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	<title>Wiedergutmachung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Schreiben: HC: Entferne Kategorie:Aufarbeitung des Nationalsozialismus; Ergänze Kategorie:Entschädigungen für NS-Unrecht</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Aufarbeitung_des_Nationalsozialismus&quot; title=&quot;Kategorie:Aufarbeitung des Nationalsozialismus&quot;&gt;Kategorie:Aufarbeitung des Nationalsozialismus&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Entsch%C3%A4digungen_f%C3%BCr_NS-Unrecht&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Entschädigungen für NS-Unrecht (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Entschädigungen für NS-Unrecht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Rehabilitierung}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein spezifisch deutscher Begriff, der durch die [[deutsche Wiedergutmachungspolitik]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] im Zusammenhang mit den durch [[Nationalsozialismus|nationalsozialistisches]] Unrecht verursachte Schäden entwickelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Kischel: &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachungsrecht und Reparationen: Zur Dogmatik der Kriegsfolgen.&amp;#039;&amp;#039; [[JuristenZeitung|JZ]] 1997, S. 126–131.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er umfasst die Rückerstattung von Vermögensgegenständen und die Entschädigung insbesondere für [[Personenschaden|Personenschäden]], aber auch für nicht von der Rückerstattung erfasste Vermögensschäden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesministerium der Finanzen]]: [https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2018-03-05-entschaedigung-ns-unrecht.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=19 &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung. Regelungen zur Entschädigung von NS-Unrecht.&amp;#039;&amp;#039;] Stand Mai 2022, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiedergutmachungsleistungen in diesem Sinne erhalten Personen, die aus politischen, rassischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] verfolgt worden sind. Eine immaterielle Form der Wiedergutmachung ist die Rehabilitierung durch die [[Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen]] oder die sog. Wiedergutmachungseinbürgerung gemäß [[Artikel 116 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Art. 116 Abs. 2 GG]] oder {{§|15|stag|juris}} StAG.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bva.bund.de/DE/Services/Buerger/Ausweis-Dokumente-Recht/Staatsangehoerigkeit/Einbuergerung/Anspruch/EinbuergerungA_node.html &amp;#039;&amp;#039;Im Rahmen der Wiedergutmachung wieder Deutsch werden.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundesverwaltungsamt]], abgerufen am 11. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der [[Reparationen]] ist dagegen ein [[Lehnwort]] aus der englischen und französischen Sprache ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;reparations&amp;#039;&amp;#039;, [[Französische Sprache|frz.]] &amp;#039;&amp;#039;réparations&amp;#039;&amp;#039;). Reparationen leistet ein Staat an einen anderen wegen einer Verletzung des [[Völkerrecht]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Wolfgang Eichhorn: &amp;#039;&amp;#039;Reparation als völkerrechtliche Deliktshaftung. Rechtliche und praktische Probleme unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands (1918–1990).&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden, 1992, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Günnewig: &amp;#039;&amp;#039;Schadensersatz wegen der Verletzung des Gewaltverbotes als Element eines ius post bellum.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2019, S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Fisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; München 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Reparationen werden auch die Instrumente der [[Transitional Justice|transitionalen Gerechtigkeit]] zum Ausgleich für in der Vergangenheit begangene [[Menschenrechte|Menschenrechtsverletzungen]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mia Swart: &amp;#039;&amp;#039;Reparationen als Instrument der Transitionalen Gerechtigkeit: Was erklärt die Regeleinhaltung?