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	<title>Wiek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wiek&amp;diff=237814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-04T11:13:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Name              = Wiek&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Wiek.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 54/37/20/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 13/17/21/O&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Wiek in VR.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Vorpommern-Rügen&lt;br /&gt;
|Amt               = Nord-Rügen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 2&lt;br /&gt;
|PLZ               = 18556&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 038391&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 13073101&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Ernst-Thälmann-Straße 37&amp;lt;br /&amp;gt;18551 Sagard&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.wiek-ruegen.de/ www.wiek-ruegen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Petra Harder&lt;br /&gt;
|Partei            = CDU&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Bürgermeisterin&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, früher auch &amp;#039;&amp;#039;Wieck&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Gemeinde im [[Landkreis Vorpommern-Rügen]] auf der Insel [[Rügen]] in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom [[Amt Nord-Rügen]] mit Sitz in der Gemeinde [[Sagard]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Wiek liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Bergen auf Rügen auf der Halbinsel [[Wittow]]. Die Gemeinde ist über die [[Außerortsstraße|Landstraße]] 30 entweder über die [[Nehrung]] der [[Schaabe]] zu erreichen oder über die [[Wittower Fähre]], einer Autofähre zwischen den Gemeinden Wiek und [[Trent (Rügen)|Trent]]. Wiek grenzt im Westen an den [[Wieker Bodden]], der im Westen durch die Halbinsel [[Bug (Rügen)|Bug]] von der [[Ostsee]] abgetrennt ist und so einen guten Naturhafen darstellt. Im Süden hat der Bodden eine schmale Verbindung zum Meer. Von Wiek aus gibt es einen regelmäßigen Fährverkehr zur Insel [[Hiddensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgeben wird Wiek von den Nachbargemeinden [[Altenkirchen (Rügen)|Altenkirchen]] im Nordosten, [[Breege]] im Osten, [[Trent (Rügen)|Trent]] im Süden (Seegrenze) sowie [[Dranske]] im Westen und Nordwesten (teilweise Seegrenze).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 21. Dezember 1896 bis zum 10. September 1968 verlief die 750-mm-[[Schmalspurbahn]]strecke Bergen–Trent–Wittower Fähre–Wiek–Altenkirchen der [[Rügensche Kleinbahn|Rügenschen Kleinbahn]] (RüKB) durch Wiek. Auf dem Bahndamm nördlich der Ortslage von Wiek wurde ein Radweg angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;250&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Bischofsdorf&lt;br /&gt;
* Bohlendorf&lt;br /&gt;
* Fährhof&lt;br /&gt;
* Parchow&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;250&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Wiek&lt;br /&gt;
* [[Wittower Fähre]]&lt;br /&gt;
* Woldenitz&lt;br /&gt;
* Zürkvitz&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bischofsdorf ===&lt;br /&gt;
Ersterwähnt als Biscoppesdorp und Bysscoppersdorp.&amp;lt;ref&amp;gt;Hrsg. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Pommerschen Geschichte. 1885&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Register, Verlag Léon Saunier`s Buchhandlung (Paul Saunier), Stettin 1885, S. 137. [https://www.google.de/books/edition/Quellen_zur_Pommerschen_Geschichte/-w4QAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bischofsdorf+R%C3%BCgen&amp;amp;pg=PA137&amp;amp;printsec=frontcover online]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1486 zu Heinrich (von) [[Normann (Adelsgeschlecht)|Normann]]-[[Streu (Bergen auf Rügen)|Streu]] und 1500 an Martin (von) [[Barnekow (Adelsgeschlecht)|Barnekow]], hier durch Bischof [[Niels Skave]], gab man Einkünfte des Ortes an Adlige.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bengt Büttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarreien der Insel Rügen. Von der Christianisierung bis zur Reformation&amp;#039;&amp;#039;, Zugleich Dissertation Universität Göttingen, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2007, S. 339. ISBN 978-3-412-00706-5. [https://www.google.de/books/edition/Die_Pfarreien_der_Insel_R%C3%BCgen/cPvxjHzlWV4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bischofsdorf+R%C3%BCgen&amp;amp;pg=PA339&amp;amp;printsec=frontcover online Detail]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bohlendorf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bohlendorf; Gutshaus.JPG|mini|Gutshaus Bohlendorf]]&lt;br /&gt;
