amt der NSDAP]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kwiet/Mallmann/Matthäus155&amp;quot;/&amp;gt; In der SS stieg er im September 1939 bis zum [[SS-Sturmbannführer]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee37&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Bei Kriegsbeginn absolvierte er einen kurzen militärischen Lehrgang und war ab Oktober 1939 nach dem [[Überfall auf Polen]] als Angehöriger der [[Waffen-SS]] in den deutsch besetzten Gebieten beim [[Volksdeutscher Selbstschutz|Volksdeutschen Selbstschutz]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kwiet/Mallmann/Matthäus155&amp;quot;/&amp;gt; Ab August 1940 war er im Amt VI (SD-Ausland) des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) hauptamtlich tätig und wurde vor dem [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] beauftragt, nachrichtendienstliche Strukturen auf dem Balkan aufzubauen. Im Zuge der Besetzung Jugoslawiens führte er im Gefolge der [[2. Armee (Wehrmacht)|2. Armee]] als Kommandeur das Einsatzkommando [[Zagreb|Agram]] der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe Jugoslawien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mallmann/Cüppers97&amp;quot;&amp;gt; Klaus-Michael Mallmann, Martin Cüppers: &amp;#039;&amp;#039;Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beisner wurde Verbindungsführer Agram zum [[Militärbefehlshaber]] Serbien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.karawankengrenze.at/ferenc/index.php?r=documentshow&amp;amp;id=133 &amp;#039;&amp;#039;Bericht der Deutschen Gesandtschaft in Zagreb über eine Besprechung betreffend die Aussiedlung von Slowenen und Serben.&amp;#039;&amp;#039;] In: Tone Ferenc: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur nationalsozialistischen Entnationalisierungspolitik in Slowenien 1941 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Maribor 1980 (auf www.karawankengrenze.at).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens Ende 1941 kehrte Beisner zum Dienst in das RSHA zurück und übernahm dort das Arabienreferat VI C 13.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mallmann/Cüppers97&amp;quot;/&amp;gt; Im Juli 1942 wurde Beisner als Nahostexperte dem [[Walter Rauff#Einsatzkommando in Nordafrika|Einsatzkommando]] unter [[Walter Rauff]] zugeteilt. Dieses Einsatzkommando wartete in [[Athen]] auf seinen Einsatz in [[Italienisch-Libyen|Libyen]]. Ab Ende November 1942 wurde das Einsatzkommando während des [[Tunesienfeldzug]]es eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Breitman/Goda25ff&amp;quot;&amp;gt; Richard Breitman, Norman J. W. Goda: [http://www.archives.gov/iwg/reports/hitlers-shadow.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hitler’s Shadow – Nazi War Criminals, U.S. Intelligence, and the Cold War.&amp;#039;&amp;#039;] [[National Archives and Records Administration]], S. 25&amp;amp;nbsp;ff. (PDF; 1,58&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Tunesien bildete er aus arabischen, spanischen und französischen Fallschirmjägern Kommandos, die als Agenten aus Flugzeugen absprangen und hinter der Front Sabotageakte gegen die alliierten Truppen ausführten. Beisner knüpfte Kontakte zur [[Arabischer Nationalismus|arabisch-nationalistischen]] [[Neo-Destur-Partei]] und konnte einige von ihnen aus der Haft befreien. Er soll auch Angehörige der [[Legion Freies Arabien|Deutsch-Arabischen Legion]] ausgebildet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel10/1960&amp;quot;&amp;gt; {{Der Spiegel|ID=43067218|Titel=Waffenhandel. Bombe in der Blütenstraße|Jahr=1960|Nr=44|Seiten=47|Datum=1960-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der Kapitulation des [[Afrika-Korps]] wurde das Einsatzkommando im Mai 1943 ausgeflogen. Anschließend war Beisner in Italien eingesetzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Breitman/Goda25ff&amp;quot;/&amp;gt; ab 1944 beim [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Triest]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee37&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende setzte sich Beisner über [[Innsbruck]] nach Italien ab, wo er gefasst und in ein Internierungslager in [[Rom]] eingewiesen wurde. Von dort konnte er erneut entweichen; er ließ sich in [[Kairo]] nieder, wo er zunächst unter einem italienischen [[Pseudonym]] lebte. Er wurde Privatsekretär von Prinz [[Abbas Halim]] und bildete [[Ägypten|ägyptische]] Geheimdienstmänner