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	<title>Wilde Jagd - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilde_Jagd&amp;diff=53681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RStehn: /* Der Anführer */  Einzelnachweis vor Komma</title>
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		<updated>2025-12-03T16:10:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Anführer: &lt;/span&gt;  Einzelnachweis vor Komma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Wilder Jäger|Siehe auch: [[Kapelle am Wilden Jäger]], zum Computerspiel siehe [[The Witcher 3: Wild Hunt]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:La caza salvaje de Odín, por Peter Nicolai Arbo.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Åsgårdsreien]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039;), Gemälde von [[Peter Nicolai Arbo]], 1872]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilde Heer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilde Fahrt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die deutsche Bezeichnung für eine in vielen Teilen [[Europa]]s verbreitete [[Volkssage]], die sich zumeist auf eine Gruppe von übernatürlichen [[Jäger]]n bezieht, die über den Himmel jagen. Die Sichtung der Jagd konnte je nach Region verschiedene Folgen haben. Einerseits galt sie als Vorbote für Katastrophen wie Kriege, Dürren oder Krankheiten, aber sie konnte auch auf den Tod desjenigen verweisen, der ihr Zeuge wurde. Zudem gibt es auch Versionen, in denen Zeugen Teil der Jagd wurden oder die Seelen von Schlafenden mitgezogen wurden, um an der Jagd teilzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Hutton: &amp;#039;&amp;#039;The Pagan Religions of the Ancient British Isles. Their Nature and Legacy.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;307.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff „Wilde Jagd“ wurde auf Grundlage von [[Jacob Grimm]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Mythologie|Deutscher Mythologie]]&amp;#039;&amp;#039; (1835) geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen, das regional deutlich verschiedene Ausprägungen hat, ist in [[Skandinavien]] als &amp;#039;&amp;#039;Odensjakt&amp;#039;&amp;#039; („[[Odin]]s Jagd“), &amp;#039;&amp;#039;Oskorei, Aaskereia&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Åsgårdsrei&amp;#039;&amp;#039; („der asgardische Zug“, „Fahrt nach [[Asgard (Mythologie)|Asgard]]“) bekannt und hier eng mit der [[Julfest|Julzeit]] verbunden. Auch in den [[Alemannische Dialekte|alemannischen]] und [[Schwäbische Dialekte|schwäbischen]] Mundarten wird der Bezug zu Wotan/Odin im Namen &amp;#039;&amp;#039;Wüetisheer&amp;#039;&amp;#039; (mit zahlreichen Abwandlungen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wüetisheer&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band II, Sp. 1555–1559.&amp;lt;/ref&amp;gt; deutlich; in den [[Alpen]] spricht man auch vom &amp;#039;&amp;#039;Gratzug&amp;#039;&amp;#039;. In [[England]] wird der Zug &amp;#039;&amp;#039;the Wild Hunt&amp;#039;&amp;#039; genannt, in [[Frankreich]] &amp;#039;&amp;#039;Mesnie Hellequin, chasse fantastique, chasse aérienne&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;chasse sauvage&amp;#039;&amp;#039;. Im französischsprachigen Teil [[Kanada]]s wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Chasse-galerie]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Im [[Italienische Sprache|Italienischen]] wird das Phänomen als &amp;#039;&amp;#039;caccia selvaggia&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;caccia morta&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Geisterzug ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wodan&amp;#039;s wilde Jagd by F. W. Heine.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Wotans wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039; (Gemälde von [[Friedrich Wilhelm Heine]], 1882)]]&lt;br /&gt;