Seit dem 13. Jahrhundert war Bohlendorf Stammsitz der Familie [[Bohlen (Adelsgeschlecht)|von Bohlen]] mit einem Gut von etwa 264 ha. Dieses Geschlecht gab dem Ort auch seinen Namen und blieb bis zum Zweiten Weltkrieg. 1794&amp;amp;nbsp;ließ Ernst Casimir von Bohlen das heutige Gutshaus bauen. Mitte des 19. Jahrhunderts war [[Julius von Bohlen]] der Gutsinhaber. Er war auch als namhafter Heimatforscher&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Pyl (Historiker)|Theodor Pyl]]: &amp;#039;&amp;#039;Pommersche Genealogien&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Heft 1, Selbstverlag der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthumskunde, Greifswald 1868, S. 15. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7915557 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Autor tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julius von Bohlen|Julius von Bohlen-Bohlendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bischofs-Roggen und die Güter des Bisthums Roeskild auf Rügen in erblichem Besitz der Barnekow und Umriß der Geschichte dieses adlichen, freiherrlichen und gräflichen Geschlechts&amp;#039;&amp;#039;, Familien-Chronik, Vorwort, Commission der Löfflerschen Buchhandlung (C. Hingst), Bohlendorf, Stralsund 1850, S. VI f. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7960177?query=Bohlendorf online]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1893 war dessen jüngster Sohn der nächste Erbkämmerer des Fürstentums Rügen und der Lande Barth, Leutnant Arnold Freiherr von Bohlen (* 1854; † 1899), &amp;#039;&amp;#039;Nutznießer&amp;#039;&amp;#039; des vormals zur Sicherung der Erbfolge gegründeten Bohlendorf’schen [[Familienfideikommiss]]. Er war verheiratet mit Elisabeth [[Burgsdorff (Adelsgeschlecht)|von Burgsdorff]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcelli Janecki]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Preußischen Adels. 1893&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1892, S. 152. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8175453 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; und begann einst seine Laufbahn&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Siegfried Köpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritter-Akademie zu Brandenburg. Zu der am 22. März 1872 Vormittags 11½ Uhr in der Ritter-Akademie stattfindenden Feier des Allerhöchsten Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs ladet ehrerbietig und ergebenst ein der Director&amp;#039;&amp;#039;, Band Schüler, III. Secunda, Gedruckt bei Adolph Müller, Brandenburg a. H 1872, S. 60. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/3475313 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dem Adelsinternat der [[Ritterakademie (Brandenburg an der Havel)|Ritterakademie Brandenburg]]. Nacherbe wurde die zweite Tochter Hertha, verheiratete [[von der Schulenburg]], dann der Vetter Hauptmann Adolf von Wolff,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1921&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;quot;[[Gothaischer Hofkalender|Der Gotha]]&amp;quot;, 15. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 934. [https://archive.org/details/GothaischesGenealogischesTaschenbuchDerAdeligenHaeuserYr1921/page/n951/mode/2up online]&amp;lt;/ref&amp;gt; der den Namen von Wolff-Bohlen annahm.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1912&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;quot;Der Gotha&amp;quot;, Nr. Bohlen, 62. Auflage, Justus Perthes, Gotha 1911-11-13, S. 61–62. [https://archive.org/details/gothaischesgenea621unse/page/n143/mode/2up online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch 1939 galten die &amp;#039;&amp;#039;v. Wolff-Bohlenschen Erben&amp;#039;&amp;#039; als Gutseigentümer der konstanten Besitzesgröße von 264 ha. Nachdem die Besitzer kinderlos starben, kaufte [[Alexander von Quistorp]] nach verschiedenen genealogischen Angaben bereits nach 1935 das Gut Bohlendorf.&amp;lt;ref&amp;gt;Achim v. Quistorp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Genealogie und Geschichte der Familie Quistorp&amp;#039;&amp;#039;, Familien-Chronik. Festschrift, Bohlendorf, Crenzower Zweig, Books on Demand, Hamburg, Norderstedt 2006-11-19, S. 238–245.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gut wurde 1945 mit der Bodenreform zersiedelt. Das Herrenhaus wurde Wohnhaus für Umsiedler, später dann als Ferienanlage des [[VEB Erdöl-Erdgas Grimmen]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Neuschäffer: &amp;#039;&amp;#039;Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser&amp;#039;&amp;#039;. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1993, S. 38, ISBN 3-88042-636-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Wiedervereinigung wurde das Gutshaus umfangreich renoviert und ein Hotelbetrieb eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fährhof ===&lt;br /&gt;
