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	<title>Wiener Karlskirche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-05T00:57:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karlskirche Abendsonne 1.jpg|mini|hochkant=1.4|Karlskirche in Wien von Nordwest, im Abendlicht (2016)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Karlskirche, Innenansicht (a).JPG|mini|hochkant=1.4|Innenansicht der Karlskirche mit Blickrichtung Hochaltar]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiener Karlskirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche im 4. [[Wien]]er [[Wiener Gemeindebezirke|Gemeindebezirk]] [[Wieden (Wien)|Wieden]]. Die [[Quasipfarrei|Rektoratskirche]] ist dem [[Karl Borromäus|heiligen Karl Borromäus]] geweiht und gehört zum [[Liste der Pfarren im Stadtdekanat 4/5 (Erzdiözese Wien)|Stadtdekanat 4/5]] im [[Vikariat Wien Stadt]] der [[Erzdiözese Wien]]. Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Kirche steht unter {{BDA Objekt Ref|21986|WD-Item=Q408847|Wien/Wieden|text=Denkmalschutz}}. Sie liegt an der Südseite des zentrumsnahen [[Karlsplatz (Wien)|Karlsplatzes]] und ist einer der bedeutendsten [[barock]]en Kirchenbauten nördlich der Alpen und eines der Wahrzeichen Wiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche St. Karl Boromeä in Wien, Grundriss 1823.jpg|mini|Grundriss der Karlskirche in Wien, Kirchenmappe von Anton Behsel, 1823]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Kaiserliches Gelübde ===&lt;br /&gt;
Am 22. Oktober 1713, während der letzten [[Große Pest von 1708 bis 1714|großen Pestepidemie]], die auch Wien heimsuchte, gelobte Kaiser [[Karl VI. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;VI.]] im [[Stephansdom]], eine Kirche bauen zu lassen. Sie sollte seinem Namenspatron, [[Karl Borromäus]], geweiht sein, der auch als [[Pestheiliger]] gilt. Durch das kaiserliche Versprechen sollte die Seuche beendet werden. Die Pest war 1714 erloschen, und Kaiser Karl&amp;amp;nbsp;VI. schrieb für den Bau einen [[Architektenwettbewerb]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karlskirche gehört zum Typus der [[Votivkirche]]n, worauf die goldenen Lettern unter dem frontseitigen Dreiecksgiebel mit dem Vers Psalm 22,26 hinweisen: {{&amp;quot;|Vota mea reddam in conspectu timentium deum. |Sprache=la |Übersetzung=Meine Gelübde erfülle ich vor den Augen der Gottesfürchtigen.}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{B|Psalmen|22|26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Auf Karlskirche noch mit &amp;quot;PS XXI&amp;quot; – ältere Zählung – angegeben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles6-Votive.jpg|mini|Votiv-Tafel über dem Portal der Karlskirche in Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurde über dem Portal eine Votivtafel mit lateinischer Inschrift angebracht:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zur Ehren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gottes des Allmächtigen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| hat dem Herrn Karl Borromäus,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|dem Fürbitter,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| der erhabene Kaiser Karl VI,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| katholischer und apostolischer König,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| das Gelübde erfüllt,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| dessen er für die Gesundheit des Volkes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| im Jahr 1713 schuldig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| und der er im selben Jahr teilhaftig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|geworden ist.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Karlsplatz Ende der 1980er Jahre wieder als [[Bauensemble|Ensemble]] hergestellt wurde, wirkt die Karlskirche nicht nur durch ihre Kuppel und die zwei flankierenden Reliefsäulen, sondern auch als architektonisches Gegengewicht zu den Gebäuden von [[Wiener Musikverein|Musikverein]] und [[Technische Universität Wien|Technischer Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistliche Betreuung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wienfluss-1822.jpg|mini|Karlskirche und [[Wien (Fluss)|Wienfluss]], 1822]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf von Alt-Blick auf die Karlskirche und das Polytechnische Institut.jpg|mini|Gemälde von [[Rudolf von Alt]], 1831]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche war von 1783 bis 1918 Patronatspfarrkirche des Kaisers und wird seit 1738 von den [[Kreuzherren mit dem Roten Stern]] aus [[Prag]] betreut. Von 1959 bis 1976, als sie von den [[Prämonstratenser]]n aus