Das Wilde Heer bzw. die Wilde Jagd zieht besonders in der Zeit zwischen [[Weihnachten]] und dem [[Erscheinung des Herrn|Dreikönigstag]] (den [[Rauhnacht|Rauhnächten]]) durch die Lüfte, aber auch die [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fastnachtszeit]], die [[Quatember|Fronfasten]] und selbst der [[Karfreitag]] erscheinen als besondere Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Christlich|christlichen]] Daten haben die [[Heidnisch|heidnischen]] überlagert, die vor allem in den Rauhnächten die Wilde Jagd ziehen sehen. Diese ursprüngliche Zeitspanne vermutet man zwischen der [[Wintersonnenwende]], d.&amp;amp;nbsp;h. dem 21.&amp;amp;nbsp;Dezember und, zwölf Nächte weiter gerechnet, dem 2.&amp;amp;nbsp;Januar. Im [[Europa|europäischen]] Brauchtum rechnet man jedoch seit der [[Römische Antike|römischen Antike]] meist vom 25.&amp;amp;nbsp;Dezember (Weihnachten) bis zum 6.&amp;amp;nbsp;Januar ([[Hochneujahr]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas E. Zautner: &amp;#039;&amp;#039;Der gebundene Mondkalender der Germanen. Rekonstruktion eines Lunisolarkalenders nach antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen.&amp;#039;&amp;#039; bookra, Leipzig 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geisterzug zieht mit einem fürchterlichen Gerassel unter Schreien, Johlen, Heulen, Jammern, Ächzen und Stöhnen durch die Lüfte. Manchmal macht er aber auch liebliche Musik, was dann meist als ein gutes [[Omen]] verstanden wird; ansonsten kündigt er Unzeiten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Zug nehmen Männer, Frauen und Kinder teil, meist solche, die vorzeitig einen gewaltsamen oder unglücklichen Tod gefunden haben. Der Zug besteht aus den Seelen der Menschen, die „vor ihrer Zeit“ gestorben sind, also durch Umstände verursacht, die vor dem natürlichen Tod im Alter eintraten. Legendarisch ist überliefert, dass Menschen, die den Zug betrachten, mitgezogen werden und dann jahrelang mitziehen müssen, bis sie befreit werden. Auch Tiere, vornehmlich [[Pferde]] und [[Hunde]], ziehen mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein ist die Wilde Jagd dem Menschen nicht feindlich gesinnt; doch ist es ratsam, sich niederzuwerfen oder sich im Hause einzuschließen und zu beten. Wer das Heer provoziert oder verspottet, wird unweigerlich Schaden davontragen, und wer absichtlich aus dem Fenster sieht, um das Heer zu betrachten, dem schwillt etwa der Kopf an, so dass er ihn nicht zurückziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Wales]] ist die Wilde Jagd besonders mit deren Anführer [[Arawn]], seinen Hunden (den [[Cŵn Annwn]]) und der grausigen [[Mallt-y-Nos]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lachassegalerie.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Chasse-galerie |La chasse galerie]]&amp;#039;&amp;#039; (Darstellung von Henri Julien, 1906)]]&lt;br /&gt;
In Kanada verschmolz die Sage mit [[Indianer|indianischen]] Motiven zur [[Chasse-galerie]]. Dort fahren die Jäger in einem [[Kanu]] über den Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Anführer ==&lt;br /&gt;
Den Zug führt manchmal ein Vorreiter oder Warner an, der vor dem Geisterzug warnt mit Rufen wie „Ho ho ho! Aus dem Weg, ab dem Weg, damit niemand geschändet wird!“. Er trägt Namen wie &amp;#039;&amp;#039;Hassjäger, Helljäger, Tolljäger, [[Schimmelreiter (Sagengestalt)|Schimmelreiter]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Türst]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. XIII Sp. 1692–1694 (&amp;#039;&amp;#039;Türst&amp;#039;&amp;#039; Bed. 1b).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039; in [[Thüringen]] heißt er auch &amp;#039;&amp;#039;Elbel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Bechstein: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Sagenbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Wien 1858, S.&amp;amp;nbsp;114&amp;amp;nbsp;ff., Nr.&amp;amp;nbsp;72 ([http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10018464-7 Digitalisat der BSB München]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039; manchmal hat er einen Namen, wie in [[Schwaben]], wo der von weißen Hunden begleitete, weiß gekleidete &amp;#039;&amp;#039;Berchtold&amp;#039;&amp;#039; auf einem weißen Pferd dem Wilden Heer voranreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Schweden]] wird als Anführer [[Odin]] genannt, der eine mythische „Waldfrau“ (schw. &amp;#039;&amp;#039;Skogsrå,&amp;#039;&amp;#039; [[Norwegische Sprache|norwegisch]] &amp;#039;&amp;#039;[[Huldra]]&amp;#039;&amp;#039;) jagt. In England wird manchmal [[Herne der Jäger]] mit der Wilden Jagd in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An manchen Orten ist auch eine Frau Teil