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	<title>Wilgartswiesen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T16:53:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilgartswiesen&amp;diff=191941&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dubbe928: /* Erhebungen */ Verlinkung von Kleiner Breitenberg (Wasgau) und fix typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilgartswiesen&amp;diff=191941&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-06T16:09:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erhebungen: &lt;/span&gt; Verlinkung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kleiner_Breitenberg_(Wasgau)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kleiner Breitenberg (Wasgau) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kleiner Breitenberg (Wasgau)&lt;/a&gt; und fix typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art                = Ortsgemeinde&lt;br /&gt;
|Wappen             = DEU Wilgartswiesen COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad        = 49/12/33/N&lt;br /&gt;
|Längengrad         = 7/52/46/E&lt;br /&gt;
|Lageplan           = Wilgartswiesen in PS.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland         = Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|Landkreis          = Südwestpfalz&lt;br /&gt;
|Verbandsgemeinde   = Hauenstein&lt;br /&gt;
|Höhe               = 220&lt;br /&gt;
|PLZ                = 76848&lt;br /&gt;
|Vorwahl            = 06392&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel  = 07340057&lt;br /&gt;
|LOCODE             = DE ZIU&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband    = Schulstraße 4&amp;lt;br /&amp;gt;76846 Hauenstein&lt;br /&gt;
|Website            = [https://wilgartswiesen.de/ wilgartswiesen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister      = Markus Schöffel&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Ortsbürgermeister&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilgartswiesen Ansicht.jpg|mini|Ansicht von Wilgartswiesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilgartswiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die gemessen an ihrer Fläche größte [[Ortsgemeinde (Rheinland-Pfalz)|Ortsgemeinde]] im [[Landkreis Südwestpfalz]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Sie gehört der [[Verbandsgemeinde Hauenstein]] an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl ihre drittgrößte Ortsgemeinde ist. Wilgartswiesen ist ein staatlich anerkannter [[Erholungsort]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionaldaten&amp;quot;&amp;gt;[https://infothek.statistik.rlp.de/MeineHeimat/content.aspx?id=103&amp;amp;g=0734002057&amp;amp;l=3&amp;amp;tp=2047 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{TOC limit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage und Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align       = left&lt;br /&gt;
 | Richtung    = horizontal&lt;br /&gt;
 | Kopfzeile   = &lt;br /&gt;
 | Breite      = 225&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Hermersbergerhof.JPG&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Ortsteil Hermersbergerhof&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Hofstätten - Ortsmitte.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Exklave Hofstätten&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Kernort liegt im südlichen [[Pfälzerwald]], dem deutschen Teil des [[Wasgau]]s, an dessen nördlichem Rand im Tal der [[Queich]]. Der 5&amp;amp;nbsp;km nördlich gelegene Ortsteil [[Hermersbergerhof]] am Fuße des [[Weißenberg (Frankenweide)|Weißenbergs]] ist die am höchsten gelegene Siedlung der Pfalz. Ein weiterer Ortsteil ist die [[Exklave]] [[Hofstätten (Wilgartswiesen)|Hofstätten]], die sich nördlich des restlichen Gemeindegebiets befindet und zu der der Wohnplatz [[Häusel (Wilgartswiesen)|Häusel]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitläufige Gemarkung nördlich der Kerngemeinde, die zum großen Teil zur Mittelgebirgslandschaft der [[Frankenweide]] gehört, ist außerhalb der Wohnbebauung nahezu durchgängig bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn –&amp;amp;nbsp;einschließlich kursiv gesetzter &amp;#039;&amp;#039;Exklaven&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Annweiler am Trifels]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Rinnthal]], [[Spirkelbach]], [[Hauenstein (Pfalz)|Hauenstein]], &amp;#039;&amp;#039;Spirkelbach&amp;#039;&amp;#039;, [[Hinterweidenthal]], [[Münchweiler an der Rodalb]] und [[Merzalben]]. Die Exklave Hofstätten grenzt im Uhrzeigersinn an [[Elmstein]], &amp;#039;&amp;#039;[[Landauer Stadtwald|Landau in der Pfalz]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Annweiler am Trifels&amp;#039;&amp;#039;, Merzalben, [[Leimen (Pfalz)|Leimen]] und [[Trippstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhebungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Göckelberg bei Wilgartswiesen.JPG|mini|Der Göckelberg hinter der Gemeinde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Siedlungsnähe erstrecken sich der {{Höhe|336.9}} hohe [[Schloßberg (Wilgartswiesen)|Schloßberg]], der {{Höhe|457}} hohe [[Großer Breitenberg (Wasgau)|Große Breitenberg]], der [[Kleiner Breitenberg (Wasgau)|Kleine Breitenberg]] ({{Höhe|455.6}}) und die &amp;#039;&amp;#039;Große Distel&amp;#039;&amp;#039;. Im Südwesten unmittelbar an der Grenze zu Hauenstein liegen der {{Höhe|336.3}} hohe [[Neding]] sowie der {{Höhe|324}} hohe [[Mischberg]]. Nordöstlich des Siedlungsgebiets erhebt sich der {{Höhe|408}} hohe [[Göckelberg]], dessen Ostflanke bereits zu Rinnthal gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen der Gemarkung befinden sich der [[Katzenkopf (Pfälzerwald)|Katzenkopf]] ({{Höhe|553}}), der [[Staufelkopf]] ({{Höhe|552}}), das &amp;#039;&amp;#039;Steckeneck&amp;#039;&amp;#039; sowie unmittelbar nebeneinander die [[Spitze Boll]] ({{Höhe|540.1}}) und nordöstlich von ihr die [[Breite Boll]] ({{Höhe|528}}). Weiter westlich schließen sich das [[Hanseneck]] ({{Höhe|467}}) und die [[Große Boll]] ({{Höhe|533}}) an. An der Grenze zur Gemarkung der Gemeinde [[Spirkelbach]] befindet sich der [[Großer Rauhberg|Große Rauhberg]] ({{Höhe|376.9}}). Unweit der Grenze zu Hinterweidenthal liegen der {{Höhe|432}} hohe &amp;#039;&amp;#039;Große Horberg&amp;#039;&amp;#039;, der {{Höhe|404}} hohe &amp;#039;&amp;#039;Pfaffenberg&amp;#039;&amp;#039; und der {{Höhe|396}} hohe &amp;#039;&amp;#039;Schwemmwasserkopf&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Gemarkung von Hofstätten liegen der {{Höhe|610}} hohe [[Mosisberg]] samt dessen östlichen Teils &amp;#039;&amp;#039;Langerkopf&amp;#039;&amp;#039;, der {{Höhe|558.9}} hohe [[Blosenberg (Pfälzerwald)|Blosenberg]], der {{Höhe|516}} hohe &amp;#039;&amp;#039;Saukopf&amp;#039;&amp;#039; und weiter nördlich der {{Höhe|608.7}} hohe [[Eschkopf]].&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
Mitten durch das Siedlungsgebiet des Kernortes fließt die [[Queich]], die eines der Hauptabflusssysteme der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] bildet; ihr in diesem Bereich liegendes oberes Tal ist ein Kastental. Etwa einen Kilometer westlich des Siedlungsgebiets befindet sich der &amp;#039;&amp;#039;Kohlwoog&amp;#039;&amp;#039;, der zugleich die Quelle eines unbenannten Baches ist; letzterer mündet am südlichen Rand der Wilgartswieser Bebauung von links in die Queich. Weiter südöstlich nimmt diese von rechts den &amp;#039;&amp;#039;Spirkelbach&amp;#039;&amp;#039; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordöstlich der Bebauung verläuft der [[Freischbach (Wellbach)|Freischbach]]. Im Westen der Gemarkung fließt der [[Horbach (Lauter)|Horbach]], der in seinem Oberlauf die Bezeichnung „Meisenbach“ trägt. Er ist ein linker Nebenfluss der [[Lauter (Rhein, Neuburg)|Lauter]] und nimmt dabei mehrere Nebenflüsse wie den [[Waldbach (Horbach)|Waldbach]], den [[Bollgraben (Horbach)|Bollgraben]], den [[Bach aus dem Großen Spechtel]], den [[Mautzenbach]], den [[Hüttengraben (Horbach)|Hüttengraben]] und den [[Pfaffenbach (Horbach)|Pfaffenbach]] auf; der Mündungsbereich des letzteren liegt bereits jenseits der Gemeindegemarkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wehr in der Wieslauter (Ruine).jpg|mini|Ruine eines Wehrs an der Lauter, die in diesem Bereich die Grenze zu Münchweiler an der Rodalb bildet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lauter-Quellfluss [[Wartenbach (Lauter)|Wartenbach]] verläuft im Nordwesten auf der Gemarkungsgrenze zu Merzalben, die zuvor von dessen linkem Zufluss [[Scheidbach (Wartenbach)|Scheidbach]] gebildet wird. Anschließend verläuft die Lauter, die hier, in ihrem oberen Bereich, &amp;#039;&amp;#039;Wieslauter&amp;#039;&amp;#039; genannt wird, auf der Grenze zu Münchweiler an der Rodalb. Von links nimmt sie den [[Lembach (Lauter)|Lembach]] auf, der sich auf kompletter Länge auf der Gemarkung von Wilgartswiesen befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südöstlich des Hermerbergerhofs entspringt der nach Osten