dem [[Stift Geras]] betreut wurde, und von 1989 bis 2000, als die Personalprälatur [[Opus Dei]] sie übernahm, kam es zu Unterbrechungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Fastl |url=https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_S/St_Karl.xml |titel=St. Karl (Wien) |werk=[[Oesterreichisches Musiklexikon|Oesterreichischer Musiklexikon online]] |hrsg=[[Österreichische Akademie der Wissenschaften]] |abruf=2017-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist auch Sitz der weiterhin vom Opus Dei geleiteten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul Blecha |url=https://www.angelfire.com/or/dekanat4u5/skarlJulAug01.htm |titel=Pfarrblatt Juli-August 2001 |werk=angelfire.com |hrsg=Wiener Karlskirche |datum=2001 |abruf=2017-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Katholische Hochschulgemeinde|katholischen Hochschulgemeinde]] der nahen Technischen Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1783 gegründete Pfarre St. Karl Borromäus wurde am 31. Dezember 2016 aufgelöst und das Pfarrgebiet der Pfarre [[St. Elisabeth (Wien-Wieden)|Zur frohen Botschaft]] zugeschlagen. Seit 1. Jänner 2017 ist die Karlskirche eine [[Rektoratskirche]], die weiterhin von den Kreuzherren mit dem Roten Stern betreut wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.erzdioezese-wien.at/dl/MMotJKJMlMOKJqx4KJK/Di_zesanblatt_201701.pdf |wayback=20170106174207 |text=Diözesanblatt der Erzdiözese Wien Jänner 2017 |archiv-bot=2023-02-12 23:01:20 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenmusik ===&lt;br /&gt;
Ab 1995 war der Dirigent, Komponist und Universitätslektor für Chordirigieren [[Vijay Upadhyaya]] Chorleiter der Karlskirche. Organist der Karlskirche war zu dieser Zeit der heutige Domorganist des Wiener Stephansdoms, [[Ernst Wally]]. Ab 1999 waren seit dem Wechsel von Vijay Upadhyaya an die Universität Wien unterschiedliche und wechselnde musikalische Ensembles in der Karlskirche tätig, unter anderem das „Borromeo Consort“ des Dommusikus des Wiener Stefansdoms, Thomas Dolezal. 2007 verließ auch Ernst Wally als Organist die Karlskirche und wurde Organist im Wiener Stefansdom. Im Jahr 2011 wurde Ricardo Alejandro Luna als Kantor in der Karlskirche verpflichtet und gründete 2014 einen eigenen Chor in der Karlskirche, den er bis Juni 2023 leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 2007 war als Organist zunächst Frater Roman Chlada tätig, dem ab 2014 Lusine Poppel als Organistin für Liturgie und Konzerte in freiberuflicher Tätigkeit nachfolgte. Seit Juni 2023 ist Lusine Poppel auch als Titularorganistin der Wiener Karlskirche angestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwurf, Bau, Finanzierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Karlskirche, Chorraum und Oratorium.JPG|mini|hochkant|Chorraum und [[Oratorium (Kirchenbau)|Oratorium]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Karlskirche, Orgelempore.JPG|mini|hochkant|Orgelempore mit einem [[Fresko]] von [[Johann Michael Rottmayr]] am Tonnengewölbe]]&lt;br /&gt;
Beim Architektenwettbewerb setzte sich [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] unter anderem gegen [[Ferdinando Galli da Bibiena|Ferdinando Galli-Bibiena]] und [[Johann Lucas von Hildebrandt|Johann Lukas von Hildebrandt]] durch. Er gestaltete die Kirche als Verbindung zwischen Rom und Byzanz. So lehnt sie sich an das Erscheinungsbild der [[Hagia Sophia]] an und imitiert die [[Trajanssäule]]. Der Bauplatz wurde am 11. November 1715 fixiert; im selben Jahr ergingen erste [[Steinmetz]]aufträge an die Meister [[Johann Georg Haresleben]] und [[Elias Hügel]] in [[Kaisersteinbruch]] und [[Andreas Steinböck]] in [[Eggenburg]]. Am 4. Februar 1716 erfolgte auf einer Anhöhe am rechten Ufer des kaum regulierten [[Wien (Fluss)|Wienflusses]] die Grundsteinlegung. Aufgrund des Todes von Haresleben im selben Jahr leitete Hügel alleine die Steinmetzarbeiten und wurde Mitarbeiter von Fischer von Erlach. Mit Hügel arbeiteten in &amp;#039;&amp;#039;Kameradschaft&amp;#039;&amp;#039; die Mitmeister [[Johann Baptist Kral]], [[Simon Sasslaber]] und Johann Sebastian Hillebrand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmuth Furch]]: &amp;#039;&amp;#039;Elias Hügel, Hofsteinmetzmeister. 1681–1755. Mit den größten Künstlern dieser Zeit am Bau der Karlskirche beteiligt.