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	<title>Wilhelm-Erbstollen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilhelm-Erbstollen&amp;diff=2491664&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-03-20T22:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bergwerk&lt;br /&gt;
| BILD                     = Kaub Wilhelm Erbstollen Gesamtanlage (01).jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG1        = Gesamtanlage Wilhelm-Erbstollen&lt;br /&gt;
| NAME                     = Wilhelm-Erbstollen    [[Datei:Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg|20px]]&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME           = &lt;br /&gt;
| ROHSTOFF1                =Schiefer&lt;br /&gt;
| UNTERNEHMEN              = u.&amp;amp;nbsp;a. Gebr. Puricelli’sche Betriebsgesellschaft&lt;br /&gt;
| BESCHÄFTIGTE             =&lt;br /&gt;
| ABBAUTECHNIK             =&lt;br /&gt;
| FLÄCHE                   =&lt;br /&gt;
| BETRIEBSJAHRE_VON        = 1837&lt;br /&gt;
| BETRIEBSJAHRE_BIS        = 1972&lt;br /&gt;
| NACHFOLGENUTZUNG         =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME1               =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT1        =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT1          =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE            =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE1             =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME2               =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT2        =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT2          =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE2           =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE2             =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME3                =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT3              =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT3          =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE3           =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE3             =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME4                =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT4              =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT4          =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE4           =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE4             =&lt;br /&gt;
| ABRAUM                   =&lt;br /&gt;
| FÖRDERUNG                =&lt;br /&gt;
| FÖRDERUNGGESAMT          =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF_FÖRDERUNGGESAMT =&lt;br /&gt;
| MINERALIEN               =&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD              =50.08499330648729&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD               =7.766899466514587&lt;br /&gt;
| REGION-ISO               =DE-RP&lt;br /&gt;
| STANDORT                 =Kaub&lt;br /&gt;
| GEMEINDE                 =Kaub&lt;br /&gt;
| GEMEINDE2                =&lt;br /&gt;
| GEMEINDE3                =&lt;br /&gt;
| GEMEINDE4                =&lt;br /&gt;
| NUTS3_1                  = Rhein-Lahn-Kreis&lt;br /&gt;
| NUTS3_2                   =&lt;br /&gt;
| NUTS3_3                   =&lt;br /&gt;
| NUTS3_4                   =&lt;br /&gt;
| NUTS3_BEZEICHNUNG        =Landkreis&lt;br /&gt;
| REVIER                   =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grube &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm-Erbstollen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Zusammenschluss von [[Bergwerk|Schiefergruben]] in [[Kaub]] im [[Rhein-Lahn-Kreis]]. Sie liegt heute im [[Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal|UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal]]. Ihre [[Tagesanlage]]n stellen eines der wichtigsten [[Kulturdenkmal|Kulturdenkmäler]] des Schieferbergbaus dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Das Rheintal von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz. Eine europäische Kulturlandschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2753-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Abbau (Bergbau)|Abgebaut]] wurden die [[Lagerstätte]]n des [[Kauber Zug]]es, der in nordöstlicher Richtung durch [[Hunsrück]] und [[Taunus]] verläuft und Bestandteil des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank und Ralf Staudt &amp;#039;&amp;#039;Schieferbergbau um Kaub&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau im Rhein-Lahn-Kreis&amp;#039;&amp;#039;, Herausgeber: Kreisverwaltung Rhein-Lahn, 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kauber [[Schiefer]] soll schon von den Römern für den Bau des [[Limes (Grenzwall)|Limes]] verwendet worden sein, eine erste urkundliche Erwähnung des [[Bergbau]]s stammt aus dem Jahr 1355.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot;&amp;gt;[http://www.webdesign-kaub.de/seiten/kaub/ Chronik der Stadt Kaub] Heimat- und Kulturverein Kaub e.V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Dehe &amp;#039;&amp;#039;Jubiläumsschrift zur 1000-Jahrfeier der Stadt Kaub&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Stadtverwaltung Kaub, Mönch-Verlag Koblenz/Bonn, Mai 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; Pfalzgraf [[Ruprecht I. (Pfalz)|Ruprecht I.]] bestätigte seinem Burggrafen Kuno von Reifenberg die Verpfändung eines Drittels des [[Zehnt|Schieferzehnten]] für 400&amp;amp;nbsp;[[Heller (Münze)|Heller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Bereich Herrenberg einsetzende Bergbau wurde zunächst im [[Tagebau]] vorgenommen, ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde überwiegend [[Untertagebau|unter Tage]] gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1837 sind im Raum Kaub 131 Schiefersteinbrüche belegt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt; zumeist 2–4-Mann-Betriebe, die jährlich rund 24.000&amp;amp;nbsp;[[Reis (Einheit)|Reis]] (rund 72.000&amp;amp;nbsp;m) Schiefer förderten. Um ein leistungsfähigeres Bergwerk zu erhalten, versuchte die Nassauische [[Bergmeister]]ei die Kleinbetriebe zu einer [[Bergrechtliche Gewerkschaft|bergrechtlichen Gewerkschaft]] zusammenzufassen. Gegen die Ausgabe von 128 [[Kux]]en wurde das Betriebskapital in Höhe von 28.000&amp;amp;nbsp;Gulden eingezahlt. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaft Wilhelm-Erbstollen&amp;#039;&amp;#039; sollten 14 kleine Gruben und [[Grubenfeld]]er (Wilhelm-Erbstollenzeche, Rabenkopf, Rochusberg, Einigkeit, Christhof, Ursprung, Herzberg, Franz Josef, Hoher Weg, Neu-Glück, Bellings, Glücksanfang, Mayenberg, Philippine) zu einem großen Komplex mit einheitlicher [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserhaltung]], [[Bewetterung]] und [[Streckenförderung|Förderung]] verbunden werden. Das [[Erbstollengerechtigkeit|Erbstollenrecht]] wurde am 30. August 1837 verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaub Wilhelm Erbstollen Zechenhaus Portal 2014.JPG|mini|links|Stollen- und Zechenhaus, dahinter der Eingang zum Stollen]]&lt;br /&gt;
Bis zum Jahr 1844 wurde mit dem Aufbau der [[Stollen (Bergbau)|Stollenanlage]] sowie des Stollen- und [[Huthaus|Zechenhauses]] am [[Mundloch]] des Wilhelm-Erbstollens begonnen, Abbau selbst wurde bis dahin nicht betrieben. Im Erdgeschoss des Zechenhauses befanden sich die [[Kaue|Waschkaue]], eine [[Schmiede (Werkstatt)|Schmiede]] und eine Werkstatt, im Obergeschoss waren Verwaltungs- und Schlafräume untergebracht. Unmittelbar hinter dem Gebäude befindet sich das Mundloch des Stollens, welches in Form eines gewölbten Durchganges durch das Zechenhaus geführt wurde und in einem der Fassade vorgesetzten [[Portikus]] endete. Auf diesem ist heute noch die Inschrift &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Erbstollen&amp;#039;&amp;#039; sowie die Jahreszahl 1837 zu lesen, in deren Mitte das Bergbausymbol mit [[Schlägel und Eisen]] gesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 gelangte das [[Herzogtum Nassau]] an das [[Königreich Preußen]], die Grube ging somit in preußischen Besitz über. Die gesamte Anlage wurde am 12. März 1870 an die Firma &amp;#039;&amp;#039;Gebr. Puricelli’sche Betriebsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; aus [[Rheinböllen]] versteigert. Von da an begann ein stetiger