der Wilden Jagd, in [[Mitteldeutschland]] &amp;#039;&amp;#039;[[Frau Holle]],&amp;#039;&amp;#039; in [[Süddeutschland]] und [[Österreich]] &amp;#039;&amp;#039;[[Perchta]]&amp;#039;&amp;#039;. Dabei nehmen diese teilweise an der Jagd teil, während sie in anderen Varianten selbst gejagt werden. Es gibt auch eine Variante, bei der eine Frau die Anführerin der Wilden Jagd ist und sie auf einem riesigen [[Uhu]] anführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Gattiker, Luise Gattiker: &amp;#039;&amp;#039;Die Vögel im Volksglauben: eine volkskundliche Sammlung aus verschiedenen europäischen Ländern von der Antike bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Aula-Verlag, Wiesbaden 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Predigt des [[Dominikaner]]s [[Johannes Herolt]] wurde die [[Römisches Reich|römische]] Jagdgöttin [[Diana]] als Anführerin der Wilden Jagd erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen des Chaos: Hexen, Masken und verkehrte Welten.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1998, ISBN 978-3-8260-1424-6, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Norddeutschland|norddeutschen]] Sagen spielt [[Hanns von Hackelberg]] (auch Hackelnberg) an mehreren Orten eine Rolle und führte u.&amp;amp;nbsp;a. eine Wilde Jagd den Fluss [[Oker]] hinauf und hinunter an. Ihm fliegt der Nachtrabe voraus. Der Name Hackelnberg soll sich dabei von &amp;#039;&amp;#039;Hakul-Berend&amp;#039;&amp;#039; („Mantelträger“) ableiten und auf Odin verweisen. Die [[Saarland|saarländische]] Sage beschreibt als Führer den „wilden Jäger“ Maltitz, der für den Frevel, am Karfreitag zur Jagd geritten zu sein, für immer verdammt wurde, die Wilde Jagd anzuführen. In der [[Prignitz]] jagt während der „Twölven“ &amp;#039;&amp;#039;Frau Gauden&amp;#039;&amp;#039; mit ihren 24 hundsgestaltigen Töchtern auf einem Wagen durch die Lüfte. Auch [[Dietrich von Bern]] wird zuweilen als Anführer der Wilden Jagd genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Wilde Jäger&amp;#039;&amp;#039; tritt manchmal auch alleine auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Das Wilde Heer und sein Anführer haben auch eine Beziehung zur Fruchtbarkeit. In Schweden glaubte der einfache Landmann, dass er mit schlechter Heuernte bestraft würde, wenn er Odins Pferden keine Grasbüschel opfere. Im [[Aargau]] wurde gesagt, dass das Jahr besonders fruchtbar werde, wenn das &amp;#039;&amp;#039;Guenisheer&amp;#039;&amp;#039; schön singe. In [[Beilngries]] wurden an der Waudlsmähe, einem Erntefest, dem &amp;#039;&amp;#039;Waude&amp;#039;&amp;#039; und seinen Begleitern, dem Waudlgaul und den Waudlhunden Milch, Brot, Bier und Ährenbüschel dargereicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wilde Jagd wird im Gebiet von [[Grödig]]-[[Untersberg]] im [[Land Salzburg|Salzburger Land]] nachgespielt. Mit dumpfen Trommelschlägen und Flöten erscheinen verkleidete Menschen am Donnerstag zwischen dem zweiten und dem dritten [[Adventssonntag]] an einem möglichst geheimen Ort und ziehen von Haus zu Haus, wobei sie rufen: „Glück herein, Unglück heraus, es zieht die &amp;#039;&amp;#039;Wilde Gjoad&amp;#039;&amp;#039; ums Haus!“. Zu den wichtigsten Figuren gehören Vorpercht, Hexe, [[Habergeiß]], Moosweiberl, Rabe, Riese Abfalter, Saurüssel, Baumpercht, Bär, Bärentreiber und Hahnengickerl. Angeführt werden sie vom Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise bis heute hat sich die Ansicht gehalten, dass es unratsam sei, zwischen Weihnachten und Neujahr Wäsche zu waschen bzw. aufzuhängen, da dies den Tod nach sich ziehen könne. Dahinter steckt der Glaube, die Wilde Jagd könnte sich in der Wäsche verfangen bzw. die Wäsche rauben und später zum Leichentuch werden lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Denker: [https://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Zwischen-den-Jahren-Bloss-nicht-waschen-_arid,464007.html &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Jahren: Bloß nicht waschen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Weser-Kurier,&amp;#039;&amp;#039; 26.