&amp;#039;&amp;#039; Kaisersteinbruch 1992, ISBN 978-3-9504555-2-6, S. 23–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beiden Seiten des Chores der Karlskirche und als Aufgänge zu den [[Oratorium (Kirchenbau)|Oratorien]] sind ungewöhnlich großzügig dimensionierte [[Wendeltreppe]]n angeordnet. Sie gehören zu den gewundenen Treppen mit Wangensäulen, einer speziellen Treppenart, die in [[Rom]] ihren Ursprung hat. Die erste dieser Treppen stammt von [[Donato Bramante]] und wurde für das [[Apostolischer Palast|Belvedere]] des [[Vatikanstadt|Vatikans]] (1507–1514) geschaffen. Zahlreiche Architekten eiferten mit prinzipiell ähnlichen [[Wendeltreppe|Wendelstiegen]] nach. Mit dem Einfluss italienisch geschulter Architekten in Wien war es folgerichtig, auch an die römische Treppenbaukunst anzuknüpfen. Die weiträumig gewundenen Treppen der Karlskirche sind eindrucksvolle Belege.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Tölzer: &amp;#039;&amp;#039;Scalalogia Schriften zur internationalen Treppenforschung, Treppen in Wien.&amp;#039;&amp;#039; 1990, S. 148&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harter [[Kaiserstein (Gestein)|Kaiserstein]] fand Verwendung beim Hauptportal, für sämtliche Stiegen (Kaiseroratorium), Sockelplatten, Gesimse und die monumentalen Postamente der beiden Säulen. Beim [[Hochaltar]] gestaltete Elias Hügel die Mensa, Philipp Köchl das [[Tabernakel]] aus [[Laaser Marmor]] und der [[Linz]]er Johann Georg Röhrig Altarstufen aus schwarzem Nassauer-Marmor. Die Wiener Bauhütte war anfangs durch [[Johann Carl Trumler]], nach dessen Tod durch [[Matthias Winkler]] vertreten, die beide Hofsteinmetz- und [[Dombaumeister]] von [[Stephansdom|St. Stephan]] waren. Die großen, innen hohlen Säulen bestehen aus [[Zogelsdorfer Stein]], eine Arbeit der Meister Andreas Steinböck und [[Franz Strickner]]. Die [[Spirale|spiralförmigen]] [[Relief]]s stammen von den Bildhauern Johann Baptist Mader, [[Johann Baptist Straub]] und [[Jakob Christoph Schletterer]], der bekrönende Adler von [[Lorenzo Mattielli]]. Meister [[Johann Georg Deprunner]] aus [[Loretto (Burgenland)|Loretto]] in Ungarn fertigte die [[Tambour (Architektur)|Tamboursäulen]] der Kuppel. 16 Vasen an der Kuppel stammen von Ignaz Gunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fischers Tod 1723 wurde der Bau von seinem Sohn [[Joseph Emanuel Fischer von Erlach|Joseph Emanuel]] bis 1739 fertiggestellt, der die Pläne teilweise änderte. Die Kirche war ursprünglich direkt auf die [[Hofburg]] ausgerichtet und bis 1918 auch kaiserliche Patronatspfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Autor einer Schrift zur &amp;#039;&amp;#039;Historischen Architektur&amp;#039;&amp;#039; vereinte Fischer die unterschiedlichsten Elemente. Die Kirche zeigt das imperiale Selbstverständnis des Stifters und orientiert sich bei seiner Formensprache an der Verbindung Rom-Byzanz-Wien. Die Fassade in der Mitte, die zur Vorhalle führt, entspricht einem römischen Tempel[[portikus]]. Die beiden Säulen daneben haben die [[Trajanssäule]] in [[Rom]] zum Vorbild, wobei sie Reliefs aus dem Leben des Karl Barromäus zeigen. Sie symbolisieren aber auch die beiden Säulen des Salomonischen Tempels [[Jachin und Boas]] sowie die [[Säulen des Herkules]] und verweisen damit auf die Herrschaft in Spanien, die Karl VI. durch den [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] verloren hatte. Außen schließen sich die beiden, vom römischen Barock ([[Gian Lorenzo Bernini|Bernini]] und [[Francesco Borromini|Borromini]]) beeinflussten Turmpavillons mit je einem Glockengeschoß an. Über dem zentralen Kirchensaal erhebt sich eine [[Kuppel]] mit 25&amp;amp;nbsp;m Durchmesser und hohem Tambour, der vom jüngeren Fischer verkürzt und teilweise verändert wurde. Der Grundriss der Kuppel ist nicht kreisrund, sondern hat die Form einer [[Ellipse]]. Deshalb sieht die Kuppel, vom Vordereingang aus gesehen, kleiner aus, als von der Seite her gesehen. Eine Verbindung zur Kuppel der [[Hagia Sophia]] in Konstantinopel wurde bereits von den Zeitgenossen hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Polleroß]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Karlskirche als Kunstwerk und politisches Symbol. Votivkirche und Staatsdenkmal&amp;#039;&amp;#039;. In: Elker Doppler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Am Puls der Stadt. 2000 Jahre Karlsplatz&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellung, Wien-Museum Karlsplatz, 29. Mai – 26. Oktober 2008). Wien 2008, S.&amp;amp;nbsp;80–87, hier S.