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	<title>Wieskirche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wieskirche&amp;diff=34540&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martinus KE: /* Geschichte */ doppelter Bindestrich war falsch, Zusammenschreibung ist einfacher</title>
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		<updated>2025-08-17T10:42:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; doppelter Bindestrich war falsch, Zusammenschreibung ist einfacher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Wieskirche in Steingaden. Siehe auch [[Wieskirche (Freising)]] bzw. [[Wieskirche (Grub)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
| Name = Wieskirche&lt;br /&gt;
| Bild = Wieskirche 01.jpg&lt;br /&gt;
| Beschriftung =&lt;br /&gt;
| Staats-Gebiet = {{Deutschland}}&lt;br /&gt;
| Typ = Kultur&lt;br /&gt;
| Kriterien = (i)(iii)&lt;br /&gt;
| Fläche = 0.1&lt;br /&gt;
| Puffer = 8.4&lt;br /&gt;
| Referenz-Nr = 271&lt;br /&gt;
| Link = &lt;br /&gt;
| Region = Europa und Nordamerika&lt;br /&gt;
| Jahr = 1983&lt;br /&gt;
| Sitzung = &lt;br /&gt;
| Erweiterung = &lt;br /&gt;
| Gefährdung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wieskirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, offiziell &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] [[Wallfahrt]]skirche im namensgebenden Ortsteil Wies der bayerischen Gemeinde [[Steingaden]]. Der herausragende, 1754 fertiggestellte [[Sakralbau]] im [[Rokoko]]stil ist das Hauptwerk der Brüder [[Johann Baptist Zimmermann|Johann Baptist]] und [[Dominikus Zimmermann]] und gehört seit 1983 zum [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltkulturerbe]]. Patron der im [[Bistum Augsburg]] gelegenen Kirche ist der [[Josef von Nazaret|Heilige Josef]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Santuario Wieskirche - panoramio retusche.jpg|mini|Innenansicht der Wieskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung der Kirche geht auf eine Wallfahrt zurück, die seit 1739 bestand. Sie entstand aus der Verehrung einer Statue des [[Passion Jesu|gegeißelten Heilands]], die 1730 von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im oberbayerischen [[Kloster Steingaden]] angefertigt wurde. Die Statue wurde 1732–34 bei der [[Karfreitag]]sprozession des Klosters mitgetragen. 1738 kam sie in den Privatbesitz eines Bauern &amp;#039;&amp;#039;auf der Wies&amp;#039;&amp;#039;, dem Ort des Sommer- und Erholungsheims des Klosters einige Kilometer südöstlich Steingadens. Am 14. Juni 1738 bemerkte die Bäuerin Maria Lory in den Augen der Figur einige Tropfen, die sie für Tränen hielt. Im folgenden Jahr 1739 führten Gebetserhörungen und kleinere Wallfahrten zum Bildnis des Heilands zum Bau einer kleinen Feld[[kapelle (Kirchenbau)|kapelle]]. 1744 wurde die [[Messlizenz|Erlaubnis]] eingeholt, in der Kapelle die Messe zu lesen, womit die Wallfahrten den offiziellen Segen der Kirche erhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Wies, Pfarrei Steingaden: Zum gegeißelten Heiland&amp;#039;&amp;#039; in: Christian Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrten durchs deutsche Land – Eine Pilgerfahrt zu Deutschlands heiligen Stätten&amp;#039;&amp;#039;. Sankt Augustinus Verlag, Berlin 1928, Seite 36f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Wieskirche wurde von den Brüdern [[Johann Baptist Zimmermann|Johann Baptist]] und [[Dominikus Zimmermann]] unter der Leitung von Abt Marinus II. Mayer im Stile des [[Rokoko]] erbaut. 1744 war Baubeginn am östlichen Chor. Der Grundstein wurde 1746 gelegt. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits die [[Chor (Architektur)|Chormauern]]. Die Weihe des Chores fand 1749 statt, die Gesamtweihe 1754. Die Ausstattung war bis 1757 vollendet. Dominikus Zimmermann hat fortan bis zu seinem Tod im Jahr 1766 in Wies gelebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-deutschland/wallfahrtskirche-die-wies |titel=UNESCO-Welterbe Wallfahrtskirche „Die Wies“ {{!