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	<title>Wilhelm Adolf zu Rantzau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T06:51:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-11-30T13:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Adolf zu Rantzau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1688]]; † [[1734]] in [[Akershus]]) war 4. und letzter Reichsgraf zu Rantzau und Mitglied der [[Breitenburg]]er Linie der adligen Familie [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]] in [[Schleswig-Holstein]]. Er war der jüngere Bruder des 3.&amp;amp;nbsp;Reichsgrafen [[Christian Detlev zu Rantzau]], an dessen Ermordung er beteiligt gewesen sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Bruder des 3. Reichsgrafen ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf übernahm die Verwaltung der [[Grafschaft Rantzau|Reichsgrafschaft Rantzau]], nachdem sein siebzehn Jahre älterer Bruder 1715 wegen des Vorwurfs [[Homosexualität|homosexueller]] Handlungen in [[Berlin]] verhaftet und anschließend in [[Berlin-Spandau|Spandau]] inhaftiert worden war. Der ältere Bruder hatte eine Anzahl Streitigkeiten mit dem dänischen Königshaus verursacht und war aufgrund seines kostspieligen Lebensstils und seiner recht despotischen Herrschaft in der Grafschaft gefürchtet. Wilhelm Adolf, der sich schon bald nach seinem Regierungsantritt regierender Graf und nicht mehr nur Administrator nannte, heiratete 1715 die [[Kloster Uetersen|Uetersener]] [[Kanonissin|Stiftsdame]] Charlotta Louisa von [[Sayn-Wittgenstein]]. Er soll sich der Bevölkerung gegenüber wohlwollender verhalten haben als sein Bruder. So entstand etwa auf seine Veranlassung 1717/1718 der schon von seinem 1697 verstorbenen Vater geplante Neubau der [[Heiligen-Geist-Kirche (Barmstedt)|Heiligen-Geist-Kirche]] in [[Barmstedt]]. 1720 wurde Christian Detlev aus der Haft entlassen und kehrte auf das Barmstedter [[Barmstedter Schlossinsel|Schloss Rantzau]] zurück, begleitet von 50 in Hamburg angeworbenen Männern, die ihm als bewaffnete Garde dienten. Der ältere Bruder führte seinen [[Homosexualität|früheren Lebensstil]] fort und machte sich so weiter unbeliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Mord und die Verhandlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Christian Detlef zu Rantzau 1670 - 1721 01.jpg|mini|Der Gedenkstein an Christian Detlev zu Rantzau im Voßlocher Wald]]&lt;br /&gt;
Am 10. November 1721 befand sich Christian Detlev in der Nähe der Schlossinsel auf der Jagd, als er von hinten niedergeschossen wurde und an seinen Verletzungen starb. Sein Bruder Wilhelm Adolf zu Rantzau befahl sofort Staatstrauer und ließ Ermittlungen zum Mord anstellen. Da Christian Detlev keine Nachkommen hinterlassen hatte, brach er nach [[Kopenhagen]] auf, um sich vom [[Friedrich IV. (Dänemark und Norwegen)|dänischen König]] als offiziellen Erben für die dänische Lehnsgrafschaft Löwenholm einsetzen zu lassen. Für die Reichsgrafschaft Rantzau konnte er sich auf das Wiener Doppeldiplom von 1650 verlassen, das ihn mit fürstengleichen Privilegien ausstattete, welches aber ebenfalls bestätigt werden musste. Während der Reise informierte man Wilhelm Adolf darüber, dass er als Drahtzieher des Mordes verdächtigt würde. Wilhelm Adolf kehrte sofort um und flüchtete, in Bauernkleidung verhüllt, über Holstein mit Ziel [[Hamburg]]. Währenddessen wurde sein [[Schloss Friedrichsruh (Drage)|Gut in Drage]] bereits auf Befehl Friedrichs&amp;amp;nbsp;IV. besetzt. In der Nähe von [[Pinneberg]], also auf königlich-dänischem Gebiet, wurde Wilhelm Adolf im Frühjahr 1722 festgenommen und wurde anschließend nach [[Rendsburg]] verbracht. Dort wurde ihm und einem Kreis ihm ergebener Männer der Prozess aufgrund des angeblichen Brudermords gemacht. Wilhelm Adolf konnte zwar nicht des tödlichen Schusses bezichtigt werden, doch verurteilte man ihn als Anstifter zu einer Geldstrafe von 20.000 [[Reichstaler]]n und inhaftierte ihn ab 1726 bis an sein Lebensende in der [[Festung Akershus]] bei Oslo. Als ausführender Täter wurde der Sohn des ehemaligen [[Elmshorn]]er Kirchspielvogts, Detlev Prätorius, verurteilt und 1725 hingerichtet, weitere vermeintliche Mitwisser und -täter wurden öffentlich ausgepeitscht, gebrandmarkt und in der Festung Rendsburg lebenslänglich an die Karre geschmiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ungelöste Täterfrage ==&lt;br /&gt;