verlaufende [[Modenbach (Kaltenbach)|Modenbach]], der nach rund 2&amp;amp;nbsp;km die Grenze zu Rinnthal bildet, ehe er in den [[Kaltenbach (Wellbach)|Kaltenbach]] mündet. Letzterer entspringt nördlich des Hermersbergerhofs und bildet bereits wenig später die Grenze zu einer zu Annweiler am Trifels gehörenden Exklave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wellbach (Queich)|Wellbach]] bildet die östliche Grenze der Exklave Hofstätten. Nördlich und unterhalb des Siedlungsgebiets fließt der [[Flachsbach (Wellbach)|Flachsbach]], ein rechter Nebenfluss des Wellbachs. Auf Gemarkung der Exklave entspringt im [[Husarenbrunnen (Erlenbach)|Husarenbrunnen]] zudem der [[Erlenbach (Speyerbach)|Erlenbach]], der hydrologisch als eigentliche Quelle des Speyerbachs gilt. Er durchfließt im Anschluss die im 19. Jahrhundert angelegten Stauseen [[Dammwoog]], [[Hirschhauswoog]], [[Kanzelwoog]], [[Franzenwoog]] und [[Brüllerwoog]]; nach rund 2&amp;amp;nbsp;km überquert er auf Höhe des [[Augustenwoog]]s die Gemarkungsgrenze zu Elmstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächenaufteilung ===&lt;br /&gt;
{{Balkendiagramm&lt;br /&gt;
|title = Aufteilung der Gemarkungsfläche&lt;br /&gt;
|barwidth = 400px&lt;br /&gt;
|bars =&lt;br /&gt;
{{Balken Prozent|Wald|green|92.3|5383 ha (92,3 %)}}&lt;br /&gt;
{{Balken Prozent|Landwirtschaft|greenyellow|3.6|210 ha (3,6 %)}}&lt;br /&gt;
{{Balken Prozent|Verkehrsfläche|Crimson|2.5|147 ha (2,5 %)}}&lt;br /&gt;
{{Balken Prozent|Siedlungsfläche|purple|1.1|65 ha (1,1 %)}}&lt;br /&gt;
{{Balken Prozent|Wasser|blue|0.2|11 ha (0,2 %)}}&lt;br /&gt;
{{Balken Prozent|Sonstige Nutzung|gray|0.3|16 ha (0,3 %)}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Daten des [[Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz|Statistischen Landesamtes]], Stand 31. Dezember 2019.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistik_RLP&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://infothek.statistik.rlp.de/MeineHeimat/content.aspx?id=103&amp;amp;l=3&amp;amp;g=0734002057&amp;amp;tp=1027 |titel=Mein Dorf, meine Stadt. Wilgartswiesen, Fläche nach Nutzung |hrsg=Statistisches Landesamt |abruf=2021-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Zudem ist die Gemeinde deutschlandweit der einzige bekannte Fundort für das seltene Mineral [[Arcanit]]. Geologisch dominieren vor Ort die [[Trifels-Schichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilgartswiesen.jpg|mini|Blick von der Falkenburg auf Wilgartswiesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilgartswiesen wurde bereits 828 urkundlich erwähnt, als Gräfin Wiligarta aus dem Geschlecht der [[Gau]]grafen des [[Bliesgau]]s, den sogenannten [[Widonen]], Kirche und Hof &amp;#039;&amp;#039;Willigarttawisa&amp;#039;&amp;#039; dem [[Kloster Hornbach]] schenkte, das fortan die Urbarmachung der Gegend vorantrieb und unter anderem die Annexe Hermersbergerhof gründete. Dadurch handelt es sich um die älteste Gemeinde im Queichtal. Später wurden der Ort und das weitläufige Gebiet von der nahe gelegenen [[Falkenburg (Pfalz)|Falkenburg]] aus verwaltet. Bis Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bildete die Gemeinde ein [[Kondominium]], indem sie gemeinschaftlich zu [[Pfalz-Zweibrücken|Zweibrücken]] und der Linie [[Leiningen (Adelsgeschlecht)|Leiningen-Dagsburg]] gehörte. Unter der anschließenden französischen Herrschaft wurde Wilgartswiesen mit dem weiter nordöstlich liegenden Hofstätten zu einer Gemeinde zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1798 bis 1814, als die [[Pfalz (Region)|Pfalz]] Teil der [[Erste Französische Republik|Französischen Republik]] (bis 1804) und anschließend Teil des [[Erstes Kaiserreich|Napoleonischen Kaiserreichs]] war, waren &amp;#039;&amp;#039;Wilgartswiesen und Hofstätten&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;so die damalige Bezeichnung –&amp;amp;nbsp;in den [[Kanton Annweiler]] eingegliedert und Sitz der &amp;#039;&amp;#039;Mairie Wilgartswiesen&amp;#039;&amp;#039;, die zusätzlich Rinnthal und Spirkelbach umfasste. 1815 wurde die Gemeinde [[Kaisertum Österreich|Österreich]] zugeschlagen, bereits ein Jahr später wechselte die Gemeinde wie die gesamte [[Pfalz (Bayern)|Pfalz]] in das [[Königreich Bayern]]. Von 1818 bis 1862 waren &amp;#039;&amp;#039;Wilgartswiesen und Hochstätten&amp;#039;&amp;#039; Bestandteil des [[Landkommissariat Bergzabern]], das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 17.