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	<title>Wild T2 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T05:41:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wild_T2&amp;diff=1529404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-07-02T13:34:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wild T2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein optisch-mechanischer [[Theodolit]] der Schweizer Firma [[Wild-Heerbrugg]]. Er war früher der weltweit meistverbreitete [[Sekundentheodolit]]. Seine um 1930 konstruierte Grundversion war vermutlich der erste Präzisionstheodolit in geschlossener Bauweise und geht im Wesentlichen auf [[Heinrich Wild]] zurück, den Erfinder und Unternehmensgründer der Firma Wild. Optisch-mechanische Theodolite sind heute weitestgehend durch volldigitalisierte [[Totalstation]]en verdrängt worden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Theodolit Schema.PNG|mini|200px|Schematischer Aufbau des Wild T2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Entwicklung der Geodäsie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der T2 hatte –&amp;amp;nbsp;bei etwa halben Gewicht&amp;amp;nbsp;– die gleiche Genauigkeit (±1″) wie die bis dahin gebräuchlichen [[Triangulation (Geodäsie)|Triangulationstheodolite]], deren Feinmechanik und [[Teilkreis]]e offen lagen. Der Name &amp;#039;&amp;#039;T2&amp;#039;&amp;#039; sollte die gegenüber dem einfacheren [[Wild T1]] höhere Genauigkeit signalisieren; anfangs wurde er auch als &amp;#039;&amp;#039;Universaltheodolit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, um das breitere Einsatzspektrum anzudeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Design kompakt gestaltet, machte er die [[olivgrün]]e Farbe der Wild-Instrumente zu einem Markenzeichen und ließ sich mit zahlreichen Zusatzgeräten kombinieren. In den 1950er- und 1980er-Jahren wurde der T2 jeweils modernisiert, behielt aber seine Bezeichnung. Der „klassische“ T2 wurde bis etwa 1995 produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grundkonzept des Theodolits stammt von Heinrich Wild und hat sich über viele Jahrzehnte bewährt. Sein Gewicht beträgt je nach Ausführung 5–6&amp;amp;nbsp;kg, mit „Bombe“ (Schutzgehäuse) etwa 8&amp;amp;nbsp;kg; die Abmessungen sind etwa 12 × 13 × 20&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Achromatismus|achromatische]] Fernrohr hat etwa 30-fache Vergrößerung und 40&amp;amp;nbsp;mm Öffnung, [[Innenfokussierung]] und -Beleuchtung. Direkt neben dem Okular des [[Messfernrohr]]s ist ein zweiter Einblick für die Kreisablesung. Sie erfolgt mit kurzen [[Mikroskop]]en, die je zwei gegenüberliegende Stellen der Teilkreise zusammenspiegeln, um eine eventuelle [[Exzentrizität (Technik)|Exzentrizität]] zu beseitigen. Die Kreisablesung ist bei Bautypen ab etwa 1975 bereits teildigitalisiert (geringere Gefahr von Grad- und Minutenfehlern) und erfolgt durch Koinzidenz der gegenüberliegenden Teilkreisstriche. Für diese Feinablesung dient ein [[Planplattenmikrometer]], das auf Winkelsekunden (Bogensekunden) geteilt ist und die bis etwa 1940 verbreiteten [[Nonius|Nonien]] ersetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was das [[Absehen|Fadenkreuz]] betrifft, hat der T2 den Standard mit kombinierten Einfach- und Doppelstrichen sowie den zwei [[Distanzfäden]] gesetzt. Die [[Additionskonstante]] für die einfache [[Tachymetrie]] mit senkrechter [[Messlatte]] ist nahezu Null. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grob- und [[Feinbewegung]]en in Richtung und Höhenwinkel sind in Form von vier Drehknöpfen auf der [[Alhidade]] und den Fernrohrstützen angeordnet. Dies erfordert anfangs einige Gewöhnung; spätere Konkurrenzprodukte (z.