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	<title>Wien-Film - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wien-Film&amp;diff=457495&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-02-17T22:13:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wien-Film Logo.svg|mini|Logo]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wien-Film GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine große [[Liste österreichischer Filmproduktionsgesellschaften|österreichische Filmproduktionsgesellschaft]], die 1938 aus der [[Sascha Filmindustrie|Tobis-Sascha Filmindustrie AG]] hervorging und bis 1985 bestand. Das Unternehmen befand sich bis 1945 im Besitz der der deutschen [[Reichsfilmkammer]] unterstehenden [[Cautio Treuhandgesellschaft]] und zeichnete für fast die gesamte Filmproduktion auf österreichischem („ostmärkischem“) Gebiet verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ende der 1940er Jahre bis zu ihrer Auflösung 1985 diente sie überwiegend als staatliche Studiogesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosenhügel Film Studios, from Merkur car park 01.jpg|mini|Die von der Wien-Film errichtete Synchronhalle der [[Rosenhügel-Filmstudios|Rosenhügel-Studios]]]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] im Jahre [[1938]] fand die eigenständige Filmproduktion des Landes ein Ende. Die deutsch-österreichische &amp;#039;&amp;#039;[[Sascha Filmindustrie|Tobis-Sascha Filmindustrie AG]]&amp;#039;&amp;#039;, die bereits 1937 unter Druck an die dem [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichspropagandaministerium]] nahestehende [[Cautio Treuhand]] verkauft werden musste, wurde am 16. Dezember in die &amp;#039;&amp;#039;Wien-Film&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt. Aus rechtlichen und steuerlichen Gründen wurde die vormalige [[Aktiengesellschaft (Österreich)|Aktiengesellschaft]] in eine [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Österreich)|Ges.m.b.H]] umgewandelt. Das Gründungskapital betrug 400.000 Reichsmark, von denen 99,8 Prozent von der Cautio gehalten wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Im Wechselspiel. Paula Wessely und der Film |Hrsg=Armin Loacker |Verlag=Österreichisches Filmarchiv |Ort=Wien |Datum=2007 |Seiten=126 f. 3-902531-14-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von offizieller Seite vorangestellte Motto „&amp;#039;&amp;#039;Wetteifernd mit den übrigen Künsten soll der Film gestalten, was Menschenherzen erfüllt und erbeben läßt, und sie durch Offenbarung des Ewigen in bessere Welten entrückt&amp;#039;&amp;#039;“ war von [[Joseph Goebbels]] unterschrieben worden. Der Propagandaauftrag war somit dokumentiert. Jüdische Mitarbeiter waren in der österreichischen Filmwirtschaft bereits ab 1935 nicht mehr gewünscht, da die deutsche [[Reichsfilmkammer]] mit einem Importverbot für österreichische Filme gedroht hatte, sollte man sich nicht an deutsche Bestimmungen halten. Österreich war vom deutschen Markt abhängig und fügte sich dem Diktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der neuen Gesellschaft wurden die bisher der Tobis-Sascha gehörenden [[Rosenhügel-Filmstudios|Rosenhügel-Studios]] und das Filmatelier Sievering sowie das [[Altes Palmenhaus (Wien-Schönbrunn)|Studio Schönbrunn]] übernommen. Hinzu kamen weitere kleine Ateliereinrichtungen sowie Synchronhallen und Kopierwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Leiter der Wien-Film waren Generaldirektor [[Fritz Hirt]], Paul Hach und der Wiener Filmregisseur [[Karl Hartl]], der auch bis zuletzt Produktionschef war. Als [[Prokurist]] trat August Schwenk auf, ein Strohmann des Cautio-Leiters [[Max Winkler (Politiker, 1875)|Max Winkler]], welcher zugleich die weiteren 0,2 Prozent des Gründungskapitals hielt. Das Kulturfilmschaffen wurde unter der Leitung von [[Josef Lebzelter]] von der ehemaligen [[Selenophon Licht- und Tonbildgesellschaft|Selenophon]] kontrolliert. Für die Kontrolle der Filmproduktionen – von der Idee bis zur Vorführung – war der [[Reichsfilmdramaturg]] und später der [[Reichsfilmintendant]] verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Dezember fand die erste Gesellschafterversammlung statt, bei der auch die Aufsichtsräte bestellt wurden. Diese waren:&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Merten]], Geschäftsführer der [[Film-Finanz]], Berlin&lt;br /&gt;
