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	<title>Wiking-Jugend - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wiking-Jugend&amp;diff=209943&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2026-01-23T13:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flag with Odal rune.svg|mini|Flagge der &amp;#039;&amp;#039;Wiking-Jugend&amp;#039;&amp;#039; mit [[Othala|Othala-Rune]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiking-Jugend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (WJ) war eine [[neonazi]]stische Kinder- und [[Jugendverband|Jugendorganisation]]. Die 1952 gegründete Organisation wurde 1994 durch den [[Bundesministerium des Innern|Bundesminister des Innern]] verboten; zum Zeitpunkt des Verbots war sie mit 400 bis 500 Mitgliedern die größte neonazistische Jugendorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie agierte in der Nachfolge der [[Hitler-Jugend]] und des [[Bund Deutscher Mädel|Bundes Deutscher Mädel]]. Ein Charakteristikum der Wiking-Jugend war ihr Selbstverständnis als Refugium einer geschlossen [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Sozialisation von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter ihrer Mitglieder. Eng damit verbunden war ihre Funktion als Kaderschule des deutschen und europäischen [[Rechtsextremismus]], die ihr eine Schlüsselstellung innerhalb der einschlägigen Organisationen und Netzwerke verlieh. Die Bedeutung der Wiking-Jugend beschränkte sich daher nicht auf den Jugendbereich, sondern lag ebenso in ihrer organisationsübergreifenden und vernetzenden Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie, Name und Symbol ==&lt;br /&gt;
Ideologisch war die Wiking-Jugend [[Völkische Bewegung|völkisch]]-[[Rassismus|rassistisch]] eingestellt. Die [[Wikinger]] wurden als Verteidiger der Zivilisation gegen die [[Mongolen]] mythologisiert, [[Antisemitismus|antisemitisch]] der Einfluss des [[Judentum]]s auf das Weltgeschehen beschworen, und der [[Freiheitliche demokratische Grundordnung|demokratische Verfassungsstaat]] mit der Forderung nach einer Elitenherrschaft abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;V649&amp;quot; /&amp;gt; Ihre „Nordland“-Ideologie imaginierte das „Nordland“ als den „geschlossenen Lebensraum der Völker germanischer Herkunft in Nord- und Mitteleuropa“,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Wikinger&amp;#039;&amp;#039;, 1/1978, zit. nach [[Matthias von Hellfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Modell Vergangenheit. Rechtsextreme und neokonservative Ideologien in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Pahl-Rugenstein, Köln 1987, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; lobte die „[[Nordische Rasse]]“, lehnte in der christlichen Religion neben den jüdischen Wurzeln auch den Bezug auf [[Naturrecht]] und [[Menschenrechte]] ab und wies den Gedanken der Friedfertigkeit zurück. Damit unterschied sie sich von der christlich-abendländischen Orientierung der deutschnational-konservativen Alten Rechten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gideon Botsch: &amp;#039;&amp;#039;Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis heute&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2012, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Namenswahl bezog sich die Wiking-Jugend auf die [[5. SS-Panzer-Division „Wiking“]]. Analog zu deren Rekrutierungspraxis von Freiwilligen in West- und Nordeuropa bildete sie Strukturen in [[Frankreich]], Spanien, [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], der [[Schweiz]] und [[Norwegen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;V649&amp;quot;&amp;gt;Fabian Virchow: &amp;#039;&amp;#039;Wiking-Jugend&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Organisationen, Institutionen, Bewegungen&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. De Gruyter Saur, Berlin u. a. 2012, S. 649.&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihrer Gründungsphase war die Wiking-Jugend ideologisch und generationell eng mit den Kameradschaftsverbänden der Waffen-SS verbunden, deren Zeitschrift den Titel &amp;#039;&amp;#039;Wiking-Ruf&amp;#039;&amp;#039; trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symbol der Wiking-Jugend war ein Adler vor einer aufgehenden Sonne und als zusätzliches Symbol diente die [[Odal-Rune]]. Das Verbot der Gruppe schließt ein Verbot der Verwendung der Rune als Gruppensymbol ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Wiking-Jugend ging aus der im Mai 1950 gegründeten [[Reichsjugend]] hervor. Diese war die Jugendorganisation der [[Sozialistische Reichspartei|Sozialistischen Reichspartei]] und wurde von [[Walter Matthaei (Neo-Nazi)|Walter Matthaei]] geleitet. Aufgrund des Verbots der Partei