&amp;amp;nbsp;Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Einer der ältesten Berichte stammt von einem [[Normandie|normannischen]] Priester namens Gauchelin aus dem Jahr 1091. Dieser hörte ein Lärmen wie von einem gewaltigen Heer und erblickte daraufhin einen riesigen Mann mit Keule, dem Krieger, Priester, Frauen und Zwerge folgten, darunter auch bereits gestorbene Bekannte. Er bezeichnete die Erscheinung als „[[Harlekin|Harlechins]] Familie“ &amp;#039;&amp;#039;(familia Harlechini)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ordericus: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; (viii,17)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älteste sichere Zeugnisse der wilden Jagd im deutschen Sprachgebiet stammen aus dem 13. Jahrhundert. Im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Reinfried von Braunschweig]]&amp;#039;&amp;#039; (um 1300) heißt es von einer Ritterschar, sie rausche daher wie „daz &amp;#039;&amp;#039;Wuotez her&amp;#039;&amp;#039;“. Deutlicher ist der [[München|Münchner]] Nachtsegen (14. Jahrhundert), der etliche Geister und Gespenster auflistet, darunter auch „&amp;#039;&amp;#039;Wûtanes her&amp;#039;&amp;#039; und alle sîne man“. Ältere Texte gebrauchen zwar auch den Ausdruck „wütendes Heer“, doch muss nicht mit Bestimmtheit die Sage Vorbild gewesen sein, wenn z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Rolandslied]] (um 1100) das Heer des Pharao mit „wôtigez her“ bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 15. Jahrhundert häufen sich die Berichte. Der [[Luzern]]er Stadtschreiber [[Renward Cysat]] (1545–1614) gibt einen längeren Bericht über die damaligen Vorstellungen vom &amp;#039;&amp;#039;Guotisheer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wuotinshör&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Renward Brandstetter: &amp;#039;&amp;#039;Die Wuotansage im alten Luzern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Geschichtsfreund.&amp;#039;&amp;#039; 62, 1907, S.&amp;amp;nbsp;101–160 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=gfr-001:1907:62#3 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1519 wurde eine Frau aus dem [[Emmental]] vertrieben, weil sie aussagte, mit &amp;#039;&amp;#039;frow Selden&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Wúetisher&amp;#039;&amp;#039; einherzufahren. In der [[Zimmerische Chronik|Zimmerischen Chronik]] werden mehrere Erscheinungen des „Wuteshere“ sehr detailliert dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Page:De Zimmerische Chronik 4 122.jpg]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Der Sagenkomplex der Wilden Jagd wird nicht einheitlich gedeutet. Die Namen wie &amp;#039;&amp;#039;Wûtanes Heer&amp;#039;&amp;#039;, [[schweizerdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Wüetisheer&amp;#039;&amp;#039; oder schwedisch &amp;#039;&amp;#039;Odensjakt&amp;#039;&amp;#039; weisen deutlich auf den germanischen Gott [[Odin|Wodan/Odin]], auch viele Gebräuche und Einzelheiten können auf den heidnischen Gott zurückgeführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wüetisheer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere naturmythische Deutung sah das Wilde Heer als Produkt von Ängsten, da sich die Menschen vor den nächtlichen Winterstürmen fürchteten und ihnen die engere Gemeinschaft mit den Toten während der dunklen Mittwinterzeit unheimlich schien. Nilsson führte &amp;#039;&amp;#039;Odens jagt&amp;#039;&amp;#039; in der schwedischen Landschaft [[Schonen]] gar auf Geräusche von Seevögeln zurück, die sie an Winterabenden verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nilsson: &amp;#039;&amp;#039;Skandinavisk Fauna&amp;#039;&amp;#039; 2,106&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Bern]]er Gedichtsbüchlein erklärte das &amp;#039;&amp;#039;Dürstig Gjäg&amp;#039;&amp;#039; durch „Ohrenkäuze“, die nachts auf Raub ausschwärmen und heulen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Schäfer-Scheid&amp;#039;&amp;#039; (Ein Versuch in Berndeutschen Reimen); 1831.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Germanist [[Otto Höfler]], der zwischen dem Wilden Heer und der Wilden Jagd unterschied, kam von diesen Interpretationen ab und stellte das Wilde Heer in engere Verbindung mit dem Totenkult, führte es jedoch auf alte Kulte zurück und meinte, „dass die Masken-Umzüge altertümlicher Jungmannschaften das Wilde Heer darzustellen pflegten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Höfler: &amp;#039;&amp;#039;Der germanische Totenkult und die Sage vom wilden Heer.