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	<title>Wiescheid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wiescheid&amp;diff=1679465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Doppelte Auszeichnungen verhindern.</title>
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		<updated>2024-10-13T16:27:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Doppelte Auszeichnungen verhindern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Ortsteil der Stadt Langenfeld. Für den gleichnamigen Ort in der Gemeinde [[Neunkirchen-Seelscheid]] siehe [[Wiescheid (Neunkirchen-Seelscheid)|hier]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart           = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Langenfeld (Rheinland)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Ortswappen            =&lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 51/8/8.02/N&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 6/59/22.12/E&lt;br /&gt;
| Bundesland            = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 79&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug            = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                =&lt;br /&gt;
| Einwohner             =&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum =&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   =&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 40764&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2         = 40750&lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 0212&lt;br /&gt;
| Vorwahl2              = 02173&lt;br /&gt;
| Poskarte              = Deutschland NRW Langenfeld (Rheinland)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiescheid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der im Nordosten gelegene [[Stadtteil]] der [[Stadt]] [[Langenfeld (Rheinland)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HausGraven.jpg|mini|links|Haus Graven in Wiescheid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langenfeld-Wiescheid und den westlich vorgelagerten [[Ortsteil]] Feldhausen begrenzen im Norden [[Hilden]], im Osten [[Solingen]]-([[Ohligs]]), im Südosten [[Leichlingen (Rheinland)]], im Süden und Südwesten [[Immigrath]] ([[Gladbach (Langenfeld)|Gladbach]]) sowie im Westen [[Richrath]]. Der Stadtteil wird vom Rest der Stadt im Wesentlichen durch die in Nord-Süd-Richtung verlaufende [[Bundesautobahn 3|A&amp;amp;nbsp;3]] getrennt. Hauptverkehrsachse in west-östlicher Richtung ist die ehemalige [[Provinzialstraße Elberfeld–Hitdorf]] zwischen [[Hitdorf]]er Rheinhafen und dem [[Bergisches Land|Bergischen Land]], die heutige [[Bundesstraße 229|B&amp;amp;nbsp;229]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiescheid und Feldhausen verfügen über einige kleinere sowie drei bedeutendere Bäche. Wegen früher daran gelegener [[Wassermühle|Mühlen]] wirtschaftlich einstmals wichtig waren die drei Bäche aus dem [[Bergisches Land|Bergischen Land]]. Zu nennen sind der von Solingen-[[Solingen-Wald|Wald]] kommende [[Viehbach/Rietrather Bach|Viehbach]], im weiteren Verlauf Riethrather Bach genannt, der von Solingen-[[Höhscheid]] kommende Richrather Bach, im weiteren Verlauf Burbach genannt, sowie der Assenbach in Feldhausen, der in den Richrather Bach einmündet. Alle Bäche führen ihr Wasser über den [[Galkhauser Bach]], im späteren Verlauf Langenfelder Bach genannt, dem Baumberger Altrheinarm zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot;&amp;gt;Rolf Müller, „&amp;#039;&amp;#039;Stadtgeschichte Langenfeld Rheinland&amp;#039;&amp;#039;“, Verlag Stadtarchiv Langenfeld 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiescheid liegt bereits oberhalb der [[Flussterrasse|Rheinterrasse]] in dem zum Bergischen Land ansteigenden Gelände, ist daher sanft hügelig und erreicht in den ehemaligen [[Leichlinger Sandberge]]n im Südosten seine höchste Erhebung. Höchster Punkt hier ist der [[Wenzelnberg]] mit 111,50 Meter über [[Normalnull|N. N.]], der auch die höchste Erhebung in Langenfeld ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Stadtteil Wiescheid zählen neben dem größeren Feldhausen noch die kleineren Ortschaften [[Landwehr (Langenfeld)|Landwehr]], [[Burbach (Langenfeld)|Burbach]], Ossenbruch, [[Krüdersheide]], Wafert und Schwanenmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Funde aus der Jungsteinzeit ===&lt;br /&gt;
