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	<title>Wilde Ehe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:29:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wilde_Ehe&amp;diff=81409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wilm Krekeler: /* Gründe für Partnerschaften ohne Trauschein */ Wiederholung (&quot;erst ... erst&quot;) entfernt</title>
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		<updated>2024-10-31T01:02:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gründe für Partnerschaften ohne Trauschein: &lt;/span&gt; Wiederholung (&amp;quot;erst ... erst&amp;quot;) entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;wilde Ehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde bis in die zweite Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hinein regelmäßig mit abwertender Nebenbedeutung die Beziehung von Paaren bezeichnet, die [[Ehe|unverheiratet]] zusammenlebten. Von Juristen wird die [[Partnerschaft]] unverheiratet Zusammenlebender  &amp;#039;&amp;#039;[[eheähnliche Gemeinschaft]]&amp;#039;&amp;#039; genannt, stellenweise auch &amp;#039;&amp;#039;freie Ehe&amp;#039;&amp;#039;. In der Schweiz wird das Zusammenleben von nicht miteinander verheirateten Menschen als Paar als &amp;#039;&amp;#039;[[Konkubinat#Wortbedeutung in der Schweiz|Konkubinat]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, dagegen wird dieser Begriff in Deutschland als abwertend angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karin von Flüe: [https://www.beobachter.ch/familie/konkubinat/quiz-was-wissen-sie-uber-die-wilde-ehe &amp;#039;&amp;#039;Quiz: Was wissen Sie über die «wilde Ehe»?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Beobachter (Zeitschrift)|Beobachter.ch]].&amp;#039;&amp;#039; 9. Februar 2018, abgerufen am 7. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher untersagten [[Konkubinatsverbot|Konkubinatsverbote]] in [[Bayern]] (bis 1970, auf Grundlage von Art. 25 des Bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetzes von 1957) und einzelnen [[Schweiz]]er Kantonen das Zusammenleben eines unverheirateten gegengeschlechtlichen Paares in einer gemeinsamen Wohnung, aber auch anderswo wurde das Konkubinat als unsittlich angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|16107|Konkubinat|Autor=Anne-Lise Head-König / CN}} Abgerufen am 7. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der [[Sexuelle Revolution|Sexuellen Revolution]] im letzten Drittel des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde die Auffassung in Frage gestellt, dass nur miteinander verheiratete Menschen das Recht hätten, sich sexuell zu betätigen. Seitdem erscheinen zunehmend auch andere Formen der Sexualität als legitim, so dass die Vorstellung, dass nicht miteinander Verwandte, die als Paar unverheiratet zusammenleben, „verwildert“ seien, den meisten absurd erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== Gründe für Partnerschaften ohne Trauschein ===&lt;br /&gt;
Viele von denjenigen, denen man vorhielt oder vorhält, sie lebten in „wilder Ehe“, betracht(et)en ihre &amp;#039;&amp;#039;Lebensform&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;vorübergehend&amp;#039;&amp;#039;. Sie nahmen oder nehmen für sich das Recht in Anspruch, das Zusammenleben auszuprobieren und danach erst zu heiraten. Nach Wegfall strafrechtlicher Sanktionen für „[[Unzucht#Deutschland|unzüchtiges]]“ Verhalten reduzierte sich der von der Gesellschaft ausgehende moralische Druck zu heiraten weitgehend auf sogenannte „[[Shotgun Wedding|Muss-Ehen]]“. In der Gegenwart gelten eine Schwangerschaft oder die Geburt eines gemeinsamen Kindes oft nicht mehr als hinreichender Grund für Partner in einer [[Lebensgemeinschaft]], eine Ehe zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Onkelehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde früher umgangssprachlich das eheähnliche Zusammenleben einer [[Witwer|Witwe]] (und ihrer Kinder) mit einem Mann bezeichnet, den sie nicht heiraten wollte, um ihre [[Rente wegen Todes|Witwenrente]] nicht zu verlieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikoneintrag: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Onkelehe &amp;#039;&amp;#039;Onkelehe, die.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Duden#Duden online|Duden online]].&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 7. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Fälle eines (zumeist heimlichen) Zusammenlebens von Paaren als &amp;#039;&amp;#039;Reaktion auf [[Eheverbot]]e&amp;#039;&amp;#039;. Bis in die 1950er-Jahre durften in einigen Teilen Deutschlands etwa [[Lehrerinnenzölibat|Lehrerinnen]] nicht heiraten, mit der Begründung, „dass die Pflichten einer Hausfrau und Mutter mit der Tätigkeit einer Lehrerin unvereinbar sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Ettle: [https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Eichstaett-Lehrerinnen-mussten-ledig-bleiben;art575,2261096 &amp;#039;&amp;#039;Eichstätt: Lehrerinnen mussten ledig bleiben.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Donaukurier|Donaukurier.de]].&amp;#039;&amp;#039; 26. März 2010, aktualisiert am 31. Januar 2017, abgerufen am 7. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zusammenleben selbst oder der Charakter des Zusammenlebens (etwa eines katholischen Pfarrers mit seiner Haushälterin) wurden und werden auch von katholischen Geistlichen verheimlicht. Als „wilde Ehe“ werden auch bekannt gewordene systematische Verstöße gegen das [[Zölibat]]sgebot bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ideologische Gründe für eine Nicht-Heirat&amp;#039;&amp;#039; gibt es in [[Anarchismus|anarchistischen]], durch antiautoritäre Vorstellungen beeinflussten Kreisen bereits seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Die Ablehnung kirchlicher und bürgerlicher [[Moral]]vorstellungen ist besonders unter [[Linksliberalismus|Linksliberalen]] weit verbreitet. Bereits 1908 schrieb die Anarchistin [[Emma Goldman]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich glaube, dass die erste Unabhängigkeitserklärung der Frau, wenn sie ihre Emanzipation unterschreibt, sein wird, dass sie einen Mann wegen seines Herzens und Verstandes bewundert und liebt und nicht aufgrund der Größe seines Geldbeutels. Die zweite Erklärung wird sein, dass sie das Recht hat, diese Liebe ohne Hindernisse der Außenwelt zu leben. Die dritte und wichtigste Erklärung wird das absolute Recht auf freie Mutterschaft sein.&lt;br /&gt;
 |Autor=Emma Goldman&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;What I Believe&amp;#039;&amp;#039; (Was ich denke)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emma Goldman]]: &amp;#039;&amp;#039;What I Believe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;New York World.&amp;#039;&amp;#039; 19. Juli 1908; deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Anarchismus und andere Essays&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Sozialrevolte.&amp;#039;&amp;#039; Band 22). Herausgegeben von Jörn Essig-Gutschmidt. 2. Auflage. Unrast, Münster 2018, ISBN 978-3-89771-920-0, S. 17–30 ([https://anarchistischebibliothek.org/library/emma-goldman-was-ich-denke online] auf anarchistischebibliothek.org).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bratkartoffelverhältnis ===&lt;br /&gt;
In der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] in Deutschland entstand die Bezeichnung „Bratkartoffelverhältnis“ für ein Verhältnis, das von einem Mann wegen „bestimmter äußerer Annehmlichkeiten“ ohne wirkliche Bindung unterhalten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikoneintrag: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Bratkartoffelverhaeltnis &amp;#039;&amp;#039;Bratkartoffelverhältnis, das.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Duden#Duden online|Duden online]].&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 7. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Autoren sehen einen Zusammenhang mit den Auswirkungen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und den aus der Not geborenen Zweckbeziehungen, bei denen es einigen Männern vor allem um die regelmäßige Versorgung mit warmen [[Mahlzeit]]en ging und eine [[Ehe]]schließung von vornherein nicht geplant war.