&amp;amp;nbsp;Juni 1849 wurde Wilgartswiesen teilweise Schauplatz des [[Gefecht bei Rinnthal|Gefechts bei Rinnthal]]; ein Teil der preußischen Verbände war dabei hinter der Gemeinde geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde die bislang &amp;#039;&amp;#039;Wilgartswiesen-Hofstätten&amp;#039;&amp;#039; heißende Gemeinde in „Wilgartswiesen“ umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Wilhelm Volkert |Titel=Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980 |Verlag=C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=München |Datum=1983 |ISBN=3-406-09669-7 |Seiten=435}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde sie in den [[Landkreis Bergzabern]] eingegliedert. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Gemeinde innerhalb der [[Französische Besatzungszone|französischen Besatzungszone]] Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der [[Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz|ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform]] wechselte die Gemeinde 1969 in den [[Landkreis Südwestpfalz|Landkreis Pirmasens (ab 1997 &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Südwestpfalz&amp;#039;&amp;#039;)]]. Drei Jahre später wurde sie in die neu geschaffene [[Verbandsgemeinde Hauenstein]] eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde der östliche Teil des Weilers [[Johanniskreuz]] der Gemeinde [[Trippstadt]] zugeschlagen, zu der bereits zuvor der Westteil gehörte. Am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1976 wurden der bis dahin zur Gemeinde gehörenden Weiler [[Kaltenbach (Hinterweidenthal)|Kaltenbach]] nach [[Hinterweidenthal]] sowie die im [[Elmsteiner Tal]] liegenden Ortschaften [[Speyerbrunn]], [[Erlenbach (Elmstein)|Erlenbach]] und [[Schwarzbach (Elmstein)|Schwarzbach]] nach [[Elmstein]] umgemeindet.{{GemeindeverzeichnisRP|Ref=ja|Stand=2006|Seiten=200}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstatistik ===&lt;br /&gt;
1815 lebten im damaligen Gemeindegebiet 732 Menschen. Im Zuge der Gebietsabtretungen an die Gemeinde Elmstein verlor Wilgartswiesen Mitte der 1970er Jahre insgesamt 207 Einwohner. 2004 lebten 1.190 Menschen in Wilgartswiesen. In der Folgezeit ging die Einwohnerzahl weiter zurück. 2006 betrug sie 1.115, seit den 2010er Jahren stagniert sie bei rund 1.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionsstatistik ===&lt;br /&gt;
Ende 2012 waren 57,6 % der Einwohner evangelisch und 29,2 % römisch-katholisch. Die übrige 13,2 gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ewois.de/Statistik/user/anzeigen.php?ags=0734002057 KommWis, Stand: 31. Dezember 2012.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Stand 31. Dezember 2024 waren von den Einwohnern (mit Hauptwohnung) 42,0 % evangelisch, 22,4 % katholisch und 35,6 % gehörten einer anderen [[Glaubensgemeinschaft]] an oder waren [[konfessionslos]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://statistik.ewois.de/Statistik/user/pdfgen.php?stichtag=31.12.2024&amp;amp;ags=34002057&amp;amp;type=OG&amp;amp;linkags=0734002057 Gemeindestatistik Ortsgemeinde Wilgartswiesen], abgerufen am 17. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilgartswiesen-12-Alte Schulstr 1-Rathaus-2019-gje.jpg|mini|Rathaus]]&lt;br /&gt;
Bei Bundestagswahlen gehört Wilgartswiesen zum [[Bundestagswahlkreis Pirmasens|Wahlkreis Pirmasens]]. Bei Landtagswahlen war die Gemeinde von [[Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 1991|1991]] bis [[Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016|2016]] Bestandteil des [[Wahlkreis Pirmasens-Land|Wahlkreises Pirmasens-Land]]. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs der Region wurde er aufgelöst, sodass Wilgartswiesen seit [[Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2021|2021]] zum [[Wahlkreis Pirmasens]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] in Wilgartswiesen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2024|Kommunalwahl am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024]] in einer [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#PV|Mehrheitswahl]] gewählt wurden, und dem [[ehrenamt]]lichen [[Ortsbürgermeister]] als Vorsitzendem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | Wahl || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | [[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | [[Wählergruppe|BfW]] || style=&amp;quot;width:6em&amp;quot; | Gesamt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2024|2024]] || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | per [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#PV|Mehrheitswahl]] || 