&amp;#039;&amp;#039; 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Religionswissenschaftler [[Jan de Vries (Philologe)|Jan de Vries]] nennt folgende Hintergründe: Da das Maskentreiben während der [[Julfest|Julzeit]] oft einen dämonenhaften Charakter habe, trage es zur Ausbildung der Sage bei, zudem erinnert das Wilde Heer an die [[Einherjer]] der Walhalla und schließlich mag auch noch das &amp;#039;&amp;#039;feralis exercitus&amp;#039;&amp;#039; („Totenheer“) der römerzeitlichen [[Harier]] einen möglichen Hintergrund zum Wilden Heer gehabt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan de Vries: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1956 (§§ 167, 306, 308, 401)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Amerika|amerikanische]] Religionswissenschaftlerin [[Kris Kershaw]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kris Kershaw: &amp;#039;&amp;#039;Odin&amp;#039;&amp;#039; (deutsche Übersetzung). Uhlstädt-Kirchhasel 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; setzt die Wilde Jagd in weitere Beziehungen zu den [[Indien|indischen]] [[Maruts]] und beleuchtet die Verwandtschaft zur [[Griechen|griechischen]] Gefolgschaft der [[Hekate]]. Zu Höfler schreibt sie: „…&amp;amp;nbsp;dass es unmöglich ist, weiterhin Höflers Funde zu verwerfen. Die gesamte Forschung hat sie nicht nur bestätigt, sondern dieselben Phänomene im ganzen [[Indogermanen|indogermanischen]] Raum nachgewiesen, wo auch immer Informationen über Kulte und Mythen überliefert sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kershaw: „Odin“, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Harlekin ==&lt;br /&gt;
In Frankreich heißt die Wilde Jagd &amp;#039;&amp;#039;Chasse hennequine&amp;#039;&amp;#039; und in der [[Normandie]] &amp;#039;&amp;#039;Chéserquine&amp;#039;&amp;#039;. Hier ist die Wilde Jagd seit dem 11. Jahrhundert bezeugt, was entweder auf englische oder [[Normannen|normannische]] Einflüsse zurückzuführen ist. Eine ältere Form lautet &amp;#039;&amp;#039;Hellequin,&amp;#039;&amp;#039; was früher als deutsches *Helleken „kleine Hölle“ gedeutet wurde. Da aber der englische Theologe [[Walter Map]] in seinen Werken einen &amp;#039;&amp;#039;Herla rex&amp;#039;&amp;#039; nennt, was auf [[Mittelenglisch]] *Herle king lauten müsste, wurde der Name auch als „Heerkönig“ gedeutet und auf Wodan bezogen. Diese und modernere Deutungen des Namens, wie *(Wodanes) her laikin „(Wodans) Heer im Spiel“&amp;lt;ref&amp;gt;Åke Viktor Ström, [[Haralds Biezais]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanische und Baltische Religion.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1975.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind umstritten, aber einig ist man sich, dass dahinter Wotan steckt. Auf Umwegen ist dann der Possenreißer [[Harlekin]] entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzen in der modernen Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
In dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Frau Holda Waldina die wilde Jägerin&amp;#039;&amp;#039; (1805) von [[Christian August Vulpius]], [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] Schwager und [[Bestseller]]-Autor seiner Zeit, erscheint [[Frau Holle|Frau Holda]] als Anführerin der Wilden Jagd, die während der [[Zwölf Weihnachtstage]] mit ihrem Heer im Gefolge die Wälder durchstreift und einen Ritter namens Adelbert verführen will. Der „[[Der getreue Eckart (Sagengestalt)|treue Eckart]]“ geht hier Frau Holda und ihrem Heer voraus und warnt die Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Yannik Behme: &amp;#039;&amp;#039;Frau Holda Waldina die wilde Jägerin.&amp;#039;&amp;#039; In: Alexander Košenina (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Andere Klassik – Das Werk von Christian August Vulpius (1762–1827).&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2012, S.