* [[Josef Joham]], Vorstandsmitglied der [[Creditanstalt]], Wien&lt;br /&gt;
* [[Willi Forst]], Filmregisseur, Wien&lt;br /&gt;
* [[Carl Froelich]], Filmregisseur und Präsident der [[Reichsfilmkammer]], Berlin&lt;br /&gt;
* [[Karl Ott (Politiker)|Karl Ott]], [[Ministerialdirektor]], Berlin&lt;br /&gt;
* [[Hermann Burmeister]], [[Ministerialrat]], Berlin&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Post]], Bankdirektor, Berlin&lt;br /&gt;
In der Spielfilmproduktion der neuen Gesellschaft dominierten historisch-volkstümliche Themen, ihr Markenzeichen war der ausstattungsträchtige [[Wiener Film]], der meist vergangene Zeiten porträtierte. Das von Berlin auferlegte Programm der Filmproduktion war, möglichst heitere Filme zu drehen, die im Boden der „[[Donau- und Alpenreichsgaue|Ostmark]]“ wurzelten und vom Kriegsalltag ablenkend wirken sollten – nach dem Motto „[[Kraft durch Freude]]“. Dennoch wurden von der Wien-Film aber auch einige [[Propagandafilm]]e hergestellt. Beispiele sind [[Leinen aus Irland (1939)|Leinen aus Irland]] (1939), dessen Dreharbeiten [[Joseph Goebbels]] beiwohnte, sowie [[Wien 1910]] (1943) über [[Karl Lueger]] als verklärtes Vorbild Hitlers und [[Heimkehr (1941)|Heimkehr]] (1941) mit [[Paula Wessely]] in der Hauptrolle. Besonders &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr&amp;#039;&amp;#039; gilt als einer der schlimmsten NS-Propagandafilme und trug das Prädikat „Film der Nation“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1943/44 produzierte die Wien-Film auch [[Farbfilm]]e, ein Privileg das bis dahin der [[UFA]] vorbehalten war. Daneben produzierte die Wien-Film auch [[Kulturfilm]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Spielfilm- und Kulturfilmproduktion konzentrierte sich die Wien-Film auch auf den Betrieb von Kinos. Österreichweit gehörten 14 Kinos in Wien, [[Berndorf (Niederösterreich)|Berndorf]], [[Linz]], [[Steyr]] und [[Laakirchen|Steyrermühl]] dazu. In Wien waren es die Kinos „Scala“, „[[Apollo Kino (Wien)|Apollo]]“, „Busch“ und „UFA-Ton“, die für Uraufführungen genutzt wurden. Betrieben wurden die ehemals in Besitz der [[Kiba (Kinobetreiber)|Wiener Kinobetriebsanstalt]] (Kiba) und UFA befindlichen Kinos unter der neu gegründeten „Ostmärkischen Filmtheater Betriebsgesellschaft m.b.H.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Kriegstagen bestand der Plan, die Atelieranlagen am Rosenhügel zu sprengen. Generaldirektor Fritz Hirt setzte sich in einem Ton-Aufnahmewagen für Außenaufnahmen aus Wien ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nos&amp;amp;datum=19450614&amp;amp;query=%22Wien-Film%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=3 |titel=ANNO, Neues Österreich, 1945-06-14, Seite 3 |abruf=2023-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Wien-Film als „deutsches Eigentum“ von den Alliierten beschlagnahmt. Nachdem Wien in vier [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Besatzungszonen]] aufgeteilt worden war, stand zudem fest, dass die Filmstudios in [[Sievering]] sowie die Zentrale in der [[Liste der Straßennamen von Wien/Neubau#S|Siebensterngasse]] der amerikanischen Verwaltung zugeordnet waren, während die [[Rosenhügel-Filmstudios]] im sowjetischen Sektor lagen. Die Sievering-Filmstudios sollten von den US-Amerikanern [[Liquidation|liquidiert]] werden. Die Vereinigten Staaten verfolgten zudem das Interesse, den [[Hollywood]]-Produktionen keine Konkurrenz zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte August 1945 wurde der ehemalige Wien-Film-Produktionsleiter [[Karl Hartl]] zum [[Öffentliche Verwaltung|öffentlichen Verwalter]] ernannt. Neuer Produktionsleiter wurde [[Karl