Fährhof hieß einst Krakewitz und gilt als Stammhaus des gleichnamigen rügischen [[Krakewitz (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlechts]]. Die Familie&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV. bis in das XIX. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Robert Klempin]], [[Gustav Kratz]], Verlag A. Bath (Mittler’s Sortimentsbuchhandlung), Berlin 1863, S. 46. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7792553 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; gewann 1459 Bedeutung mit dem Herzoglichen Vogt zu Wolgast und Usedom [[Hans von Krakevitz]]. Die Ortschaft selbst gilt spätestens seit 1896 als Fundstelle mit Bedeutung von Stein-Altertümer.&amp;lt;ref&amp;gt;v. Platen-Venz: Fundstelle für Stein-Alterthümer in Fährhof auf Rügen, in: Correspondenz-Blatt der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, Band Februar 1896, Nr. 2, XXVII. Auflage, Hrsg. Johannes Ranke, Akademische Buchdruckerei F. Straub, München 1896-02-03, S. 9–12. [https://www.google.de/books/edition/Correspondenz_Blatt_der_Deutschen_Gesell/fuVNAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=F%C3%A4hrhof&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;printsec=frontcover online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Fahrhof wurde nachmals ein Gut der Familie [[Platen (pommersches Adelsgeschlecht)|von Platen]]. Ein Vertreter war Karl Friedrich von Platen. Seine Ehefrau Fanny [[Watzdorf (Adelsgeschlecht)|von Watzdorf]]-Brambach stammte aus Sachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel) 1900&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, in: &amp;quot;Der Gotha&amp;quot;, Justus Perthes, Gotha 1900-01-10, S. 854. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8280397 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Platen verkaufte Fährhof 1901 und zog nach Dresden,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1905&amp;#039;&amp;#039;, 6. Jahrgang, in: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Der Gotha&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, Justus Perthes, Gotha 1904-11-05, S. 620. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8238195 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; wo die Söhne auch dann zum bekannten Vitzthum-Gymnasium gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;XLIX. Jahresbericht des Vitzthumschen Gymnasiums als Einladung zu der am 15. März 1910 vormittags 10 Uhr stattfindenden Entlassung der Abiturienten sowie zu den am 17. März stattfindenden öffentlichen Prüfungen, Schulnachrichten von Ostern 1909 bis Ostern 1910, Verzeichnis der Schüler. Unterprima B. 1&amp;#039;&amp;#039;, Auflage 1910. Jahresber. Nr. 743, Verlag B. G. Teubner, Dresden 1910-09-15, S. 20. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/4184467 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das in Fährhof bestehende Rittergut gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts der Familie O. Wittstock. Es handelte sich um einen mittelgroßen Landwirtschaftsbetrieb mit 252 ha.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Seyfert: &amp;#039;&amp;#039;Güter-Adreßbuch der Provinz Pommern. 1914. Verzeichnis. Handbuch der Königlichen Behörden. Mit Unterstützung vieler Behörden nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet&amp;#039;&amp;#039;, Regierungsbezirk Stralsund, Kreis Rügen, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Niekammer’s Güter-Adressbücher]]&amp;#039;&amp;#039;, Band I. für Pommern, 4. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914-05-01, S. 272–273. [https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0427417-4-1914#lg=1&amp;amp;slide=325 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parchow ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Parchow; Gutshaus (Gutsanlage).JPG|mini|Gutshaus Parchow, im Verfall]]&lt;br /&gt;