&amp;amp;nbsp;86&amp;amp;nbsp;f. ([https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/1823/1/Polleross_Die_Karlskirche_als_Kunstwerk_und_politisches_Symbol_2008.pdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten betrugen offiziell 304.045 [[Gulden]] und 22¼ [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]] und wurden von sämtlichen [[Erblande]]n, aber auch [[Spanien]], dem [[Herzogtum Mailand]] und den [[Österreichische Niederlande|Niederlanden]] getragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.univie.ac.at/hypertextcreator/ferstel/site/browse.php?artiid=1059&amp;amp;arttyp=k |titel=Bau der Karlskirche |werk=18. Jahrhundert – Interdisziplinäre Forschung und Lehre in Österreich |hrsg=Wolfgang Schmale, Tanja Buzek, Lehrverbund österreichischer Universitäten zum 18. Jahrhundert für das Studienjahr 2004/2005, Institut für Geschichte, Universität Wien |abruf=2009-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem wurden Strafgelder verwendet, die die Stadt [[Hamburg]] erstatten musste, da &amp;#039;&amp;#039;der dortige Pöbel die Kapelle der österreichischen Gesandtschaft demoliert hatte&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Felix Czeike]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, S. 458.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1727 haben Marcus und [[Hirschl Mayr|Mayr Hirschl]] zum Zweck der Erneuerung ihrer [[Geschichte der Juden in Österreich|jüdischen]] [[Privileg|Aufenthaltsprivilegien]] in Wien &amp;#039;&amp;#039;zu der Caroli Boromaei-Kirchen und Bibliotecgebäu&amp;#039;&amp;#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Österreichische Nationalbibliothek|Wiener Hofbibliothek]]] &amp;#039;&amp;#039;150.000&amp;amp;nbsp;fl.&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;[Gulden] &amp;#039;&amp;#039;anticipirt&amp;#039;&amp;#039;. Die Rede ist von weiteren 100.000 Gulden, die von den Brüdern Hirschl in Raten zu bestimmten Zeiten nachgezahlt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vortrag der Finanzkonferenz an den Kaiser am 17. März 1727. Nach: [[Alfred Francis Přibram|A.&amp;amp;nbsp;F. Pribram]] (hrsg. und eingeleitet): &amp;#039;&amp;#039;Urkunden und Akten zur [[Jüdisches Leben in Wien|Geschichte der Juden in Wien]]. Erste Abteilung, allgemeiner Teil 1526–1847 (1849)&amp;#039;&amp;#039; 1. Bd., Wien, Leipzig 1918, S. 277 (17. März 1727) (=&amp;amp;nbsp;Historische Kommission der [[Israelitische Kultusgemeinde Wien|Israelitischen Kultusgemeinde in Wien (Hrsg.)]]: &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Band VIII).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karlskirche gilt, neben den nur mehr fragmentarisch erhaltenen Bauten in [[Schloss Schönbrunn|Schönbrunn]], als das Hauptwerk [[Johann Bernhard Fischer von Erlach|Fischers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Intercession of Charles Borromeo supported by the Virgin Mary - Detail Rottmayr Fresco - Karlskirche - Vienna.JPG|mini|Karl Borromäus auf dem Kuppelfresko von [[Johann Michael Rottmayr]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karlskirche Säulenrelief.JPG|mini|hochkant|Säulenrelief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ikonografie|ikonografische]] Programm der Großkirche stammt vom Hofbeamten [[Carl Gustav Heraeus]] und verbindet den heiligen Karl Borromäus mit seinem kaiserlichen Stifter. Das [[Relief]] auf dem [[Giebel]] über dem Eingang verweist auf den Stiftungsanlass: Es zeigt, wie die von der Pest schwer heimgesuchte Stadt durch die Fürbitte des heiligen Karl Borromäus schließlich gerettet wird. Auf der [[Attika (Architektur)|Attika]] hinter dem Giebel befinden sich die allegorischen Figuren von Religion, Barmherzigkeit, Bußfertigkeit und Gebetseifer. Die Attika ist auch eines der Elemente, die vom jüngeren Fischer eingefügt wurden. Die Säulen zeigen in einem Spiralrelief Motive aus dem Leben Karl Borromäus’, sollen aber auch an die [[Säulen des Herakles]] erinnern und fungieren als Symbole kaiserlicher Macht. Flankiert wird dir breite [[Freitreppe]] vor dem Eingang von zwei Engeln auf [[Sockel (Architektur)|Sockeln]]. Der eine zeigt die Erhöhung der ehernen Schlange als Symbol des Alten Testaments, der andere das Kreuz Christi stellvertretend für das Neue Testament. Beide wurden vom Hof-Bildhauer [[Franz Caspar (Bildhauer)|Franz Caspar]] gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm des Portals setzt sich auch im Inneren fort, vor allem im Kuppel[[fresko]] von [[Johann Michael Rottmayr]] aus Salzburg und [[Gaetano Fanti]] ([[Scheinarchitektur]]en), das eine Fürbitte Karl Borromäus’ darstellt, die von [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] unterstützt wird. Flankiert wird diese Szene von den [[Christliche Tugend|drei göttlichen Tugenden]] Glaube, Hoffnung und Liebe. Zu sehen ist unter anderem auch, wie ein Engel die Schriften Luthers anzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Karlskirche Frescos - Glaube 6 Ketzerei.jpg|Abbildung: Ein Engel zündet die Schriften von Martin Luther an]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fresken in einigen Seitenkapellen werden [[Daniel Gran]] zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild am Hochaltar, die Aufnahme des heiligen Karl Borromäus in den Himmel darstellend, ist vom älteren Fischer konzipiert und von [[Ferdinand Maximilian Brokoff]] ausgeführt worden. Die Altarbilder in den sechs Seitenkapellen sind von verschiedenen Künstlern, unter anderem von [[Daniel Gran]], [[Sebastiano Ricci]], [[Martino Altomonte]], [[Giovanni Antonio Pellegrini]] und [[Jacob van Schuppen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Lakonig (Autor), Verein der Freunde und Gönner der Karlskirche (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Karlskirche.