&amp;#039;&amp;#039; [[Die Friedens-Warte]] 2011, S. 191–217.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. beispielsweise [https://www.deutschlandfunkkultur.de/genozid-an-den-herero-und-nama-100.html &amp;#039;&amp;#039;Genozid an den Herero und Nama: Namibia will Neuverhandlung des Abkommens von 2021.&amp;#039;&amp;#039;] [[Deutschlandfunk Kultur]], 5. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Freudenreich: &amp;#039;&amp;#039;Entschädigung zu welchem Preis? Reparationsprogramme und Transitional Justice.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag Potsdam, 2010, ISBN 978-3-86956-096-0. Zugl.: Potsdam, Univ., Diplomarbeit, 2009 ([https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/4725/file/pssrp06.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Entschädigung]] ist eine [[Leistung (Recht)|Leistung]], insbesondere in Form von Geld, die erlittene Nachteile oder Einschränkungen ausgleichen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schadensersatz]] ist ein Begriff aus dem [[Deliktsrecht (Deutschland)|Deliktsrecht]] des [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuchs]] und setzt eine vorsätzliche oder fahrlässige [[Rechtsgut]]sverletzung voraus. Der Schädiger ist dem Geschädigten zum Ersatz des entstehenden Schadens verpflichtet ({{§|823|bgb|juris}} Abs. 1 BGB) und hat grundsätzlich den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre ([[Naturalrestitution]], {{§|249|bgb|juris}} Abs. 1 BGB). Die [[Satisfaktion]] ist eine veraltete Form zur Wiederherstellung der verletzten [[Ehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Strafrecht]] dient der [[Täter-Opfer-Ausgleich]] der Schadenswiedergutmachung ({{§|46a|stgb|juris}} StGB), durch die der Täter [[Strafmilderung]] erreichen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Georg Freund, Enara Garro Carrera: &amp;#039;&amp;#039;Strafrechtliche Wiedergutmachung und ihr Verhältnis zum zivilrechtlichen Schadensersatz. Zu den gemeinsamen materiellen Grundlagen eines Europäischen Strafrechtssystems.&amp;#039;&amp;#039; [[Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft|ZStW]] 2006, S. 76–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsche Wiedergutmachungspolitik}}&lt;br /&gt;
Die Anerkennung historischen Unrechts erfolgte durch die Gesetzgebung im Rahmen der deutschen Wiedergutmachungspolitik zugunsten von Personen, die in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] aus politischen, rassischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen verfolgt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reparationen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsche Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entschädigung ===&lt;br /&gt;
Im [[Soziales Entschädigungsrecht|sozialen Entschädigungsrecht]] werden [[Sozialleistung]]en erbracht wegen zumeist gesundheitlicher Schäden, für deren Folgen die staatliche Gemeinschaft in Abgeltung eines besonderen Opfers oder aus anderen Gründen nach [[Versorgungsrecht (Deutschland)|versorgungsrechtlichen]] Grundsätzen einsteht ({{§|5|sgb_1|juris}} SGB I). Es soll zentral im [[Vierzehntes Buch Sozialgesetzbuch|Vierzehnten Buch des Sozialgesetzbuchs]] (SGB XIV) zusammengefasst werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiele sind:&lt;br /&gt;
* Für [[Kriegsopfer]] bestehen Ansprüche nach dem [[Bundesversorgungsgesetz]] (BVG).&amp;lt;ref&amp;gt;Lennart Alexy, Andreas Fisahn, Susanne Hähnchen et al.: [https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/recht-a-z/324050/soziales-entschaedigungsrecht/ &amp;#039;&amp;#039;Soziales Entschädigungsrecht.&amp;#039;&amp;#039;]  Das Rechtslexikon, Lizenzausgabe der [[Bundeszentrale für politische Bildung]], abgerufen am 11. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei Schäden durch Straftaten: Ansprüche nach {{§|1|oeg|buzer}} des [[Opferentschädigungsgesetz]]es in Verbindung mit dem BVG.&lt;br /&gt;
* Bei Verdienstausfall aufgrund infektionsschutzrechtlicher Tätigkeitsverbote oder einem [[Impfschaden]]: Ansprüche nach {{§|56|ifsg|juris}}, {{§|60|ifsg|buzer}} des [[Infektionsschutzgesetz]]es in Verbindung mit dem BVG.&lt;br /&gt;