Parchow war zunächst ein Gut der Familie von Viersen, bis 1561. Dann erwerben es die von Platen. Käufer war der Hauptmann auf Goldberg und Fürstenberg, der Fürstlich Pommersche Frauenzimmerhofmeister Achim von Platen, verheiratet mit Katharina [[Lancken (Adelsgeschlecht)|von der Lancken]]. Ihr Sohn Christoph von Platen übernimmt dann Parchow und weitere Güter. Die genealogische Linie &amp;#039;&amp;#039;auf Parchow&amp;#039;&amp;#039; geht weiter zu seinem Urenkel Olof Joachim von Platen (1693–1727). Weitere drei Generationen war Friedrich Christoph von Platen der Grundbesitzer, liiert mit Anna Luise [[Fabrice (Adelsgeschlecht)|von Fabricius]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1903, in: &amp;quot;Der Gotha&amp;quot;, Adelige Häuser nach alphabetischer Ordnung, Platen, Vierter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1902-11-20, S. 683–685. [https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8306044 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wilhelm von Platen (1854–1901), respektive seine Witwe Elisabeth von Berg, veräußerte dann 1909&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Friedrich von Ehrenkrook|Hans Friedrich v. Ehrenkrook]], Jürgen v. Flotow, Detlev Freiherr v. Hammerstein-Retzow, Carola v. Ehrenkrook geb. v. Hagen, Elsa v. Bethmann geb. v. Werner |Hrsg=Deutsches Adelsarchiv |Titel=Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A (Uradel). 1953 |Sammelwerk=[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]], von 1951 bis 2014; gefolgt vom [[Gothaisches Genealogisches Handbuch|GGH]] |Band=I |Nummer=5 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1953 |ISSN=0435-2408 |Seiten=229–231 |Online=https://d-nb.info/451802462 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dann große Bereiche vom Parchower Güterkomplex. Th. Witthohn führte dann den Besitz bis 1945. Das unsanierte Gutshaus von ca. 1840 und die Nebengebäude verfallen – kein ungewohnter Umstand bezüglich der zahlreichen mecklenburgischen und vorpommerschen Gutshäuser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Axel Thiessenhusen, Ilka Zander, Jan Meier |url=https://gutshaeuser.de/de/guts_herrenhaeuser/gutshaeuser_p/gutshaus_parchow_auf_ruegen |titel=Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern |werk=Gutshäuser.de |abruf=2025-08-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Georg (Wiek) - front 5.jpg|mini|[[Pfarrkirche St. Georg zu Wiek]] mit Glockenstuhl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiek ===&lt;br /&gt;
Der Ort wurde erstmals 1165 als &amp;#039;&amp;#039;Vikr&amp;#039;&amp;#039; (also mit [[altnordisch]]er Wortendung) urkundlich dokumentiert. Dabei war auch die Rede von einem [[Slawischer Burgwall|slawischen Burgwall]]. Nach 1168 wurde auch das Gebiet von Wiek christianisiert. Es siedelten sich dann im Laufe der Zeit immer mehr Deutsche in dem Ort an und die slawische Bevölkerung wurde assimiliert. 1314&amp;amp;nbsp;und 1318 wurde eine &amp;#039;&amp;#039;parochia Medowe sive Wyk&amp;#039;&amp;#039;, also eine Pfarrei namens Medow oder Wiek erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wortstamm &amp;#039;&amp;#039;vik&amp;#039;&amp;#039;, verwandt mit dem Lateinischen &amp;#039;&amp;#039;vicus&amp;#039;&amp;#039; (Dorf, Gehöft) gibt es sowohl in [[Germanische Sprachen|germanischen]] als auch in [[Slawische Sprachen|slawischen Sprachen]]. „Vik“ in den [[nordgermanisch]]en Sprachen und „Wik“ oder „Wyk“ im [[Friesische Sprache|Friesischen]] steht für &amp;#039;&amp;#039;Bucht&amp;#039;&amp;#039; und deutet ebenso auf Marktstelle oder Handelsort hin, denn diese entwickelten sich an Gewässern und besonders in Buchten. Stadtähnliche Siedlungen in Deutschland wurden vor Erteilung eines [[Stadtrecht]]s oft als „&amp;#039;&amp;#039;Weich&amp;#039;&amp;#039;bild“ bezeichnet. In slawischen Sprachen ist der Namensbestandteil &amp;#039;&amp;#039;-wiec&amp;#039;&amp;#039; für einen Ort nicht selten, etwa in &amp;#039;&amp;#039;[[Sosnowiec]]&amp;#039;&amp;#039; (Kiefernort) und Królewiec (Königsort, der polnische Name für [[Kaliningrad|Königsberg]]). Im Bereich der südlichen Ostseeküste kann „Wie(c)k“ für eine vorbestehende Siedlung stehen, in deren Nähe ein neuer Ort, oft mit deutschen Siedlern, gegründet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Marian Rębkowski: [https://www.academia.edu/17504795/Greifswald_Stettin_Kolberg_Drei_Modelle_räumlicher_Anknüpfungen_in_der_Stadtgründungszeit_in_Pommern &amp;#039;&amp;#039;Greifswald – Stettin – Kolberg. Drei Modelle räumlicher Anknüpfungen in der Stadtgründungszeit in Pommern&amp;#039;&amp;#039;] auf academia.edu. PDF. Stand 1. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. Wendisch Wieck und Denewieck (Dänisch Wieck) bei [[Greifswald]]. Somit kann Wiek das ältere Gegenstück zum neuen, christlichen [[Altenkirchen (Rügen)|Altenkirchen]] sein. Da außer diesem fast alle Orte auf der Halbinsel [[Wittow]] Namen slawischer Herkunft tragen, kann &amp;#039;&amp;#039;Medove&amp;#039;&amp;#039; der slawische Name von Wiek gewesen sein. Die Wortendung &amp;#039;&amp;#039;-ove&amp;#039;&amp;#039;, heute zumeist &amp;#039;&amp;#039;-ow&amp;#039;&amp;#039; ist bei slawischen Namen sehr verbreitet und kann einen [[Genitiv]] [[Plural]] oder ein [[Adjektiv]] bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