&amp;amp;nbsp;B. der ThII von [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Zeiss]] oder der [[DKM2-A]] von Kern-Aarau) sind deshalb auf zwei konzentrische Drehknöpfe übergegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterbau hat [[optisches Lot]], Beleuchtungsanschlüsse und die Horizontalkreis-Verstellung. Die Anordnung der drei [[Fußschraube]]n und der Stativteller haben den Standard für fast alle späteren Instrumente auch anderer Hersteller gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stehachse]] ist zylindrisch ausgeführt, was zwar sehr robust ist, aber geringfügige sekundäre [[Achsfehler]] („Taumelfehler“) von 1″ bis 2″ mit sich bringt. Heute sind Kombinationen von Zylinderachsen mit einem horizontalen [[Kugellager]] üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Theodolit ist auch für den Einsatz im [[Markscheidewesen]] und in der [[Astrogeodäsie]] geeignet, etwa mit [[Zenitprisma]] und einer genauen [[Reiterlibelle]]. Für Triangulationen [[Netz erster Ordnung|erster]] bis zweiter Ordnung und auf 2× höhere Genauigkeit ausgelegt war hingegen das nächstgrößere Instrument, der Präzisionstheodolit [[Wild T3]] (den heute digitalisierte Instrumente ersetzen) und das schwere Universalinstrument [[Wild T4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur sprichwörtlichen Robustheit: Ein T2, der in seiner Metallbombe einen Sturz über eine 100 Meter hohe Felswand „überlebt“ hatte, war in den 1970er-Jahren der „Star“ einer Geodäsie-Messe. Er musste von Wild-Heerbrugg nur geringfügig nachjustiert werden. Der Behälter sah allerdings aus wie eine Ziehharmonika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Erfolgsgeschichte des T2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend für den technischen und wirtschaftlichen Erfolg des T2, der von etwa 1930 bis 1990 anhielt, waren zunächst:&lt;br /&gt;
# Die geschlossene Metallhülle, die [[Temperatur]]-Einflüsse auf die Alhidade, die Teilkreise und die [[Ablesung]]s-Optik stark reduzierte;&lt;br /&gt;
# bessere Konstruktionen der Stehachse und der [[Kippachse]], mechanisch und thermisch stabilere [[Rektifizierung]]s- und [[Justierschraube]]n, beispielsweise für die optische Achse ([[Zielachse]]nfehler)&lt;br /&gt;
# Teilkreise aus [[Glas]] (statt versilbertem Metall), die durch Einspiegelung von jeweils gegenüberliegenden Teilstrichen auch geringere zyklische und [[zufälliger Fehler|zufällige Fehler]] hatten&lt;br /&gt;
# Ablesefernrohre statt der bisherigen Nonien, [[Mikrometer (Optik)|optische Mikrometer]] zur Feinablesung der Teilkreise&lt;br /&gt;
# Geschütztere Lage der [[Libelle (Messtechnik)|Libellen]], um ihr Auswandern bei [[Sonnenstrahlung]] zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Heinrich Wild um 1935 erfundene [[Doppelkreis]]-Prinzip für die Kreisablesung wurde nicht mehr bei Wild realisiert, sondern erst im [[DKM1]] der Firma [[Kern Aarau]], wohin H.&amp;amp;nbsp;Wild wechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Franz Ackerl|F. Ackerl]]&lt;br /&gt;
| Titel=Geodäsie und Fotogrammetrie&lt;br /&gt;
| Ort=Wien&lt;br /&gt;
| Verlag=Georg Fromme&lt;br /&gt;
| Datum=1950&lt;br /&gt;
| Band=Band&amp;amp;nbsp;1, &amp;#039;&amp;#039;Instrumente und Verfahren der Vermessung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Kapitel=E und F}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Heribert Kahmen|H. Kahmen]]&lt;br /&gt;
| Titel=Angewandte Geodäsie – Vermessungskunde&lt;br /&gt;
| Auflage=20.&lt;br /&gt;
| Ort=Berlin, New York&lt;br /&gt;
| Verlag=de Gruyter&lt;br /&gt;
| Datum=2005&lt;br /&gt;
| Kapitel=Kapitel 3&lt;br /&gt;
|Kommentar=Lehrbuch}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=G. Gerstbach&lt;br /&gt;
| Titel=Zur Azimutmessung mit Sekundentheodoliten&lt;br /&gt;
| Sammelwerk=Österr. Zeitschrift für Vermessungswesen, Jg. 71&lt;br /&gt;
| Datum=1983&lt;br /&gt;
| Seiten=53–68}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theodolit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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