* Nach aufgehobener strafgerichtlicher Verurteilung und Schäden durch den Vollzug anderer Strafverfolgungsmaßnahmen: Ansprüche nach {{§|1|StrEG|buzer}}, {{§|2|StrEG|buzer}} des [[Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen|Gesetzes über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen]].&lt;br /&gt;
* Opfer von rechtsstaatswidrigen Strafverfolgungsmaßnahmen in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] und der [[DDR]]: [[Strafrechtliches Rehabilitierungsgesetz]]&lt;br /&gt;
* Bei Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im [[Beitrittsgebiet]] aus der Zeit vom 8. Mai 1945 bis zum 2. Oktober 1990: Folgeansprüche auf Versorgung nach {{§|2|vwrehag|juris}} des [[Verwaltungsrechtliches Rehabilitierungsgesetz|Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche [[Enteignung]]sentschädigung aufgrund {{Art.|14|gg|juris}} Abs. 3 GG ist ein angemessener, der erlittenen Eigentumseinbuße entsprechender Wertausgleich, der  – bildhaft  gesprochen  –  den  Betroffenen in die Lage versetzt, sich einen gleichwertigen Gegenstand zu beschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGHZ 39, 198 = NJW 1963, 1492.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Aust, Dieter Pasternak, Rainer Jacobs: &amp;#039;&amp;#039;Die Enteignungsentschädigung.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, 6. neu bearb. Aufl. 2007, S. 101 Rz 202 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bei hoheitlichen Eingriffen in immaterielle Rechtsgüter des Einzelnen wie die körperliche Unversehrtheit oder das [[Persönlichkeitsrecht (Deutschland)|allgemeine Persönlichkeitsrecht]], die dem Wohl der Allgemeinheit dienen, kann nach der [[Sonderopfertheorie]] des [[Bundesgerichtshof]]s ein  [[Aufopferungsanspruch|Entschädigungsanspruch]] bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Ringshandl: &amp;#039;&amp;#039;Der bürgerlich-rechtliche Aufopferungsanspruch. Zugleich ein Beitrag zur analogen Anwendung von § 906 Abs. 2 S. 2 BGB im (Spannungs-)Verhältnis von Zivilrecht und öffentlichem Recht.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg, 2009. ISBN 978-3-8300-4513-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schack: &amp;#039;&amp;#039;Der für [den] Aufopferungsanspruch neben der Enteignungsentschädigung verbleibende Raum.&amp;#039;&amp;#039; [[JuristenZeitung|JZ]] 1956, S. 425–430.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bz009083.html BGH, Urteil vom 19. Februar 1953 - III ZR 208/51]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Ossenbühl]], [[Matthias Cornils]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatshaftungsrecht.&amp;#039;&amp;#039; München, 6. Auflage 2013, &amp;#039;&amp;#039;3. Teil. Der Aufopferungsanspruch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schadensersatz ===&lt;br /&gt;
Im [[Zivilrecht]] (Rechtsbeziehungen zwischen Bürgern) besteht eine Pflicht zum [[Schadensersatz]]:&lt;br /&gt;
* gesetzlich (z.&amp;amp;nbsp;B. nach dem Recht der unerlaubten Handlung, {{§|823|BGB|buzer}} ff. BGB) oder vertraglich;&lt;br /&gt;
* für materielle Schäden (Aufwendungen für Neubeschaffung, Reparatur, Behandlungskosten etc.) oder immaterielle Schäden ([[Schmerzensgeld]]).&lt;br /&gt;
* Unter Umständen kann sich der Anspruch direkt gegen den Versicherer des Schädigers richten (z.&amp;amp;nbsp;B. {{§|3|pflvg|juris}} [[Pflichtversicherungsgesetz]] bei Kraftfahrtschäden).&lt;br /&gt;
* Bei der [[Amtshaftung]] nach {{§|839|BGB|buzer}} BGB geht die Verantwortlichkeit gemäß {{Art.|34|GG|buzer}} GG vom schädigenden [[Amtsträger]] auf den [[Dienstherr]]n über; Ausnahme bei [[Vorsatz (Recht)|Vorsatz]] und [[Grobe Fahrlässigkeit|grober Fahrlässigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verpflichtung zum Schadensersatz oder zur Entschädigung kann der Leistungspflichtige u.&amp;amp;nbsp;U. Rückgriff ([[Regress (Recht)|Regress]]) bei einem Dritten nehmen. Beispiele:&lt;br /&gt;
* Ansprüche gegen die eigene [[Haftpflichtversicherung]];&lt;br /&gt;
* Ansprüche der Versicherung bzw. des Sozialversicherungsträgers gegen den Schädiger des Versicherten, z.&amp;amp;nbsp;B. nach {{§|86|vvg_2008|juris}} Abs. 1 Satz 1 [[Versicherungsvertragsgesetz (Deutschland)|Versicherungsvertragsgesetz]] (VVG) oder {{§|116|sgb_10|juris}} [[Zehntes Buch Sozialgesetzbuch]] (SGB X).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