&amp;#039;&amp;#039; 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den seitlichen [[Volute]]n zweier Seitenaltäre stehen [[Allegorie|allegorische]] Figuren des [[Venedig|venezianischen]] Bildhauers [[Antonio Corradini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Lichtregie und der architektonischen Gliederung, insbesondere den hohen Arkadenöffnungen in der Hauptachse, geht eine starke Wirkung aus. Die Farbigkeit wird vom [[Marmor]] bestimmt, Goldausstattung wird bewusst sparsam eingesetzt. Das große runde [[Glasfenster]] hoch über dem Hauptaltar mit dem hebräischen [[JHWH|JHWH-Tetragramm]] symbolisiert Gottes [[Allmacht]] und durch seinen warmen Gelbton gleichzeitig [[Gottesliebe|Gottes Liebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Karlskirche, Orgel (c).JPG|mini|Orgel von [[Gottfried Sonnholz]] (1739) und von [[Joseph Seyberth]] auf 31 Register erweitert (1847)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Orgelempore mit ihrem Säulenvorbau befindet sich eine Barockorgel, deren Erbauer unbekannt ist. Das mittlere Gehäuse stammt aus der Zeit um 1739. Das Instrument wurde jedoch 1847 von [[Joseph Seyberth]] grundlegend modifiziert und mit einem freistehenden Spieltisch ausgestattet. Beide Seitenflügel stammen ebenfalls aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Orgelbaumeister [[Gerhard Hradetzky]] renovierte das Instrument 1989 wiederum umfassend. Die Klaviaturen wurden ebenfalls erneuert und die gebrochene Oktave chromatisch ausgebaut. Die Tasten Cis und Dis betätigen die Töne cis&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt; und dis&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Lade: &amp;#039;&amp;#039;Orgeln in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I. Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–c&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Bordun || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Princip || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Coppel || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Hohlflöt || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Quintatön || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Gamb-Viol || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Oktav || {{0}}4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Spitzflöte || {{0}}4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Flöte || {{0}}4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Quint || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Oktav || {{0}}2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Mixtur Maior II–III || {{0}}3&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Mixtur Minor II–III || {{0}}2&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II. Oberwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–c&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. || Coppel || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. || Gamba || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. || Flöte || {{0}}4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. || Gedeckt || {{0}}4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. || Oktav || {{0}}2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19. || Mixtur III&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20. || Physharmonica&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;Physharmonica&amp;quot;&amp;gt;Im Spieltisch angelegt.&amp;lt;/ref&amp;gt; || {{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;III. Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–a&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;Pfeifenwerk&amp;quot;&amp;gt;Kurze Oktave; Tonumfang des Pfeifenwerks: C–H.