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	<title>Wiener Holocaust Library - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T23:27:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wiener_Holocaust_Library&amp;diff=390162&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Socius sociologicus: An Lemma angepasst</title>
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		<updated>2025-12-21T12:30:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;An Lemma angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiener Holocaust Library&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach [[Alfred Wiener (Publizist)|Alfred Wiener]], ist eine 1933 als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiener Library&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gegründete Einrichtung zur [[Holocaustforschung]] mit Sitz in [[London]]. Heutiger Direktor ist Toby Simpson. Jährlich wird seit 1989 der &amp;#039;&amp;#039;Ernst-Fraenkel-Prize&amp;#039;&amp;#039; zur Holocaustforschung verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wienerholocaustlibrary.org/what-we-do/about-us/the-ernst-fraenkel-prize/ |titel=The Ernst Fraenkel Prize |sprache=en-GB |abruf=2021-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Preisträger waren z. B. [[Nikolaus Wachsmann]], [[Maren Röger]] und [[Hannah Ahlheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Amsterdam ===&lt;br /&gt;
Die Bibliothek wurde von [[Alfred Wiener (Publizist)|Alfred Wiener]] zusammen mit [[David Cohen (Historiker)|David Cohen]], einem Mitglied der Amsterdamer jüdischen Gemeinde, als &amp;#039;&amp;#039;Jewish Central Information Office&amp;#039;&amp;#039; (JCIO) in Amsterdam gegründet, um über die Verfolgung von [[Juden]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zu informieren. Wiener war Angestellter im [[Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens]], bevor er 1933 nach Amsterdam exilierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 erwarb die Einrichtung das Archiv der &amp;#039;&amp;#039;[[NSDAP/AO]] Landesgruppe Spanien&amp;#039;&amp;#039;, das Regierungstruppen im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] in [[Barcelona]] in die Hände gefallen war. Das Material diente dem JCIO zu einer Anzahl anti-nazistischer Publikationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Spielhagen: &amp;#039;&amp;#039;Spione und Verschwörer in Spanien&amp;#039;&amp;#039;. Paris, 1936; &amp;#039;&amp;#039;Schwarz-Rot-Buch. Dokumente über den Hitlerimperialismus&amp;#039;&amp;#039;, Barcelona, 1937; &amp;#039;&amp;#039;The Nazi Conspiracy in Spain&amp;#039;&amp;#039;, London, 1937; Comité Nacional de la C.N.T: &amp;#039;&amp;#039;El Nazismo al Desnudo&amp;#039;&amp;#039;, Barcelona, 1938; O.K. Simon: &amp;#039;&amp;#039;Hitler en Espagne&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter wurden besonders drei Ereignisse kommentiert: der [[Berner Prozess]] gegen Distributoren der [[Protokolle der Weisen von Zion]], der Mord an [[Wilhelm Gustloff]] durch den Juden [[David Frankfurter]] sowie der [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogrom von 1938]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.osa.ceu.hu/files/2002/WLibHolocaust/testament2.pdf |text=Archivierte Kopie |wayback=20070107050825 |archiv-bot=2019-05-23 15:07:30 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurden seitens der holländischen Regierung die Publikationen des JCIO limitiert, so dass die Gründer beschlossen, die Sammlung des Informationszentrums nach London zu verlegen. Nachdem  Wiener das Material nach London in Sicherheit gebracht hatte, vernichteten Mitarbeiter des Jewish Central Information Office noch am Tag des [[Geschichte der Niederlande|deutschen Einmarschs in die Niederlande]] am 10. Mai 1940 sämtliche noch vorhandenen Briefe und Dokumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== London ===&lt;br /&gt;
In London wurde sie dem britischen [[Special Operations Executive|SOE]], anderen [[alliierte]]n Geheimdiensten sowie der [[BBC]], damals Bestandteil des [[Informationsministerium (Vereinigtes Königreich)|Ministry of Information]], und anderen Presseagenturen zugänglich gemacht. Die Sammlung war bald als „Dr. Wieners Bibliothek“ bekannt. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde die Sammlung in ein Forschungsinstitut mit öffentlicher Bibliothek umgewandelt. Ihre bekannteste  Publikationsreihe war nun das von 1946 bis 1983 alle zwei Monate erscheinende &amp;#039;&amp;#039;Wiener Library Bulletin&amp;#039;&amp;#039;. Die Informationen bzw. Dokumente der Wiener Library über den [[Nationalsozialismus]] und das „[[Drittes Reich|Dritte Reich]]“ waren eine der Grundlagen für die Anklagen bei den [[Nürnberger Prozesse]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil der Sammlung sind Berichte damaliger Augenzeugen, die unmittelbar nach dem Kriegsende begannen, systematisch Interviews zu dokumentieren. Im Jahr 1964 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Institute of Contemporary History&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet, um die gesamthistorische Entwicklung Europas mit zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige &amp;#039;&amp;#039;The Wiener Library for the Study of the Holocaust and Genocide&amp;#039;&amp;#039; in London befasst sich