Aufstieg der Grube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine besondere chemische Zusammensetzung verliehen dem Kauber Schiefer, der überwiegend Verwendung als Dachschiefer fand, allerhöchste Qualität: Auf der Weltausstellung von 1889 in Paris gewann er eine Goldmedaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 wurde die Grube Ernestine erworben, der bis 1905 [[Abteufen|abgeteufte]] Ernestine-[[Schacht (Bergbau)|Schacht]] sollte der Bewetterung der gesamten Grubenanlage sowie der [[Bergematerial|Berge]]- und Schuttförderung dienen. In den Jahren 1919 bis 1928 kamen die Felder Jakobsberg, Kiliansweiden, Salomonszeche, Adelheid, Eudora, Philippslust sowie die Grube Rennseiterstollen mit ihren Gruben Jungerwald, Vertrauen und Antoinette hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20111210 KaubSpalthausGrubeWilhelmErbstollen.JPG|mini|links|Spalthaus. Im Vordergrund die Grundmauern des alten Mahlwerkes, rechts der Übergang zum Dicken Turm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20120108 KaubDickerTurmTunnelWilhelmErbstollen.jpg|mini|hochkant|Lore vor dem Tunnel, der vom Dicken Turm unter dem Bahndamm hindurch zum Rhein führt]]&lt;br /&gt;
Im Anschluss an den Zechenplatz wurde 1921 das [[Spalthaus]] auf massiver Stahlbetonkonstruktion verlängert. Über dieser wurde ein langgestreckter Fachwerkbau als Werk- und Wohngebäude errichtet. Im Spalthaus wurden die unter Tage in grobe Platten gehauenen Schiefersteine auf eine für die Dachdeckung optimale Dicke von durchschnittlich 5&amp;amp;nbsp;mm gespalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.baunetzwissen.de/glossar/s/spaltstaerke-46259 Spaltstärke] Glossar Baunetz Wissen&amp;lt;/ref&amp;gt; Das war nur bei Schiefer von höchster Qualität, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne [[Störung (Geologie)|Störungen]] im Gestein, möglich.&lt;br /&gt;
Die fertig gespaltenen Schieferplatten wurde mit [[Förderwagen (Bergbau)|Förderwagen]] vom Spalthaus über eine Brücke in den mittelalterlichen Dicken Turm gefahren und von dort mittels eines Aufzuges auf das Niveau des Rheinufers gebracht. Durch einen [[Tunnel]] unter dem Bahndamm hindurch wurde das Material zu den Lager- und Arbeitsplätzen am Rhein transportiert, wo sie von den Zurichtern in die traditionelle Formen für die Verwendung als Dachstein gebracht wurden und Löcher für die Nägel bekamen. Zum Schutz vor der gefürchteten [[Staublunge]] lagen die Arbeitsplätze der Zurichter im Freien, lediglich kleine Unterstände schützten sie vor Wind und Wetter.&lt;br /&gt;
Die fertigen Dachschiefersteine wurden anschließend auf Schiffe oder Flöße oder die Bahn verladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Weiterverarbeitung der Schieferabfälle zu [[Bruchstein|Splitt]] und Schiefermehl wurde 1925 ein [[Mahlwerk]], welches zum Rhein hin direkt an das Spalthaus anschloss, errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den hohen Verlust bei der [[Gewinnung (Bergbau)|Gewinnung]] des Schiefers zu verringern – vom gewonnenen Material fielen ca. 30–50 % als Berge an, ein weiterer Verlust entstand beim Sägen und Spalten, so dass letztendlich nur 20 % als absetzbares Produkt übrig blieb – wurde 1942 das monumentale Neue Mahlwerk in südlicher Fortsetzung der Zechenanlage gebaut, welches zum Wahrzeichen der Grube wurde. Die Qualität des Kauber Schiefermehls wurde von keinem anderen Schiefermehl erreicht: Der Feinheitsgrad betrug bis zu 29.000 Maschen/cm².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangaufwärts über dem Neuen Mahlwerk befand sich ein weiterer Zechenplatz mit einem [[Brecher (Zerkleinerungsmaschine)|Brecherwerk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Grube durch die &amp;#039;&amp;#039;Gebr. Puricelli&amp;#039;&amp;#039; betrieben, danach wurde der Betrieb mehrfach verpachtet. 1946 kam es noch einmal zu einem beachtlichen Aufschwung für westdeutschen Schiefer, aufgrund schlechter Auftragslage jedoch kam die Grube 1972 unter ihrem letzten Betreiber, der &amp;#039;&amp;#039;Vereinigten Schieferwerke Schilling &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; aus Goslar, zum Erliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.regionalgeschichte.net/mittelrhein/kaub/kulturdenkmaeler/wilhelm-erbstollen.html Wilhelm-Erbstollen] Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.webdesign-kaub.de/seiten/kaub/geschichte/ab1850.htm |wayback=20110513083255 |text=Geschichte der Stadt Kaub ab 1850 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grubenbetrieb ==&lt;br /&gt;