und [[Algerien|algerische]] Emigranten aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel10/1960&amp;quot;/&amp;gt; Zu dem in [[Syrien]] lebenden [[Walter Rauff]] hielt er weiter Kontakt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;/&amp;gt; Ab 1948 war er im Waffenhandel tätig und pflegte seine Beziehungen zu arabischen Nationalistenführern. Ab Anfang der 1950er Jahre war er als Handelsagent in arabischen Ländern beschäftigt, so für die [[Hoesch AG]], für die er einen wichtigen Auftrag zum Bau einer [[Pipeline]] an Land zog. Die Hoesch AG trennte 1960 die Geschäftsbeziehung zu Beisner, nachdem öffentlich geworden war, dass Beisner Waffenlieferant für die algerische [[Front de Libération Nationale|FLN]] war. Im Zuge seiner Waffengeschäfte hielt er sich mehrfach in Deutschland auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel10/1960&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beisner wurde im Oktober 1957 für den [[Bundesnachrichtendienst]] (BND) angeworben und durch den ehemaligen SS-Führer [[Rudolf Oebsger-Röder]] dem Nachrichtendienst zugeführt. Beim BND wurde er unter dem Tarnnamen &amp;#039;&amp;#039;Bertram&amp;#039;&amp;#039; tätig. Für den BND warb er 1958 seinen ehemaligen Vorgesetzten bei der SS Rauff an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;/&amp;gt; Am 16. Oktober 1960 wurde Beisner in [[München-Schwabing]] Opfer eines Sprengstoffanschlags in der Blütenstraße. Nachdem er seinen Wagen angelassen hatte, [[Detonation|detonierte]] ein Sprengsatz, und Beisner wurde schwerverletzt in ein Schwabinger Krankenhaus gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel10/1960&amp;quot;/&amp;gt; Durch das Attentat verlor er ein Bein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;/&amp;gt; Seine Ehefrau Alice, die als seine Kurierin ebenfalls in die Waffengeschäfte ihres Mannes involviert war, erlitt einen Schock. Beide sagten nach Befragungen durch die [[Kriminalpolizei]] nicht zur Sache aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel10/1960&amp;quot;/&amp;gt; Die Täter wurden nicht ermittelt, wahrscheinlich waren es Angehörige der [[La Main Rouge|Roten Hand]], möglicherweise aber auch des [[Mossad]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Zustimmung des BND lebte Beisner ab 1961 in [[Tunis]] und blieb dort – mindestens bis in die 1980er Jahre – für den BND als Gesprächsaufklärer tätig. Ende der 1960er Jahre bahnte Beisner für den BND Kontakte zum algerischen Nachrichtendienst an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;/&amp;gt; Nach Informationen eines BND-Mannes vom Juni 1984 wurde gegen Beisner wegen Kriegsverbrechen nicht ermittelt. Jugoslawische Behörden ließen nach Kriegsende nach Beisner fahnden; Jugoslawien tätigte später jedoch selbst Waffengeschäfte mit Beisner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hechelhammer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Michael Mallmann]], [[Martin Cüppers]]: &amp;#039;&amp;#039;Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina.&amp;#039;&amp;#039; [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft|WBG]], Darmstadt 2006, ISBN 3-534-19729-1 (Veröffentlichungen der [[Forschungsstelle Ludwigsburg]], 8).&lt;br /&gt;
* [[Konrad Kwiet]], [[Jürgen Matthäus]], [[Klaus-Michael Mallmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche – Juden – Völkermord. Der Holocaust in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-18481-5.&lt;br /&gt;
*  Ekkehard Henschke: &amp;#039;&amp;#039;Rosenbergs Elite und ihr Nachleben : Akademiker im Dritten Reich und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Köln: Böhlau, 2020, S. 43–52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1177156113|VIAF=4385154983543567860002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beisner, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffenhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesnachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:La Main Rouge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beisner, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SD- und SS-Führer sowie Waffenhändler und BND-Agent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. August 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krückeberg (Hessisch Oldendorf)|Krückeberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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