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	<title>Wilhelm Bazille - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener am 19. Januar 2026 um 09:37 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bazille Wilhelm 1928.JPG|miniatur|Wilhelm Bazille]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bazille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Aussprache [{{IPA|ˈvɪlhɛlm ba.ziː}}]) (* [[25. Februar]] [[1874]] in [[Esslingen am Neckar]]; † [[1. Februar]] [[1934]] in [[Stuttgart]]) war ein deutscher Jurist und Politiker ([[Württembergische Bürgerpartei]] bzw. [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]). Er war von 1924 bis 1928 württembergischer Staatspräsident (Regierungschef), zugleich auch Kult- und Wirtschaftsminister, anschließend bis 1933 weiterhin Kultminister. Von 1919 bis 1932 gehörte er dem württembergischen Landtag, von 1920 bis 1930 auch dem Reichstag an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Bazille 1895.jpg|miniatur|hochkant|Wilhelm Bazille als Verbindungsstudent und [[Charge (Studentenverbindung)|Chargierter]] der Virtembergia Tubingensis um das Jahr 1895]]&lt;br /&gt;
Wilhelm Bazille war der Sohn des aus [[Savoyen]] stammenden Metallfacharbeiters Peter Franz Bazille (1839–1917) und der Württembergerin Anna Amalia Rieb (1843–1921). Er wuchs in [[Geislingen an der Steige]] auf, wo sein Vater [[Industriemeister|Werkmeister]] bei der [[Württembergische Metallwarenfabrik|Württembergischen Metallwarenfabrik]] (WMF) war. Nach der 1892 bestandenen Reifeprüfung am Realgymnasium in [[Ulm]] studierte Bazille Rechts- und Staatswissenschaften in [[Tübingen]] und [[München]]. Während seines Studiums wurde er Mitglied der [[Studentenverbindung]] &amp;#039;&amp;#039;A.V. Virtembergia zu Tübingen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Schwarze Ring. Mitgliederverzeichnis.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1930, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus gesundheitlichen Gründen wurde Bazille vom Militärdienst befreit. Nach Bestehen der 1. und 2. juristischen Staatsprüfung trat er 1899 als [[Amtmann (Amtsbezeichnung)|Amtmann]] in [[Oberamt Mergentheim|Mergentheim]] in den Staatsdienst ein und wechselte 1900 nach Stuttgart, wo er ab 1910 bei der Zentralstelle für Gewerbe und Handel tätig war (ab 1913 als Oberamtmann).&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeoBW&amp;quot;&amp;gt;{{LeoBW|Typ=PERSON|ID=116097647|Titel=Bazille+Wilhelm+Friedrich|Linktext=Biografie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bazille trat zunächst den Jungliberalen (der Jugendorganisation der Nationalliberalen Partei) und der [[Deutsche Partei (Württemberg)|Deutsche Partei]] (der württembergischen Landespartei der Nationalliberalen) bei, deren Ortsausschuss Groß-Stuttgart er ab 1913 vorstand. Seine Kandidaturen bei den Landtagswahlen 1906 bis 1912 scheiterten. Er polemisierte scharf gegen den linksliberalen Stuttgarter Oberbürgermeister (Stadtschultheißen) [[Heinrich von Gauß]] und bewarb sich nach dessen Rücktritt 1911 selbst für das Amt, zog sich dann aber zugunsten von [[Karl Lautenschlager]] zurück. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war er von 1914 bis 1918 Präsident der deutschen Zivilverwaltung in der besetzten belgischen [[Provinz Limburg (Belgien)|Provinz Limburg]]. Zurück in Stuttgart stieg er 1919 zum Regierungsrat beim Landesgewerbeamt auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeoBW&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehörte 1919 zu den Gründern der [[Württembergische Bürgerpartei|Württembergischen Bürgerpartei]], in der sich Konservative, ehemalige Mitglieder der [[Deutsche Vaterlandspartei|Deutschen Vaterlandspartei]] und Vertreter des rechten Flügels der Nationalliberalen wie Bazille selbst versammelten und die seit 1920 eine Landesgruppe der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] (DNVP) war. Bazille war ab 1919 [[Landtag des freien Volksstaates Württemberg|Mitglied des württembergischen Landtags]], wo er als Oppositionsführer gegen die republikanischen Regierungen aus Sozialdemokraten, Linksliberalen und katholischer [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] auftrat. Von 1920 bis 1930 war er außerdem [[Reichstag (Weimarer Republik)|Mitglied des Reichstags]] (MdR) in der DNVP-Fraktion. Er agitierte scharf gegen Vertreter der [[Weimarer Koalition]], die er als „[[Erfüllungspolitik]]er“ bezichtigte, beschwor immer wieder die [[Dolchstoßlegende]] und rühmte Bismarck als genialen Staatsmann. Er hielt Kontakte zu rechtsextremen Gruppen einschließlich der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und [[Erich Ludendorff]]. Im Krisenjahr 1923 wurde er als möglicher Chef der württembergischen Landesregierung im Fall eines rechtsextremen Umsturzes kolportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HPMüller_WürtBio&amp;quot;&amp;gt;Hans Peter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bazille&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Biographien&amp;#039;&amp;#039; Band 2 (2011), S. 10–12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der württembergischen Landtagswahl 1924 steigerte sich die Bürgerpartei in Listenverbindung mit der antisemitischen „[[Vereinigte Vaterländische Verbände Deutschlands|Vereinigten Vaterländischen Rechten]]“ von [[Alfred Roth (Politiker)|Alfred Roth]] auf 10,4 Prozent der Stimmen und 8 von 80 Sitzen, womit sie jedoch allein nur sechststärkste Kraft blieb. Sie bildete aber eine Fraktionsgemeinschaft mit den 17 Abgeordneten des [[Württembergischer Bauern- und Weingärtnerbund|Württembergischen Bauern- und Weingärtnerbundes]], was sie gemeinsam zur stärksten Kraft machte. Am 3. Juni 1924 wählte der Landtag Bazille als Nachfolger von [[Edmund Rau]] zum [[Staatspräsident]]en des [[Volksstaat Württemberg|Volksstaats Württemberg]]. Er bildete eine Mitte-rechts-Koalition aus Bürgerpartei, Bauernbund und Zentrum, das sich unter [[Eugen Bolz]] nach rechts gewandt