schloss sich die &amp;#039;&amp;#039;Reichsjugend&amp;#039;&amp;#039; am 2. Dezember 1952 in [[Wilhelmshaven]] mit Teilen der „Deutschen Unitarier Jugend“ und der „Vaterländischen Jugend“ zur Wiking-Jugend zusammen. Gründer und erster Bundesvorsitzender der Wiking-Jugend war der ehemalige Reichsjugendführer der Sozialistischen Reichspartei, Walter Matthaei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jelpke&amp;quot;&amp;gt;[http://www.antisemitismus.net/deutschland/jelpke-4.htm Materialsammlung „Fakten und Argumente zum NPD-Verbot“]&amp;lt;/ref&amp;gt; Matthaei verließ jedoch frühzeitig Deutschland und ließ sich im [[Franquismus|falangistischen Spanien]] nieder, von wo aus er bis zu seinem Tod als einer der führenden Akteure des europäischen Neonazismus agierte und mit seinen Nachfolgern an der Spitze der Wiking-Jugend kooperierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiking-Jugend verstand sich als Teil der „nationalbündischen Jugendbewegung“&amp;lt;ref name=&amp;quot;V649&amp;quot; /&amp;gt; und war zunächst über den [[Kameradschaftsring Nationaler Jugendverbände]] mit ähnlichen völkischen und neonazistischen Jugendorganisationen zusammengeschlossen, zu denen u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Schillerbund deutscher Jugend|Schillerjugend]] gehörte. Während diese durch äußere Faktoren wie die Gründung der [[Bundeswehr]], die Attraktivität der [[Popkultur]] und schließlich die Protestkultur der 1960er Jahre ihre Anziehungskraft auf Jugendliche einbüßten und sich teilweise auflösten, wurde die Wiking-Jugend zur mitgliederstärksten und hegemonialen Jugendorganisation des Neonazismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit innerhalb des Rechtsextremismus war die dynastische Führung der Organisation, die nach dem Weggang Matthaeis ausschließlich von Mitgliedern der Familie Nahrath wahrgenommen und in gerader Linie vom Vater [[Raoul Nahrath]] auf den Sohn [[Wolfgang Nahrath]] und den Enkel [[Wolfram Nahrath]] weitergegeben wurden. Die Leitung der Organisation wurde von Wilhelmshaven nach [[Köln]] und von dort 1967 nach [[Stolberg (Rheinland)|Stolberg]] verlegt. Das dortige Privathaus der Familie im Stadtteil [[Stolberg-Büsbach|Büsbach]] diente bis zum Verbot als organisatorisches Zentrum und wurde vor dem Verbot gemeinsam mit [[Sascha Wagner (Neonazi)|Sascha Wagner]] ([[NPD]]) betrieben. Formal allerdings hatte Wolfram Nahrath den Bundessitz 1991 nach [[Berlin]] verlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich seit Ende 1984 die Führungsfunktionäre, vor allem der Bundesführer immer deutlicher der rechtsextremen [[Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei|Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei]] (FAP) angenähert hatten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;vs-nrw-1987&amp;quot;&amp;gt;Innenministerium des Landes NRW: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 1987&amp;#039;&amp;#039;, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; traten in den folgenden Jahren einige Mitglieder, die den neonazistischen Kurs nicht mittragen wollten, aus der WJ aus und gründeten 1987 den &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis Junge Familie&amp;#039;&amp;#039; und den [[Sturmvogel – deutscher Jugendbund]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;vs-nrw-1987&amp;quot; /&amp;gt; einen Jugendverband, der bis heute existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kam es zu immer engeren Kontakten mit der FAP, unter anderem wurden FAP-Abordnungen zum Schutz von Zeltlagern eingesetzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;vs-nrw-1988&amp;quot;&amp;gt;Innenministerium des Landes NRW: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 1988&amp;#039;&amp;#039;, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; spätestens seit 1989 waren Mitglieder der WJ auch in der FAP organisiert, der Sohn des damaligen Bundesführers war sogar Mitglied im Parteivorstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vs-nrw-1989&amp;quot;&amp;gt;Innenministerium des Landes NRW: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 1989&amp;#039;&amp;#039;, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wiking-Jugend distanzierte sich allerdings vom Anhängerkreis um den Neonazi [[Michael Kühnen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;vs-nrw-1989&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsform ==&lt;br /&gt;