Ehrlich]], welcher im Folgejahr die Leitung der wieder gegründeten Sascha-Film übernehmen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dkv&amp;amp;datum=19450819&amp;amp;query=%22Wien-Film%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=7 |titel=ANNO, Das kleine Volksblatt, 1945-08-19, Seite 7 |abruf=2023-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die [[Sowjetunion|Sowjets]] nach den Bestimmungen des [[Potsdamer Abkommen]]s sämtliche ehemals „deutsche“ Unternehmungen als [[Reparation]] übernahmen, verzichteten die westlichen Besatzungsmächte [[Vereinigte Staaten|USA]], [[Frankreich]] und [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] auf diese Maßnahme. Dies bedeutete für die neu gegründete Wien-Film, dass sie mit den Filmstudios in Sievering und Schönbrunn weiterarbeiten konnte, jedoch auf die größeren Rosenhügel-Filmstudios verzichten musste. Diese wurden in die sowjetische [[USIA]] eingegliedert und als „Wien-Film am Rosenhügel“ weiter betrieben. Am 21. August 1945 unterzeichneten die Wien-Film und das &amp;#039;&amp;#039;Staatsamt für Wiederaufbau&amp;#039;&amp;#039; einen Vertrag zu einem Dokumentarfilm über die Restaurierungsarbeiten in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion sowie der Filmverleih wurde mehrheitlich an die 1946 gegründete &amp;#039;&amp;#039;Sascha Film Verleih- und Vertriebs GesmbH&amp;#039;&amp;#039; ausgelagert, sowohl dort als auch bei der Wien-Film nahm die [[Creditanstalt-Bankverein]] eine dominierende Rolle ein. Dies geschah vor allem deshalb weil die Wien-Film aufgrund ihrer Rolle in der NS-Zeit als stark vorbelastet galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Österreichischer Staatsvertrag|Staatsvertrag]] [[1955]] ging die Gesellschaft in Bundesbesitz über und diente fortan überwiegend als Studiogesellschaft für einheimische und deutsche Produktionsfirmen. In dieser Zeit entstanden finanziell erfolgreiche Produktionen wie die [[Sissi (Film)|Sissi-Trilogie]] oder anspruchslose [[Heimatfilm]]e in den Ateliers der Wien-Film, 1955 drehte [[Georg Wilhelm Pabst|Georg Wilhelm Papst]] seinen auch international beachteten Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der letzte Akt (1955)|Der letzte Akt]]&amp;#039;&amp;#039; im Filmstudio Sievering. Teilweise wurden die Studioanlagen bereits an das Fernsehen (zeitweise sogar das [[ZDF]]) und die Synchronhalle am Rosenhügel an Plattenfirmen vermietet. 1956 ging das Studio Schönbrunn an den [[Österreichischer Rundfunk|ORF]] und wurde Standort des [[Fernsehen in Österreich|Fernsehens]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=etb&amp;amp;datum=19630810&amp;amp;query=%22Wien-Film%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=1 |titel=ANNO, Erlafthal-Bote, 1963-08-10, Seite 1 |abruf=2023-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch von internationalen Produktionen wurden die Wien-Film-Studios immer genutzt. Beispiele dafür sind &amp;#039;&amp;#039;[[Die Reise (1959)|Die Reise]]&amp;#039;&amp;#039; (1959) mit [[Yul Brynner]], &amp;#039;&amp;#039;[[Prinzessin Olympia]]&amp;#039;&amp;#039; (ebenfalls 1959) mit [[Sophia Loren]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Geheime Wege]]&amp;#039;&amp;#039; (1961) mit [[Richard Widmark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Abriss.Wien.Film.Sievering.1.jpg|mini|Abriss der Sieveringer Studios]]&lt;br /&gt;
Aufgrund der Filmkrise und des Kinosterbens der 1960er Jahre wurden die [[Rosenhügel-Filmstudios|Rosenhügel-Studios]] 1966 (mit Ausnahme der Synchronhalle) an den [[Österreichischer Rundfunk|ORF]] verkauft. Die Vermietung der Sieveringer Ateliers und der Schneide- und Synchronhallen an Fremdproduktionen verlor jedoch ab den 1960er Jahren kontinuierlich an Rentabilität. Das Unternehmen versuchte mit seinen verbliebenen Einrichtungen, mit dem [[Status quo]] der späten 1960er Jahre das Auslangen zu finden. Es ignorierte dabei jedoch weitgehend den technischen Fortschritt und geriet ins Hintertreffen. Durch Managementfehler und