hatte. Seinerzeit war Bazille der einstige deutschnationale Regierungschef eines deutschen Landes. Zusätzlich zum Amt des Staatspräsidenten war er zugleich Kult- und Wirtschaftsminister. Anders als zuvor als Oppositionsführer gab er sich in dieser Zeit betont staatsmännisch, bekannte sich zur demokratischen Verfassung und nahm Rücksicht auf seinen republiktreuen Koalitionspartner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HPMüller_WürtBio&amp;quot;/&amp;gt; Er bezog 1925 die Villa Reitzenstein, die der württembergische Staat unter seinem Vorgänger Hieber gekauft hatte und wo Bazille seinen Dienst- und Wohnsitz nahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der hohen Wahlniederlage der Bürgerpartei bei der Landtagswahl am 20. Mai 1928 (seine Partei fiel auf nur noch 5,7 % und 4 Sitze) gab Bazille das Amt des Staatspräsidenten am 8. Juni 1928 an seinen Koalitionspartner [[Eugen Bolz]] vom Zentrum ab, der eine weitere Kooperation mit den Konservativen befürwortete. Bazille blieb noch bis zum Ende der Regierung Bolz am 11. März 1933 württembergischer [[Kultusministerium|Kultminister]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die offizielle Schreibweise für den heute üblichen Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kultusminister&amp;#039;&amp;#039; war in Württemberg früher &amp;#039;&amp;#039;Kultminister&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund innerparteilicher Gegensätze zu [[Alfred Hugenberg]] trat er 1930 aus der Bürgerpartei und der DNVP aus und war anschließend fraktionslos. Mit der [[Volkskonservative Vereinigung|Volkskonservativen Vereinigung]] um [[Kuno von Westarp]] stimmte er für die [[Kabinett Brüning I|Regierung Brüning]]. Zur [[Reichstagswahl 1930]] trat er erfolglos mit der &amp;#039;&amp;#039;Nationalen Volksgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; an, die sich scharf von Hugenbergs DNVP abgrenzte und die Politik des Reichskanzlers Brüning unterstützte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HPMüller_WürtBio&amp;quot;/&amp;gt; Sie erhielt im Wahlkreis Württemberg 0,9 Prozent der Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wahlen-in-deutschland.de/wrtwwuerttemberg.htm Weimarer Republik 1918-1933 – Reichstagswahlen – Wahlkreis Württemberg], in: Valentin Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Wahlen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Stand 5. Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur württembergischen Landtagswahl 1932 bildete die Volkskonservative Vereinigung eine gemeinsame Wahlliste mit DVP und [[Reichspartei des deutschen Mittelstandes|Wirtschaftspartei]], welche jedoch mit 1,55 Prozent der Stimmen keinen einzigen Sitz erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Rückzug aus der Politik arbeitete Bazille über Verfassung und Staatsrecht in Württemberg sowie über das Staatsangehörigkeitsrecht. Im Jahre 1932 verfasste er ein politisches Testament, in dem er sich auch zum [[Nationalsozialismus]] äußert, allerdings recht zwiespältig, teils sogar wohlwollend. Bazille beging am 1. Februar 1934 Suizid. Sein Grab befindet sich auf dem Stuttgarter [[Pragfriedhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bazille heiratete 1912 Lilly Ensinger (1884–1976), mit der er drei Kinder bekam. Sein Sohn [[Helmut Bazille]] gehörte von 1949 bis 1969 für die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Staatspräsidenten von Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Bazille]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Wilhelm Bazille, Pragfriedhof Stuttgart.jpg|mini|Grabstein auf dem Stuttgarter Pragfriedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|3170166042|Seite=40f.}}&lt;br /&gt;
* Michael Kitzing: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/4282d205-4a19-4547-a7a8-1126ea1c1010/1/Wilhelm_Friedrich_Bazille.html Wilhelm Friedrich Bazille (1874-1934)]&amp;#039;&amp;#039;. In: Stadtarchiv Stuttgart (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/dts/ Digitales Stadtlexikon Stuttgart]&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 29. Oktober 2024.&lt;br /&gt;
* Hans Peter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bazille. Deutschnationaler Politiker, württembergischer Staatspräsident (1874–1934)&amp;#039;&amp;#039;.  In: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Band 21. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2005&lt;br /&gt;
* Hans Peter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bazille.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Maria Magdalena Rückert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Biographien unter Einbeziehung hohenzollerischer Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band II. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-17-021530-6.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* Robert Volz: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]]. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–K.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, {{DNB|453960286}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116097647}}&lt;br /&gt;
* {{LeoBW|Typ=PERSON|ID=116097647|Titel=Bazille+Wilhelm+Friedrich|Linktext=Biografie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Württembergs Staatspräsidenten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116097647|LCCN=no/2007/157449|VIAF=35199292}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bazille, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Volksstaat Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultminister (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bazille, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (DNVP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Februar 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Esslingen am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Februar 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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