Bis in die Gegenwart ist nicht gänzlich geklärt, ob Wilhelm Adolf die Verantwortung für den Mord an seinem Bruder trug. Immerhin machte er sich durch seine überstürzte Flucht verdächtig und die Zwistigkeiten zwischen den Brüdern waren weitläufig bekannt. Bedenken muss man aber auch, dass der Mord dem dänischen König Friedrich&amp;amp;nbsp;IV. gelegen kam, immerhin hatte auch er seine Streitereien mit Christian Detlev und profitierte von der Entmachtung Wilhelm Adolfs. In einem illegalen Testamentsvertrag, der die Kompetenz des Kaisers ignorierte, war 1669 festgelegt worden, dass die Reichsgrafschaft Rantzau im Falle eines fehlenden männlichen Erben &amp;quot;zurück&amp;quot; an den dänischen König fallen sollte, der die Reichsgrafschaft ja überhaupt nicht eingerichtet hatte. Da Christian Detlev keine Nachkommen hatte, war nach Reichsrecht der kinderlos mit Charlotta Louisa von Sayn-Wittgenstein verheiratete Wilhelm Adolf mit dem Tod des älteren Bruders der vierte Reichsgraf. Auch die von Friedrich&amp;amp;nbsp;IV. durchgeführte Konfiskation der Reichsgrafschaft und der Güter [[Schloss Friedrichsruh (Drage)|Drage]], [[Schloss Breitenburg|Breitenburg]] und [[Schloss Rantzau (Rantzau)|Rantzau]] war rechtswidrig, wie die Prozesse beweisen, die Wilhelm Adolfs Schwester Catharina Gräfin zu Rantzau (1683–1743) um die Reichsgrafschaft, sowie die Güter Drage und Breitenburg erfolgreich führte. Gegen Übernahme der Prozesskosten (230.000 Reichsthaler, in heutiger Währung eine Millionensumme) wurde ihr alles restituiert. Um die Summe aufzubringen, war sie allerdings gezwungen, Drage zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lorenzen-Schmidt, Klaus-Joachim: Die Reichsgrafen von Rantzau, in: Die Fürsten des Landes. Herzöge und Grafen von Schleswig, Holstein und Lauenburg, hg. von Carsten Porskrog Rasmussen, Elke Imberger, Dieter Lohmeier, Ingwer Momsen, Neumünster 2008, S. 404–435&lt;br /&gt;
* Barmstedt-Geschichte. Von der Frühzeit bis 1800, hg. von der Geschichtswerkstatt Barmstedt 2015&lt;br /&gt;
* Richard Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Barmstedt und Rantzau&amp;#039;&amp;#039;. Vollbehr &amp;amp; Riepen, ca. 1920&lt;br /&gt;
* Henning v. Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser im westlichen Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Weidlich, Würzburg, 1988&lt;br /&gt;
* Karl von Rantzau, Das Haus Rantzau: Eine Familien - Chronik, Celle (J.G. Müller) 1865, Digitalisat in digitale-sammlungen.de&lt;br /&gt;
* {{ADB|27|275|276|Rantzau, Christian Reichsgraf zu|[[Gottfried Heinrich Handelmann]]|ADB:Rantzau, Christian Reichsgraf zu|Erwähnung beim Bruder}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://barmstedt-geschichte.de/?page_id=866| Rantzauer Herrschaft und Absolutimus, in: Barmstedt-Geschichte]&lt;br /&gt;
* [https://www.barmstedt-und-umland.de/barmstedtgeschichte| Geschichte der Stadt Barmstedt] auf Barmstedt.de&lt;br /&gt;
* [https://geschichte-s-h.de/sh-von-a-bis-z/r/reichsgrafschaft-rantzau| Reichsgrafschaft Rantzau] auf geschichte-s-h.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138402418|VIAF=89948409}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rantzau, Wilhelm Adolf zu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Graf (Rantzau)|Wilhelm Adolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Rantzau|Wilhelm Adolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1688]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1734]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rantzau, Wilhelm Adolf zu&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=regierender Graf der Grafschaft Rantzau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1688&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1734&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Akershus]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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