&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Ejikhine: &amp;#039;&amp;#039;Beim Wort genommen: der Sprachführer durch die Welt der Redewendungen&amp;#039;&amp;#039;. Digitalis Books, 2006, ISBN 90-77713-05-0 ({{Google Buch |BuchID=nyEWvDdIlxwC |Seite=33118 |Hervorhebung=%E2%80%9EBratkartoffelverh%C3%A4ltnis%E2%80%9C&amp;amp;hl |Linktext=Seitenansicht}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Benennung dieser Form des Zusammenlebens als &amp;#039;&amp;#039;Bratkartoffelverhältnis&amp;#039;&amp;#039; war besonders zum Ende der 1940er-Jahre verbreitet. Der Ausdruck bezog sich nach dem [[Nachkriegszeit in Deutschland|Zweiten Weltkrieg]] auf Beziehungen zwischen heimkehrenden [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenen]] und [[Witwer|Witwen]], die in wilder Ehe lebten, um den Verlust der [[Rente wegen Todes|Witwenrente]] zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kirsten Plötz]]: &amp;#039;&amp;#039;Als fehle die bessere Hälfte: „Alleinstehende“ Frauen in der frühen BRD 1949-1969.&amp;#039;&amp;#039; Helmer, Königstein im Taunus 2005, ISBN 978-3-89741-053-4, S.&amp;amp;nbsp;305: Fußnote 37 (Doktorarbeit Universität Hannover 2002; [https://books.google.de/books?id=KSvaAAAAMAAJ&amp;amp;q=soldatisches Zitatansicht] in der Google-Buchsuche).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtslage in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Bis zur Einführung des § 180 Absatz 3 [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] im Jahr 1927&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1927&amp;amp;page=115&amp;amp;size=45 |titel=ÖNB-ALEX - Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867-1945 |abruf=2023-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; machte sich der Vermieter einer Wohnung wegen [[Kuppelei]] strafbar, wenn er einem nicht verheirateten Paar oder einer [[Prostitution|Prostituierten]] eine Wohnung vermietete oder überhaupt, wenn er in seiner Wohnung anderen [[Unzucht]] gestattete. Ziel der Einführung des § 180 Absatz 3 StGB war es, zu ermöglichen, dass Prostituierte eine Wohnung zum Arbeiten mieten können und damit der Straßenprostitution entgegenzuwirken. Aber auch Paare, die unverheiratet zusammenleben wollten, profitierten vom § 180 Absatz 3 StGB. Allerdings wurden bis zum Urteil des [[Bundesgerichtshof|BGH]] vom 17.&amp;amp;nbsp;April 1970 (Az. I ZR 124/68) solche Mietverträge zivilrechtlich als [[Sittenwidrigkeit (Deutschland)|sittenwidrig]] und damit unwirksam angesehen. Dieses Urteil wurde mit dem Sinn des § 180 Abs. 3 StGB begründet. Im gleichen Jahr wurde in Bayern das dort noch bestehende [[Konkubinatsverbot]] aufgehoben. Bis 1970 war es üblich, dass sich der Vermieter vor Abschluss eines Mietvertrags den [[Trauschein]] des Paares vorlegen ließ. Beherbergungsbetriebe (zum Beispiel Hotels) fielen nicht unter die Ausnahme des § 180 Abs. 3 StGB, da ein Hotelzimmer keine ständige Wohnung ist. Somit machten sich der Inhaber oder Mitarbeiter bis 1968 (DDR) oder 1973 (Bundesrepublik Deutschland) wegen Kuppelei strafbar, wenn sie einem unverheirateten Paar ein gemeinsames Zimmer vermieteten oder überhaupt Unzucht gestatteten. Deshalb gaben sich dort oft unverheiratete Paare als Ehepaar aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Recht der [[Sozialhilfe]] gelten solche Lebensgemeinschaften als [[Bedarfsgemeinschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigte Staaten ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Der folgende Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Im [[Recht der Vereinigten Staaten|US-amerikanischen Recht]] existieren in einigen Bundesstaaten Lebensgemeinschaften unter der Bezeichnung [[Common-law marriage]], die einige im deutschsprachigen Raum „wilde Ehen“ nennen würden. In den USA wie auch in anderen Staaten, in denen es Regelungen über eine Common-law marriage gibt, ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Paar, das weder vom Staat noch von einer [[Glaubensgemeinschaft|Religionsgemeinschaft]] getraut wurde, dennoch mit dem Anspruch auf Verbindlichkeit unbehelligt als „verheiratetes Paar“ auftreten darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herrad Schenk]]: &amp;#039;&amp;#039;Freie Liebe, wilde Ehe: über die allmähliche Auflösung der Ehe durch die Liebe.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1987, ISBN 3-406-32362-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bratkartoffelverhältnis}}&lt;br /&gt;
* {{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Bratkartoffelverhältnis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eheform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form der Liebesbeziehung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wilm Krekeler</name></author>
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