16 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manfred Schoch (Wahlleiter) |url=https://ol.wittich.de/titel/190/ausgabe/25/2024/artikel/00000000000042951285-OL-190-2024-25-25-0 |titel=Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat Wilgartswiesen am 9. Juni 2024 |werk=Hauensteiner Bote, Ausgabe 25/2024 |hrsg=[[Linus Wittich Medien]] GmbH, Höhr-Grenzhausen |datum=2024-06-20 |abruf=2025-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2019|2019]] || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | per Mehrheitswahl || 16 Sitze&amp;lt;ref name=&amp;quot;landeswahlleiter-1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kg/ergebnisse/3400205700.html Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen], abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2014|2014]] || 3 || 9 || 12 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009|2009]] || 4 || 12 || 16 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2004|2004]] || 4 || 12 || 16 Sitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;lt;small&amp;gt;BfW = Bündnis für Wilgartswiesen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Markus Schöffel wurde am 28.&amp;amp;nbsp;August 2024 Ortsbürgermeister von Wilgartswiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ol.wittich.de/titel/190/ausgabe/36/2024/artikel/00000000000043918071-OL-190-2024-36-36-0 |titel=Aus der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Wilgartswiesen vom 28.08.2024 |werk=Hauensteiner Bote, Ausgabe 36/2024 |hrsg=Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen |abruf=2025-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#BM|Direktwahl]] am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 50,2 % gegen den bisherigen Amtsinhaber durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-kw24.wahlen.23degrees.eu/wahlen/direktwahlen-gemeindeebene/3400205700 |titel=Wilgartswiesen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024 |werk=Kommunalwahlergebnisse Wilgartswiesen |hrsg=Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |abruf=2025-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöffels Vorgänger Manfred Schoch war am 26.&amp;amp;nbsp;Mai 2019 als einziger Bewerber mit 76,3 % der Wählerstimmen zum Bürgermeister gewählt und am 12.&amp;amp;nbsp;August 2019 ernannt worden. Er folgte auf Jürgen Brödel, der 2019 nicht mehr kandidiert hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landeswahlleiter-2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kd/gebiete/3400000000000.html Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Direktwahlen], abgerufen am 11. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rheinpfalz.de/lokal/kreis-suedliche-weinstrasse_artikel,-wilgartswiesen-neuer-ortschef-will-sich-um-schaffung-von-bauland-kümmern-_arid,1498509.html?reduced=true |titel=Wilgartswiesen: Neuer Ortschef will sich um Schaffung von Bauland kümmern |hrsg=Die Rheinpfalz |datum=2019-08-14 |abruf=2020-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung= In Grün ein mit dem nach oben gekehrten silbernen Eisen schrägrechts wachsender goldener Jagdspieß.&lt;br /&gt;
|Quelle      = Karl Heinz Debus: &amp;#039;&amp;#039;Das große Wappenbuch der Pfalz&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.&lt;br /&gt;
|Zusatz      = Das Wappen wurde 1931 vom [[Bayerisches Staatsministerium des Innern|Bayerischen Staatsministerium des Innern]] genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel von 1463.&lt;br /&gt;
|Begründung  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Kulturdenkmäler in Wilgartswiesen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Kulturdenkmäler im Gemeindegebiet von Wilgartswiesen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Wilgartswiesen Kirche 1.jpg|Doppeltürmige Kirche&lt;br /&gt;
 Falkenburg stirn.jpg|Fels der Falkenburg&lt;br /&gt;