&amp;amp;nbsp;101&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]] verfasste 1813 das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Lützows wilde Jagd]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Körner: [http://www.freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de/fa/fa.pl?cmd=gedichte&amp;amp;sub=show&amp;amp;noheader=1&amp;amp;add=&amp;amp;id=467 &amp;#039;&amp;#039;Lützows wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Bezug auf das [[Lützowsches Freikorps|Lützowsche Freikorps]]. In der Suche nach einer deutschen nationalen Identität griff er deutlich Motive der sagenhaften &amp;#039;&amp;#039;Wilden Jagd&amp;#039;&amp;#039; auf. Körner fiel im selben Jahr als Angehöriger des [[Freikorps]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolas Immer, Maria Schultz: [https://www.sfb948.uni-freiburg.de/e-journal/ausgaben/022014/helden_heroes_heros_2_2_2014_immer_schultz.pdf &amp;#039;&amp;#039;Lützows wildester Jäger. Zur Heroisierung Theodor Körners im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Heinrich Heine]]s Versepos &amp;#039;&amp;#039;[[Atta Troll]]&amp;#039;&amp;#039; (1841) beobachtet der Erzähler die Wilde Jagd beim Durchzug durch die [[Pyrenäen]], wobei ihm in dem Zug unter anderem die Dichter [[Johann Wolfgang von Goethe]] und [[William Shakespeare]] als Teilnehmer auffallen. Die Wilde Jagd dient hier als eine Art heiteres, lebenslustiges Gegenbild zu den erstarrten Verhältnissen in Deutschland zur Zeit des [[Vormärz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Geralt-Saga|Hexer-Saga]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Andrzej Sapkowski]] spielt die Wilde Jagd eine bedeutende Rolle, entsprechend auch in der [[Netflix]]-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[The Witcher (Fernsehserie)|The Witcher]]&amp;#039;&amp;#039; und den Computerspielen von [[CD Projekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kriminalroman &amp;#039;&amp;#039;[[Tannöd]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Andrea Maria Schenkel]] (2006) wird gleich zu Anfang des Romans auf die wilde Jagd angespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französische Krimiautorin [[Fred Vargas]] entfaltet die zeitgenössische Handlung von &amp;#039;&amp;#039;L’armée furieuse&amp;#039;&amp;#039; (2011) vor dem Hintergrund dieses Mythos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische [[Thriller]]-Autor [[Adam Nevill]] verknüpft in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;The Ritual&amp;#039;&amp;#039; (2011) Motive der Wilden Jagd mit dem Ursprungsmythos des [[Julbock]]s und zeitgenössischem, skandinavischem [[Black Metal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle spielt die Figur der Huldra (Holda) in dem im nördlichen Norwegen angesiedelten Roman &amp;#039;&amp;#039;A summer of drowning&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;In hellen Sommernächten,&amp;#039;&amp;#039; 2012) des [[Schottland|schottischen]] Schriftstellers [[John Burnside]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2018 erschienene Roman &amp;#039;&amp;#039;Das Erbe der Rauhnacht&amp;#039;&amp;#039; von [[Birgit Jaeckel]] verknüpft die Legenden über [[Perchta]] und die Wilde Jagd mit [[Knecht Ruprecht]] und [[Krampus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Günter Krieger]]s Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Der Hundemarquis von Merode&amp;#039;&amp;#039; (2018) möchten Einheimische einer alten Ortssage um einen Wilden Jäger auf den Grund gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Alban Nikolai Herbst]]s 1993 erschienenem Roman [[Wolpertinger oder Das Blau]] wird die Wilde Jagd – besonders durch die sie immer wieder zitierende Figur Elberich Lipom – zu einem das gesamte Buch durchziehenden Leitmotiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem 2025 erschienenen historischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Wölfe unter uns&amp;#039;&amp;#039; von [[Tim Sünderhauf]] spielt die Figur des &amp;#039;&amp;#039;Wilden Jägers&amp;#039;&amp;#039; eine wesentliche Rolle. Hier wird die mystische Figur als ein Wiedergänger beschrieben, der im [[Fichtelgebirge]] sein Unwesen treibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dtv.de/buch/die-woelfe-unter-uns-22110 |titel=Die Wölfe unter uns von Tim Sünderhauf - TB mit Klappe {{!}} dtv Verlag |sprache=de-DE |abruf=2025-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ramberg Freischuetz wildes Heer.jpg|mini|hochkant|Erscheinung des „Wilden Heeres“ in der Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Der Freischütz]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Vertonung von Körners &amp;#039;&amp;#039;Lützows wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039; stammt von [[Carl Maria von Weber]] aus dem Jahr 1816. 