}} Deutsche UNESCO-Kommission |sprache=de |abruf=2021-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau brachte das Kloster Steingaden in große finanzielle Schwierigkeiten. So stiegen die Baukosten von den ursprünglich veranschlagten 39.000&amp;amp;nbsp;[[Konventionsgulden|Gulden]] auf schließlich 180.000&amp;amp;nbsp;Gulden. Zusammen mit anderen Verpflichtungen führte das zu einer finanziellen Gesamtbelastung, von der sich das Kloster bis zu seiner Auflösung während der [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] im Jahre 1803 nie mehr ganz erholte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Josef Bösl: &amp;#039;&amp;#039;Gilbert Michl (1750–1828), der letzte Abt von Steingaden – Ein Leben zwischen Aufklärung und Säkularisation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sankt Barbara Abensberg – Wie es war und ist.&amp;#039;&amp;#039; Abensberg 2005, S.&amp;amp;nbsp;39–68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wurde berichtet, der bayerische Staat habe im Zuge der Säkularisation geplant, die Wieskirche zu versteigern oder abzureißen, und nur ortsansässige Bauern hätten die Erhaltung des Bauwerks erreicht. Belegen lässt sich allerdings im Gegenteil, dass sich die Aufhebung-Kommission von 1803&amp;amp;nbsp;– gegen wirtschaftliche Bedenken des [[Gilbert Michl|Steingadener Abts]]&amp;amp;nbsp;– ausdrücklich &amp;#039;&amp;#039;für&amp;#039;&amp;#039; die Weiterführung der Wallfahrt in der Wies aussprach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|Solange die Wahlfahrt existiert, und sie existiert im Geiste des Volkes auf das lebhafteste, läßt sich deren Aufhebung als nicht rätlich befinden. Solange aber lassen sich die Gebäude oder auch nur ein Teil davon als nicht veräußerlich denken. Diese Wahlfart ist für diese ungewerbsame Gegend aber auch eine wahre Wohlthat. Und es wäre noch weniger rätlich, sie hinwegzunehmen, ohne den hiesigen Bewohnern neue Nahrungsquellen zu bieten.}} (der für Steingaden zuständige Aufhebungskommissar Oberndorfer, zitiert nach: Stutzer/Fink: Die irdische und die himmlische Wies, Rosenheim, 1982, ISBN 3-475-52355-8)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 wurde die Wieskirche zum [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe]] erklärt, weil sie „ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft“ und ein „Zeugnis von einer kulturellen Tradition oder einer bestehenden oder untergegangenen Kultur“ darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Harmonie zwischen Kunst und Landschaft ist einzigartig. Alle verwendeten Kunstformen und Techniken – Architektur, Bildhauerei, Malerei, Stuckarbeiten, Schnitzereien, Schmiedearbeiten – wurden vom Architekten zu einer leicht anmutenden Struktur aus Form und Licht zusammengeführt. Die üppige Innendekoration ist in ihrer Fülle und Feinheit unerreicht. Die opulenten Stuckelemente wurden von Dominikus Zimmermann, die Deckenfresken von seinem Bruder Johann Baptist Zimmermann, dem Hofmaler der bayerischen Kurfürsten, ausgeführt. Die vergoldeten Stuckgirlanden und das komplizierte Trompe-l’oeil-Fresko an der Kuppeldecke sind Meisterwerke menschlicher Kreativität und ein bewegendes Zeugnis tiefen Glaubens.|Unesco&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1985 bis 1991 wurde die Kirche für 10,6 Millionen [[Deutsche Mark|DM]] restauriert. Mehr als eine Million Menschen im Jahr besuchen die Kirche. Sie ist regelmäßig Veranstaltungsort von kirchenmusikalischen Konzerten. Die großen Hauptfeste der Wies sind: am 1. Mai die Eröffnung des Wallfahrtsjahres, am 14. Juni oder am folgenden Sonntag das Fest der Tränen Christi (Gedächtnis der Tränenwunders und Entstehung der Wallfahrt), das Schutzengelfest am ersten Sonntag im September zum Gedächtnis der Kirchweihe und das Fest der &amp;#039;&amp;#039;Bruderschaft zum gegeißelten Heiland auf der Wies&amp;#039;&amp;#039; am zweiten Sonntag im Oktober. Festlich begangen wird in der Wies auch die Kar- und Ostern-Liturgie. An der Kirche besteht die „Confraternitas Domini Nostri Flagellati“ (Bruderschaft zum gegeißelten Heiland auf der Wies),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wieskirche.de/de/ |titel=Wallfahrtskirche zum Gegeisselten Heiland |abruf=2024-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; deren Mitglieder sich der besonderen Verehrung des gegeißelten Heilands widmen. Sie umfasst heute über 350 Mitglieder, bestehend aus Priestern und Laien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wieskirche 04.jpg|mini|Außenansicht der Wieskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wies, Zum gegeißelten Heiland und St. Josef (Wieskirche) (6).jpg|mini|Innenraum, Blick zum Altar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äußeres ===&lt;br /&gt;