Wie im gesamten Stadtgebiet kann die erste [[Besiedlung]] Wiescheids und Feldhausens ebenfalls nicht mehr nachvollzogen werden, da aus dem frühen [[Mittelalter]] keine schriftlichen Aufzeichnungen vorliegen. Soweit archäologische Funde Aufschluss geben können, reicht die Besiedlung dieses Landes aber möglicherweise sogar bis in die [[Steinzeit|Jungsteinzeit]] (etwa 4500 bis 1800 vor Christus) zurück. Insgesamt sechs [[Steinbeil (Steinzeit)|Steinbeile]] wurden nämlich in Feldhausen und Wiescheid gefunden. Das erste [[Feuerstein]]beil maß 9,3&amp;amp;nbsp;cm Länge und wurde an der Straßengabelung südwestlich Feldhausen gefunden. Ein weiteres Steinbeil wurde 1940 in der oberen Krüdersheide auf dem Feld zwischen Waldhof Berg und dem Parkplatz neben dem Forsthaus anlässlich [[Ernte]]hilfsarbeiten im [[Krieg]] von einem [[Schüler]] entdeckt. Dieses [[Beil]] ist 725&amp;amp;nbsp;g schwer und misst 16,6&amp;amp;nbsp;cm Länge. Ein drittes Steinbeil war kurze Zeit zuvor nördlich der [[Wasserburg (Gebäude)|Wasserburg]] Haus Graven gefunden und nach [[Schloss Burg]] verbracht worden, ohne die Bedeutung des Fundes zu erkennen. 1955 fand [[Rektor]] [[Fritz Hinrichs]] ein 13,3&amp;amp;nbsp;cm langes, dünnes Steinbeil aus grauem [[Quarzit]], ebenfalls bei Feldhausen (Nähe Tennisanlage WTC). Zwei weitere Steinbeile schließlich stammen von der &amp;#039;&amp;#039;Heidackerstraße&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Winkel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;clees&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Clees, 800 Jahre Feldhausen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Stadtarchiv Langenfeld&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Landwehren ===&lt;br /&gt;
[[Landwehr]]en finden sich im in konzentrierter Form in den Waldparzellen &amp;#039;&amp;#039;Im Mutscheid&amp;#039;&amp;#039;, südöstlich Feldhausen, &amp;#039;&amp;#039;Im Bremsekamp&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Im Tiefenbruch&amp;#039;&amp;#039;. Die Landwehren, so die frühere Ansicht, seien nach römischem Vorbild gebaut gewesen und bestanden aus [[Wallanlage|Wall]] und Graben. Sie seien dem germanischen [[Volksstamm|Stamm]] der [[Sugambrer]] zuzuschreiben. Diese Landwehren zum Schutze gegen feindliche Überfälle seien meist dort errichtet worden, wo weder [[Gelände]] noch Wasser ausreichenden Schutz boten. Die Wälle seien zumeist mit dichten [[Hecke]]n bepflanzt und zum Teil mit [[Palisade]]n versehen gewesen. Die Anlagen selbst sollen sogar in späterer Zeit noch eingesetzt worden sein. In kriegerischen Zeiten habe die [[Bevölkerung]] Schutz hinter diesen Wällen gesucht und auch das [[Vieh]] dorthin in Sicherheit gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;clees&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;heimat&amp;quot;&amp;gt;VVV e.