<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wildes_Feld</id>
	<title>Wildes Feld - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wildes_Feld"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wildes_Feld&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T00:15:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wildes_Feld&amp;diff=1737110&amp;oldid=prev</id>
		<title>176.3.77.172: /* Geschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wildes_Feld&amp;diff=1737110&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-14T16:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Region. Siehe auch: [[Wildfeld]], Berg in den Alpen.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ukraine-Dyke_Pole.png|mini|Wildes Feld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wildes Feld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilde Felder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Descht-i-Kiptschak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Дикое поле}}, &amp;#039;&amp;#039;Dikoje pole&amp;#039;&amp;#039;; {{UkS|Дике Поле}} &amp;#039;&amp;#039;Dyke Pole&amp;#039;&amp;#039;; {{PlS|Dzikie Pola}}&amp;lt;ref&amp;gt;Włodzimierz Wilczyński: &amp;#039;&amp;#039;Ukraina Leksykon.&amp;#039;&amp;#039; Książka i Wiedza, S. 62, ISBN 978-83-051-3570-2&amp;lt;/ref&amp;gt;) waren seit der Epoche der [[Kiewer Rus]] bis in das 18. Jahrhundert gebräuchliche Begriffe für die [[Steppe]]nlandschaft der heutigen [[Ukraine|Süd- und Ostukraine]] sowie der angrenzenden Regionen [[Russland]]s, auch [[Pontokaspis]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Beauplan Poland XVII map.jpg|Camporum Desertorum vulgo Ukraina]] [[Polen-Litauen]] von [[Guillaume le Vasseur de Beauplan]], Cum Privilegio S.R.M. Poloniae. [[Danzig|Gedani]] [[1648]]; {{Webarchiv|url=http://www.ocrenica.com/3%20Maps%20of%20Dnipro%20River/Photos%20Files/4%20J.Jansson%201663.jpg |wayback=20111004155015 |text=ocrenica.com |archiv-bot=2019-05-23 17:13:27 InternetArchiveBot }} Campi Deserti citra Boristhenem, &amp;#039;&amp;#039;abo&amp;#039;&amp;#039; Dzike Polie [[Polen-Litauen]], von Ian Jansson, c.1663, Amsterdam&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der fehlenden natürlichen Barrieren ermöglichte dieser Ausläufer der großen [[Eurasische Steppe|Eurasischen Steppe]] hohe Mobilität und war seit jeher ein Durchgangsgebiet für zahlreiche von Ost nach West ziehende [[Reitervölker]] und [[Nomade]]n. Die Nordgrenze des Wilden Feldes zur [[Wald]]landschaft [[Osteuropa]]s bildete lange Zeit auch die Grenze zwischen [[Nomaden|nomadischen]] und sesshaften [[Zivilisation]]en. Obwohl die Gebiete des Wilden Feldes durch die hohe Konzentration der [[Schwarzerde]] sehr fruchtbar waren, waren sie für die landwirtschaftliche Nutzung aufgrund der ständigen Bedrohung und Angriffe der Reiternomaden lange Zeit unerschlossen und bis in die [[Neuzeit]] dünn besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Molochna.jpg|mini|[[Kamjana Mohyla]], eine Gruppe von Sandsteinblöcken mit [[Petroglyphe]]n]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pontic Caspian climate.png|mini|Pontisch-Kaspische Steppe (das Wilde Feld befindet sich im westlichen Teil)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beauplan Poland XVII map.jpg|mini|„Camporum Desertorum vulgo Ukraina“ bei Vasseur de Beauplan (1648)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Половецкие бабы - panoramio.jpg|mini|Steinfiguren der Kiptschaken ([[Polowzer]]) aus dem 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] waren die offenen Landschaften des Wilden Feldes von den iranischsprachigen [[Skythen]] und [[Sarmaten]] besiedelt, die zahlreiche [[Kurgan (Grabhügel)|Kurgane]] und Grabstätten hinterließen. Während der Zeit der [[Völkerwanderung]] nutzten Völker wie [[Hunnen]], [[Awaren]], [[Bulgaren]] oder [[Magyaren]] das Wilde Feld für Einfälle oder Migrationen nach Westen. Im 8. und 9. Jahrhundert besiedelten vorübergehend [[Ostslawen|ostslawische]] Stämme ([[Tiwerzen]] und [[Ulitschen]]) die Gebiete zwischen [[Pruth]] und [[Dnepr]], wurden aber im 10. Jahrhundert von den turkstämmigen [[Petschenegen]] verdrängt. Die [[Rus (Volk)|Rus]] nutzten den Dnepr als einen Teil des [[Weg von den Warägern zu den Griechen|Weges von den