fehlende eigene Produktionen wurden recht bald hohe Verluste erwirtschaftet. Allein 1971 wurden für die nicht beschäftigten Studios monatlich rund 2 Millionen Schilling ausgegeben. Eine zwangsweise erfolgte Veränderung der Betriebsstruktur brachte zumindest kurzzeitig die gewünschten Einsparungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Winkler |Titel=Wien-Film}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit der [[Sascha-Film]] trat das Unternehmen als Co-Produzent und Dienstleister mehrerer internationaler Produktionen in Erscheinung. Beispielsweise wurden die Innenaufnahmen zu &amp;#039;&amp;#039;[[Das Lächeln einer Sommernacht (1977)|Das Lächeln einer Sommernacht]]&amp;#039;&amp;#039; (1977) mit [[Elizabeth Taylor]] oder &amp;#039;&amp;#039;[[Das Geheimnis der eisernen Maske]]&amp;#039;&amp;#039; (1979) in den Studios der Wien-Film gedreht, die mit ihrem [[Kopierwerk]] auch die [[Entwicklung (Fotografie)|Ausarbeitung]] der Filme übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Vorspann: {{youtube|id=drQQk1_6xFs}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Information im Film-Abspann: {{youtube|id=9ZeTM30YryY|time=8319}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten 10 Jahren ihres Bestehens erwirtschaftete die Wien-Film einen Verlust von 360 Millionen Schilling, zu viel für den zu dieser Zeit ohnehin schwer belasteten Staatshaushalt. Daher wurde die &amp;#039;&amp;#039;Wien-Film&amp;#039;&amp;#039; als staatliche Gesellschaft schließlich 1985 auf Betreiben von Finanzminister [[Franz Vranitzky]] aufgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Erhalten blieb nur eine Nachfolgefirma zur Bewahrung früherer Produktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personal und Ateliers ==&lt;br /&gt;
Die Stars der Wien-Film waren bis 1945 [[Wolf Albach-Retty]], [[Elfriede Datzig]], [[Marte Harell]], [[Hans Holt]], [[Olly Holzmann]], [[Attila Hörbiger]], [[Paul Hörbiger]], [[Winnie Markus]], [[Hans Moser]], [[Rudolf Prack]], [[Jane Tilden]] und [[Paula Wessely]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am meisten beschäftigten Regisseure der Wien Film waren der geübte Umsetzer nationalsozialistischer Propagandainhalte [[Gustav Ucicky]] und [[E. W. Emo]], die ein Drittel der rund 60 Spielfilme inszenierten. An Produktivität folgten ihnen [[Willi Forst]], der für die besten Produktionen dieser Zeit verantwortlich zeichnete, [[Géza von Bolváry]], [[Hans Thimig]], die Brüder [[Ernst Marischka|Ernst]] und [[Hubert Marischka]] sowie [[Géza von Cziffra]], dem mit &amp;#039;&amp;#039;[[Der weiße Traum]]&amp;#039;&amp;#039; der kommerziell erfolgreichste Wien-Film gelang. Die am meisten eingesetzten Kameraleute waren [[Günther Anders (Kameramann)|Günther Anders]], [[Georg Bruckbauer]], [[Hans Schneeberger]] und [[Jaroslaw Tuzar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Komponisten beschäftigte die Wien-Film vor allem [[Anton Profes]] und [[Willy Schmidt-Gentner]]. [[Erich von Neusser]] und [[Fritz Podehl]] waren Produktionsleiter. Als Chefdramaturg war [[Hans Gustl Kernmayr]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Beteiligten konnte seine Karrieren auch in der Nachkriegszeit bei Produktionen der Wien-Film fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ateliereinrichtungen ===&lt;br /&gt;
Als [[Filmstudio|Filmateliers]] konnten die einzigen zwei Großanlagen Österreichs, die ehemaligen Sascha-Film-Studios in [[Sievering]] sowie die [[Rosenhügel-Filmstudios]] der ehemaligen [[Vita-Film]] herangezogen werden. Hinzu kamen das kleine, ehemalige [[Wiener Kunstfilm|Wiener-Kunstfilm]]-Atelier am [[Bauernmarkt (Wien)|Bauernmarkt]] im [[Innere Stadt (Wien)|1. Wiener Gemeindebezirk]], das [[Altes Palmenhaus (Wien-Schönbrunn)|Atelier in Schönbrunn]] sowie ein Atelier am [[Rennweg (Wien)|Rennweg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Jahren Bauzeit wurde von 1939 bis 1941 neben den Rosenhügel-Ateliers ein Synchronhallenkomplex mit einer großen und einer kleinen [[Synchronisation (Film)|Synchronisationshalle]], Schneideräumen und Büros errichtet. Es waren weitere, großzügige Ausbauten wie die Errichtung neuer Studios geplant, diese wurden aber wegen des fortschreitenden Krieges nicht mehr verwirklicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 besaß die neu gegründete Wien-Film ein [[Kopierwerk]] am Rosenhügel, welches im Zweiten Weltkrieg eine Ausweichstelle in der Formanekgasse 23 im [[19. Wiener Gemeindebezirk]] erhielt. 