&amp;amp;nbsp;V., Peter Schmitz in &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch der Gemeinde Richrath-Reusrath&amp;#039;&amp;#039;, Hense Druck 1928, Faksimile Verlag Rheinlandia 1986&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute teilt man diese Auffassung zu den Grenzwällen weder hinsichtlich der früher [[Hypothese|vermuteten]] Funktion noch bezüglich ihrer zeitlichen Entstehung. Nach heute [[Herrschende Meinung|herrschender Auffassung]] sind die Landwehren [[mittelalter]]lichen Ursprungs. Sie gehen auf eine Einteilung des Landes in [[Grafschaft]]en zurück, die sich auch am [[Wassereinzugsgebiet]] von [[Wupper]] und [[Rhein]] orientiert haben. Diesen alten Grafschaften oder auch [[Gau]]en folgten [[Dekanat]]e mit ihren Grenzen nach. Daher muss man in diesen Grenzen eher sichtbare Grenzlinien sehen, als tatsächlich zum Schutz errichtete Grenzbefestigungen. In diesem Zusammenhang zu den erstaunlichsten Tatsachen gehört es im Übrigen, dass die alten Dekanatsgrenzen als „Altbier-Kölsch-Grenze“ oder „Helau-Alaaf-Äquator“ noch heute erkennbar sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;görgens&amp;quot;&amp;gt;Friedhelm Görgens, &amp;#039;&amp;#039;Langenfeld&amp;#039;&amp;#039;, Droste, Düsseldorf 1984&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriftliche Aufzeichnungen ===&lt;br /&gt;
Die älteste Erwähnung von Feldhausen mit Namen „Velthusin“ datiert aus dem Jahre 1190.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt; 1314 wird dann im [[Urkundenbuch]] der [[Abtei Altenberg]] ein [[Ritter]] Puls von Stammheim ([[Köln-Stammheim]]?) als [[Eigentümer]] des [[Bauernhof|Hofes]] Feldhausen angegeben. Es folgen eine Nennung in einer [[Urkunde]] des [[Stift Gerresheim|Stiftes Gerresheim]] im Jahre 1331, eine weitere im Verzeichnis der Nutzungsberechtigten der Richrather [[Gemarkung|Gemark]] im Jahre 1449 sowie die Erwähnung eines Ritters Velthuys im Jahre 1480.&amp;lt;ref name=&amp;quot;clees&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nördlich Wiescheids am [[Segelfluggelände Langenfeld-Wiescheid|Segelflugplatz]] liegende Ossenbruch wurde 1243 erstmals urkundlich erwähnt. Ihm folgen 1309 Wiescheid („Wysceyde“), 1334 Graven („Graben“), 1367 Burbach („Burbach“) und 1488 Krüdersheide („Krudersbergh“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Motte Schwanenmuehle.jpg|[[Motte Schwanenmühle]] in Wiescheid&lt;br /&gt;
  SchaenkeSchwanenmuehle.jpg|Schwanenmühle, einst Mühle, heute Schänke&lt;br /&gt;
  WasserburgWiescheid.jpg|Wasserburg [[Haus Graven]] in Wiescheid&lt;br /&gt;
  Luftsport Wiescheid.jpg|Flugplatz der Luftsportgruppe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motte Schwanenmühle und Haus Graven ===&lt;br /&gt;
Die [[Wasserburg (Gebäude)|Wasserburg]] [[Haus Graven]] wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Sie war Sitz des Rittergeschlechtes von Graven. Nach wechselvoller Geschichte wurde sie aufgrund von [[Krieg]]seinwirkungen im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zwischen 1618 und 1648 zerstört. Ihr letzter [[Eigentümer]] war ein Rütger [[Bottlenberg (Adelsgeschlecht)|von Bottlenberg gen. Kessel]], der auf [[Schloss Hackhausen]] residierte. 1656 wurde nach der Zerstörung nur die [[Vorburg]] wieder errichtet, die seither in ihrer Gestalt erhalten geblieben ist. 1769 gelangte sie dann durch [[Ehe|Heirat]] in den Besitz der Familie Mirbach zu Harff. Vollständig renoviert wurde sie in Privatinitiative von Ende 1994 bis Anfang 1996.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uvl&amp;quot;&amp;gt;Umweltschutz- und Verschönerungsverein Langenfeld e.&amp;amp;nbsp;V., &amp;#039;&amp;#039;Ein Führer durch Gebaute Geschichte Langenfelds&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bemüht sich die Stadt Langenfeld um den Erwerb des Gebäudes, um in den Räumlichkeiten ein [[Museum]] einzurichten. Es soll mit [[Leihgabe]]n umliegender Museen mit [[Ausstellung|Wechselausstellungen]] betrieben werden. Die örtliche [[Die Presse|Presse]] berichtet hierzu unregelmäßig über den Fortgang der Bemühungen. Derzeit ist eine [[Mietvertrag (Deutschland)#Verpflichtungen der Parteien|Mietzins]]-freie [[Mietvertrag (Deutschland)|Anmietung]] der Burg im Gespräch, wenn die Stadt die [[Betriebskosten (Betriebswirtschaftslehre)|Betriebskosten]] von fast 35.000 EUR jährlich für wenigstens zehn Jahre aufbrächte. Zu diesem Zweck gegründet wurde deshalb bereits am 18. Mai 2009 ein [[Förderverein]] zum Betrieb eines solchen Hauses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sm&amp;quot;&amp;gt;Stadtmagazin Langenfelder, Juni 2009, &amp;#039;&amp;#039;Haus Graven – eine Wasserburg als Kleinod für Kultur?