 Ritterstein 57 Dreiherrenstein.JPG|Ritterstein 57 &amp;#039;&amp;#039;Dreiherrenstein&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 Eschkopfturm.JPG|Eschkopfturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die namensgebende [[Wilgartaburg]] ist als [[Gesamtanlage|Denkmalzone]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen insgesamt 21&amp;amp;nbsp;Einzeldenkmäler, darunter die im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als Reichsfeste erbaute Falkenburg, die im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] gesprengt wurde und seither Ruine ist. Die aus dem örtlichen [[Buntsandstein]] erbaute [[Protestantische Kirche (Wilgartswiesen)|evangelische Kirche]] ist das einzige doppeltürmige Gotteshaus im Pfälzerwald. Im Nordwesten der Gemarkung unmittelbar auf der Grenze zu Merzalben befindet sich der [[Dreiherrenstein (Frankenweide)|Dreiherrenstein]], der zugleich als &amp;#039;&amp;#039;[[Ritterstein]]&amp;amp;nbsp;57&amp;#039;&amp;#039; ausgewiesen ist. 3&amp;amp;nbsp;km nördlich der Bebauung von Hofstätten steht der [[Eschkopfturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Talkessel Untere Schwemmwasserquelle Wilgartswiesen, 4. Mai 2014.jpg|mini|Untere Schwemmwasserquelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Ortes ziehen sich viele Felsgruppen aus Buntsandstein hin, aus denen unter anderem die Wilgartaburg und die Falkenburg herausgehauen sind. Auf Gemarkung der Gemeinde befindet sich das Naturschutzgebiet [[Falkenburg-Tiergarten]]. Mit der &amp;#039;&amp;#039;Felsgruppe Neding&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Unteren Schwemmwasserquelle&amp;#039;&amp;#039; verfügt der Ort über [[Liste der Naturdenkmale in Wilgartswiesen|zwei Naturdenkmale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die etwa 2400&amp;amp;nbsp;Hektar große Kernzone [[Quellgebiet der Wieslauter]] des [[Naturpark Pfälzerwald|Naturparks Pfälzerwald]] liegt außerdem teilweise auf dem Gebiet von Wilgartswiesen. Als Teil des Naturparks geöhrt die Gemeinde außerdem zum [[Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord]]. Im Westen der Gemarkung liegen außerdem das 1995 ausgewiesene [[Naturwaldreservat]] &amp;#039;&amp;#039;Pfaffenberg&amp;#039;&amp;#039;, das 76&amp;amp;nbsp;Hektar umfasst und der &amp;#039;&amp;#039;Ruheforst Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen&amp;#039;&amp;#039;. Darüber hinaus ist Wilgartswiesen Bestandteil des [[Klettergebiet Pfälzer Wald|Klettergebiets Pfälzer Wald]]. Große Teile der Gemarkung nördlich des Kernortes gehören zum 1998 ausgewiesenen FFH-Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Biosphärenreservat Pfälzerwald&amp;#039;&amp;#039; und der Teil südlich des Kernortes zum EU-Vogelschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Pfälzerwald&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rittersteine ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ritterstein 50 Wildsauhütte.JPG|mini|Ritterstein 50 &amp;#039;&amp;#039;Wildsauhütte&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Gemarkung der Gemeinde stehen zahlreiche [[Liste der Rittersteine|Rittersteine]]. Die meisten weisen auf einst existierende Siedlungen und Höfe innerhalb des Gemeindegebiets von Wilgartswiesen hin, beispielsweise der Ritterstein&amp;amp;nbsp;38 &amp;#039;&amp;#039;Vogelshütte&amp;#039;&amp;#039;, der sich ganz im Westen der Gemarkung im Zieglertal befindet und auf einen 1855 niedergelegten Wadldbauernhof hinweist. 39 &amp;#039;&amp;#039;Kunzelmannsgut&amp;#039;&amp;#039; liegt weiter südlich und markiert ein 1613 erstmals erwähntes herrschaftliches Gut. 40 &amp;#039;&amp;#039;Granitzenhütte&amp;#039;&amp;#039; weist der auf Reste eines ehemaligen Hofes hin. 45 &amp;#039;&amp;#039;R.&amp;amp;nbsp;Neu-Falkenburg&amp;#039;&amp;#039; erinnert an das kurzlebige Schloss Neu-Falkenburg. 50 &amp;#039;&amp;#039;Wildsauhütte&amp;#039;&amp;#039; ist der Standort einer früheren Blockhütte für Waldarbeiter. 52 &amp;#039;&amp;#039;Eußertaler Klostergut&amp;#039;&amp;#039; befinden sich im Gebiet des Hermersbergerhofes; er verweist auf dessen einstige Zugehörigkeit zum [[Kloster Eußerthal]] hin. 59 &amp;#039;&amp;#039;R. Wüstmühle&amp;#039;&amp;#039; markiert den Standort einer früheren Säge- und Mahlmühle. 78 &amp;#039;&amp;#039;Mosisbruch&amp;#039;&amp;#039; befindet sich auf dem Gebiet der Exklave Hofstätten und verweist auf den Standort eines Waldbauernhofes, der sich in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Hochmoors befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Orientierungspunkte für Wanderer dienen neben dem bereits erwähnten Ritterstein 57 ebenso der Ritterstein 46 &amp;#039;&amp;#039;Tiergarten&amp;#039;&amp;#039;, der sich am Standort des zur Falkenburg gehörenden&lt;br /&gt;