Die Wiking-Jugend nutzte die Rechtsform eines eingetragenen Vereins nach bundesdeutschem Recht (mit Sitz in [[Stolberg (Rheinland)|Stolberg]], registriert am 25. Oktober 1974), war jedoch als ein europaweiter Bund nach dem [[Führerprinzip]] organisiert. Die räumliche Reichweite der bundesdeutschen Kernorganisation entsprach nicht den Grenzen der [[Bundesrepublik Deutschland]], sondern denen des [[Großdeutsches Reich|Großdeutschen Reiches]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auftreten und Struktur waren dem Vorbild der [[Hitlerjugend]] entlehnt. Die übergreifende Organisationsebene bildete der „Bund“ mit dem „Bundesführer“ an seiner Spitze. Dem „Bund“ unterstanden „[[Gau]]e“ und diesen wiederum „Horste“, deren Jungen- und Mädchenschaften wiederum von „Pimpfen“ und „Jungmädeln“ gebildet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;V649&amp;quot; /&amp;gt; Die Gauzeichen waren rechteckig mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund und nicht identisch mit denen der Hitler-Jugend.&lt;br /&gt;
Die Wiking-Jugend verfügte über organisatorische Ableger in den Ländern Spanien, Niederlande, Großbritannien, Belgien (Flandern), Frankreich, Skandinavien, Australien-Neuseeland und in der Schweiz, die dem „Bund“ als „Gaue“ oder „Stützpunkte“ angeschlossen waren. Unter den nichtdeutschen „Gauen“ war die niederländische und flämische „Wiking Jeugd“ besonders aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die interne Hierarchie der Wiking-Jugend umfasste vierzehn Führertitel. Die formale Mitgliedschaft war ab sechs Jahren möglich. Da eine Altersgrenze nach oben nicht bestand, fungierte die Organisation als [[Lebensbundprinzip|Lebensbund]] und konnte so auch erwachsene Akteure bis ins hohe Alter integrieren. Das Konzept zielte auf eine möglichst vollständige völkische Sozialisation in Verbindung mit einer nationalsozialistischen Schulung und „Führerauslese“. Der Einfluss der staatlichen Schulen und der Elternhäuser sollte durch Abschottung und Feindbestimmung minimiert werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts war die Forcierung von Familiengründungen unter den erwachsenen Mitgliedern, die sowohl als politischer Kern der Organisation als auch als biologischer Kern einer [[Volksgemeinschaft]] begriffen wurden. Diese familiären Strukturen erstreckten sich teilweise über mehrere Generationen und wurden in diesen Fällen als „Gesinnungssippen“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Wiking-Jugend nach eigenen Angaben etwa 15.000 Kinder und Jugendliche in ihren Reihen organisierte, aber zu keinem Zeitpunkt wohl mehr als 600 Mitglieder hatte, lässt auf eine erhebliche Mitgliederfluktuation schließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;V649&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kinder- und Jugendarbeit nahmen [[Zeltlager|Lager]], [[Fahrt (Jugendbewegung)|Fahrten]], [[Marsch|Märsche]] und Feste eine zentrale Rolle ein. Dabei wurden die Jugendlichen auch [[Paramilitär|paramilitärisch ausgebildet]] und schweren körperlichen Strapazen ausgesetzt. Zeltlager der Wiking-Jugend fanden ab Mitte der 1980er Jahre wiederholt im Heideheim des Neonazis [[Jürgen Rieger]] im niedersächsischen [[Hetendorf]] statt; die paramilitärischen Übungen häufig auf dem nahegelegenen [[Truppenübungsplatz Munster]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-932082-32-0, S. 28 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiking-Jugend in Österreich ==&lt;br /&gt;
Anfang der 1980er-Jahre hielt die Wiking-Jugend mehrwöchige Zeltlager im Kärntner [[Glantal]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Presse]]: [https://amp.diepresse.com/324919 &amp;#039;&amp;#039;Affäre: HC Strache und die Wiking-Jugend&amp;#039;&amp;#039;], 22. August 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründung eines österreichischen Vereins wurde 1980 von der Sicherheitsdirektion des Bundeslandes [[Kärnten]] mit Bescheid vom 23. September 1980 nicht genehmigt; dies wurde durch den [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] am 16. Oktober 1981 bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Az.: B209/81; [http://www.ris2.bka.gv.at/Dokument.wxe?QueryID=Vfgh&amp;amp;Dokumentnummer=JFT_10188984_81B00209_00 VfGH-Erkenntnis vom 16. Oktober 1981]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Verbot ==&lt;br /&gt;
In Deutschland verbot das [[Bundesministerium des Innern]] am 10. November 1994 die Wiking-Jugend gemäß § 3 [[Vereinsgesetz (Deutschland)|Vereinsgesetz]];&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=1&amp;amp;gld_nr=2&amp;amp;ugl_nr=2180&amp;amp;bes_id=567&amp;amp;aufgehoben=N Verbot des Vereins Wiking-Jugend e. V.]&amp;#039;&amp;#039;, MBl. NRW 1995, S. 6, berichtigt S. 361 und MBl. NRW 1999, S. 876.