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	<title>Wildkirchli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildkirchli.JPG|mini|Wildkirchli, von der Seilbahn aus gesehen]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wildkirchli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besteht aus drei [[Höhle]]n und liegt unterhalb der [[Ebenalp]] im [[Alpstein]] im Kanton [[Kanton Appenzell Innerrhoden|Appenzell Innerrhoden]] in der [[Schweiz]]. Das Wildkirchli mit der Kapelle St. Michael steht auf der [[Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Appenzell Innerrhoden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyers Universum Band 14 14.jpg|mini|Das Appenzeller Wildkirchlein um 1850]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-NB Photoglob-Wehrli EAD-WEHR-12531-B.tif|mini|&amp;quot;Wirthschaft zum Wildkirchlein&amp;quot; (ca. 1910)]]&lt;br /&gt;
Der Name Wildkirchli wird erstmals vom [[St. Gallen]]er Reformator und Bürgermeister [[Joachim Vadian]] erwähnt. 1621 gründete der Mönch Philipp Tanner eine Höhlenkapelle in einer der drei Höhlen des Wildkirchli, die der Pfarrer [[Paulus Ulmann]] 1658 zu einer [[Einsiedelei]] ausbaute. Man kann davon ausgehen, dass die Alp-Bauern der Ebenalp schon lange vor Tanner einen kleinen Ort der Andacht in der Höhle eingerichtet hatten. Tanner fand anlässlich eines Besuchs der Ebenalp eine verwahrloste Gebets-Stätte vor. Mit Unterstützung der Behörden des Standes Appenzell Innerrhoden liess er einen hölzernen [[Altar]] und vor der Höhle einen Holzturm mit grossen Kreuz errichten. Die [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] wurde auf den Namen des [[Erzengel Michael|Erzengels Michael]] geweiht und sollte als [[Wallfahrt]]sort dienen. Nachdem Tanner Appenzell 1624 verlassen hatte, vergassen die Appenzeller die Kapelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist dem Appenzeller Pfarrer Paulus Ulmann zu verdanken, dass die Höhlen nicht wieder in Vergessenheit gerieten. 1658 war er der erste [[Eremit]], der sich in Wildkirchli niederliess, nachdem er sein Pfarramt in Appenzell aufgegeben hatte. Unter Ulmann entwickelte sich das Wildkirchli zu einem beliebten Wallfahrtsort für die Appenzeller. 1679 gründete Ulmann die Wildkirchli-Stiftung, um die Einsiedelei auch über seinen Tod hinaus zu erhalten. Die Stiftung verfügte über Grundbesitz in der Umgebung der Höhlen, und aus den Erträgen sollten der Unterhalt der Gebäude und das Leben der Eremiten finanziert werden. Der Stiftungsbrief befindet sich im Besitz des Landesarchivs Appenzell Innerrhoden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.zeitzeugnisse.ch/detail.php?id=51&amp;amp;stype=4|titel=Stiftungsbrief für das Wildkirchli|werk=zeitzeugnisse.ch|zugriff=2018-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1853 lebten zirka zwei Dutzend Eremiten ständig in den Höhlen. Als im Jahre 1853 der Eremit Anton Fässler tödlich abstürzte, wurde die Einsiedelei aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.ebenalp.ch/tl_files/ebenalp/files/downloads/wildkirchliflyer_einsiedler.pdf|titel=Ebenalp Erlebnis Wildkirchli-Höhlen|werk=ebenalp.ch|zugriff=2018-08-26|archiv-url=https://web.archive.org/web/20140804091617/http://www.ebenalp.ch/tl_files/ebenalp/files/downloads/wildkirchliflyer_einsiedler.pdf|archiv-datum=2014-08-04|offline=ja|archiv-bot=2024-06-14 10:52:59 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1860 wurden die ehemaligen Unterkünfte der Eremiten durch das heutige [[Berggasthaus Aescher-Wildkirchli|Gasthaus Äscher]] (auch Aescher) ersetzt. Dieses befindet sich bis heute im Eigentum der Wildkirchlistiftung und wird verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die touristische Erschliessung des Alpsteins ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts rückte das Wildkirchli ins Zentrum der Öffentlichkeit. Eine der frühesten Reisebeschreibungen mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Schilderung der Gebirgsvölker in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem Jahr 1798 vom deutschen Reiseschriftsteller [[Johann Gottfried Ebel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Gottfried Ebel |Titel=Die Schilderung des Gebirgsvölkes vom Kanton Appenzell |Hrsg= |Sammelwerk=Die Schilderung der Gebirgsvölker der Schweiz |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Leipzig |Datum=1798 |Seiten=129 ff |ISBN= |Online=https://www.e-rara.ch/doi/10.3931/e-rara-22525}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Werbeansichten des Wildkirchlis stammten vom Schweizer Landschaftsmaler [[Johann Baptist Isenring]], der 1830 seine &amp;#039;&amp;#039;Ansichten aus dem Appenzeller Gebirge&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Baptist Isenring |Titel=Ansichten aus dem Appenzeller Gebirge. |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=St.Gallen |Datum=1830 |Seiten= |ISBN= |Online=https://www.e-rara.ch/zut/content/titleinfo/8764581}}&amp;lt;/ref&amp;gt; veröffentlichte. Hier finden sich zwei Blätter mit Ansichten des Wildkirchlis. Das Wildkirchli wurde z. B. 1836 von der Dichterin [[Annette von Droste-Hülshoff]] besucht und beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief vom 1. September 1839 an Elise Rüdiger; zitiert nach Otmar Scheiwiller: &amp;#039;&amp;#039;Annette von Droste-Hülshoff in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Einsiedeln.