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	<title>Wilhelm Altenloh - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm_Altenloh&amp;diff=1626827&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 10. März 2026 um 18:00 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Altenloh at the Nuremberg Trials.jpg|mini|Wilhelm Altenloh als Zeuge bei den [[Nürnberger Prozesse]]n]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Wilhelm Altenloh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juni]] [[1908]] in [[Hagen]]; † [[24. Februar]] [[1985]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Hagen Nr. 419/1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Jurist und SS-Führer. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Altenloh von 1941 bis 1943 als [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD|Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] (KdS) im besetzten [[Białystok]] führend an der [[Holocaust|Vernichtung der Juden]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Altenloh, Sohn eines Fabrikanten, hatte drei jüngere Geschwister. Er besuchte nach der Privatvorschule das örtliche [[Realgymnasium]], wo er 1926 das [[Abitur]] ablegte. Anschließend absolvierte er ein [[Rechtswissenschaft|Jurastudium]] an den Universitäten Heidelberg, München und Bonn, das er 1931 mit dem ersten juristischen Staatsexamen in Köln beendete. Nach während seines Rechtsrefendariats wurde im Fach Rechtswissenschaft im Dezember 1931 an der [[Universität Erlangen]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Altenloh: &amp;#039;&amp;#039;Die Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft ohne Ausgabe neuer Aktien.&amp;#039;&amp;#039; Hagen (Westfalen) 1932 (vorgelegt als Dissertationsschrift an der Universität Erlangen, Juristische Fakultät, 1931; approbiert am 7. Dezember 1931).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altenloh trat nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] zum 1. April 1933 der [[Sturmabteilung|SA]] und zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.196.549).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/390016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1934 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab. Im Februar 1935 wurde er in das [[Geheime Staatspolizei|Geheime Staatspolizeiamt Berlin]] übernommen, wo er zunächst im Referat „Sekten“, dann im Referat „Überwachung des Vereinswesens“ und schließlich im Pressereferat beschäftigt war. Zum 14. September 1935 wechselte er von der SA zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 272.245)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/514422&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde zeitgleich zum Regierungsassessor ernannt. Im November 1938 wurde er zum Regierungsrat befördert und innerhalb der SS gleichzeitig zum [[SS-Hauptsturmführer]]. 1938 trat er in das [[SD-Hauptamt]] ein. Zum 30. Januar 1939 wurde er zum [[SS-Sturmbannführer]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Herstellung der Wahrheit: Strafverfahren gegen ehemalige Angehörige der Sicherheitspolizei für den Bezirk Białystok.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2012, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde er im Februar 1940 zum Chef der [[Geheime Staatspolizei|Stapostelle]] im ostpreußischen [[Olsztyn|Allenstein]] ernannt. Nach dem [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Überfall auf die Sowjetunion]] wurde per 1. August 1941 der [[Bezirk Białystok]] unter Zivilherrschaft genommen. Im August 1941 wurde Altenloh zum [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD|Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] (KdS) Białystok ernannt; er behielt allerdings bis Oktober 1942 seinen Dienstsitz in Allenstein bei. Das Gestapo-Personal für den neuen Bezirk kam aus den Regierungsbezirken [[Regierungsbezirk Königsberg|Königsberg]], [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]] und [[Regierungsbezirk Allenstein|Allenstein]]; der Bezirk wurde praktisch als Unterbezirk von Allenstein geführt. Der erste Gestapo-Chef im Bezirk Białystok war Waldemar Macholl (vorher Tilsit), sein Stellvertreter war Richard Dibus. Nachdem im September 1941 der Bezirk Białystok um das Gebiet von [[Hrodna|Grodno]] erweitert wurde, kam eine weitere Gestapo-Dienststelle in Grodno hinzu, die von Heinz Errelis geleitet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sara Bender: &amp;#039;&amp;#039;The Jews of Białystok During World War II and the Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. University Press of New England, Hanover 2008, ISBN 1-58465-729-4, S.