und inzwischen nicht mehr existenten Tiergarten befindet. 53 &amp;#039;&amp;#039;Geschützt&amp;#039;&amp;#039; steht auf einem Privatgelände innerhalb des Weilers Hermersbergerhof und verweist auf mittlerweile nicht mehr existierende Wacholderbäume an seinem Standort. 224 &amp;#039;&amp;#039;Alte Straße – Falkenburger Steige&amp;#039;&amp;#039; 225 &amp;#039;&amp;#039;Spurrillen – Damm&amp;#039;&amp;#039; 226 &amp;#039;&amp;#039;Alte Straße – Keltenzeit – Mittelalter – Spurrillen – Damm&amp;#039;&amp;#039; und 227 &amp;#039;&amp;#039;Alte Straße – Keltenzeit – Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; markieren den Verlauf nicht mehr existenter Straßen aus der Vorzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ritterstein 48 Wolfsgrub 105 Schr.JPG|mini|Ritterstein 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ritterstein mit der Nummer 48 markiert eine erhaltene [[Wolfsgrube]], in der 1908 letztmals ein Wolf erlegt wurde, und Nummer 49 die Wilgartaburg. 80 &amp;#039;&amp;#039;Preussenstein&amp;#039;&amp;#039; steht an der Stelle eines früheren preußischen Wachtpostens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gräfin Wiligarta ===&lt;br /&gt;
Als touristische Repräsentantin fungiert die „Gräfin Wiligarta“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
2018 wurde in Wilgartswiesen das Kindermusical [[Freddy der Esel]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der geographischen Gegebenheiten dominierte vor Ort jahrhundertelang die Forstwirtschaft. Unweit des Hermersbergerhofes befindet sich das [[Forsthaus Meisenhalde]], das mittlerweile als Ferienhaus fungiert. Einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig stellt die Holzverarbeitung dar. Die vor Ort ansässige [[Schuhindustrie]] hat inzwischen einen Großteil ihrer früheren Bedeutung eingebüßt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ort außerdem Bestandteil der inzwischen aufgelösten &amp;#039;&amp;#039;[[Pirmasens Military Community]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilgartswiesen-08-Bahnhof-2019-gje.jpg|mini|Bahnhof Wilgartswiesen 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde erhielt im Jahr 1875 Anschluss an das Eisenbahnnetz, als die zuvor in [[Bahnhof Annweiler am Trifels|Annweiler am Trifels]] endende [[Bahnstrecke Landau–Rohrbach|Bahnstrecke Landau–Zweibrücken]] auf voller Länge eröffnet wurde. Der [[Bahnhof Wilgartswiesen|Bahnhof]] entstand am südöstlichen Siedlungsrand. Die Bedienung im Güterverkehr endete 1998. Mittlerweile stellt er die einzige Kreuzungsmöglichkeit zwischen Annweiler und [[Bahnhof Hinterweidenthal Ost|Hinterweidenthal]] dar. Er wird von Regionalbahnen der Linie &amp;#039;&amp;#039;RB&amp;amp;nbsp;55&amp;#039;&amp;#039; bedient, die zwischen [[Landau (Pfalz) Hauptbahnhof|Landau]] und [[Pirmasens Hauptbahnhof|Pirmasens]] verkehren. Das noch vorhandene Empfangsgebäude spielt für den Bahnbetrieb inzwischen keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2010 in Betrieb genommene Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Hauenstein Mitte&amp;#039;&amp;#039;, welcher der besseren Erschließung Hauensteins dient, befindet sich ebenfalls auf der Gemarkung von Wilgartswiesen; aus diesem Grund hatte die Gemeinde lange Zeit Widerstand gegen dessen Bau geleistet, da sie um den Fortbestand ihres bisherigen Bahnhofs gefürchtet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilgartswiesen Alte Schulstr 9.jpg|mini|Kreisstraße&amp;amp;nbsp;54 nach Spirkelbach innerhalb von Wilgartswiesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilgartswiesen liegt an der [[Bundesstraße&amp;amp;nbsp;10]], die ursprünglich mitten durch das Siedlungsgebiet verlief und die inzwischen als Umgehungsstraße um den Ortsbereich herumgeführt wird. Im Norden der Gemarkung von Hofstätten verläuft die [[Bundesstraße 48|B&amp;amp;nbsp;48]] in Richtung [[Kaiserslautern]] und [[Bad Kreuznach]]. Die [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Südwestpfalz#K 38|Kreisstraße&amp;amp;nbsp;38]] verbindet die Gemeinde mit Hauenstein und die [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Südwestpfalz#K 54|Kreisstraße&amp;amp;nbsp;54]] mit Spirkelbach sowie [[Schwanheim (Pfalz)|Schwanheim]]. Die [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Südwestpfalz#K 56|Kreisstraße&amp;amp;nbsp;56]] bindet den Hermersbergerhof ans Straßennetz an und die [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Südwestpfalz#K 57|Kreisstraße&amp;amp;nbsp;57]] Hofstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|Öffentliche Nahverkehr]] ist seit 2006 in den [[Verkehrsverbund Rhein-Neckar]] (VRN) integriert, davor war die Stadt seit 2000 Bestandteil des [[Westpfalz-Verkehrsverbund]]es (WVV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2012 war die Gemeinde über die von [[SüdwestBus]] betriebene Buslinie 523, die die Route Landau–Godramstein–Annweiler–Hauenstein