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	<title>Wien-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T07:55:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wien-Effekt&amp;diff=498140&amp;oldid=prev</id>
		<title>31.10.141.238: /* Zweiter Wienscher Effekt */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2023-04-17T18:25:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweiter Wienscher Effekt: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wien-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Max Wien]]&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Willy Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Max Wien zum 70. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 25, 1937, S.&amp;amp;nbsp;65, {{DOI|10.1007/BF01493271}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Max Wien: (1) [[Annalen der Physik|Ann. Physik.]] 85, 795 (1928); (2) Phys. Z. 29, 751 (1928); (3) Ann. Physik. 1, 400 (1929); (4) Phys. Z. 32, 545 (1931); (5) J. Malsch and M. Wien, Ann. Physik. 83, 305 (1927).&amp;lt;/ref&amp;gt;) beschreibt ein Verhalten von [[Lösung (Chemie)|gelösten]] [[Ion]]en in [[Elektrolyt]]en bei hohen [[Elektrische Feldstärke|elektrischen Feldstärken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
In einer Elektrolytlösung sind Ionen von gegensinnig geladenen Ionen umgeben, so [[Kation]]en von mehreren [[Anion]]en, welche wiederum von mehreren Kationen umgeben sind. Diese Umgebung um das Zentralion nennt man auch Ionenwolke oder Ionen-Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn kein [[elektrisches Feld]] anliegt, ist die Ionen-Atmosphäre annähernd [[kugelsymmetrisch]], so dass die Ladungsschwerpunkte zusammenfallen. Legt man jedoch ein elektrisches Feld an, so wird die [[Ladungsverteilung]] deformiert, die Ionen werden von der gegensinnig geladenen [[Elektrode]] angezogen. Also liegen die Ladungsschwerpunkte nicht mehr zusammen, und das dadurch entstandene elektrische Feld bremst die Ionenbewegung, den Ladungstransport und damit den [[Stromfluss]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Wiensche Effekte sind nicht getrennt voneinander zu beobachten, sie scheinen vielmehr gleichzeitig aufzutreten. Der bei schwächeren Feldern vorherrschende Erste Wiensche Effekt geht bei stärkeren Feldern in den vorwiegenden Zweiten Wienschen Effekt über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Wienscher Effekt ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erste Wiensche Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erklärt, dass die Leitfähigkeit einer Elektrolytlösung bei hohen Feldstärken wieder stark zunimmt und sich von einer unendlichen verdünnten Lösung kaum mehr unterscheidet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Lambda_E \vert_{E\to\infty} = \Lambda_{\infty}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\Lambda_E&amp;lt;/math&amp;gt;: [[molare Leitfähigkeit]] bei der Feldstärke &amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\Lambda_{\infty}&amp;lt;/math&amp;gt;: molare Leitfähigkeit bei unendlicher Verdünnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursächlich vermutet man, dass die Bremseffekte der Ionen-Atmosphäre eliminiert werden, indem man die Ionen so stark beschleunigt, dass die Ionen-Atmosphäre sich gar nicht erst vollständig bilden kann bzw. die [[Relaxationszeit]] der Ionen-Atmosphäre zu groß ist, um sie während des [[Elektrolyse]]prozesses einzustellen. Typische Feldstärken hierfür liegen oberhalb von 10.000&amp;amp;nbsp;[[Volt|V]]/cm; hier beträgt die Ionengeschwindigkeit 10&amp;amp;nbsp;cm/s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtet werden muss dabei, dass bei zu hohen [[elektrische Spannung|Spannungen]] an den Elektroden zu hohe Geschwindigkeiten der Ionen erzeugt werden, so dass das Reibungs[[gesetz von Stokes]] modifiziert werden muss, welches in der Rechnung enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Wienscher Effekt ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweite Wiensche Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt das Verhalten der Elektrolyse schwacher Elektrolyte in einem starken Feld. Theoretisch wurde der Effekt von [[Lars Onsager]] untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem starken Feld treten bei schwachen [[Säuren]] und [[Salze]]n (Elektrolyten) Effekte von etwa fünf- bis zehnfacher Größe in Vergleich zu starken Säuren auf. Die Stärke einer Säure hängt mit der [[Säurekonstante]] und dem zugehörigen &amp;lt;math&amp;gt;pK_s&amp;lt;/math&amp;gt;-Wert zusammen. Diese Effekte können nicht mehr durch Ionenwolkeneffekte erklärt werden. Es tritt die Wirkung der verstärkten [[Dissoziation (Chemie)|Dissoziation]] schwacher Säuren und Salze in starken Feldern auf. Der Effekt beruht auf der Vermehrung der Zahl der Ionen, also einer resultierenden Erhöhung der Ionenkonzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei entweder um eine [[Ionisation]] der Elektrolytmoleküle durch Ionenstoß, oder das starke Feld bewirkt eine Trennung der Ionen in den Molekülen, die sich schon aufgrund der [[Thermische Bewegung|Wärmebewegung]] in einer aufgelockerten Verbindung befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Onsagersche Theorie nimmt an, dass die Dissoziation eines schwachen Elektrolyten in zwei Schritten abläuft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter J. Moore, Dieter O. Hummel |Titel=Physikalische Chemie |Hrsg=Dieter O. Hummel |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=4 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort= |Datum=1986 |Seiten=561 |ISBN=3110109794}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
# Aufbrechen der Kovalenten Bindung &amp;lt;math&amp;gt;HA \rightleftharpoons (H^+ A^-)&amp;lt;/math&amp;gt; unter Bildung eines Bjerrumschen Ionenpaars (siehe [[Ionenassoziation]])&lt;br /&gt;
# Aufbrechen des Bjerrumschen Ionenpaars &amp;lt;math&amp;gt;(H^+ A^-) \rightleftharpoons H^+ + A^-&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Wien-Effekt besagt (laut Onsager), dass die Dissoziationskonstante für einen schwachen 1,1 Elektrolyten in Anwesenheit eines elektrischen Feldes &amp;lt;math&amp;gt;\vec{E}&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben ist durch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter J. Moore, Dieter O. Hummel |Titel=Physikalische Chemie |Hrsg=Dieter O. Hummel |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=4 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort= |Datum=1986 |Seiten=562 |ISBN=3110109794}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;K_E=K_0\cdot \left(\sqrt{s/\pi}(8b)^{-3/4}\exp(8b)^{1/2}\right)&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;b=\frac{e^3|\vec{E}|}{8\pi\varepsilon_0\varepsilon_r k_{\mathrm{B}}^2 T^2}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;K_0&amp;lt;/math&amp;gt; die Dissoziationskonstante ohne elektrisches Feld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Debye-Länge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Falkenhagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1932&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrochemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>31.10.141.238</name></author>
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