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies wurde am 13. April 1999 durch das [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://lexetius.com/1999,2413 |titel=Bundesverwaltungsgericht bestätigt Verbot der Wiking-Jugend (BVerwG 1 A 3.94) |datum=13. April 1999 |zugriff=22. Juli 2013 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Zeitpunkt des Verbots war sie mit 400 bis 500 Mitgliedern die größte neonazistische Jugendorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundesinnenministerium begründete das Verbot einerseits mit der „Wesensverwandtschaft“ der Wiking-Jugend mit [[NSDAP]] und Hitlerjugend, andererseits wurde ihr Bestreben hervorgehoben, „mit ihrer Tätigkeit die verfassungsmäßige Ordnung fortlaufend zu untergraben und letztendlich zu beseitigen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;R08&amp;quot; /&amp;gt; Ziel sei es, notfalls mit Gewalt einen [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Staat zu errichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;V650&amp;quot;&amp;gt;Fabian Virchow: &amp;#039;&amp;#039;Wiking-Jugend&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Organisationen, Institutionen, Bewegungen&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. De Gruyter Saur, Berlin u. a. 2012, S. 650.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vorfeld des Verbots waren die Behörden zu dem Schluss gekommen, dass die Wiking-Jugend sich auf einen bewaffneten Kampf vorbereitete. Wiederholt waren bei Mitgliedern scharfe Waffen, Munition und Sprengstoff sichergestellt worden, und Kinder und Jugendliche waren militärisch ausgebildet worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;R08&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Andrea Röpke]] |url=https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/reportagen/hintergrundbericht-hdj-eine-reportage-von-andrea-roepke |titel=Braune Parallelwelt - Ein Hintergrundbericht zur HDJ|werk=Mut gegen rechte Gewalt |hrsg= |datum=2008-10-10 |abruf=2024-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wiking-Jugend führte nach dem Verbot 1995 ihr Winterlager in Belgien durch. Ein Treffen auf der [[Burg Hohnstein (Harz)|Burg Hohnstein]] in [[Thüringen]] wurde von der Polizei aufgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;V650&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach dem Verbot zahlreiche Akteure sowie ähnliche Organisationsstrukturen und Symbole bei der [[Heimattreue Deutsche Jugend|Heimattreuen Deutschen Jugend]] wieder auftauchten, galt diese als Nachfolgeorganisation der Wiking-Jugend. Sie wurde 2009 ebenfalls verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMI_Verbot&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |url=http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/mitMarginalspalte/03/verbot_hdj.html |titel=BMI verbietet rechtsextremistische HDJ |hrsg=[[Bundesministerium des Innern]] |zugriff=31. März 2009 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090403092524/http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/mitMarginalspalte/03/verbot_hdj.html |archiv-datum=2009-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
Als Publikationen dienten „Der Wikinger“ und die auf die Ansprache von Schülern spezialisierte Jugendzeitschrift „Gäck“. Als interne Medien dienten u. a. „Fahrtenkalender“, hektographierte bzw. fotokopierte Schulungsmaterialien sowie sonstige [[graue Literatur]]. Die nichtdeutschen Organisationen der Wiking-Jugend verfügten zum Teil über eigene Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitglieder ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Bekannte Wiking-Jugend-Mitglieder bzw. -Funktionäre waren:&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Bela Ewald Althans]]&lt;br /&gt;
* [[Manfred Börm]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot;&amp;gt;[[Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin]]: [http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/WJ.htm &amp;#039;&amp;#039;Profil: Wiking Jugend e.&amp;amp;nbsp;V. (WJ)&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gudrun Burwitz]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Friedhelm Busse (Rechtsextremist)|Friedhelm Busse]]&lt;br /&gt;
* [[Lisbeth Grolitsch]]&lt;br /&gt;
* [[Thorsten Heise]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röpke_29&amp;quot;&amp;gt;[[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-932082-32-0, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Odfried Hepp]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Yury Winterberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rebell. Odfried Hepp – Neonazi, Terrorist, Aussteiger.