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. || Princip: Bass || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. || Sub Bass  || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23. || Oktav Bass  || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24. || Gedeckt Bass  || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25. || Violon Bass  || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 26. || Cello  || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27. || Quint Bass  || {{Bruch|5|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 28. || Oktav Bass  || {{0}}4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 29. || Cornett Bass IV || {{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30. || Posaun Bass  || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. || Posaun Bass  || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; Manualschiebekoppel, Pedalkoppel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spielhilfen:&amp;#039;&amp;#039; Sperrventil für die Pedalzungen, Metallhebel für die Einschaltung der [[Physharmonika]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anmerkung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien Karlskirche große Glocke 01.jpg|mini|hochkant|Große „Karlsglocke“ im Südwestturm der Karlskirche, gegossen 1762 von [[Glockengießerei Scheichel|Franz Josef Scheichel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geläut der Karlskirche besteht aus acht [[Kirchenglocke|Glocken]] und ist das drittgrößte Geläut von Wien. Die größte Glocke wurde 1762 von [[Franz Josef Scheichel]] gegossen und gilt als eine der schönsten Barockglocken [[Wien]]s. Sie ist der Umguss einer älteren Glocke von [[Johann Baptist Divall]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Wernisch |Titel=Glockenverzeichnis von Österreich |Ort=Lienz |Datum=2011 |ISBN=978-3-902128-16-4 |Seiten=224}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme der Glocken 4 und 5, die 2011 von der Gießerei [[Rudolf Perner]] aus Passau gegossen und ins Geläut integriert wurden, stammen die Glocken aus dem 18. Jahrhundert und wurden von [[Johann Baptist Divall]], [[Franz Ulrich Scheichel]] und [[Franz Josef Scheichel]] in Wien gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Glocke&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Gießer&lt;br /&gt;
! Gussjahr&lt;br /&gt;
! Masse&lt;br /&gt;
! Schlagton&lt;br /&gt;
! Hängeort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Karlsglocke&lt;br /&gt;
| Franz Josef Scheichel&lt;br /&gt;
| 1762&lt;br /&gt;
| 3.600 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H°&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Südwestturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Zwölferin&lt;br /&gt;
| Johann Baptist Divall&lt;br /&gt;
| 1737&lt;br /&gt;
| 1.400 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;d¹&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Nordostturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Wiednerin&lt;br /&gt;
| Johann Baptist Divall&lt;br /&gt;
| 1737&lt;br /&gt;
| 1.100 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e¹&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Nordostturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Verein-Neuglocke&lt;br /&gt;
| Rudolf Perner&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| {{0|0.}}706 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fis¹&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Nordostturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Verein-Neuglocke&lt;br /&gt;
| Rudolf Perner&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| {{0|0.}}421 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a¹&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Nordostturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Pestglocke&lt;br /&gt;
| Johann Baptist Divall&lt;br /&gt;
| 1735&lt;br /&gt;
| {{0|0.}}300 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h¹&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Nordostsäule&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Speiseglocke&lt;br /&gt;
| Franz Ulrich Scheichel&lt;br /&gt;
| 1735&lt;br /&gt;
| {{0|0.}}210 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cis²&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Südwestsäule&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Zügemglocke&lt;br /&gt;
| Franz Josef Scheichel&lt;br /&gt;
| 1783&lt;br /&gt;
| {{0|0.0}}50 kg&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ais²&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Südwestsäule&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Panoramalift und Eintrittsgeld ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuppel Karlskirche, Wien.jpg|mini|hochkant|Die Kuppelmalerei war von 2002 bis 2022 über einen Panoramalift aus der Nähe zu betrachten]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 2002 wurde zum Zwecke der Kuppelfresken-Renovierung eine mächtige Stahlkonstruktion mit Aufzug aufgestellt, der zahlende Besucher rund 32 Meter über Bodenniveau beförderte. Damals kündigten die Kirchenverantwortlichen an, dass diese Aufzugskonstruktion Ende 2005 wieder abgebaut würde. Bis dahin