Vor der [[Völkerwanderung]] hatte in der Region die germanischen [[Rugier]] gelebt. Etwa seit dem 8. Jahrhundert und somit auch um 1000 wohnte auf Rügen und auch weiter südlich das [[Slawen|slawische]] Volk der [[Ranen]] (Rujanen). Der Inselname war also aus der Germanenzeit in die Slawenzeit übernommen worden. Die Rujanen sprachen eine [[Lechische Sprachen|lechische Sprache]].&lt;br /&gt;
Der Ort dürfte einen der auf Rügen typischen Burgwälle (wie [[Kap Arkona|Arkona]] oder [[Charenza]]) gehabt haben und kann von Wäldern umgeben gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiek-Hafen-110511-021.JPG|mini|Hafen von Wiek mit Hafenmeisterei und der damals noch unsanierten Kreidebrücke]]&lt;br /&gt;
Die Dänen kämpften im 12. Jahrhundert mehrfach um die Oberhoheit über Rügen und erzwangen schließlich 1168 die Christianisierung des [[Fürstentum Rügen|slawischen Fürstentums]]. Bis zur [[Schlacht bei Bornhöved (1227)]] beherrschte Dänemark die südliche Ostseeküste. Deutsche Siedler kamen und lebten neben den slawischen Einwohnern. Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich Sprache, Sitten, Religion und die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
Auch der Ortsname änderte sich; 1314 und 1318 hieß es &amp;#039;&amp;#039;Medove sive Wiek&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Medove sive Wyk&amp;#039;&amp;#039;, 1324 nur noch &amp;#039;&amp;#039;Wik&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;de Wyke, Wick, Wieck&amp;#039;&amp;#039; und heute wieder &amp;#039;&amp;#039;Wiek&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
1404&amp;amp;nbsp;starb auf Jasmund die letzte Einwohnerin, die noch wendisch sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1314 wurde Wiek in einer Steuerliste des Rügenfürsten [[Wizlaw III. (Rügen)|Wizlaw III.]] aufgeführt, und scheint danach eine schon sehr beträchtliche Einwohnerzahl aufzuweisen. Erneut wurde Wiek 1318 urkundlich erwähnt. Nach dem Tod Witzlaws III. kam Rügen zum Herzogtum [[Herzogtum Pommern|Pommern-Wolgast]] und ab 1350 herrschte der [[Landvogt]] als Vertreter des Fürsten. 1355&amp;amp;nbsp;verkaufte Ritter Johann von Kyle (Kiel) seine Güter aus Wiek und Goos. Um 1400 wurde mit dem Bau der [[Pfarrkirche St. Georg zu Wiek|Dorfkirche]] begonnen. 1421&amp;amp;nbsp;wurden bereits die sozial orientierte Elendenbruderschaft und 1456 die Fronleichnamsbruderschaft in Wiek genannt. Um 1453 war das Seeräuberwesen der [[Vitalienbrüder]] unter [[Klaus Störtebecker]] und [[Gödeke Michels]] in dieser Gegend sehr aktiv. 1462&amp;amp;nbsp;wurde das Armenhaus St.&amp;amp;nbsp;Jürgen in Wiek eingerichtet. 1515&amp;amp;nbsp;belehnte Herzog [[Bogislaw X. (Pommern)|Bogislaw&amp;amp;nbsp;X.]] Heinrich von der Lancken unter anderem &amp;#039;&amp;#039;„mit de Wyke gantz“&amp;#039;&amp;#039;. Den Lanckens und dem Nonnenkloster zu Bergen gehörten zu dieser Zeit der Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;17. bis 18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] hatte Rügen und somit Wiek ebenso zu leiden wie das ganze Pommernland. 1627 bis 1630 waren [[Wallenstein]]s kaiserliche Truppen auf Rügen. Durch Hungersnot und Krankheiten verminderte sich die Bevölkerungszahl erheblich. Nach der schwedischen Besetzung konnte sich Wiek –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zu Pommern&amp;amp;nbsp;– wieder vom Krieg erholen. Es kam 1648 mit Vorpommern zu [[Schweden]]. Auch der Krieg [[Nordischer Krieg (1674–1679)|Schweden gegen Brandenburg]] (1678) und der [[Großer Nordischer Krieg|Große Nordische Krieg]] berührten Wiek. 1711&amp;amp;nbsp;landete Feldmarschall Graf [[Magnus Stenbock (Feldmarschall)|Stenbock]] mit ca. 10.000 Mann auf Wittow; der Ort hatte Spanndienste zu leisten. 1730&amp;amp;nbsp;jedoch hieß es: &amp;#039;&amp;#039;„Wiek ist wohlbewohnt und volkreich. Die Einwohner stehen unter einigen adelichen Herrschaften, auch befinden sich allhier Kirchenbauern.“&amp;#039;&amp;#039; Erst 1806 hebt der Schwedenkönig die [[Leibeigenschaft]] auf. Auch die Besetzung durch französische Truppen 1807 bis 1810 war im Ort spürbar. 1815&amp;amp;nbsp;wurde Wiek preußisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Neuere Geschichte&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiek, Ruegen, Hafenmeisterei.jpg|mini|Die Hafenmeisterei im Wieker Hafen]]&lt;br /&gt;