mit dem Studium des [[Holocaust]], des deutschen Judentums unter dem Nationalsozialismus sowie mit [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Antisemitismus]] und [[Neonazismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 2017 veröffentlichte die Bibliothek 900 Gigabyte Daten, die dokumentieren, wie Alliierte mit Kriegsverbrechen von 1943 bis 1949 umgingen. [[Dan Plesch]], Direktor des Instituts für Internationale Studien und Diplomatie an der [[University of London]], bat die UN-Archive um Freigabe der Dokumente der Kommission für Kriegsverbrechen ([[UNWCC]]). Um diese Belege in Archiven der Vereinten Nationen in New York auszuwerten, benötigten Historiker bisher die Genehmigung ihrer Regierung oder des UN-Generalsekretärs. Selbst dann konnten sie weder Kopien noch Notizen machen. „Die meisten über Kriegsverbrecherprozesse geschriebenen Bücher ignorieren die UN-Kriegsverbrecherkommission“, erklärte [[Ben Barkow]], Direktor der Wiener Bibliothek. Seit dem 21. April 2017 ist diese Aufarbeitung online möglich durch die &amp;#039;&amp;#039;Wiener Library&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tel Aviv ===&lt;br /&gt;
Nach Finanzierungsproblemen im Jahr 1974 wurde geplant, die Wiener Library nach [[Tel Aviv]] zu verlagern. Im Zuge dieser Umsiedlung wurde ein großer Teil der Sammlung auf [[Mikrofilm]] archiviert. Die Umsiedelung der Bestände wurde aber nicht vollendet, so dass heute eine separate Wiener Sammlung an der Bibliothek der [[Universität Tel Aviv]] existiert, die mehrheitlich über den damaligen Bücherbestand der Wiener Library verfügt, während sich die Kopien auf Mikrofilm im Besitz der Wiener Library in London befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berlin ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde via [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-[[Nationallizenz]] die Datenbank &amp;#039;&amp;#039;Testaments to the Holocaust&amp;#039;&amp;#039; mit digitalisierten Aufzeichnungen und seltenem gedruckten Material aus der Wiener Library verfügbar gemacht. Die digitale Sammlung enthält persönliche Zeugnisse des Lebens im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich 1933 bis 1945]], Dokumente zur  Innenpolitik, zum jüdischen Leben in Deutschland von 1933 bis in die Nachkriegszeit sowie in den [[Deutsche Konzentrationslager|Konzentrationslagern]], im [[Jüdischer Widerstand|Untergrund]] und im [[Exil]] aus der Bibliothek. Der überwiegende Teil der Dokumente liegt in deutscher Sprache vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nationallizenzen.de/angebote/nlproduct.2006-03-20.9245808072 &amp;#039;&amp;#039;Testaments to the Holocaust&amp;#039;&amp;#039;], nationallizenzen.de, abgerufen am 13. September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 befindet sich im [[Jüdisches Museum Berlin|Jüdischen Museum Berlin]] eine Zweigstelle der &amp;#039;&amp;#039;Wiener Library.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Österreichischer Gedenkdienst]]&lt;br /&gt;
* [[Philipp Manes]]&lt;br /&gt;
* [[Stephen Roth Institute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ben Barkow: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Wiener and the making of the Holocaust Library.&amp;#039;&amp;#039; Vallentine Mitchell, London 1997, ISBN 0-85303-328-5 (engl.)&lt;br /&gt;
* Ben Barkow: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Library.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dan Diner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (EJGK). Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Ta–Z.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart/Weimar 2015, ISBN 978-3-476-02506-7, S. 404–408.&lt;br /&gt;
* [[Raphael Gross]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten-1/reichspogromnacht-die-katastrophe-vor-der-katastrophe-1729444.html Die Katastrophe vor der Katastrophe].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] vom 8. November 2008 (auch online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wienerlibrary.co.uk/ Wiener Library London]&lt;br /&gt;
* [http://www.tau.ac.il/cenlib/wiener/ Wiener Sammlung an der Universität Tel Aviv]&lt;br /&gt;
* [http://www.gedenkdienst.org/deutsch/stellen/stelle3.php4 Österreichischer Gedenkdienst an der Wiener Library]&lt;br /&gt;
* [https://www.asf-ev.de/ Aktion Sühnezeichen Friedensdienste an der Wiener Library]&lt;br /&gt;
* [http://www.tlemea.com/testaments/de/Introduction.asp Geschichte und Aufgaben der Wiener Library]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.522353 |EW=-0.144829 |type=landmark |region=GB-WSM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=80096-X|LCCN=n50016210|VIAF=135465313}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothek in England]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtswissenschaftliches Forschungsinstitut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (City of Westminster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtung in London]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturelle Organisation (London)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Amsterdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1933]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Socius sociologicus</name></author>
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