befuhr, an das Busliniennetz angebunden. Im Zuge der Umstrukturierung des Angebotes in der Region um Landau wurde diese durch die von der [[Queichtal Nahverkehrsgesellschaft]] (QNV) betriebene Buslinie&amp;amp;nbsp;526 ersetzt; diese führt wechselweise über den Kernort, die mit Annweiler am Trifels und Hauenstein verknüpft wird oder von Annweiler aus nach Hofstätten und verkehrt ausschließlich an Werktagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Institutionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk des [[Amtsgericht Pirmasens|Amtsgerichts Pirmasens]], davor bis 1968 zum [[Amtsgericht Annweiler|Gerichtsbezirk Annweiler]]. Im Ortsteil Hermersbergerhof existierte die [[Fachklinik Pfälzerwald]], die unter der Trägerschaft der [[Evangelische Heimstiftung Pfalz|Evangelischen Heimstiftung Pfalz]] stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilgartswiesen Brunnen 2.jpg|mini|Wegemarkierungen innerhalb von Wilgartswiesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wäldern der Frankenweide unterhält der [[Pfälzerwald-Verein]] ein weitläufiges Markierungsnetz für Rad- und Fußwanderer. Durch Wilgartswiesen, jedoch abseits des Siedlungsgebiets, verläuft der Prädikatswanderweg [[Pfälzer Waldpfad]]. Die Gemeinde liegt an der Route eines Wanderwegs, der [[Wanderwege im Pfälzerwald#Kennzeichnung Farbige Balken|mit einem blau-gelben Balken]] markiert ist und unter anderem die Verbindung mit [[Lauterecken]] sowie [[Sankt Germanshof]] schafft. Hinzu kommen ein solcher, der [[Wanderwege im Pfälzerwald#Kennzeichnung Farbige Balken|mit einem gelb-roten Balken]] gekennzeichnet ist und einer [[Wanderwege im Pfälzerwald#Wege über Johanniskreuz (Kennzeichnung Farbiges Kreuz)|mit einem blauen Kreuz]], der sowohl durch den Kernort als auch durch den Ortsteil Hermersbergerhof verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Hermersbergerhof liegt am [[Höcherbergweg]], der von [[Niederwürzbach]] bis nach [[Böchingen]] verläuft und der mit einem [[Wanderwege im Pfälzerwald#Kennzeichnung Farbige Balken|rot-weißen Balken]] markiert ist. Über Hofstätten führt ein solcher, der [[Wanderwege im Pfälzerwald#Kennzeichnung Farbige Balken|mit einem gelben Balken]] markiert und von [[Contwig]] bis nach [[Germersheim]] verläuft und über dessen Gemarkung der mit einem roten Kreuz markierte [[Fernwanderweg Franken-Hessen-Kurpfalz]]. Der [[Wanderwege im Pfälzerwald#Kennzeichnung Farbige Balken|mit einem blau-roten Balken]] gekennzeichnete Weg bindet sowohl Hofstätten als auch Hermersbergerhof an und führt von [[Kirchheimbolanden]] bis nach [[Pirmasens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Wilgartswiesen östlicher Endpunkt des [[Pirminius-Radweg]]s, der in [[Hornbach]] seinen Ausgangspunkt nimmt. Zudem verläuft der [[Queichtalradweg]] durch die Gemeinde. Die von [[Kaiserslautern]] nach Hinterweidenthal verlaufende [[Pfälzerwald-Tour]] führt durch den äußersten Westen der Gemeindegemarkung. Mit der &amp;#039;&amp;#039;Burgentour Wilgartswiesen&amp;#039;&amp;#039; existiert vor Ort außerdem ein Rundwanderweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Albert Buchmann (SS-Mitglied)|Albert Buchmann]] (1888–≈1942), SS-Führer und Polizist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[August Grub]]&amp;lt;!-- Lebensdaten? --&amp;gt; war Wehrführer der örtlichen Feuerwehr. Auf seine Initiative wurde zwischen 1960 und 1962 das [[Feuerwehrhaus]] gebaut,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.feuerwehr-wilgartswiesen.de/satzung.html Geschichte der Feuerwehr Wilgartswiesen], abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; wofür er 1968 mit der [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland#Stufen des Verdienstordens|Bundesverdienstmedaille]] geehrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesanzeiger]], Jahrgang 20, Nummer 12 vom 18. Januar 1968, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Theodor Schaller]] (1900–1993), Theologe, war ab 1929 Pfarrer vor Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://wilgartswiesen.de/ Ortsgemeinde Wilgartswiesen]&lt;br /&gt;
* {{RPB ORT|nr=o34002057}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Südwestpfalz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4066136-2|VIAF=240803662}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Südwestpfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Rheinland-Pfalz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dubbe928</name></author>
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