Seit 1818 gehörte Wiek zum Kreis bzw. [[Landkreis Rügen]]. Nur von 1952 bis 1955 war es dem [[Kreis Bergen]] zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum [[Kreis Rügen]] im [[Bezirk Rostock]] und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im [[Landkreis Vorpommern-Rügen]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1819 galt Wiek als größtes Dorf auf Rügen. 1820 entstand das Spritzenhaus. [[Fritz Reuter]] schrieb über Wiek 1830: &amp;#039;&amp;#039;„Am Morgen wanderte ich Wittow, der Kornkammer Rügens zu. Da lag das lieblichste, reich ausgestaltete Ländchen im Sommermorgen, umgürtet vom sonnenbegrenzten Meer, in unendlicher Mannigfaltigkeit durch die Buchten, Bodden und Wyken, …“&amp;#039;&amp;#039; 1850&amp;amp;nbsp;kann Wiek zwei Schulstandorte (im Küsterhaus und in einem gesonderten Haus) verzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 standen Teile von Wiek bei dem [[Ostseesturmhochwasser 1872|großen Sturmhochwasser]] im November unter Wasser.&lt;br /&gt;
Drei Jahre später wurde der Friedhof auf dem alten Slawenwall&amp;amp;nbsp;– angelegt. Die Burgwallanlage stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert und wird vor Ort „Borgwall“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 erhielt der Ort ein [[Reichspost|kaiserliches Postamt]] im Gasthof Schröder (Hotel Bismarck).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 wurde mit dem Bau des Hafens und einer Kleinbahn begonnen, die einerseits für die einheimischen Fischer, andererseits für den [[Kalziumkarbonat|Kreideabtransport]] von den Kreidebrüchen beim [[Kap Arkona]] gedacht waren. Der Schützenplatz wurde 1898 angelegt. 1903 erhielt der Ort seine erste Straßenbeleuchtung. Eine Schotterstraße verband seit 1907 Wiek mit [[Altenkirchen (Rügen)|Altenkirchen]]. 1915&amp;amp;nbsp;wurden kriegsbedingt die Arbeiten des 1912 begonnenen Ausbaus des Kreidehafens eingestellt. Als Zeugnis des geplanten Kreideabbaus blieb die 1914 errichtete Verladebrücke, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Kreidebrücke&amp;#039;&amp;#039;, erhalten. Diese Brücke gehörte zu den frühesten [[Stahlbeton]]bauwerken im Ostseeraum. Auch in Wiek gab es am Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] einige Unruhen unter den stationierten Matrosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiek ruegen saechsisches kinderheim.jpg|mini|Sächsisches Kinderheim (auch: „Weiße Kinderstadt am Bodden“), 1930er Jahre]]&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1928 entstand das Sächsische Kinderheim als Kindergenesungs- bzw. Kinderkurheim für etwa 1250 Kinder (in Gruppen von etwa 50 Kindern mit jeweils zwei Müttern), belegt ab 1922 jeweils von Mitte April bis Mitte Oktober. 1928 wurde das heutige Schulgebäude erstellt. Zeitgleich wurde die Reederei Alwert gegründet. Um 1929/1930 konnten die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] auch in Wiek Fuß fassen. [[Sturmabteilung]]en richteten einiges Unheil an. 1936&amp;amp;nbsp;fegte ein anderer, richtiger Sturm über den Ort, der bemerkenswert war. Der Hafen wurde um 1934/1935 ausgebaut. 1938&amp;amp;nbsp;erfolgte der Bau einer neuen Berufsschule. Ab 1935 wurden Soldaten auf dem nahe gelegenen [[Bug (Rügen)|Bug]] stationiert, und seitdem ist dieser Teil der Halbinsel mit Unterbrechungen bis 1992 stark militärisch geprägt. Am 5.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 konnte der Ort kampflos von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949/1950 wurde auf Grund der starken Bevölkerungszunahme die Schule ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde der Ort ab 1992 mit Hilfe der [[Städtebauförderung]] umfangreich saniert. Der Wieker Hafen wurde zwischen 2001 und 2004 umfangreich ausgebaut und modernisiert. Die &amp;#039;&amp;#039;Marina Wiek&amp;#039;&amp;#039; bietet Liegeplätze für etwa 150 Segelyachten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://marina-wiek.de/Yachthafen-Marina-Wiek.html Homepage Marina Wiek, Abruf am 1. Januar 2024.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die seit ihrer Errichtung 1914 als Investitionsruine im Hafen stehende &amp;#039;&amp;#039;Kreidebrücke&amp;#039;&amp;#039; wurde 2014 saniert und zu einer Promenade umgestaltet. Die Kosten dafür beliefen sich auf ca. 2,3 Millionen €.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regiolinegeo/mecklenburgvorpommern/article130312147/Historische-Kreidebruecke-in-Wiek-auf-Ruegen-eroeffnet.html &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Historische Kreidebrücke in Wiek auf Rügen eröffnet&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, Die Welt vom 18. Juli 2014], Stand 1. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Wiek Hafen.jpg|1000|Panoramablick über den neu gestalteten Hafen von Wiek. Links die noch unsanierte &amp;#039;&amp;#039;Kreidebrücke&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Woldenitz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Woldenitz; Gutshaus.JPG|mini|Gutshaus Woldenitz]]&lt;br /&gt;