Der Abbau im Wilhelm-Erbstollen erfolgte im [[Kammerbau]]verfahren, seltener im [[Strossenbau]]. Der Schiefer wurde seit 1913 meist durch [[Schrämen]] gelöst, später durch Druckschüsse mit Schwarzpulver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebaut wurde zunächst auf den im Abstand von jeweils 25&amp;amp;nbsp;m gelegenen [[Sohle (Bergbau)|Sohlen]] &amp;#039;&amp;#039;Erbstollensohle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Obersohle&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;3.&amp;amp;nbsp;Sohle&amp;#039;&amp;#039;, die über mehrere Schräg- und Treppenschächte und ab 1905 über den Ernestine-Schacht mit einer [[Teufe]] von 108&amp;amp;nbsp;m  miteinander verbunden waren. 1954 kam als vierte Sohle die Rheinsohle hinzu, die über einen [[Blindschacht]] mit einer Teufe von 56&amp;amp;nbsp;m an die Erbstollensohle angeschlossen war. Während der Betriebszeit wurde aus hauptsächlich aus sechs verschiedenen [[Lagerstätte]]n abgebaut (Lager I bis VI), nur kurzfristiger Abbau fand in den Lagern &amp;#039;&amp;#039;Landschaden&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pulverberg&amp;#039;&amp;#039; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserhaltung]] erfolgte über die Erbstollensohle. Die zugeführten [[Grubenwasser|Wasser]] flossen über eine [[Rösche|Seige]], die sich in der Mitte der Sohle befand, mit natürlichem Gefälle ab. Lediglich die Wasser der Rheinsohle mussten durch [[Pumpe]]n auf das Niveau der Erbstollensohle gebracht werden. Die städtische Wasserversorgung wurde nach einer Neuverlegung der Wasserleitung 1904–1905 mit Bergwasser der Gruben Ernestine und Rennseiter gespeist. Nach Stilllegung der Grube wurde der Wilhelm-Erbstollen abgedämmt, der unter der Erbstollensohle liegende Grubenbau ersoff und dient seitdem der Wasserversorgung der Stadt Kaub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt ihrer Stilllegung hatte die Grube eine Ausdehnung von fast 25&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Stollen und Gruben in der [[Gemarkung]] Kaub waren: Rennseiter-Stollen, [[Grube Viktoria (Kaub)|Viktoria-Stollen]], Ernestine-Stollen, Barbara-Stollen, In der Pfarrwiese, Jakobsberg, Grube Ludwig, Im Landschaden, Auf der Platte und Im Ried.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Liste von Bergwerken im Taunus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Der Schiefer der Grube Wilhelm-Erbstollen weist folgende chemische Zusammensetzung auf:&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Isert &amp;#039;&amp;#039;Beschreibungen rheinland-pfälzischer Bergamtsbezirke&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;[http://d-nb.info/456089098 Beschreibung des Bergamtsbezirks Diez]&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Glückauf, Essen 1968, S. 191 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kieselsäuren|Kieselsäure]]&lt;br /&gt;
| 57,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aluminiumoxid|Tonerde]]&lt;br /&gt;
| 20,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eisen(III)-oxid]]&lt;br /&gt;
| 2,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eisen(II)-oxid]]&lt;br /&gt;
| 4,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Calciumcarbonat]]&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Magnesiumcarbonat]]&lt;br /&gt;
| 0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kaliumoxid]]&lt;br /&gt;
| 6,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Natriumoxid]]&lt;br /&gt;
| 1,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Phosphorsäure]]&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pyrit|Schwefelkies]]&lt;br /&gt;
| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser und org. Bestandteile&lt;br /&gt;