Der Außenbau der Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies zeigt einen Kirchenbau mit großem Gemeindehaus und langem Chor, dem sich östlich ein Turm anschließt. Gegliedert wird der Außenbau von einem durchgehenden Sockel, Pilastern und schmalen Gebälkstücken über den Pilastern. Die Westfassade schwingt konvex vor, Halbsäulen aus Kalkstein gliedern sie in drei Achsen. Ein Giebel mit geschwungenem Umriss schließt die Fassade ab. Gekurvte Fenster durchbrechen die Wände. Die Architekturglieder sind in Weiß, die Putzflächen in Rosa gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesamtlänge innen: 54 m&lt;br /&gt;
* Länge des Gemeinderaums: 29 m&lt;br /&gt;
* Breite des Gemeinderaums: 25 m&lt;br /&gt;
* Scheitelhöhe des Gewölbes im Gemeinderaum: 20,6 m&lt;br /&gt;
* Scheitelhöhe in Chor und über der Orgelempore: 16,3 m&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norbert Lieb |Titel=Barockkirchen zwischen Donau und Alpen |Auflage=6. |Verlag=Hirmerverlag |Ort=München |Datum=1992 |ISBN=978-3-7774-5420-7 |Seiten=124-125}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Außenbereich, östlich des Turms, befindet sich ein barocker Anbau, der den Äbten von Steingaden als Sommerresidenz diente. Auch die 4–6 Patres, die den Wallfahrern Seelsorge leisteten, wohnten in diesem Anbau.&amp;lt;ref&amp;gt;Pater Georg Kirchmeir: Die Wies: Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland. Kirchenführer, Seite 40&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist in zwei Räumen im zweiten Obergeschoss ein Wallfahrtsmuseum untergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welterbetour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inneres ===&lt;br /&gt;
Der [[Grundriss]] der Wieskirche vereint ovale Rotunde und halbrund schließenden Langchor, wobei die Rotunde vollständig von einem Umgang umgeben ist. Acht Doppelpfeiler trennen Rotunde und Umgang. In der Querachse sind Querarme angedeutet. Während der Chor auf drei Seiten von Nebenräumen umgeben ist, fügt sich im Westen eine Vorhalle an. Als raumbestimmend erweisen sich die Doppelpfeiler mit ihren leicht ausschwingenden Seiten. Sie tragen [[Kapitell]]e in Weiß-Gold. Auf ihnen liegen mächtige Architravblöcke, von denen aus die Bögen der Arkaden ansetzen. Zwischen diesen liegen [[Rocaille]]-Kartuschen. Ein verkröpftes [[Attika (Architektur)|Attikagesims]] leitet zur Wölbung über. Dominikus Zimmermann arbeitet hier mit Variationen, die das Raumbild beleben. So ist das zentrale Längsoval eigentlich „ein unechtes Oval mit gerade geführtem Mittelstück“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Schütz |Titel=Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580–1780 |Verlag=Hirmer |Ort=München |Datum=2000 |ISBN=978-3-7774-8290-3 |Seiten=117}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Und die Arkaden sind in den Hauptachsen breiter als in den Diagonalachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den östlichen Doppelpfeilern sind links die Kanzel und rechts die Abt-Loge angebracht. Zwischen den weiteren Doppelpfeilern sind die vier überlebensgroßen Figuren der [[Kirchenvater|Kirchenväter]] ([[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], [[Ambrosius von Mailand|Ambrosius]], [[Augustinus von Hippo|Augustinus]] und [[Gregor der Große]]) zu sehen. Sie sind ein Spätwerk des Tiroler Bildhauers [[Anton Sturm (Bildhauer)|Anton Sturm]]. Zwischen den Pfeilern sind zahlreiche Fenster eingebaut. Sie lassen den Raum lichtdurchflutet wirken. Vier Emporen im Gewölbe sind das Bindeglied zwischen Kirchenschiff und Dachboden. Das in der Mitte flache Gewölbe ist eine am Dachstuhl befestigte Holzkonstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandaufbau des Chores ist dreiteilig: Die unterste Ebene besteht aus drei mit filigranem Schmiedewerk gefüllten Rundbogenöffnungen, die in Nebenräume führen. Nach oben folgt die lichtdurchflutete Emporenzone mit den weiß-blau schimmernden Stuckmarmorsäulen, die durch niedrige Balustraden mit weißen Gitteraufsätzen verbunden sind. Singulär ist die Form der Arkadenbögen. Über den Marmorsäulen leitet eine von originellen Maueröffnungen durchbrochene Hohlkehle zum Deckenbild über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnadenbild des gegeisselten Heilands.jpg|mini|Gnadenbild des gegeißelten Heilands]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wieskirche 18.jpg|mini|Panorama des Deckengemäldes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altäre ===&lt;br /&gt;