1821 veröffentlichte er seine Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Der Freischütz]]&amp;#039;&amp;#039;, in deren zweitem Akt in der Wolfsschluchtszene bei der Segnung der Freikugeln „das wilde Heer“ erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Études d’exécution transcendante#Etüde Nr. 8 Wilde Jagd|achte Etüde]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Etudes d’exécution transcendante]]&amp;#039;&amp;#039; (zw. 1826–1851/52) von [[Franz Liszt]] trägt nach diesem Mythos den Namen &amp;#039;&amp;#039;Wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joachim Raff]] greift den Topos in seiner mit charakteristischen Mitteln gestalteten [[3. Sinfonie (Raff)|Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 153 &amp;#039;&amp;#039;Im Walde&amp;#039;&amp;#039;]] (1869/1870) auf. Der Finalsatz trägt den Titel &amp;#039;&amp;#039;Nachts. Stilles Weben der Nacht im Walde. Einzug und Auszug der wilden Jagd mit Frau Holle (Hulda) und Wotan. Anbruch des Tages.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Josef Rheinberger]]s Oratorium &amp;#039;&amp;#039;[[Christoforus]]&amp;#039;&amp;#039; (1880) wird das Thema ebenfalls aufgegriffen; hier wird die Jagd von [[Satan]] persönlich angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Western Music|Western-]]Song &amp;#039;&amp;#039;[[(Ghost) Riders in the Sky]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Stan Jones (Songwriter)|Stan Jones]] aus dem Jahr 1948 versetzt den Mythos von der Wilden Jagd ins [[Cowboy]]-Milieu.&amp;lt;ref&amp;gt;Susan Hilary Houston: &amp;#039;&amp;#039;Ghost Riders in the Sky&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Western Folklore&amp;#039;&amp;#039; 23, No. 3 (1964), S. 153–162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wilde Jagd erfährt unter verschiedenen Bezeichnungen und Darstellungen eine starke Rezeption in den Metal-Subkulturen. Vor allem im Bereich des [[Black Metal|Black]]- und [[Pagan Metal]]s sind die Bezüge in Bandnamen, Album- und Songtiteln sowie Coverdarstellungen verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Heesch: &amp;#039;&amp;#039;Die Wilde Jagd als Identitätskonstruktion im Black Metal.&amp;#039;&amp;#039; In: Katja Schulz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eddische Götter und Helden. Milieus und Medien ihrer Rezeption&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Edda-Rezeption.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Heidelberg 2011, S.&amp;amp;nbsp;335–365.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021 veröffentlichte [[Versengold]] das Lied &amp;#039;&amp;#039;Die wilde Jagd&amp;#039;&amp;#039;, in dem die wilde Jagd vom [[Hörselberge|Hörselberg]] aus startet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
In der 6. Staffel (2017) der [[MTV]]-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Teen Wolf (Fernsehserie)|Teen Wolf]]&amp;#039;&amp;#039; spielt die Wilde Jagd eine besondere Rolle. Hierbei werden sie als &amp;#039;&amp;#039;Reiter und Herrscher des Sturms&amp;#039;&amp;#039; dargestellt, welche Menschen entführen und sie aus den Erinnerungen ihrer Angehörigen und Freunde löschen, wodurch sie augenscheinlich für immer verloren sind, jedoch immer eine Art Erinnerungsstück zurücklassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Videospiel ===&lt;br /&gt;
Die Wilde Jagd taucht in mehreren Videospielen auf, so etwa im dritten Teil der &amp;#039;&amp;#039;Witcher&amp;#039;&amp;#039;-Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[The Witcher 3: Wild Hunt]],&amp;#039;&amp;#039; im [[Computerspiel-Erweiterung|Add-on]] &amp;#039;&amp;#039;[[The Elder Scrolls III: Morrowind|Bloodmoon]]&amp;#039;&amp;#039; des Computerspiels &amp;#039;&amp;#039;[[Morrowind]],&amp;#039;&amp;#039; im Nachfolger &amp;#039;&amp;#039;[[Skyrim]],&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Guild Wars 2]],&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[World of Warcraft]],&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Darklands]]&amp;#039;&amp;#039; und seit dem 6.0 Update in der Region Nod-Krai in [[Genshin Impact]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Sagenversionen ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Bechstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Wilde Jäger in Dithmarschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Bechstein: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Märchen und Sagen&amp;#039;&amp;#039;, Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1980, DDR, Sage &amp;#039;&amp;#039;Der Wilde Jäger in Dithmarschen&amp;#039;&amp;#039; S. 254–255&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Renward Brandstetter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wuotansage im alten Luzern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Geschichtsfreund.