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über ihre engere regionale Bedeutung hinaus wurde die Eremitenklause und Höhlenkapelle Wildkirchli auch durch den 1855 veröffentlichten Roman &amp;#039;&amp;#039;Ekkehard&amp;#039;&amp;#039; von [[Joseph Victor von Scheffel]]  bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Victor von Scheffel |Titel=Ekkehard. Ein Roman aus dem zehnten Jahrhundert. |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1855 |Seiten= |ISBN= |Online=https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/scheffel_ekkehard_1855?p=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Held gleichen Namens lebte nach einer enttäuschten Liebe als Eremit auf dem Wildkirchli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 wurden in diesen Höhlen vom St. Galler Naturwissenschaftler [[Emil Bächler]] prähistorische Funde von Höhlenmenschen, wie bearbeitete Steine, Werkzeuge und Knochen gefunden. Diese lassen sich in die Zeit von 50&amp;#039;000 bis 30&amp;#039;000 v. Chr. datieren und beweisen, dass damals [[Neandertaler]] im Alpsteingebirge lebten. Die Tatsachen machten das Wildkirchli weltbekannt. Neben diesen Funden entdeckte man auch Spuren von [[Höhlenbär]]en, die in den Höhlen ab 90&amp;#039;000 v. Chr. lebten. Die Funde werden in einem 1972 nachgebauten Eremitenhäuschen im Wildkirchli und im Museum von [[Appenzell (Ort)|Appenzell]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höhlen ==&lt;br /&gt;
Das [[Karst|Karst-Höhlensystem]] besteht aus drei Höhlenteilen mit grossräumigen Gängen. Ein Höhlenteil ist durchgängig und hat zwei Eingänge. Dieser kann auf einem Wanderweg begangen werden. Das Höhlensystem befindet sich im [[Schrattenkalk-Formation|Schrattenkalk]] und hat eine Gesamtlänge von rund 150&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://data.geo.admin.ch/ch.swisstopo.geologie-geotope/PDF/geotope-CH_003.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wildkirchli, Höhle im Alpstein (Schwende, AI)&amp;#039;&amp;#039;] auf data.geo.admin.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der drei Höhlen wurde von Einsiedlern, die in den Höhlen von 1658 bis 1853 lebten, in eine Altarhöhle umgewandelt, die heute noch von der Frömmigkeit der Einsiedler zeugt und wo heute noch [[Heilige Messe|Messen]] gefeiert werden. In einer zweiten Höhle lebten die Eremiten während des Sommers, in der dritten befindet seit 1846 das [[Berggasthaus Aescher-Wildkirchli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
2004-Wildkirchli-Hoehle.jpg|Prähistorische Höhle&lt;br /&gt;
Höhlenbärenskelett Wildkirchlihöhle.jpeg|Höhlenbärenskelett aus der Wildkirchlihöhle&lt;br /&gt;
2004-Wildkirchli-Altar.jpg|Altarhöhle&lt;br /&gt;
2004-Wildkirchli-Glockenturm.jpg|Glockenturm&lt;br /&gt;
Wildkirchli Isenring.png|Ansicht Wildkirchli von J.B. Isenring, 1830&lt;br /&gt;
Das Wildkirchli im Kanton Appenzell I.Rh.jpg|Darstellung von J.H. Locher, 1871&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Emil Bächler]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wildkirchli, die älteste prähistorische Kulturstation der Schweiz und ihre Beziehungen zu den altsteinzeitlichen Niederlassungen des Menschen in Europa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; 41. Jg. 1912, S.&amp;amp;nbsp;14–38 ([http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1912-t-A014 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Emil Bächler: &amp;#039;&amp;#039;Das alpine Paläolithikum der Schweiz im Wildkirchli, Drachenloch und Wildenmannlisloch.&amp;#039;&amp;#039; 1940.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Zum Besuch der Wildkirchli-Höhlen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungsblatt der Schweizerischen Geschichte für Ur- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 8, 1977, S.&amp;amp;nbsp;2–12.&lt;br /&gt;
* Rainald Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Wildkirchli. Ebenalpstock, Kanton Appenzell Innerrhoden&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerische Kunstführer]],&amp;#039;&amp;#039; Nr. 155). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1974, ISBN 978-3-85782-155-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Schwende-Rüte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|12768|Wildkirchli|Autor= Elisabeth Schmid}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ebenalp.ch/sommer/wildkirchli-aescher Wildkirchli] auf der Homepage der Ebenalpbahn&lt;br /&gt;
* [https://www.appenzellerlinks.ch/Appenzellerland/Panoramatour/Kugelpanorama-Alpstein-Wildkirchli.htm Kugelpanorama vom Wildkirchli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.284804|EW=9.415112|type=landmark|region=CH-AI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhle in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhle in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schwende-Rüte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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