Warägern zu den Griechen]] für Feldzüge und Handel mit [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] und mussten dafür die gefährlichen Steppenlandschaften durchqueren. So geriet beispielsweise Großfürst [[Swjatoslaw&amp;amp;nbsp;I.]] im Jahr 972 bei der Rückkehr vom Balkan in einen Hinterhalt der Petschenegen und wurde getötet. Nachdem die Petschenegen geschlagen und vertrieben wurden, kamen an ihre Stelle die [[Kumanen]] (Polowzer), die die Kiewer Rus weitere 150 Jahre lang heimsuchten. Sie hinterließen in der Steppe zahlreiche Steinfiguren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Wilden Feld kamen anfangs auch die [[Mongolen]] und schlugen eine russische Streitmacht in der [[Schlacht an der Kalka]] im Jahr 1223 in der Nähe des heutigen [[Donezk]]. Mit der mongolischen Invasion wurden viele slawische Städte und Siedlungen wieder zerstört, die mit der Zeit immer weiter ins fruchtbare Wilde Feld vorgerückt waren. Das Gebiet gehörte lange Zeit der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]], die die offenen Landschaften weiterhin für Beutezüge und Angriffe auf russische Städte nutzte, von denen viele mittlerweile dem [[Großfürstentum Litauen]] unterstanden. Aus dem Zerfall der Goldenen Horde ging als ein Splitterstaat das [[Krimkhanat]] hervor, das zusammen mit der [[Nogaier-Horde]] weite Teile der Steppe beherrschte und regelmäßige Raubzüge gegen [[Fürstentum Moldau|Moldau]], die [[Polen-Litauen|polnisch-litauische]] Ukraine sowie [[Großfürstentum Moskau|Moskau]] bzw. [[Russland]] unternahm, bei denen viele Sklaven erbeutet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das Wilde Feld wegen der (krim-)tatarischen Bedrohung sehr gefährlich war, bot es auch Freiräume für die ostslawischen Bauern, die dem feudalen Druck der polnisch-litauischen Adelsrepublik oder des Zarenreiches entkommen wollten. Sie gründeten als [[Wehrbauer]]n Gemeinschaften der [[Kosaken]] und führten ein halblegales Dasein als Räuber, aber auch als Beschützer der Ukraine gegen die [[Krimtataren]]. Das Land südlich der Dnepr-Stromschnellen nannte sich [[Saporischschja]] (wörtlich: hinter den Stromschnellen) und war namensgebend für die [[Saporoger Kosaken]], die hier ihr Zentrum, die Saporoger [[Sitsch]] aufbauten. Hier nahm auch immer wieder der Widerstand gegen die polnische Oberherrschaft über die Ukraine seinen Anfang und mündete 1648 in dem großen [[Chmelnyzkyj-Aufstand]]. Infolge des [[Vertrag von Perejaslaw|Bündnisschlusses mit Russland]] stellte sich die Ukraine [[Linksufrige Ukraine|östlich des Dneprs]] langfristig unter die Herrschaft des Zaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die slawische Zivilisation langsam nach Süden vordrang, beispielsweise mit der festen Besiedelung der [[Sloboda-Ukraine]], dauerte es noch über hundert Jahre, bis im Laufe des [[Russisch-Türkischer Krieg (1768–1774)|Russisch-Türkischen Krieges 1768–1774]] das Khanat der Krim vom [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] abgetrennt und kurze Zeit später vom [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]] annektiert wurde. Die Beseitigung der Tatarengefahr ermöglichte unter der Leitung des Fürsten [[Grigori Alexandrowitsch Potjomkin|Grigori Potjomkin]] ein breit angelegtes Erschließungs- und Besiedlungsprogramm für die neuerworbenen Gebiete, die [[Neurussland]] genannt wurden. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurden zahlreiche Städte gegründet, die den Begriff des Wilden Feldes obsolet machten. Unter ihnen befanden sich solche Städte wie [[Kropywnyzkyj|Jelisawetgrad]], [[Cherson]], [[Mykolajiw|Nikolajew]], [[Dnipro|Jekaterinoslaw]], [[Odessa]] und andere. Zur Besiedelung der fruchtbaren Gebiete wurden unter anderem Bauern aus [[Serbien]] (siehe [[Neurussland|Neuserbien]]) und [[Deutschland]] (siehe [[Schwarzmeerdeutsche]]) angelockt. Hauptsächlich wurde das Wilde Feld jedoch von [[Ukrainer]]n und [[Russen]] besiedelt, was bis heute eine kulturelle Nähe dieser Gebiete zu beiden Völkern bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Gebiet (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ukraine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eurasische Steppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>176.3.77.172</name></author>
	</entry>
</feed>