&amp;amp;nbsp;101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen Posten behielt er bis Mai 1943, als er von Obersturmbannführer [[Herbert Zimmermann (SS-Mitglied)|Herbert Zimmermann]] abgelöst wurde. Altenloh wurde anschließend nach Frankreich versetzt, wo er zunächst als KdS [[Nancy]] und später beim [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) in [[Paris]] eingesetzt war. Nach dem Vormarsch der Alliierten in Frankreich wurde Altenloh im Sommer 1944 ins [[Reichssicherheitshauptamt]] versetzt, wo er im Oktober 1944 beim Amt&amp;amp;nbsp;V die Dezernatsleitung „Korruption in den Obersten Reichsbehörden“ übernahm. In der Kriegsendphase wurde er zur [[Waffen-SS]] eingezogen, jedoch kurz vor Kriegsende aus gesundheitlichen Gründen aus dem Militärdienst entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Herstellung der Wahrheit: Strafverfahren gegen ehemalige Angehörige der Sicherheitspolizei für den Bezirk Białystok.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2012, S. 305.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit wurde er im Januar 1946 aufgrund seiner Gestapomitarbeit interniert. Nach einem [[Spruchkammerverfahren]] in [[Benefeld|Benefeld-Bomlitz]] erhielt er eine dreijährige Haftstrafe. Seitens eines englischen Auslieferungsgerichts wurde Altenlohs Auslieferung nach Polen abgelehnt, wo er als Kriegsverbrecher angeklagt werden sollte. Als KdS Białystok soll er Massenerschießungen an polnischen Zivilisten befohlen, das Niederbrennen von Dörfern angeordnet und als Vorsitzender eines [[Standgericht]]s [[Todesstrafe|Todesurteile]] ausgesprochen haben. Nach der Entlassung aus der Haft im Juli 1949 arbeitete er als Prokurist zunächst bei der Altenloh und Falkenroth GmbH und später in gleicher Funktion bei einer Gießerei.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Herstellung der Wahrheit: Strafverfahren gegen ehemalige Angehörige der Sicherheitspolizei für den Bezirk Białystok.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2012, S. 305 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altenloh wurde erstmals 1961 zusammen mit Zimmermann von der Staatsanwaltschaft [[Dortmund]] angeklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aktenzeichen StA Dortmund 45 Js 1/61, dazu David F. Crew: &amp;#039;&amp;#039;Nazism and German society, 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, London 1994, ISBN 0-415-08239-0, S.&amp;amp;nbsp;314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 1965 wurde er zweimal kurzzeitig in Untersuchungshaft genommen. In einem Prozess vor dem [[Landgericht Bielefeld]] wurde Altenloh am 14. April 1967 wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord]] an mindestens 10.000 Juden aus Białystok und Grodno zu acht Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Seine Mitangeklagten [[Lothar Heimbach]] (neun Jahre), Richard Dibus (sechseinhalb Jahre) und [[Heinz Errelis]] (fünf Jahre) wurden ebenfalls verurteilt. Altenloh erhielt aufgrund seines Gesundheitszustandes Haftverschonung.&lt;br /&gt;
Altenloh verstarb 1985 und wurde auf dem [[Buschey-Friedhof]] in Hagen beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Grabstein Wilhelm Altenloh.jpg|Grabstein Wilhelm Altenloh&lt;br /&gt;
 Grab Wilhelm Altenloh.jpg|Grabinschrift auf Altenlohs Grab auf dem Buschey-Friedhof in Hagen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Freia Anders (Herausgeberin): &amp;#039;&amp;#039;Białystok in Bielefeld: nationalsozialistische Verbrechen vor dem Landgericht Bielefeld 1958 bis 1967&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003. ISBN 3-89534-458-3. ([https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-4795 Rezension] des Werks auf [[H-Soz-u-Kult]])&lt;br /&gt;
* Katrin Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Herstellung der Wahrheit: Strafverfahren gegen ehemalige Angehörige der Sicherheitspolizei für den Bezirk Białystok&amp;#039;&amp;#039;. Juristische Zeitgeschichte: Abteilung 1. Allgemeine Beiträge, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-028009-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126083967}}&lt;br /&gt;
* [[Institut für Zeitgeschichte]] München-Berlin: [https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-0806.pdf Zeugenschrifttum Online. ZS 806, Altenloh, Wilhelm] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB). Protokoll der Vernehmung Altenlohs vom 4. August 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126083967|LCCN=no2021014834|VIAF=23121553}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Altenloh, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hagen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Altenloh, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Altenloh, Karl Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und SS-Führer, Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD (KdS) in Białystok&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juni 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hagen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Februar 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hagen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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