sollten Touristen und sonstige Kirchenbesucher den Aufzug benutzen und auch den Restauratoren bei der Arbeit zuschauen dürfen. Weil der Lift auch nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten als Einnahmequelle aufgebaut blieb, schwankten die Besucher der Karlskirche zwischen Euphorie und Ablehnung: Zum einen wurde damit die einzigartige Möglichkeit geboten, die Kuppelfresken aus der Nähe in Augenschein zu nehmen, zum anderen wurde durch die aufwendig gestaltete Aufzugskonstruktion der Gesamteindruck des Kircheninnenraums extrem beeinträchtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Werfring]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/museum/523726_Das-Stahlungetuem-in-der-Wiener-Karlskirche.html Das Stahlungetüm in der Wiener Karlskirche.]&amp;#039;&amp;#039; [[Wiener Zeitung]], 14. Februar 2013, Beilage „ProgrammPunkte“, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.karlskirche.at/ karlskirche.at – Website des &amp;#039;&amp;#039;Vereins der Freunde und Gönner der Wiener Karlskirche&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 16 Jahren wurde die bestehende Konstruktion im Jahr 2018 durch eine neue, kompaktere Konstruktion ersetzt. Diese nahm weniger Fläche des Kirchenraumes ein und die zuvor vorhandene Plattform mit den Stufen in die oberhalb der Kuppel befindliche „Laterne“ war nun weggefallen, was den Vorteil hatte, dass jetzt ein Großteil der Kuppel vom Bodenniveau aus sichtbar war. Obwohl es in seinen Ausmaßen reduziert war, dominierte auch das neue Stahlgerüst das Kircheninnere erheblich. Bis Ende November 2022 wurde das neue Stahlgerüst mit dem Aufzug schließlich abgebaut. Da die Erhaltung der Karlskirche mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden ist, wird auch nach Abbau des Aufzugs weiterhin Eintritt erhoben. Anstelle des Aufzugs wurden mit einem Rundgang durch mehrere Räume der Kirche bis hinauf zu der oberhalb des Hauptportals befindlichen Aussichtsplattform neue Attraktionen geschaffen, zudem soll dem zahlenden Publikum in der Karlskirche verstärkt moderne Kunst präsentiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Werfring: [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien-chronik/2177093-Aus-fuer-den-Kirchenlift-in-der-Karlskirche.html &amp;#039;&amp;#039;Aus für den Kirchenlift in der Karlskirche&amp;#039;&amp;#039;] Wiener Zeitung, Print, 4. Februar 2023, S. 18–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Februar 2024 für zwei Jahre ist eine privat finanzierte Installation des Briten [[Cerith Wyn Evans]] zu sehen. Dünne gebogene [[Neonröhre|Neonröhren]] von insgesamt knapp 700 m Länge an insgesamt rund 14 km Seilen leuchten weiß unter der Kuppel und bilden eine Art Wolke.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/av/video/tvthekVideo17808 Moderne Kunst in der Karlskirche] orf.at, 4. Februar 2024, abgerufen am 4. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.falstaff.com/living/news/lichtinstallation-von-cerith-wyn-evans-in-der-kalskirche |titel=Lichtinstallation von Cerith Wyn Evans in der Kalskirche - Falstaff LIVING |sprache=de |abruf=2025-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss ==&lt;br /&gt;
Das [[Wiener Secessionsgebäude]] bildet sowohl von räumlicher Positionierung als auch gestalterischem Aufbau eine Antwort auf die Karlskirche. Anklänge finden sich auch in der [[Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus]] sowie der [[Kirche am Steinhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiener Karlskirche beeinflusste die Architektur der [[Moschee im Schwetzinger Schlossgarten]] in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karlskirche Wien Nacht.jpg|Beleuchtung der Karlskirche bei Nacht&lt;br /&gt;
Wien, Karlskirche und TU.jpg| Ansicht erhöht von Nord, im Teich Skulptur von Henry Moore&lt;br /&gt;
Iglesia de San Carlos Borromeo, Viena, Austria, 2020-01-31, DD 71.jpg|Abschlussdetail einer Säule&lt;br /&gt;
Wien Karlskirche - Tympanon 1.jpg|Tympanon: Errettung Wiens vor der Pest durch die Fürsprache des heiligen [[Karl Borromäus]]&lt;br /&gt;
Karlskirche - Wien 010.jpg|Säule mit Szenen aus dem Leben des heiligen [[Karl Borromäus]]&lt;br /&gt;
Wien - Karlsplatz - View SSE &amp;amp; Up on hollow Column of Karlskirche, made by Andre Steinböck &amp;amp; Franz Strickner - Reliefs made by Johann Baptist Mader, Johann Baptist Straub &amp;amp; Jakob Schletterer - Golden Eagles on Top by Lorenzo Mattielli.jpg|Säule mit Reliefs&lt;br /&gt;
Wien - Karlskirche, Altarraum.JPG|Hochaltar&lt;br /&gt;
Wien 2012 Fresco - Kuppel - Panorama in der Karlskirche 1.jpg|[[Fresko]] der Kuppel (Panorama)&lt;br /&gt;