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In etwa 500&amp;amp;nbsp;m Entfernung von &amp;#039;&amp;#039;Haus Graven&amp;#039;&amp;#039; befindet sich linker Hand vor dem heutigen Lokal &amp;#039;&amp;#039;Schwanenmühle&amp;#039;&amp;#039; eine einstige &amp;#039;&amp;#039;Turmhügelburg&amp;#039;&amp;#039; mit Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Motte Schwanenmühle]]&amp;#039;&amp;#039;. Als Eigentümer solcher [[Burg]]en muss man sich den [[Wohnsitz (Deutschland)|landsässigen]] [[Adel]] der [[Karolinger|Nachkarolingerzeit]] vorstellen, die für sich das Recht des [[Burgenbau]]s in Anspruch nahmen. Sinn und Zweck einer solchen Anlage waren Erwerb, Sicherung und Erweiterung des eigenen Besitzes. Dazu gehörte auch der Schutz gegen fremde Angriffe. Zugleich dürften die Adeligen jedoch in ihrer Wirtschaftsweise noch dem [[Landwirt|Bauerntum]] recht nahegestanden haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;görgens&amp;quot; /&amp;gt; Charakteristisch ist hinsichtlich solcher [[Motte (Burg)|Turmhügelburgen]], dass in ihrer unmittelbaren Nähe jüngere Wasserburgen und feste [[Bauernhof|Höfe]] entstanden. Hinsichtlich der Motte Schwanenmühle muss ihre Nähe zu Haus Graven auffallen, sodass man davon ausgeht, dass es sich um die Vorläuferburg von Haus Graven handelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüdersheider Mühle und Schwanenmühle ===&lt;br /&gt;
Die [[Wasserkraft]] der Bäche wurde früh genutzt. Aufgrund mangelnden [[Volumenstrom|Wasserdurchflusses]] gestattete es in Langenfeld jedoch nur der &amp;#039;&amp;#039;Viehbach&amp;#039;&amp;#039;, der in Richrath &amp;#039;&amp;#039;Riethrather Bach&amp;#039;&amp;#039; genannt wird, solche [[Wassermühle]]n zu betreiben. Zwei dieser Mühlen gab es in Wiescheid, die Krüdersheider Mühle und die Schwanenmühle, zwei weitere waren es in Richrath mit der Götscher Mühle und der [[Riethrather Mühle]]. Die früheste Erwähnung einer solchen Mühle findet sich in einer [[Urkunde]] vom 8. Juli 1341 und steht im Zusammenhang mit Haus Graven. Die in der Mühle erkennbare enge Verbindung zwischen Mühle und Haus Graven erlaubt den Schluss, dass es sich hier um die Schwanenmühle handelt. Auch die bereits erwähnte Liste der Nutzungsberechtigten in der Richrather Mark aus dem Jahre 1449 erwähnt im Abschnitt über die Richrather [[Honschaft]] einen „molenhoff“ (möglicherweise aber eine [[Windmühle]]) und unter „Haeckhausen“ (Hackhausen, heute Solingen) ein „Swanen gud“. Schließlich geht zudem aus einer Urkunde des Jahres 1548 hervor, dass die Schwanenmühle ausschließlich in Dienste des Hauses Graven stand. Alle vier Mühlen am Viehbach sind zudem in der [[Karl von Müffling|Müffling]]-Karte von 1824/25 eingezeichnet. Bei der 1816 erwähnten [[Ölmühle]] handelt es sich im Übrigen mutmaßlich um die Krüdersheider Mühle. Diese produzierte 1200 Öl ([[Pflanzenöl]]) für ([[Öllampe]]n) und erschien im Jahr darauf in der [[Gewerbe]]statistik mit zwei [[Ölpresse|Pressen]]. Etwa um 1900 wurde diese Mühle zum Schleifen von Schneidwaren umgerüstet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St. Maria Rosenkranzkönigin ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  RosenkranzkoeniginWiescheid.jpg|Maria Rosenkranzkönigin in Wiescheid&lt;br /&gt;
  Puett in Wiescheid.jpg|Der Brunnen „Pütt“ in Wiescheid&lt;br /&gt;
  Feldhausen1.jpg|Altes Fachwerk in Feldhausen&lt;br /&gt;