Der Hochaltar mit dem Gnadenbild des gegeißelten Heilands ist Ziel und Zweck des Raumes. Oberhalb von Altarmensa und Tabernakel ist der an Ketten gefesselte, gegeißelte Heiland zu sehen. Das Gnadenbild befindet sich in einem prunkvoll vergoldeten, von Voluten gerahmten Gehäuse. Darüber ein Pelikan, ein Symbol für den sich opfernden Christus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welterbetour&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welterbetour.de/wieskirche-steingaden |titel=Wieskirche - UNESCO-Weltkulturerbe des Rokoko |werk=Welterbetour |sprache=de-DE |abruf=2024-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Je drei rot-weiße Stuckmarmorsäulen rahmen den Altar. Vor den vorderen Säulen stehen die Stuckfiguren der vier Evangelisten mit vergoldeten Attributen, geschaffen hat sie [[Egid Verhelst der Ältere|Egid Verhelst]]. Das Altarbild im üppig vergoldeten Rahmen zeigt die [[Heilige Sippe]], das heißt, den Jesusknaben inmitten seiner Familie. Es stammt vom Münchener Hofmaler [[Balthasar Augustin Albrecht]]. Der Altarauszug zeigt unter einem Baldachin mit Lambrequins das [[Agnus Dei|Lamm Gottes]], das Symbol für Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seitenaltäre im nördlichen und südlichen Querarm werden durch verschieden hohe Säulen mit doppelten, aufschwingenden Gebälklagen gerahmt. Der Altar im nördlichen Querarm zeigt das Altarblatt &amp;#039;&amp;#039;Jesus und Magdalena&amp;#039;&amp;#039;, gemalt von [[Johann Georg Bergmüller]]. Seitlich stehen Heilige auf Konsolen, links die Heilige Magdalena, rechts Margareta von Cortona. Im Altarauszug thront auf Wolkenbänken der Erzvater Abraham, dem Engel die Seelen von Verstorben zutragen. Der Altar im südlichen Querarm zeigt das Altarblatt der Verleugnung Christi von Joseph Magges. Die Heiligen sind links der heilige Norbert und rechts der heilige Bernhard von Clairvaux. Im Altarauszug thront hier die Göttliche Weisheit mit dem Sternenzepter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemälde ===&lt;br /&gt;
In dem Deckengemälde über dem Gemeinderaum, einem [[Trompe-l’œil]]-Fresko, thront Jesus als Weltenrichter auf einem Regenbogen und weist auf das Kreuz und seine Seitenwunde. Das Fresko zeigt im Westen die verschlossene Himmelspforte, vor der Chronos, der Gott der Zeit, besiegt auf dem Boden liegt, und im Osten den leeren Thron des Weltenrichters. Auf dem Thron sind Flammenschwert, Krone und Palmwedel sichtbar. Beidseits des Throns stehen Engel mit aufgeschlagenen Büchern. Unter dem himmlischen Regenbogen befinden sich die [[Erzengel Michael]] (Waage), Gabriel (Lilie) und Raphael (Wanderstab) sowie Maria. An den Längsseiten lagern Apostel als Beisitzer der Gerichts auf Wolken. Musizierende und anbetende Engel schweben heran, andere Engel bringen Weltkugel und Kreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chorfresko zeigt, wie Engel die [[Leidenswerkzeug]]e Christi – Kreuz, Geißelsäule, Schweißtuch der Veronika, Dornenkrone, Geißel, Lanze, Stab mit dem Essigschwamm – zu Gottvater emportragen. Die Fresken schuf [[Johann Baptist Zimmermann]], der Bruder des Architekten. Im Umgang des Gemeinderaums befinden sich weitere Deckenbilder. Sie zeigen u.&amp;amp;nbsp;a. die Gefangennahme Jesu nach der dreimaligen Verleugnung durch Petrus (über dem nördlichen Querhaus), die Bekehrung des guten [[Schächer]]s am Kreuz (über dem südlichen Querhaus), Christus und die Ehebrecherin (über der Orgelempore) und Christus beim Pharisäer (zum Chor). Die sechs Deckenfresken des überwölbten Chorumgangs schmücken Bilder, die die Wunder Jesus zeigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welterbetour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanzel ===&lt;br /&gt;