Iglesia de San Carlos Borromeo, Viena, Austria, 2020-01-31, DD 69.jpg|Detailsicht von einem Fresko&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivalien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hofkammerarchiv, Wien: &amp;#039;&amp;#039;Hofzahlamtsbücher 1715–1730: Bau der Karlskirche.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(chronologisch)&lt;br /&gt;
* Thomas H. von der Dunk: &amp;#039;&amp;#039;Die Karlskirche&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Denkmal. Eine Geschichte in Bronze und Stein vom Hochmittelalter bis zum Barock&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag, Köln 1999, ISBN 3-412-12898-8, S. 505–526.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] Wien I. Bezirk – Innere Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Berger, Horn u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 3-85028-366-6.&lt;br /&gt;
* {{OeML|St_Karl|St. Karl (Wien)|ChF}}&lt;br /&gt;
* Claudius Caravias: &amp;#039;&amp;#039;Die Moschee an der Wien. Die Karlskirche – eine Moschee, das Belvedere – ein Türkenzelt, der Naschmarkt – ein orientalischer Basar. 300 Jahre islamischer Einfluss in der Wiener Architektur.&amp;#039;&amp;#039; Luna Verlag, Eichgraben 2008, ISBN 978-3-9500382-6-2.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Polleroß]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Karlskirche als Kunstwerk und politisches Symbol. Votivkirche und Staatsdenkmal&amp;#039;&amp;#039;. In: Elker Doppler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Am Puls der Stadt. 2000 Jahre Karlsplatz&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellung, Wien-Museum Karlsplatz, 29. Mai – 26. Oktober 2008). Wien 2008, S. 80–87 ([https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/1823/1/Polleross_Die_Karlskirche_als_Kunstwerk_und_politisches_Symbol_2008.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Marek Pučalík: &amp;#039;&amp;#039;Die Karlskirche. Symbolik eines Heilsortes.&amp;#039;&amp;#039; Wiener Dom-Verlag, Wien 2023, ISBN 978-3-85351-299-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karlskirche, Vienna|Karlskirche Wien|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Karlskirche|Karlskirche}}&lt;br /&gt;
* [https://www.karlskirche.at/ karlskirche.at – Website des &amp;#039;&amp;#039;Vereins der Freunde und Gönner der Wiener Karlskirche&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://kreuzherren.at/ Kreuzherrenorden Österreich]&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Karlskirche}}&lt;br /&gt;
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=abz&amp;amp;datum=18800004&amp;amp;seite=00000004&amp;amp;zoom=2 Pläne der Karlskirche in der Allgemeinen Bauzeitung 1880] auf [[ANNO – AustriaN Newspapers Online|Anno (Austrian Newspapers Online)]]&lt;br /&gt;
* [https://www.werbeka.com/wien/karlskd.htm Die Karlskirche in Wien] im Werbeka Netshop&lt;br /&gt;
* [[Geologische Bundesanstalt]]: [http://hq.chc.sbg.ac.at/monuments/monument/349 Karlskirche – Wien]&lt;br /&gt;
* Johann Werfring: [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/220366_Inkasso-in-Karlskirche.html &amp;#039;&amp;#039;Inkasso in Karlskirche&amp;#039;&amp;#039;], auf tagblatt-wienerzeitung.at, 19. Dezember 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Votivkirche (Wien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sakralbauten in Wieden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Einbindung von Wikidata-Koordinaten|landmark|AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4376368-6|LCCN=no2017125567|NDL=|VIAF=1874150688323412660003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Karlskirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kirche|Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Zentrum von Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wieden (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl-Borromäus-Kirche|Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Votivkirche|Wien, Karls]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opus Dei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Wien, Karlskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in der Erzdiözese Wien|Wien, Karlskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1730er Jahren|Wien, Karlskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johann Bernhard Fischer von Erlach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Emanuel Fischer von Erlach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kuppelkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtdekanat 4/5 (Erzdiözese Wien)|Karl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzherren mit dem Roten Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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