  Feldhausen.jpg|Impression aus Feldhausen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Pfarre]] [[Richrath]] heraus entstand unter den [[Bürger]]n des damaligen Ortes Landwehr, des heutigen Wiescheids, im Jahre 1897 eine [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] Gemeinde. Zu diesem Zweck versammelten sich alle katholischen Männer am 30. Mai 1897 auf Einladung des [[Pfarrer]]s Boddenberg auf Haus Graven zwecks [[Gründung (Recht)|Gründung]] eines Bau- und Sammelvereins. Zum Bau des Gebäudes erhielt die [[Gemeinde]] das [[Grundstück]] vom [[Graf]]en von [[Mirbach (Adelsgeschlecht)|Mirbach]] zum [[Geschenk]]. Dieses Grundstück wurde geteilt, und auf der einen Hälfte konnte die Gemeinde eine [[Schule]] errichten. Zwei Jahre später (1899) wurde der [[Grundstein]] für die [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] gelegt und auch die Schule eröffnet. Das Gotteshaus St. Maria [[Rosenkranz]]königin erhielt die [[Kirchweihe|Weihe]] am 26. Mai 1900. Zu dem in einer Urkunde des Jahres 1901 festgehaltenen [[Gebietskörperschaft (Deutschland)|Gemeindegebiet]] gehörten zunächst auch die [[Ortschaft]]en [[Tränke (Solingen)|Tränke]], [[Höher Heide|Höherheide]], [[Nußbaum (Solingen)|Nußbaum]], [[Haalsiepen]], [[Holzkamp (Solingen)|Holzkamp]], [[Horn (Solingen)|Horn]], [[Rupelrath]], [[Gosse (Solingen)|Gosse]], [[Linde (Solingen)|Linde]], [[Hütte (Solingen)|Hütte]], [[Landwehrhöhe|Landwehrsberg]], Aufderhöhe bis Gesundheitsstraße und [[Gillich (Solingen)|Gillich]]. Dennoch wurde St. Maria Rosenkranzkönigin erst im Jahre 1931 in den Rang einer [[Rektoratspfarre]] erhoben. 1985 erhielt die von [[Julius Busch]] aus Neuss entworfene und von Heinrich Rotterdam gebaute Kirche ihren [[Kirchturm|Turm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mahnmal Wenzelnberg ===&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Wenzelnberg#Mahnmal]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Gedenkstaette Wiescheid.jpg|Hier wurden 71 Menschen brutal ermordet&lt;br /&gt;
  Gipfelkreuz Wenzelnberg.jpg|Markiert den höchsten Punkt und das [[Wenzelnberg#Mahnmal|Mahnmal]]&lt;br /&gt;
  Mahnmal Wenzelnberg.jpg|Mahnmal am [[Wenzelnberg]] für die 71 Opfer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten [[Zweiter Weltkrieg|Kriegstagen]] des Jahres 1945, nur drei Tage vor dem Einmarsch der [[USA|Amerikaner]] und damit dem Ende der [[Nationalsozialismus|Naziherrschaft]] in Langenfeld, wurden am 13. April 1945 in einer [[Schlucht]] des [[Wenzelnberg]]s 71 kriminelle und politische [[Häftling]]e erschossen&amp;lt;ref name=&amp;quot;galera&amp;quot;&amp;gt;Karl Siegmar von Galéra, „&amp;#039;&amp;#039;Langenfeld – Von der Markgrafschaft zur Stadt&amp;#039;&amp;#039;“, Backofen, Langenfeld 1963&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es handelte sich um 60 [[Gefangener|Gefangene]] aus der [[Strafanstalt]] [[Remscheid]]-[[Lüttringhausen]], vier Untersuchungsgefangene aus der Anstalt Wuppertal-Bendahl und sieben in [[Ronsdorf]] einsitzende [[Zwangsarbeiter]]. Die Männer wurden ohne [[Gerichtsurteil]] von einem [[Gestapo]]-[[Spezialeinheit|Sonderkommando]] erschossen und sofort dort verscharrt. Nachdem die Amerikaner von diesem [[Endphaseverbrechen]] Mitteilung erhielten, ordneten sie sofort die [[Exhumierung]] der Toten an. Daraufhin wurden diese am 30. April 1945 von ehemaligen aktiven [[Nationalsozialist]]en exhumiert und am 1. Mai 1945 vor dem [[Rathaus Ohligs|Rathaus]] in [[Solingen-Ohligs]] offiziell beigesetzt. Nach einer nochmaligen [[Umbettung]] am 19. Januar 1965 fanden die Toten schließlich ihre letzte [[Grabstätte|Ruhestätte]] am Ort ihrer Ermordung. Seitdem ist das [[Mahnmal]] auch der [[Grabstein]] auf ihrem [[Friedhof]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der [[Gedenkstätte]] befindet sich das [[Gipfelkreuz]] des [[Wenzelnberg]]s, auf dem sich auch der [[Hochbehälter]] der &amp;#039;&amp;#039;Stadtwerke Langenfeld&amp;#039;&amp;#039; befindet. Nicht weit entfernt vom Mahnmal ist das Denkmal für die Gefallenen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] sowie des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] aufgestellt, soweit es sich um Männer aus Wiescheid und Feldhausen handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung / Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Solinger Schneidwarenindustrie. Der Heft- und Schalenschneider.webm|mini|Video: Der Heft- und Schalenschneider Wilhelm Jacobs in seiner Werkstatt, 1989]]&lt;br /&gt;