Woldenitz war seit dem 13. Jahrhundert der Stammsitz der Familie von der Lancken, einer Rügener Familie des Uradels. Dietrich Christian von der Lancken ist als Major in schwedischen Diensten. Gustav Heinrich von der Lancken auf Woldenitz, [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] des Kreises Rügen, verkaufte 1853 den Woldenitzer Anteil in Wiek.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1903&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;quot;Der Gotha&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;Adelige Häuser nach alphabetischer Ordnung, Lancken&amp;#039;&amp;#039;, Vierter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1902-11-10, S. 479–480. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8305840 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der letzte Herr von der Lancken-Woldenitz kinderlos starb, wurde das Lehns- und Rittergut 1893 an den Nachbarn Wilhelm von Platen auf Parchow verkauft. Das heutige Gutshaus wurde zum Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts errichtet; es liegt an einem Teich in einem kleinen Park. 1945&amp;amp;nbsp;wurden Gutshaus und Land aufgesiedelt und an lokale Bewohner, meist Flüchtlinge, verteilt. Heute als Privathaus bewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Axel Thiessenhusen, Ilka Zander, Jan Meier |url=https://gutshaeuser.de/de/guts_herrenhaeuser/gutshaeuser_w/gutshaus_woldenitz |titel=Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern |werk=Gutshäuser.de |abruf=2025-08-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürkvitz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zürkvitz; Gutshaus.JPG|mini|Gutshaus Zürkvitz]]&lt;br /&gt;
In Zürkvitz befand sich ein Rittergut, mit Anteil Wiek, welches unter anderem Heinrich von der Lancken (1724–1782) gehörte. Ihm folgte auf Zürkvitz sein Sohn Hauptmann Rickmann, dann sein Enkel Olof von der Lancken (1798–1835). Nächster Grundbesitzer wurde Rickmann sen. von der Lancken, vermählt mit Marie Luise [[Usedom (Adelsgeschlecht)|von Usedom]]. Ihr Sohn Gustav von der Lancken schlug eine Militärkarriere ein und brachte es bis zum preußischen General. Ebenfalls war er Rechtsritter im [[Johanniterorden]]. Um 1914 besaß Zürkvitz noch dessen Sohn der Rittmeister d. R. Karl Rickmann von der Lancken. Zuletzt gehörte es bis 1945 der Familie der Freiherren [[Bothmer (Adelsgeschlecht)|von Bothmer]] gehörte und etwa eine Gesamtgröße von 314 ha beinhaltete. Davon waren 2 ha Waldbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Seeliger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern 1939. Verzeichnis von ca. 20000 landwirtschaftlichen Betrieben von 20 ha aufwärts mit Angabe der Besitzer, Pächter und Verwalter, der Gesamtgröße des Betriebes und Flächeninhalt der einzelnen Kulturen; nach amtlichen Quellen&amp;#039;&amp;#039;, in: Gesamtausgabe Paul Niekammer, Band I f. Ausgabe Pommern, 9. Auflage, Kreis Rügen, Verlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1939, S. 59. Reprint Klaus D. Becker, Potsdam 2020. ISBN 978-3-88372-229-0. [https://www.google.de/books/edition/Landwirtschaftliches_Adre%C3%9Fbuch_der_Prov/LzgDEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Zirkow+1939&amp;amp;pg=PA59&amp;amp;printsec=frontcover online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute befindet sich das Haus in Privatbesitz und ist bewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Axel Thiessenhusen, Ilka Zander, Jan Meier |url=https://gutshaeuser.de/de/guts_herrenhaeuser/gutshaeuser_z/gutshaus_zuerkvitz |titel=Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern |werk=Gutshäuser.de |abruf=2025-08-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:45%&amp;quot;| Jahr || ! style=&amp;quot;width:55%&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1168 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | um 250&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1577 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | um 350&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1805 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 580&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1817 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 729&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1850 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1239&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1905 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1140&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1933 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1442&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2243&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2000 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1269&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeindevertretung und Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeisterin) aus 10 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende Ergebnisse&amp;lt;ref&amp;gt;[https://votemanager.kdo.de/20190526/130735359/html5/Wahl_der_Gemeindevertretung_einer_Mitgliedsgemeinde_MV_86_Mitgliedsgemeinde_Wiek.html Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)], Stand (Abruf) 1. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#CFCFCF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| Partei/Bewerber&lt;br /&gt;
! Prozent&lt;br /&gt;
! Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; | [[Freie Demokratische Partei|FDP]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |38,37&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |29,15&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; | WG Bürger für Wiek&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |18,78&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; | WG Bürgerbündnis für Zusammenhalt&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |11,29&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeisterin der Gemeinde ist Petra Harder (CDU), sie wurde mit 56,22 % der Stimmen gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://votemanager.kdo.de/20190526/130735359/html5/Buergermeisterwahl_Mitgliedsgemeinde_MV_110_Mitgliedsgemeinde_Wiek.html Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)], Stand (Abruf) 1. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 12. Juni 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 246 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „[[Teilung (Heraldik)|Geteilt]]; oben in Rot zwei schräg gekreuzte goldene [[Dreschflegel#Heraldik|Dreschflegel]], die Kreuzung überdeckt von einem goldenen [[Bienenkorb]]; unten in Gold ein blaues [[Wikingerschiff|Wikingerboot]] mit Segel.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde von dem Sagarder Gerhard Koggelmann gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnergemeinden ===&lt;br /&gt;
* [[Łobez]] bei [[Stettin]], Polen, seit 2008&lt;br /&gt;
* [[Bremen-Blumenthal]], Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Georg (Wiek) - Kriegerdenkmal 5.jpg|mini|hochkant=1.3|Kriegerdenkmal in Wiek von 1923 für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges]]&lt;br /&gt;
* Die [[Pfarrkirche St. Georg zu Wiek]], eine um 1400 erbaute [[Gotik|gotische]] Backsteinkirche mit [[Glockenstuhl]] (um 1600)&lt;br /&gt;
* [[Kriegerdenkmal]] aus dem Jahr 1923 zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Kirchgelände&lt;br /&gt;
* Der Hafen (bis 2003 neu gestaltet) mit der alten &amp;#039;&amp;#039;Kreidebrücke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Das Kinderkurheim, bis 1929 nach Plänen des Bauhausschülers Waldo Wenzel entstanden&lt;br /&gt;
* Der Wieker Blasmusik e.&amp;amp;nbsp;V. ist ein über die Ortsgrenzen hinweg bekanntes Orchester. Es wurde 1958 gegründet.&lt;br /&gt;
→ Siehe auch: [[Liste der Baudenkmale in Wiek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Christian Heller]] (1770–1837), evangelischer Theologe, Bibliothekar und Chronist&lt;br /&gt;
* [[Theodor Schwarz (Theologe)|Theodor Schwarz]] (1777–1850), evangelischer Theologe, Pfarrer, Schriftsteller und Maler&lt;br /&gt;
* [[Karl Schwarz (Theologe)|Karl Schwarz]] (1812–1885), evangelischer Theologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Julius von Platen (Offizier)|Julius von Platen]] (1853–1922), preußischer [[Generalleutnant]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Burmeister (Mediziner)|Heinz Burmeister]] (1920–1995), Neurochirurg&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Hoth]] (* 1940), Bauingenieur und Dombaumeister&lt;br /&gt;
* [[Thorolf Oeing]] (* 1943), Politiker (CDU/REP), Mitglied der Bremischen Bürgerschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Käning: &amp;#039;&amp;#039;Wiek/Rügen; Chronik eines Inseldorfes&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Ehrenklau, Lauterbach 1992, ISBN 3-9801496-1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|234531665}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Rügen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4399158-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wittow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1486]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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