Die Kanzel, auf einen Entwurf von Dominikus Zimmermann zurückgehend, ist ein Werk &amp;quot;reicher Vielfalt&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Brunner, Alexander von Reitzenstein |Titel=Bayern. Kunstdenkmäler und Museen. (Reclams Kunstführer, Bd. 1) |Auflage=7. |Verlag=Reclamverlag |Ort=Stuttgart |Datum=1970 |Seiten=989}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geschaffen hat sie vermutlich Pontian Steinhauser. Der Schalldeckel ist in gekurvte Gebälkteile mit [[Lambrequin]]s aufgelöst. Die Reliefs auf dem Korpus zeigen die Allegorien der [[Theologische Tugenden|Theologischen Tugenden]]: Glaube (Kreuz und Kelch mit Hostie), Liebe (Herz), Hoffnung (Anker).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putti präsentieren die Attribute der vier lateinischen Kirchenväter: der Putto links des Korpus präsentiert Bienenkorb und Krummstab für den hl. Ambrosius, der Putto rechts des Korpus flammendes Herz und Bischofsstab für den hl. Augustinus, der Putto links des Schalldeckels Tiara, Buch und Papstkreuz mit drei Querbalken für Gregor den Großen, der Putto rechts des Schalldeckels Löwe und Kardinalshut für den hl. Hieronymus. Eine mit Blumengebinden geschmückte Halbfigur eines Engels hält die Kanzel. Zwei Putti sind damit beschäftigt, den Vorhang – eine Würdeformel – zu raffen. Bekrönt wird die Kanzel von einem Putto, die Gesetzestafeln Moses mit den zehn Geboten vorzeigend. Darüber das Auge Gottes umgeben von der Strahlenglorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wies, Zum gegeißelten Heiland und St. Josef (Wieskirche) (9).jpg|mini|Innenraum, Blick zur Orgel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Orgel]] geht zurück auf eine [[Manual (Musik)|zweimanualige]] [[Schleiflade]]norgel mit 23 [[Register (Orgel)|Registern]], die 1757 von [[Johann Georg Hörterich]] mit [[Traktur#Mechanisch|mechanischer Spieltraktur]] und wahrscheinlich mit einer [[Kurze Oktave|kurzen Oktave]] in [[Geschichte der Orgel#Süddeutscher und österreichischer Orgeltypus der Barockzeit|süddeutsch-österreichischer]] Tradition erbaut worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Werk wurde 1928 von der Orgelbaufirma [[Willibald Siemann]] durch das neu erbaute Opus 441 ersetzt. Dieses Instrument mit zwei Manualen und 27 Register hatte entsprechend dem damaligen Zeitgeschmack eine [[Traktur#Pneumatisch|pneumatische Traktur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Vorbeck: &amp;#039;&amp;#039;Die Orgelbauer Martin Binder und Willibald Siemann.&amp;#039;&amp;#039; Siebenquart Verlag Dr. Roland Eberlein, Köln 2013, ISBN 978-3-941224-02-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um den erweiterten Pfeifenbestand unterzubringen, wurden die Gehäuse der [[Rückpositiv]]e nach hinten verlängert. Das Konzept galt als modern und richtungsweisend im Sinne der [[Orgel#Orgelbewegung|Orgelbewegung]] und die Orgel war jetzt zudem „Bach-tauglich“. Im Jahr 1959 erbaute [[Orgelbau Schmid|Gerhard Schmid]] aus [[Kaufbeuren]] in dem historischen Rokoko-Gehäuse von Dominikus Zimmermann ein neues, dreimanualiges Instrument mit 43 Registern auf Schleifladen, mit mechanischer Spieltraktur und pneumatischer [[Traktur#Registertraktur|Registertraktur]]. Hinzugefügt wurde im Unterbau des Hauptgehäuses ein Schwellwerk. Ebenfalls neu erbaut wurde ein moderner [[Spieltisch (Orgel)|Spieltisch]]. Aus der historischen Orgel von 1757 wurden etwa 600 Pfeifen übernommen sowie einige Register, die die Fa. Siemann 1928 hinzugefügt hatte. Mit diesem Neubau näherte man sich tendenziell stilistisch wieder der Barockzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2010 wurde bei Orgelbaumeister [[Claudius Winterhalter]] aus [[Oberharmersbach]] erneut ein Neubau in Auftrag gegeben, da weder ein Umbau der Schmid-Orgel, noch eine Rekonstruktion des ursprünglichen Instruments in Frage kam. Bei der Planungsphase ergab sich, dass einige historische Orgelteile wie das veränderte, reich intarsierte Spieltischgehäuse und ein Karton mit Pfeifen der Hörterich-Orgel, die quasi einen „Dachbodenfund“ darstellten, aus dem Besitz von [[Orgelbau Schmid|Gunnar Schmid]] einbezogen werden konnten. In Summe wurden daher sowohl 475 Pfeifen aus der ehemaligen Hörterich-Orgel wie auch 41 Pfeifen von Siemann in das Konzept der neuen Wies-Orgel eingebunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.orgelbau-winterhalter.de/die-orgel-der-wiesksirche-steingaden/ |titel=Wieskirche Steingaden |werk=Claudius Winterhalter Orgelbau |datum=2010-09-18 |sprache=de-DE |abruf=2024-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zimmermann-Gehäuse wurde beibehalten und restaurativ ergänzt. Das historische Spieltischgehäuse von 1757 wurde restauriert und ergänzt, um einen modernen, mit zeitgemäßen Abmessungen versehenen, als auch einen zierlichen und ansprechenden Spieltisch zu erhalten. Durch die neue [[Disposition (Orgel)|Disposition]] erhielt die Orgel wieder eine süddeutsche Klangcharakteristik, die moderat mit anderen stilistischen Elementen erweitert ist, um den liturgischen Ansprüchen und dem modernen Konzertbetrieb zu genügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Zimmermann |Titel=Die Winterhalter-Orgel der Wieskirche |Sammelwerk=[[Ars Organi]] |Band=58 |Datum=2010 |ISSN=0004-2919 |Seiten=232–237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Instrument hat 42 Register auf drei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]]. Die Spiel[[traktur]]en sind mechanisch, die [[Registertraktur]]en mechanisch und elektrisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1.|| Bourdon  || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.|| Principal  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.|| Holzflöte  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4.|| Gedackt  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.|| Gamba  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6.|| Octav  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.|| Flöte  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8.|| Fugara  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.|| Quinte  || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.|| Superoctave  || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11.|| Mixtur V–VI  || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12.|| Hörnle III  || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.|| Trompete  || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Positiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14.|| Coppel major  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15.|| Quintatön  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.|| Principal  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17.|| Coppel minor  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18.|| Octave 2&amp;#039;  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19.|| Quinte  || {{Bruch|1|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20.|| Cimbel IV  || 1′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21.|| Vox humana  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || &amp;#039;&amp;#039;Tremulant&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;III Echo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (schwellbar) C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22.|| Principal  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23.|| Rohrflöte  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24.|| Salicional  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25.|| Bifara  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 26.|| Octave  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27.|| Spitzflöte  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 28.|| Nasard  || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 29.|| Flageolet  || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30.|| Terz  || {{Bruch|1|3|5}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31.|| Mixtur IV–V  || {{Bruch|1|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 32.|| Trompette  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 33.|| Oboe  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 34.|| Clairon  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || &amp;#039;&amp;#039;Tremulant&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 35.|| Principal  || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 36.|| Subbass  || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 37.|| Octavbass  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 38.|| Violonbass  || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 39.|| Quintbass  || {{Bruch|5|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40.|| Mixturbass V  || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 41.|| Posaune  || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 42.|| Trompete  || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Register (Orgel)#Neben- und Effektregister|Neben- und Effektregister]]:&amp;#039;&amp;#039; Glockenspiel, 2 [[Tremulant]]en&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Spielhilfe (Orgel)|Spielhilfen]]:&amp;#039;&amp;#039; Schwelltritt, [[Setzerkombination|Setzeranlage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glocken ===&lt;br /&gt;