1953 wurde als Ersatz für das von den Russen beschlagnahmte Kopierwerk am Rosenhügel und der zu klein gewordenen Ausweichstelle ein modernes Kopierwerk in [[Grinzing]] in Betrieb genommen, welches fortan den Großteil der österreichischen Filmproduktionen entwickeln und kopieren sollte. Das 5,8 Millionen Schilling teure Werk war im historischen Gebäude des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Trummelhof&amp;#039;&amp;#039; untergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsarbeit ===&lt;br /&gt;
Während der NS-Zeit betrieb die Wien-Film mehrere [[Zwangsarbeitslager]] in ihren Betriebsstätten, bekannt sind Lager im Bereich der Rosenhügel-Studios, des Ateliers Sievering, in der Holzweberstraße Nr. 133 sowie in der Wernergasse Nr. 11.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Wien-Film|Wien-Film}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmproduktionen ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 1939 bis 1945 entstanden fünfzig Filme. Hinzu kamen Auftragsproduktionen, die von der &amp;#039;&amp;#039;Forst-Film&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Emo-Film&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Styria-Film&amp;#039;&amp;#039; abgewickelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width:25em; column-count:2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Unsterblicher Walzer]] (1939, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Leinen aus Irland (1939)|Leinen aus Irland]] (1939, [[Heinz Helbig]])&lt;br /&gt;
* [[Mutterliebe (1939)|Mutterliebe]] (1939, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* Frau im Strom (1939, [[Gerhard Lamprecht]])&lt;br /&gt;
* [[Donauschiffer]] (1939/40, [[Robert A. Stemmle]])&lt;br /&gt;
* [[Der Postmeister]] (1939/40, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* Das jüngste Gericht (1939, [[Franz Seitz Sen.]])&lt;br /&gt;
* So gefällst Du mir (1940/41, [[Hans Thimig]], [[Rudolf Schaad]])&lt;br /&gt;
* [[Operette (Film)|Operette]] (1940, [[Willi Forst]])&lt;br /&gt;
* [[Meine Tochter lebt in Wien]] (1940, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Liebe ist zollfrei]] (1940/41, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Krambambuli (1940)|Krambambuli. Die Geschichte eines Hundes]] (1940, [[Karl Köstlin (Regisseur)|Karl Köstlin]])&lt;br /&gt;
* [[Ein Leben lang (1940)|Ein Leben lang]] (1940, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* Der liebe Augustin (1940, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Wir bitten zum Tanz]] (1941, [[Hubert Marischka]])&lt;br /&gt;
* [[Liebe ist zollfrei]] (1941, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Wien 1910]] (1941/42, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Schicksal (1942)|Schicksal]] (1942, [[Géza von Bolváry]])&lt;br /&gt;
* [[Heimkehr (1941)|Heimkehr]] (1941, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* [[Dreimal Hochzeit (1941)|Dreimal Hochzeit]] (1941, [[Géza von Bolváry]])&lt;br /&gt;
* [[Brüderlein fein (Film)|Brüderlein fein]] (1941/42, [[Hans Thimig]])&lt;br /&gt;
* Zwei glückliche Menschen (1942, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Wen die Götter lieben (1942)|Wen die Götter lieben]]. Mozart (1942, [[Karl Hartl]])&lt;br /&gt;
* [[Späte Liebe]] (1942/43, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* [[Sommerliebe (1942)|Sommerliebe]] (1942, [[Erich Engel]])&lt;br /&gt;
* [[Die heimliche Gräfin]] (1942, [[Géza von Bolváry]])&lt;br /&gt;
* [[Das Ferienkind]] (1942/43, [[Karl Hans Leiter]])&lt;br /&gt;