&amp;#039;&amp;#039; Band 62, 1907, S.&amp;amp;nbsp;101–160 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=gfr-001:1907:62#3 Digitalisat]). [Zusammenstellung von Textquellen.]&lt;br /&gt;
* [[Jacob Grimm]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck der 4. Auflage Berlin 1875. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-09817-2 (insbesondere Kapitel XXIV).&lt;br /&gt;
* Florian Heesch: &amp;#039;&amp;#039;Die Wilde Jagd als Identitätskonstruktion im Black Metal.&amp;#039;&amp;#039; In: Katja Schulz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eddische Götter und Helden. Milieus und Medien ihrer Rezeption&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Edda-Rezeption.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Heidelberg 2011, S.&amp;amp;nbsp;335–365.&lt;br /&gt;
* [[Otto Höfler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kultische Geheimbünde der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Moritz Diesterweg, Frankfurt am Main 1934 (nur Band 1 erschienen).&lt;br /&gt;
* Otto Höfler: &amp;#039;&amp;#039;Verwandlungskulte, Volkssagen und Mythen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1973.&lt;br /&gt;
* [[Claude Lecouteux]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich der Nachtdämonen. Angst und Aberglaube im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf 2001, ISBN 3-538-07120-9.&lt;br /&gt;
* [[Hans Plischke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sage vom wilden Heer im deutschen Volke.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Eilenburg 1914.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Ranke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Schriften&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Germanica.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Bern/München 1971.&lt;br /&gt;
* [[Jan de Vries (Philologe)|Jan de Vries]]: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1956.&lt;br /&gt;
* Relevante Wort- und Sachartikel (meist mit zahlreichen Belegen zu Sprache, Geschichte und Volkskunde) im [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikon]]: Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/211261 &amp;#039;&amp;#039;Wuetis-Her&amp;#039;&amp;#039; Band II Sp. 1555&amp;amp;nbsp;ff.], Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/194244 &amp;#039;&amp;#039;Sträggelen&amp;#039;&amp;#039; Band XI Sp. 2152], Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/234618 &amp;#039;&amp;#039;Türst&amp;#039;&amp;#039; Band XIII 1692&amp;amp;nbsp;ff.], Artikelteile [https://digital.idiotikon.ch/p/loc/15/1518 &amp;#039;&amp;#039;wilder Jäger, Chüjer, Türst, wild Gjäg(d), wildi Jagd&amp;#039;&amp;#039; Band XV 1518&amp;amp;nbsp;f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wild Hunt|Wilde Jagd}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heidnische-gemeinschaft.de/themen/jahres-und-lebenskreis/die-wilde-jagd.html &amp;#039;&amp;#039;Die Wilde Jagd.&amp;#039;&amp;#039;] In: Heidnische-Gemeinschaft.de&lt;br /&gt;
* Jesper Klein: [https://www.sueddeutsche.de/kultur/volkssagen-das-geisterheer-1.4311233 &amp;#039;&amp;#039;Wilde Jagd – Was hat es mit den Volkssagen auf sich?&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Sueddeutsche.de]], 24.&amp;amp;nbsp;März 2019&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/wiki/Die_Wilde_Jagd_vom_Untersberg &amp;#039;&amp;#039;Die Wilde Jagd vom Untersberg.&amp;#039;&amp;#039;] In: salzburgwiki.at&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4189886-2|TEXT=Literatur zur|Wilden Jagd}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189886-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RStehn</name></author>
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