| 4,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Weitere Bestimmungen bis zu 100 % liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Kaub COA.svg|70px|links]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaub Wilhelm Erbstollen Neues Mahlwerk (01).jpg|mini|hochkant|Neues Mahlwerk]]&lt;br /&gt;
Vom 18. bis ins 20. Jahrhundert war der Schieferbergbau in Kaub ein wesentlicher Wirtschaftszweig. Die jahrhundertealte Verbundenheit der Stadt mit dem Bergbau ist seit 1956 auch im Wappen der Stadt wiederzufinden: Neben dem blau-weißen Rautenmuster als Symbol für die [[Kurpfalz]] sind dort Symbole für Schifffahrt, Weinbau und Bergbau abgebildet. Selbst zwei Fenster der evangelischen Kirche St. Trinitatis weisen die Symbole von Schlägel und Eisen auf. Der heutige Zustand der Grubenanlage jedoch spiegelt diese Verbundenheit nicht wider: Noch in den 1980er Jahren war die Anlage in hervorragender Verfassung mit originaler Ausstattung und galt in ihrer Gesamtheit als eines der ausdrucksstärksten Denkmalensembles des Schieferbergbaus in der Bundesrepublik. Insbesondere die Verbindung zwischen Mundloch und Zechenhaus ist in dieser Form nur sehr selten zu finden. Seitdem jedoch sind das alte Mahlwerk, ein Anbau am Spalthaus, das Brecherwerk sowie die Innenausstattungen völlig verschwunden, Zechen- und Spalthaus sind dem Verfall preisgegeben. Lediglich das Neue Mahlwerk wurde vorbildlich restauriert und dient heute als Wohnraum. Relikte des ehemaligen Bergbaus sind auch rund um Kaub zu finden: Neben Grubengebäuden, [[Mundloch|Mundlöchern]] und landschaftsprägenden [[Abraumhalde]]n gibt es auch noch einen der wenigen erhaltenen [[Bewetterung]]sschornsteine.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.facebook.com/kauberschiefer/posts/pfbid02qjEzAw2Afbt7QCiFG47iv5VCu4zaLdjvCRxkJpGBh7SDWLHLJLvY8MLKm4BsHaDKl?notif_id=1709969157053038&amp;amp;notif_t=feedback_reaction_generic&amp;amp;ref=notif Bewetterungsschornstein Grube Rennseiter] Kauber Schiefer e.V. auf Facebook&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2022 bemüht sich ein privater Verein um die Aufarbeitung und Wahrung der Geschichte des Dachschieferbergbaus in Kaub und Umgebung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kauberschiefer.de/ Kauber Schiefer e.V.] Offizielle Homepage des Vereins&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Bergwerken im Hunsrück|Liste von Bergwerken im Taunus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer Slotta]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Wilhelm-Erbstollen in Kaub.&amp;#039;&amp;#039; In: Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e.V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Anschnitt]]&amp;#039;&amp;#039; 4/1982, S. 154–165 {{OCLC|174203834}} ([https://www.bergbaumuseum.de/forschung/publikationen/der-anschnitt/der-anschnitt-ausgabe-4-1982 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Festschrift &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Wilhelm Erbstollen. Dachschiefer-Bergbau. Kaub a.Rh.&amp;#039;&amp;#039; zusammengestellt und verfasst von J. Schwab, Schellenberg, Wiesbaden 1937&lt;br /&gt;
* Karl Heinz Hinterwälder: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung des Schieferbergbaus in Kaub (1974).&amp;#039;&amp;#039; In: Heimat- und Kulturverein Kaub e.V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1000 Jahre Kaub am Rhein, die kleine Stadt mit großer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Eith-Verlag, St. Goarshausen 1990, {{OCLC|180592497}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.wisperkristall.de/schiefer.html|wayback=20160828062609|text=Historische Fotos}} Archiv Rudi Spreitzer, Sauerthal&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.wisperkristall.de/glueckauf.html|wayback=20160815234919|text=Dachschieferbergbau im Westtaunus}} Uwe Nohl&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://www.rheinboellen.info/kultur-tourismus/sehenswuerdigkeiten/die-puricellis-rheinboellerhuette |text=Die Puricelli&amp;#039;s in Rheinböllen/Rheinböllerhütte |wayback=20230606224100}} Offizielle Internetpräsenz der Stadt Rheinböllen&lt;br /&gt;
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