Im Turm hängen sieben [[Kirchenglocke]]n aus Bronze mit der Schlagtonfolge f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; – as&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; – b&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; – c&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; – es&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; – f&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; – ges&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier der Glocken bilden ein zusammenhängendes Barockgeläut (as&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; – c&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; – es&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; – ges&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;). Es wurde von Abraham Brandtmair und Franziskus Kern aus Augsburg in den Jahren 1750/51/53 gegossen. 1964/65 ergänzte die [[Glockengießerei Hamm-Hofweber|Glockengießerei Hofweber]] aus [[Regensburg]] den Bestand um drei Glocken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wieskirche.de/de/die-glocken.html |titel=Die Kirchenglocken - Wallfahrtskirche zum gegeisselten Heiland |abruf=2024-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Steingaden, Wieskirche Sterbeglocke.jpg|mini|hochkant=0.85|Sterbeglocke von 1750]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=wikitable style=text-align:center&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Glocke || Widmung || Gussjahr || Gewicht || Durchmesser || [[Schlagton]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || align=left | Sanctissima Trinitas || 1964 || 964 kg || 1195 mm || f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || align=left | Sancta Anna || 1753 || 489 kg || 930 mm || as&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || align=left | Dolorosa Mater Maria || 1964 || 395 kg || 890 mm || b&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || align=left | Gegeißelter Heiland || 1751 || 222 kg || 720 mm || c&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || align=left | Jesus Christus || 1750 || 135 kg || 610 mm || es&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || align=left | Sanctus Josephus || 1965 || ≈ 100 kg || 550 mm || f&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || Schmerzhafte Mutter Gottes || 1750 || 90 kg || 510 mm || ges&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Angelusläuten|Angelusglocke]] um 6:00, 12:00 und 18:00 Uhr fungiert die &amp;#039;&amp;#039;Anna-Glocke&amp;#039;&amp;#039; (Glocke 2); am Abend schließt sich die kleine &amp;#039;&amp;#039;Sterbeglocke&amp;#039;&amp;#039; (7) an. Außerhalb der Karwoche erinnert jeden Freitag um 15:00 Uhr die große &amp;#039;&amp;#039;Dreifaltigkeitsglocke&amp;#039;&amp;#039; (1) an die Sterbestunde Christi. Zum Einläuten der Sonntage, samstags um 15:00 Uhr, erklingt das vierstimmige Barockgeläut (2 – 4 – 5 – 7), wie auch jeweils 15 und 5 Minuten vor den Sonntagsmessen. An Werktagen läutet ein Motiv aus drei Glocken (3 – 4 – 5). Das Vollgeläut ist den Hochfesten vorbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert Brunner, [[Alexander von Reitzenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Bayern. Kunstdenkmäler und Museen&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Reclams Kunstführer, Bd. 1). 7. Auflage. Reclamverlag, Stuttgart 1970. S. 987–990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio - Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler|Georg Dehio - Handbuch der Deutschen Kunstdenkmale]], Bayern IV: München und Oberbayern, Garmisch-Partenkirchen, Rosenheim, Berchtesgadener Land&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Ernst Götz, Heinrich Habel, Karlheinz hemmeter usw. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 199, S. 1282–1285.&lt;br /&gt;