* [[Schwarz auf Weiß (1943)|Schwarz auf Weiß]] (1943, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Schrammeln]] (1943/44, [[Géza von Bolváry]])&lt;br /&gt;
* Romantische Brautfahrt (1943, [[Leopold Hainisch]])&lt;br /&gt;
* [[Reisebekanntschaft]] (1943, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* Glück bei Frauen (1943/44, [[Peter Paul Brauer]])&lt;br /&gt;
* Freunde (1943/44, [[E. W. Emo]])&lt;br /&gt;
* [[Die kluge Marianne]] (&amp;lt;!--10. Juni--&amp;gt;1943, [[Hans Thimig]])&lt;br /&gt;
* [[Der weiße Traum]] (1943, [[Géza von Cziffra]])&lt;br /&gt;
* [[Am Ende der Welt (1947)|Am Ende der Welt]] (1943/44, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* [[Wiener Mädeln]] (1944/45, [[Willi Forst]])&lt;br /&gt;
* [[Wie ein Dieb in der Nacht]] (1944/45, [[Hans Thimig]])&lt;br /&gt;
* Umwege zu Dir (1944/45, [[Hans Thimig]])&lt;br /&gt;
* [[Ulli und Marei]] (1944/45, [[Leopold Hainisch]])&lt;br /&gt;
* [[Liebe nach Noten]] (1944/45, [[Géza von Cziffra]])&lt;br /&gt;
* [[Ein Mann gehört ins Haus]] (1944/45, [[Hubert Marischka]])&lt;br /&gt;
* Die goldene Fessel (1944, [[Hans Thimig]])&lt;br /&gt;
* [[Der gebieterische Ruf]] (1944, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* [[Das Herz muß schweigen]] (1944, [[Gustav Ucicky]])&lt;br /&gt;
* [[1. April 2000]] (1952, [[Wolfgang Liebeneiner]])&lt;br /&gt;
* [[Augenblicke – 4 Szenen mit Paula Wessely]] (1979 für den ORF, [[Wolfgang Glück]])&lt;br /&gt;
* [[Wahre Geschichten – frei erfunden|Wahre Geschichten – frei erfunden. Vier Episoden mit Attila Hörbiger]] (1980 für den ORF, Herbert Fuchs)&lt;br /&gt;
* Die Ausgesperrten (1982, [[Franz Novotny (Regisseur)|Franz Novotny]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kino und Film in Österreich]]&lt;br /&gt;
* [[Österreichische Filmgeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Antel, Christian F. Winkler, &amp;#039;&amp;#039;Hollywood an der Donau. Geschichte der Wien-Film in Sievering&amp;#039;&amp;#039;, Wien (Edition S, Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei) 1991.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Guha, &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte eines österreichischen Filmunternehmens. Von der Sascha-Film-Fabrik in Pfraumberg in Böhmen zur Wien-Film&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1976.&lt;br /&gt;
* Günter Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturfilme der Wien-Film, 1938-1945&amp;#039;&amp;#039;. Österreichisches Filmarchiv, Wien 1992.&lt;br /&gt;
* Helene Schrenk, &amp;#039;&amp;#039;Die Produktion der Wien-Fim zwischen 1939 und 1945&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1984.&lt;br /&gt;
* Fritz Walter, &amp;#039;&amp;#039;Die Wien-Film. Geboren 1910! Gestorben 1986?&amp;#039;&amp;#039;; in: Sterz 36, Graz 1986, S. 12&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Fritz Walter, &amp;#039;&amp;#039;Hollywood in Wien – oder die „Wien-Film“ ein Auftrag im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;; in: Rathkolb, Duchkowitsch, Hausjell, &amp;#039;&amp;#039;Die veruntreute Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;, Salzburg 1988, S. 35–42.&lt;br /&gt;
* Christian F. Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Wien-Film. Träume aus Zelluloid. Die Wiege des österreichischen Films&amp;#039;&amp;#039;. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-227-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Wien-Film}}&lt;br /&gt;
* [https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_W/Wien-Film.xml Eintrag zu &amp;#039;&amp;#039;Wien-Film&amp;#039;&amp;#039;] im [https://www.musiklexikon.ac.at/ Oesterreichisches Musiklexikon online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Filmgesellschaft (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Film (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienunternehmen (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1985]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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