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2004, ISBN 3-7857-2160-9, S. 47 ff. und 59 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Eric Kaden]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-932082-32-0, S. 87 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gundolf Köhler]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Stefan Köster]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röpke_29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Thomas Lemke (Serienmörder)|Thomas Lemke]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Matthaei (Rechtsextremist)|Walter Matthaei]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Dirk Nahrath]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Raoul Nahrath]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-932082-32-0, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Nahrath]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Nahrath]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Udo Pastörs]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röpke_29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Anton Pfahler]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Räbiger]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-932082-32-0, S. 39 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Frank Rennicke]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röpke_29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Edda Schmidt]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;apabiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ralph Tegethoff]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gideon Botsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-534-23832-3, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Björn Ulbrich]]&lt;br /&gt;
* [[Sascha Wagner (Neonazi)|Sascha Wagner]]&lt;br /&gt;
* [[Norbert Weidner]]&lt;br /&gt;
* [[Rudi Wittig]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferien im Führerbunker. Die neonazistische Kindererziehung der „Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ)“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-932082-32-0, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Thomas Wulff (Neonazi)|Thomas Wulff]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röpke_29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterstützer und Umfeld ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Thomas Brehl]]&lt;br /&gt;
* Wiking-Jugend Rechtsanwalt [[Hans Günter Eisenecker]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Mut (Zeitschrift)|Mut]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz-Christian Strache]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[René Rodriguez-Teufer]]&lt;br /&gt;
* [[Christian Worch]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer Fromm]]: &amp;#039;&amp;#039;Am rechten Rand. Lexikon des Rechtsradikalismus&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Schüren, Marburg 1994, ISBN 3-89472-104-9, S. 171 ff.&lt;br /&gt;
* Philipp Grehn: &amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Nahrath (1929–2003). Die Wiking-Jugend (WJ) – Völkische Indoktrination im Kindesalter&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gideon Botsch]], [[Christoph Kopke]], Karsten Wilke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechtsextrem: Biografien nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Oldenbourg, Berlin u. a. 2023, ISBN 978-3-11-101099-1, S. 319–332 ({{DOI|10.1515/9783111010991-017}}).&lt;br /&gt;
* [[Thomas Grumke]], [[Bernd Wagner (Kriminalist)|Bernd Wagner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch Rechtsradikalismus]]. Personen – Organisationen – Netzwerke. Vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Leske und Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3399-5, S. 436 ff.&lt;br /&gt;
* [[Franziska Hundseder]]: &amp;#039;&amp;#039;Stichwort Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Heyne-Bücher&amp;#039;&amp;#039;. 19). Heyne, München 1993, ISBN 3-453-06536-0, S. 53 ff.&lt;br /&gt;
* [[Fabian Virchow]]: &amp;#039;&amp;#039;Wiking-Jugend&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Organisationen, Institutionen, Bewegungen&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag des [[Zentrum für Antisemitismusforschung|Zentrums für Antisemitismusforschung]] der Technischen Universität Berlin. De Gruyter Saur, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-598-24078-2, S. 649 f. ({{DOI|10.1515/hdao.5.631}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste bundesweit verbotener rechtsextremistischer Organisationen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2142224-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiking-Jugend| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltanschaulicher Verein (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:In Deutschland verbotene rechtsextreme Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neonazistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsextremer Jugendverband]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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