* Gottfried Fellner (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Die Wieskirche – Wallfahrt zum gegeißelten Heiland.&amp;#039;&amp;#039; Texte Hans, Johann und Mechthild Pörnbacher, Bilder Wilfried Bahnmüller. 2016, ISBN 978-3-7954-3059-7.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Lieb]]: &amp;#039;&amp;#039;Barockkirchen zwischen Donau und Alpen.&amp;#039;&amp;#039; Hirmerverlag, München 1992, 6. Auflage, ISBN 978-3-7774-5420-7, S. 124–130.&lt;br /&gt;
* Ursula Pechloff: &amp;#039;&amp;#039;Die Wies. Weltkulturgut der UNESCO&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Peda-Kunstführer Nr. 101) Passau 1993.&lt;br /&gt;
* Hans Pörnbacher: &amp;#039;&amp;#039;Wallfahrtskirche „Die Wies“&amp;#039;&amp;#039; (= Schnell, Kunstführer Nr. 1). 23. Auflage, Schnell + Steiner,  Regensburg 2002.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wies. Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland. Ihr Baumeister Dominikus Zimmermann, Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; (Große Kunstführer, Band 1) München/Zürich 1979.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Schütz (Kunsthistoriker)|Bernhard Schütz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580 - 1780&amp;#039;&amp;#039;. Hirmerverlag, München 2000, ISBN 978-3-7774-8290-3, S. 116–118.&lt;br /&gt;
* Dörte Wetzler: &amp;#039;&amp;#039;Die Wieskirche als inszenierende Rahmung des gegeißelten Heilands&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 165). Imhof Verlag, Petersberg 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4079298-5}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wieskirche.de/ wieskirche.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-deutschland/wallfahrtskirche-die-wies &amp;#039;&amp;#039;UNESCO-Welterbe Wallfahrtskirche „Die Wies“&amp;#039;&amp;#039;], auf der Website der [[Deutsche UNESCO-Kommission|Deutschen UNESCO-Kommission]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://de.dehio.org/bauwerk/wies-kath-wallfahrtskirche-zum-gegeisselten-heiland-der-wies?term=Wies&amp;amp;position=1 WIES / Kath. Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland in der Wies]&amp;#039;&amp;#039;, auf [[Dehio-Handbuch#Digitale Version der modernen Ausgaben|de.dehio.org]]&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|projekte|4583}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=wHxKmxdeyrE Barockgeläute der Wieskirche], auf [[YouTube]]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=TUUv92fG7Tc Vollgeläute der Wieskirche], auf YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47.6805761 |EW=10.900351 |region=DE-BY |type=landmark}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4079298-5|LCCN=n/82/050733|VIAF=168840188}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Weilheim-Schongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Pfaffenwinkel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in Steingaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Steingaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokobauwerk in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokokirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche des Bistums Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geißelungskirche|Steingaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Josefskirche|Steingaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1750er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldkirche|Steingaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Steingaden Wieskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geläut|Steingaden Wieskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ovalkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nach der Haager Konvention geschütztes Kulturgut in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster Steingaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Jakobsweg (Münchner Jakobsweg)|Steingaden, Wieskirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martinus KE</name></author>
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