Das [[Opferfürsorgegesetz]] ist systematisch Teil der österreichischen Sozialgesetzgebung und leistete zumindest seiner Intention nach weder Wiedergutmachung noch [[Entschädigung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Strutz: &amp;#039;&amp;#039;Wieder gut gemacht? Opferfürsorge in Österreich am Beispiel der Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; [[Mandelbaum Verlag]], 2006, S. 9 ff., 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationales Recht ==&lt;br /&gt;
Die [[UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte]] (VN-Leitprinzipien) sehen unter anderem den Zugang zu Abhilfe für Betroffene von Menschenrechtsverstößen vor. Danach müssen Staaten sicherstellen, dass die Opfer von Menschenrechtsverletzungen Zugang zu staatlichen und, wo nötig, nicht-staatlichen Beschwerdemechanismen und Wiedergutmachung&amp;lt;ref name=&amp;quot;t&amp;quot;&amp;gt;im englischen Text &amp;#039;&amp;#039;redress&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; haben. Wiedergutmachung kann laut den VN-Leitprinzipien beispielsweise eine Folgenbeseitigung, ein finanzieller oder nicht-finanzieller Schadensersatz und Strafe sowie Schadensverhütung etwa durch einstweilige Verfügungen und Nichtwiederholungsgarantien sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Wirtschaft-Menschenrechte/NAP/Zugang-zu-Abhilfe-Wiedergutmachung/zugang-zu-abhilfe-wiedergutmachung.html &amp;#039;&amp;#039;Zugang zu Abhilfe und Wiedergutmachung.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundesministerium für Arbeit und Soziales]], abgerufen am 11. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Art. 14 der [[UN-Antifolterkonvention]] sieht vor, dass jeder Vertragsstaat in seiner Rechtsordnung sicherstellt, dass Opfer einer Folterhandlung Wiedergutmachung&amp;lt;ref name=&amp;quot;t&amp;quot; /&amp;gt; erhalten und ein einklagbares Recht auf gerechte und angemessene Entschädigung einschließlich der Mittel für eine möglichst vollständige [[Rehabilitation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiedergutmachung als Thema in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Genugtuung für eine beschädigte [[Reputation]] ist ein häufiges [[Thema (Literatur)|Thema in der Literatur]]. Im 19. Jahrhundert hat hierzu beispielsweise [[E. Marlitt]] mit ihrer [[Novelle]] &amp;#039;&amp;#039;[[Schulmeisters Marie]]&amp;#039;&amp;#039; (1865/1890) beigetragen oder [[Arthur Schnitzler]] mit &amp;#039;&amp;#039;[[Lieutenant Gustl]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludolf Herbst]], [[Constantin Goschler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; München, 1989.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Tappert: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiedergutmachung von Staatsunrecht im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; [[Die Friedens-Warte]] 1995, S. 211–249.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Trenczek]]: &amp;#039;&amp;#039;Restitution – Wiedergutmachung, Schadensersatz oder Strafe? Restitutive Leistungsverpflichtungen im Strafrecht der U.S.A. und der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Nomos-Verlag, 1996. ISBN 978-3-7890-4268-3.&lt;br /&gt;
* Christian Widmaier: &amp;#039;&amp;#039;Häftlingshilfegesetz, DDR-Rehabilitierungsgesetz, SED-Unrechtsbereinigungsgesetze: Rehabilitierung und Wiedergutmachung von SBZ-DDR-Unrecht?&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a., 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;27. September 1951: Regierungserklärung des Bundeskanzlers in der 165. Sitzung des Deutschen Bundestages zur Haltung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den Juden.&amp;#039;&amp;#039; Stenographische Berichte 1. Deutscher Bundestag. Bd. 9, 165. Sitzung, S. 6697 f. [https://www.konrad-adenauer.de/seite/27-september-1951/ PDF.] Website der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4136959-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (deutsche Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenrechte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entschädigungen für NS-Unrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schreiben</name></author>
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