Wiescheid war, wie es die westlich vorgelagerte [[Ortschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Feldhausen&amp;#039;&amp;#039; mit dem [[Name]]nsbestandteil &amp;#039;&amp;#039;-feld&amp;#039;&amp;#039; zum Ausdruck bringt, in den vergangenen Jahrhunderten durch [[Landwirtschaft]] geprägt. Des Weiteren gab es kleinere [[Handwerksbetrieb]]e, wie es der [[Kotten (Haus)|Kotten]] des [[Schalenschneider]]s Wilhelm Jacobs veranschaulicht, der heute im Volksgarten in [[Langenfeld-Mitte]] ausgestellt ist. Heutzutage ist Wiescheid ein beliebtes [[Wohnquartier]] mit einer überwiegenden [[Einfamilienhaus]]-[[Bebauung]]. Beliebt ist Wiescheid zudem bei [[Spaziergang|Spaziergängern]] und [[Fahrrad]]fahrern wegen ausgedehnter Frei- und [[Wald]]flächen.&lt;br /&gt;
== Schule ==&lt;br /&gt;
Vorläuferin der ersten, evangelischen [[Schule]] in Wiescheid war die benachbarte Schule der [[Reformierte Kirche|reformierten]] [[Kirchengemeinde|Gemeinde]] in [[Solingen]]-[[Rupelrath]], wo an der dortigen [[Kapelle St. Reinoldi (Rupelrath)|Reinoldi Kapelle]] bereits 1675 ein [[Schulgebäude|Schulhaus]] mit Lehrerwohnung eingerichtet war. Nach dem erklärten Willen der Wiescheider [[Bevölkerung]] richtete man schließlich am 1. Januar 1773 in Wiescheid eine eigene Schule ein und begann zudem 1774 mit dem Bau eines eigenen Schulhauses. Am 27. Januar 1777 wurde dort erstmals Unterricht abgehalten. Die heutige &amp;#039;&amp;#039;Gemeinschaftsgrundschule Parkstraße&amp;#039;&amp;#039; hat in ebendieser [[evangelisch]]en Schule wie auch einer [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Volksschule]] von 1899 ihre Wurzeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Gravenberger SV 06, ehemals TBV Landwehr 06&lt;br /&gt;
* Schützenverein Landwehr 1913 e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Wiescheider Tennisclub (WTC)&lt;br /&gt;
* Männerchor „Frohsinn“ Langenfeld-Wiescheid 1898 e.&amp;amp;nbsp;V. (Aufgelöst zum Ende des Jahres 2020)&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr Wiescheid&lt;br /&gt;
* Gartenbauverein Langenfeld-Wiescheid e.&amp;amp;nbsp;V. (u.&amp;amp;#x202f;a. Träger des Wiescheider Treffs in der ehemaligen Bürgerhalle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Fritz Clees, Heimatforscher, Autor &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Feldhausen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kriegseinwirkungen in Wiescheid&amp;#039;&amp;#039;, beide erschienen im Verlag Stadtarchiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fritz Clees, 800 Jahre Feldhausen, Verlag Stadtarchiv Langenfeld&lt;br /&gt;
* Rolf Müller, „&amp;#039;&amp;#039;Stadtgeschichte Langenfeld Rheinland&amp;#039;&amp;#039;“, Verlag Stadtarchiv Langenfeld 1992&lt;br /&gt;
* Karl Siegmar von Galéra, „&amp;#039;&amp;#039;Langenfeld – Von der Markgrafschaft zur Stadt&amp;#039;&amp;#039;“, Backofen, Langenfeld 1963&lt;br /&gt;
* Friedhelm Görgens, &amp;#039;&amp;#039;Langenfeld&amp;#039;&amp;#039;, Droste, Düsseldorf 1984&lt;br /&gt;
* Umweltschutz- und Verschönerungsverein Langenfeld e.&amp;amp;nbsp;V., Ein Führer durch Gebaute Geschichte Langenfelds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Langenfeld (Rheinland)}}{{Normdaten|TYP=g|GND=4610050-7}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Langenfeld (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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